GreedFall - Test, Rollenspiel, PC, PlayStation 4, Xbox One, PlayStation 4 Pro, Xbox One X - 4Players.de

 

Um dieses Feature zu nutzen, musst du
"4Players pur" nutzen:

Du hast schon einen pur-Account? Dann logge dich ein!
Noch kein pur-Nutzer? 4Players pur – Zahl, was du willst!

Hinweis schließen.


3D-Rollenspiel
Entwickler: Spiders
Release:
10.09.2019
10.09.2019
kein Termin
10.09.2019
kein Termin
Alias: Greed Fall
Jetzt kaufen
ab 42,99€

ab 43,08€
Spielinfo Bilder Videos
Prächtige Inselkulisse

Französische Entwickler sind traditionell sehr stark darin, ansehnliche Kulissen zu erschaffen. Und GreedFall gehört zum stimmungsvollsten, was man seit langer Zeit aus dem Reich von Focus Home Interactive zu sehen bekam - nicht im Texturdetail oder hinsichtlich der soliden Animationen, aber defintiv landschaftlich. Mit der hauseigenen Silk Engine wird zwar keine offene Inselwelt inszeniert, sondern miteinander verbundene Areale, zwischen denen nachgeladen wird. Aber das geht fix und man bekommt sehr viel in teilweise weitläufigen Gebieten zu sehen, darunter auch größere Höhlen und Siedlungen.

In den verschlungenen Wäldern, Sümpfen und auf den weiten felsigen Ebenen entsteht dank waberndem Nebel, schöner Lichteffekte, rauschender Flüsse, weiter Sicht und dahin stöbernder Tiere eine stimmungsvolle Atmosphäre inklusive Tag- und
Auch die Weltkarte ist edel designt.
Auch die Weltkarte ist edel designt.
Nachtwechsel. Es gibt Schlachtfelder mit Leichen, rote schimmernde Wälder, Ufer mit riesigen Walknochen oder finstere Grotten. Auch wenn man hinsichtlich Wasser, Vegetation & Cop nicht an Horizon Zero Dawn herankommt und zwei Klassen von der eindringlichen, weil wesentlich authentischer wirkenden Flora und Fauna eines Red Dead Redemption 2 entfernt ist, entsteht in der Wildnis eine idyllische Anziehungskraft. Nur darf man nicht zu genau hinsehen, wie sich Hirsche & Co verhalten, sonst wird es wieder unfreiwillig komisch.

Hinzu kommt, dass es auch mal Abkürzungen über detonierende Wände gibt, außerdem spielt die Vertikale über das Erklimmen von Mauern und Felsen eine gewisse Rolle - allerdings ohne die befriedigenden Aha-Effekte eines miteinander verzahnten sowie auf spätere Öffnungen hin konzipierten Leveldesigns à la Zelda, Metroid Prime oder Souls. Trotzdem steht man vor so manchem Abgrund und kommt nicht weiter, weil man vielleicht nicht genug Stärke für den Sprung hat. Nur kann man hier fast sicher sein, dass es ein paar Meter weiter eine Alternative gibt. Was während der Erkundung nervt, sind allerdings neben vielen Standardfeinden, die an Riesenfledermäuse, Bären, Wölfe oder Echsen erinnern, die vielen unsichtbaren Grenzen gegen die der Held stößt. Obwohl da Treppen bei einer Ruine oder Zugänge unter Torbögen sichtbar sind, die man locker erreichen

Drei Städte...

Neben einigen Siedlungen mit tollen Monumenten gibt es drei Städte auf der Insel, darunter Neu-Sérène der Händlerkongregation, wo man anlandet. Und wenn man zum ersten Mal die Türme und Zinnen von Hikmet oder San Matheus
Was aus der Ferne wie eine majestätische Stadt aussieht, entpuppt sich des Öfteren als Fassade.
Was aus der Ferne wie eine majestätische Stadt aussieht, entpuppt sich des Öfteren als Fassade. Und wo sind all die Leute auf diesem Marktplatz?
in der Ferne sieht, wirkt das sehr imposant. Beim ersten Besuch gelingt teilweise noch die Illusion einer fremden Metropole, wenn man z.B. einer Verbrennung der Inqusition beiwohnt, ganz andere Mode oder Gebäude erkennt.

Aber hinter dem majestätischen Schein verbirgt sich nach längerer Betrachtung zu viel provinzielles Sein: Die Städte sind viel kleiner als man denkt, es gibt selbst auf den zentralen Plätzen mitten am Tag viel zu wenig Passanten und bis auf ganz wenige Ausnahmen entsteht kaum ein lebendiger Alltag. Immerhin hört man Händler rufen, sieht mal Arbeiter und manche Leute reagieren zumindest, wenn man sie anspricht. Nur das ist minimaler Standard!

...ein Baumeister

Dass sich Spiders mit den Städten zu viel vorgenommen hat, erkennt man nicht nur am eindimensionalen Figurenverhalten
Nicht nur Räume auch Gemälde werden kopiert.
Nicht nur Räume auch Gemälde wurden irgendwann so kopiert, dass mehrere gleiche in einem Flur auftauchen.
oder den vorhersehbar verstreuten Beutekisten, die überall an der Seite oder in Sackgassen funkeln, sondern vor allem in der Architektur und dem Interieur - und das gerade dort, wo man häufig für Quests unterwegs ist.

Die Paläste der Gouverneure und die Schenken wirken wie schnell kopiert, denn bis auf wenige farbliche sowie äußere Details gleichen sich Grundrisse und Aufbau bis hin zu Treppen, Fluren und Räumen, teilweise sind sogar die Malereien an den Wänden identisch. Hier entsteht ein Bruch zwischen Kulisse und Story, denn die drei politisch und kulturell so unterschiedlichen Fraktionen hatten scheinbar nur einen Baumeister.

Kommentare

fanboyauf3uhr schrieb am
NewRaven hat geschrieben: ?
16.09.2019 20:04
Spiders steht für mich für 3 Dinge:
- immer mehr Einbauen wollen, als man es von der Studiogröße oder vom Budget her schafft - was man dann auch oft überdeutlich merkt
Kenne nur "Bound by Flame" und "Technomancer" die ich beide schlecht fand und nach jeweils 2 Stunden in die Ecke gepfeffert habe. Greedfall spielt in einer anderen Liga.
NewRaven hat geschrieben: ?
16.09.2019 20:04
- technische Mittelmäßigkeit, sei es nun durch eine sich irgendwie falsch anfühlende Steuerung, Probleme in Optik oder Akustik oder eben Bugs und/oder schlechte Optimierung
Auf keinen Fall, Greedfall läuft super, ohne Ruckler, Grafik ist "gut". "Control" ist bei mir im Vergleich pro Abend 2x abgestürzt.
NewRaven hat geschrieben: ?
16.09.2019 20:04
- die Spiele beginnen inhaltlich (also Setting, Story, Charakterzeichnung) und gameplaytechnisch (Kampsystem, Dialoge) immer gut, nutzen sich aber entweder unnormal recht schnell ab oder werden mit steigendem Spielfortschritt sogar merklich schlechter in diesen Punkten
Greedfall fängt sehr stark an, nach 15 Stunden gab es einen Durchhänger und ich dachte "okay ende der Fahnenstange". Plötzlich zog es wieder enorm an und es wird sogar interessanter als am Anfang da das Spiel sich weiter öffnet.
Die einzige Macke die Greedfall hat ist das fehlende Budget der Entwickler, ansonsten denke ich haben die hier unglaubliches geleistet.
Finde übrigens die Stealth Technik gut. Vor allem in Verbindung mit dem "Nebel" Trank hat man hier nochmal eine taktische Ebene drin.
Ted Raven schrieb am
Erinnert mich stark an "Der Kinderdieb" von Brom. Die magische Wesen müssen sich auf einer Insel (Avalon) gegen die Eindringlinge aus der "zivilisierten" Welt verteidigen. Das Spiel werde ich mir näher ansehen.
NewRaven schrieb am
Die Verlockung ist da, aber nachdem ich jetzt schon mit drei Spiders-Games trotz ähnlicher Verlockung auf die Nase gefallen bin, halte ich trotzdem erstmal Abstand.
Spiders steht für mich für 3 Dinge:
- immer mehr Einbauen wollen, als man es von der Studiogröße oder vom Budget her schafft - was man dann auch oft überdeutlich merkt
- technische Mittelmäßigkeit, sei es nun durch eine sich irgendwie falsch anfühlende Steuerung, Probleme in Optik oder Akustik oder eben Bugs und/oder schlechte Optimierung
- die Spiele beginnen inhaltlich (also Setting, Story, Charakterzeichnung) und gameplaytechnisch (Kampsystem, Dialoge) immer gut, nutzen sich aber entweder unnormal recht schnell ab oder werden mit steigendem Spielfortschritt sogar merklich schlechter in diesen Punkten
Und irgendwie werden alle 3 Punkte, wenn auch etwas abgeschwächt im Vergleich zu früheren Titeln, auch bei GreedFall wieder in diesem wie auch anderen Tests angedeutet. Ich glaub echt, Spiders ist einfach nicht "mein" Studio auch wenn ich durchaus verstehen kann, warum andere mit den Titeln dieses Studios Spaß haben.
Todesglubsch schrieb am
Usul hat geschrieben: ?
14.09.2019 20:15
Meinst du mit PT denn Plague Tale? Da hat mich einfach gestört, daß es eben oftmals zu aufgesetzt wird bzw. es einfach nicht in die Atmoshpäre paßt. Bestes Beispiel bisher für mich war das Kriegslager, aus dem man flüchtet...
Klammern wir mal die Sammelgegenstände aus, die kann ich nicht rational erklären, außer die Dame ist schlicht kleptomanisch veranlagt. Aber die Bastelgegenstände nimmt sie ja nur mit, weil sie sie braucht um stärker zu werden. Nimm alles was du kriegen kannst. Natürlich wird das im Spiel überhaupt nicht so kommuniziert und es ist natürlich seltsam, dass so gewöhnliche Gegenstände wie Schnur und Leder so selten sind, dass man sich an Krümelware die man findet bedienen muss... aber naja.
Alternative wäre natürlich gewesen, dass man einfach an jeder Werkbank 1-2 Dinge upgraden kann und dann die Werkbank unbrauchbar wird. Dann würdest du in den Leveln aber die Werkbänke suchen :D
Immerhin brauchst du die Upgrades nicht um das Spiel zu schaffen, außer du willst alle Achievements sammeln.
Sharkie schrieb am
Usul hat geschrieben: ?
14.09.2019 20:15
Jetzt habe ich ja selbst gesagt, daß man das wohl nicht muß, d.h. ich bin ja eigentlich selbst schuld, wenn ich es dennoch tue - aber ich kann mich halt auch nicht komplett frei machen von solche widersprüchlichem Verhalten. :)
Klar ist das ein wenig paradox (geht mir übrigens genau so). Denke, das liegt im Endeffekt daran, dass auch der Spielertyp, der auf übertriebene bzw. unpassende Lootanreize keine Lust hat, ja dennoch i. d. R. seine Spielfigur verbessern möchte (denn Letzteres ist, im Gegensatz zu Looting, meiner Meinung nach für das Genre relativ essenziell). Wenn das Spiel dann so ausgelegt ist, dass Charakterverbesserung eben maßgeblich über Looting erreicht werden kann, entsteht halt dieser störende Interessenkonflikt. Deshalb ist das gerne gebrachte Gegenargument "Man muss es ja nicht machen, ignoriere die Fässer und Kisten doch einfach" für mich kein überzeugendes.
schrieb am

Angebote

Billiger.de Angebotshinweise:

Preise können jetzt höher sein.

Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass der angegebene Preis seit der letzten Aktualisierung gestiegen sein kann, da eine Echtzeit-Aktualisierung der vorstehend angegebenen Preise technisch nicht immer möglich ist.

Der maßgebliche Verkaufspreis ist derjenige, welcher zum Zeitpunkt des Kaufs auf der Webseite des Verkäufer-Shops ausgewiesen wurde.

GreedFall
Ab 42.99€
Jetzt kaufen