Vikings - Wolves of Midgard - Test, Rollenspiel, PlayStation 4, Xbox One

 

Test: Vikings - Wolves of Midgard (Rollenspiel)

von Mathias Oertel



Entwickler:
Release:
23.03.2017
23.03.2017
23.03.2017
23.03.2017
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Zwischen Reaper of Souls und God of War

Beim Kampf orientiert sich Vikings stark an dem Standard, den Diablo 3 bzw. Reaper of Souls gesetzt hat: Nicht nur mit dem Dauerdrück-Angriff, der durch die aufladbaren Sonderfähigkeiten sowie der Heil- bzw. Talisman-Funktion ergänzt wird. Sondern vielmehr mit der Ausweichrolle, die hier aber deutlich arcadiger und damit sehr gut sowie passend zur Action umgesetzt wird. Bleibt bei Diablo 3 der Eindruck, dass das interne Timing wichtiger ist als die tatsächliche Aktion des Spielers, wenn man z.B. trotz Ausweichens voll getroffen wird, wirkt es hier besser in den Kampfverlauf integriert. Zwar  gibt es auch hier zweifelhafte Momente, wo trotz Rolle zumindest Schaden genommen wird. Und dass die Rolle als bevorzugte, da im Normalfall deutlich schnellere Fortbewegungsart dem normalen Laufen überlegen ist, wirkt unglücklich. Doch über einen Großteil der meist auf kleine Scharmützel angelegten Auseinandersetzungen hat man das Gefühl, dass man mit gutem Timing bei den großen Gegnern mit ihren verheerenden Schlägen sowie Bosskämpfen stets eine faire Chance hat, Verletzungen zu entgehen. Aporpos Bosskämpfe: Die Endgegner jedes Abschnitts warten mitsamt ihrem möglichen Gefolge immer in einer Arena, vor deren Betreten man stets gewarnt wird.

In den Schneegebieten lauern nicht nur riesige Trolle, sondern auch Eiseskälte, an der man erfrieren kann.
In den Schneegebieten lauern nicht nur riesige Trolle, sondern auch Eiseskälte, an der man erfrieren kann.
Beim Aufstiegssystem wiederum orientiert man sich an Kratos' Abenteuern. Jeder Gegner hinterlässt mindestens ein Herz, die stärkeren Vetreter meist mehr. Diese sollte man nicht liegenlassen. Denn sie erfüllen nicht nur den Zweck von Erfahrungspunkten, die quasi als Opfer am nächsten Altar eingelöst werden dürfen. Sie sind auch ein probates Mittel, um seine Gesundheit wieder ein Stückchen aufzufüllen. Den Wert kann man über entsprechende Gegenstände noch steigern und wenn man den Wutmodus aktiviert, der anfänglich etwa zehn Sekunden dauert, später aber deutlich verlängert werden kann, gibt es nochmals einen Bonus auf die Genesung. Selbstverständlich kann man auch Heiltränke nutzen. Allerdings ist die Anzahl begrenzt, kann aber an bestimmten Schalen wieder aufgefüllt werden.

Umgebungseinflüsse und fehlende Göttergunst

Die sind in den Abschnitten ebenso gut verteilt wie Kontrollpunkte, von denen aus man nach einem Ableben wieder starten darf, oder die Lagerfeuer, an denen man sich in eisigen Schneebereichen aufwärmen darf. In anderen Abschnitten kann man Giftwolken begegnen oder Blitzen, die ebenfalls dafür sorgen, dass sich die Leiste für die Belastung durch Umgebungseinflüsse füllt. Und dies hat nicht nur kosmetische oder akustische Auswirkungen, wenn der Held sich darüber beklagt, dass ihm schwindelig ist oder er die Zehen nicht mehr fühlt. Denn sobald diese Leiste komplett ist, geht jeder Sekunde zu Lasten der Lebensenergie. Insofern ist zumindest ein gelegentlicher taktischer Rückzug oder ein Blick auf die Karte sinnvoll, damit man seine nächsten Schritte planen kann, ohne Angst vor dem
Man kann zwei Waffensets mitführen, die jeweils einem von fünf Göttern gewidmet sind.
Man kann zwei Waffensets mitführen, die jeweils einem von fünf Göttern gewidmet sind, für die man das Blut der Gegner vergießt.
Erfrieren oder Blitzschlag haben zu müssen. Dass einige der auf Dauer redundanten Sammelaufgaben in den Bereichen natürlich in Arealen liegen, die am weitesten von diesen sicheren Zonen entfernt sind, versteht sich von selbst. Und natürlich ist klar, dass einige davon von miesen Zwischenbossen bewacht werden, die zusätzlich zur Kälte eine Gefahr darstellen.

Obwohl Grind eigentlich nicht nötig ist, um zumindest zwei Fähigkeitsbäume im Lauf der Kampagne weitgehend komplett aufzubauen, gibt es eine Option, sich abseits der Geschichte mit den Gegnern knackige Duelle zu liefern: Hinter den „Prüfungen der Götter“ versteckt sich ein Arena-Modus, in dem man gegen immer stärkere Wellen antreten muss und bei dem es als Belohnung nicht nur Rohstoffe gibt, sondern auch unter Umständen brauchbare Ausrüstung abgeworfen wird. Derzeit allerdings nur auf der PS4. Denn nur dort ist ein Day-1-Patch verfügbar, der diesen bei der Skaldin verfügbaren Modus freischalten. Auf der One ist die Stelle, an welcher der entsprechende Transport-Stein steht ebenso leer wie bei einem ungepatchten PlayStation-Midgard. Schade. Ebenfalls sehr bedauerlich: Es gibt keine Option für Couch-Koop. Zwar kann man zu zweit in den Kampf gegen die bösen Horden ziehen, doch dies ist nur online möglich.
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Kommentare

Zois schrieb am
Habe mir für den PC das Spiel zugelegt aber immer wenn ich es starten will kommt die Meldung: viking.exe funktioniert nicht richtig. was kann ich dagegen tun?
The-Last-Of-Me-X schrieb am
Ganz ehrlich, es macht Spaß! Ja, man könnte Vieles besser machen aber hey, zwischen den ganzen AAA-Möchtegern-Supertitel, die manches Mal kaum Spaß bereiten, ist so ein Spiel für mich eine tolle Abwechslung. Wer so richtig Bock auf schlichtes Rumgekloppe hat, bekommt hier genau das :)
hydro skunk 420 schrieb am
Bin ebenfalls im Begriff mir irgendwann die One-Version zuzulegen.
Was mich aber wirklich, wirklich stört - ich kann es nur wiederholen - ist der "scripted loot", wie ich jetzt schon mehrfach gelesen habe.
Das ist doch ein Verbrechen bei soner Art von Spiel.
Ziemlich schwach von mir da trotzdem zuzugreifen...
...als Strafe aber eben nur als Gebrauchtangebot.
Master Chief 1978 schrieb am
Hab vorhin die One Version mitgenommen, bisher spielt es sich ganz gut und ich finde eben das Setting sehr ansprechend und zumindest Grafisch braucht es sich hinter Diablo 3 nicht zu verstecken.
Bugs hab ich in meinen 3 Stunden bisher keine gesehen und es gab nicht mal einen Patch für das knapp 7GB große Spiel. Dafür ist aber zumindest in der Special Edition ein Handbuch enthalten! Yay!
Natürlich wird es nicht mit den Genre Größen mithalten können aber bisher alles Grundsolide. Man hätte es nur vielleicht etwas günstiger anbieten sollen denke ich. Vielleicht bekommen wir ja irgendwann einen auf dieses Grundgerüst gestellten und verbesserten Nachfolger serviert. Und warum man dem Teil keinen Couch Coop spendiert hat ist mir ein Rätsel, vermutlich kein Geld.
schrieb am

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