GreedFall - Test, Rollenspiel, PC, PlayStation 4, Xbox One, PlayStation 4 Pro, Xbox One X - 4Players.de

 

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3D-Rollenspiel
Entwickler: Spiders
Release:
10.09.2019
10.09.2019
kein Termin
10.09.2019
kein Termin
Alias: Greed Fall
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Spielinfo Bilder Videos
Prolog in der alten Welt

Die Franzosen leisten sich für ihr Abenteuer, das euch zwischen 35 und 60 Stunden beschäftigen wird, einen dreistündigen Prolog in einer kontinentalen Hafenstadt, bevor es zur Insel geht. Das ist auch gut so, denn man muss sich erstmal an die Spielwelt, ihre Gesetzmäßigkeiten und all die Namen gewöhnen, die zum großen Teil französisch, aber bei den Vornamen der Wachen von Kurt bis Manfred deutsch klingen. Zu Beginn fühlt man sich noch etwas überfordert angesichts all der Parteien, Personen und Begriffe, zumal die Sprache hier teilweise clever als Stilmittel eingesetzt wird. Es entsteht trotz vertrauter Klänge der Eindruck einer fremden Welt, zumal sich spätestens auf der Insel bei den Eingeborenen indianische, nordische und keltische Motive bzw. Namen wie Glendgnámvár finden.

Die grassierende Krankheit nennen die Kolonisten "Malichor", dann gibt es die "Nauten", die als tätowierte Seefahrer mit
qwssw
In den Dialogen hat man oftmals die Wahl, ob man drohen , bestechen oder das Charisma anwenden will.
Handelsrecht und exklusiven Lagern quasi eine fünfte Fraktion neben den Eingeborenen bilden - die übrigens auch mit vielen eigenen Begriffen in ihrer Sprache auftreten. All das macht neugierig und es ist sehr hilfreich, dass der vorbildlich strukturierte Kodex weitere Informationen zum Nachlesen über Personen, Gebiete, Fraktionen etc anbietet. Aber neben dem Exotischen bemerkt man sehr schnell auch das Gewöhnliche im Spieldesign, das es mit überstrapazierten Crafting-, Sammel- und Belohnungsreizen scheinbar allen recht machen will. Man hat es also nicht nur mit einer fiktiven, sondern auch mit einer bekannten modernen Seuche zu tun, in der man schneller seinen Rucksack mit Zutaten und Waffen, natürlich vergleichbar füllen kann.

Die Gier nach Beute

Schon in der ersten Stadt Sérène wird eine künstliche Oberfläche zum Abgrasen sichtbar. Was in der Wildnis bei Sträuchern, Bäumen & Co okay ist, wirkt hier wie ein fremdes Spiel im Spiel: Obwohl man laut Story ein wohlhabender Adliger ist, obwohl eine Seuche für Elend unter den Leuten sorgt, hat der Osterhase in den Gassen zig funkelnde Kisten mit Beute wie Gold,
Was für ein majestätischer Anblick! Bis man die überall funkelnden Kisten sieht...
Was für ein majestätischer Anblick! Bis man die überall funkelnden Kisten sieht...
Munition, Kleidung, Zutaten, Magietränke & Co verstreut, die man natürlich vor aller Augen plündern kann, selbst wenn sie neben Bettlern oder Wachen stehen. Und selbst wenn in einer Taverne Gold direkt vor Leuten auf einem Tisch liegt, darf man es einfach ohne Reaktion stibitzen. Hier wirkt der Titel GreedFall wie eine selbsterfüllende spielmechanische Prophezeiung.

Übrigens: Hat man die Truhen einer Stadt einmal geleert, werden sie nach einer gewissen Zeit tatsächlich wieder frisch befüllt - was für ein Service! So wird das "Wirtschaftssystem" quasi künstlich subventioniert, damit man immer etwas abgreifen oder verkaufen kann. Zwar kann man in den Optionen viele visuellen Hilfen für Spielwelt, Karte etc. abstellen, aber dennoch entsteht auf diese Art ein erster Bruch zwischem dem Erzählten und dem Erspielten. Das ist unheimlich schade, denn man hätte hier so gut vertiefen können, indem man den Murks einfach weglässt - oder ihn plausibler platziert! Es gab mal eine Zeit, da hat man sich über Schatztruhen gefreut, weil man etwas dafür leisten musste...Link wacht ja bald wieder auf.

Kommentare

fanboyauf3uhr schrieb am
NewRaven hat geschrieben: ?
16.09.2019 20:04
Spiders steht für mich für 3 Dinge:
- immer mehr Einbauen wollen, als man es von der Studiogröße oder vom Budget her schafft - was man dann auch oft überdeutlich merkt
Kenne nur "Bound by Flame" und "Technomancer" die ich beide schlecht fand und nach jeweils 2 Stunden in die Ecke gepfeffert habe. Greedfall spielt in einer anderen Liga.
NewRaven hat geschrieben: ?
16.09.2019 20:04
- technische Mittelmäßigkeit, sei es nun durch eine sich irgendwie falsch anfühlende Steuerung, Probleme in Optik oder Akustik oder eben Bugs und/oder schlechte Optimierung
Auf keinen Fall, Greedfall läuft super, ohne Ruckler, Grafik ist "gut". "Control" ist bei mir im Vergleich pro Abend 2x abgestürzt.
NewRaven hat geschrieben: ?
16.09.2019 20:04
- die Spiele beginnen inhaltlich (also Setting, Story, Charakterzeichnung) und gameplaytechnisch (Kampsystem, Dialoge) immer gut, nutzen sich aber entweder unnormal recht schnell ab oder werden mit steigendem Spielfortschritt sogar merklich schlechter in diesen Punkten
Greedfall fängt sehr stark an, nach 15 Stunden gab es einen Durchhänger und ich dachte "okay ende der Fahnenstange". Plötzlich zog es wieder enorm an und es wird sogar interessanter als am Anfang da das Spiel sich weiter öffnet.
Die einzige Macke die Greedfall hat ist das fehlende Budget der Entwickler, ansonsten denke ich haben die hier unglaubliches geleistet.
Finde übrigens die Stealth Technik gut. Vor allem in Verbindung mit dem "Nebel" Trank hat man hier nochmal eine taktische Ebene drin.
Ted Raven schrieb am
Erinnert mich stark an "Der Kinderdieb" von Brom. Die magische Wesen müssen sich auf einer Insel (Avalon) gegen die Eindringlinge aus der "zivilisierten" Welt verteidigen. Das Spiel werde ich mir näher ansehen.
NewRaven schrieb am
Die Verlockung ist da, aber nachdem ich jetzt schon mit drei Spiders-Games trotz ähnlicher Verlockung auf die Nase gefallen bin, halte ich trotzdem erstmal Abstand.
Spiders steht für mich für 3 Dinge:
- immer mehr Einbauen wollen, als man es von der Studiogröße oder vom Budget her schafft - was man dann auch oft überdeutlich merkt
- technische Mittelmäßigkeit, sei es nun durch eine sich irgendwie falsch anfühlende Steuerung, Probleme in Optik oder Akustik oder eben Bugs und/oder schlechte Optimierung
- die Spiele beginnen inhaltlich (also Setting, Story, Charakterzeichnung) und gameplaytechnisch (Kampsystem, Dialoge) immer gut, nutzen sich aber entweder unnormal recht schnell ab oder werden mit steigendem Spielfortschritt sogar merklich schlechter in diesen Punkten
Und irgendwie werden alle 3 Punkte, wenn auch etwas abgeschwächt im Vergleich zu früheren Titeln, auch bei GreedFall wieder in diesem wie auch anderen Tests angedeutet. Ich glaub echt, Spiders ist einfach nicht "mein" Studio auch wenn ich durchaus verstehen kann, warum andere mit den Titeln dieses Studios Spaß haben.
Todesglubsch schrieb am
Usul hat geschrieben: ?
14.09.2019 20:15
Meinst du mit PT denn Plague Tale? Da hat mich einfach gestört, daß es eben oftmals zu aufgesetzt wird bzw. es einfach nicht in die Atmoshpäre paßt. Bestes Beispiel bisher für mich war das Kriegslager, aus dem man flüchtet...
Klammern wir mal die Sammelgegenstände aus, die kann ich nicht rational erklären, außer die Dame ist schlicht kleptomanisch veranlagt. Aber die Bastelgegenstände nimmt sie ja nur mit, weil sie sie braucht um stärker zu werden. Nimm alles was du kriegen kannst. Natürlich wird das im Spiel überhaupt nicht so kommuniziert und es ist natürlich seltsam, dass so gewöhnliche Gegenstände wie Schnur und Leder so selten sind, dass man sich an Krümelware die man findet bedienen muss... aber naja.
Alternative wäre natürlich gewesen, dass man einfach an jeder Werkbank 1-2 Dinge upgraden kann und dann die Werkbank unbrauchbar wird. Dann würdest du in den Leveln aber die Werkbänke suchen :D
Immerhin brauchst du die Upgrades nicht um das Spiel zu schaffen, außer du willst alle Achievements sammeln.
Sharkie schrieb am
Usul hat geschrieben: ?
14.09.2019 20:15
Jetzt habe ich ja selbst gesagt, daß man das wohl nicht muß, d.h. ich bin ja eigentlich selbst schuld, wenn ich es dennoch tue - aber ich kann mich halt auch nicht komplett frei machen von solche widersprüchlichem Verhalten. :)
Klar ist das ein wenig paradox (geht mir übrigens genau so). Denke, das liegt im Endeffekt daran, dass auch der Spielertyp, der auf übertriebene bzw. unpassende Lootanreize keine Lust hat, ja dennoch i. d. R. seine Spielfigur verbessern möchte (denn Letzteres ist, im Gegensatz zu Looting, meiner Meinung nach für das Genre relativ essenziell). Wenn das Spiel dann so ausgelegt ist, dass Charakterverbesserung eben maßgeblich über Looting erreicht werden kann, entsteht halt dieser störende Interessenkonflikt. Deshalb ist das gerne gebrachte Gegenargument "Man muss es ja nicht machen, ignoriere die Fässer und Kisten doch einfach" für mich kein überzeugendes.
schrieb am

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