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3D-Rollenspiel
Entwickler: Spiders
Release:
10.09.2019
10.09.2019
kein Termin
10.09.2019
kein Termin
Alias: Greed Fall
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Spielinfo Bilder Videos
Stärker durch gute Freunde

So kann man über die Wahl der Gefährten und der eigenen Kleidung, die man bei einem Schmied oder über eigenes Handwerk ebenfalls mit einem Attribut oder Talent modifizieren kann, dafür sorgen, dass man auch ohne entsprechende Entwicklung des eigenen Helden genug Punkte hat. Das animiert zum Experimentieren und beugt Sackgassen vor.Leider wird die aktuelle Gesamtzahl an Stärke & Co nicht in der ansonsten informativen Charakterübersicht dokumentiert. Es gibt nämlich immer wieder Stellen, an denen ein Wert in mehreren Stufen abgefragt wird: Das Schlösser knacken, die Stärke beim Springen über Abgründe, die Wissenschaft beim Sprengen von Mauern und sowohl Intuition als auch Charisma innerhalb der Gespräche.

Nicht nur Feinde nutzen Gift.
Nicht nur Feinde nutzen Gift - man kann es auch selbst effizient einsetzen.
Allerdings ist das Quest- und Leveldesign so verzeihlich konzipiert, dass man immer irgendwie ans Ziel gelangen kann. Manchmal mit peinlichen Hilfestellungen: Man fragt sich schon, warum man das Schlösser knacken weiter erlernen soll, wenn die Schlüssel zu wichtigen Räumen meist zwei Meter weiter in einer Kiste liegen. Etwas mehr Mut zur exklusiven Lösung hätte dazu führen können, dass sich je nach Charakterentwicklung auch wirklich andere Spielerlebnisse oder zumindest Wege eröffnen. Da waren auch Spiele wie Deus Ex & Co wesentlich weiter.

Das mächtige Charisma

Apropos Dialoge: Auf der einen Seite ist es gut, dass man sie so beeinflussen kann. Aber wer Charisma auf zwei und mit Kleidung auf drei Punkte steigert, was recht schnell geht, kann zu hundert Prozent sicher sein, dass er sein Gegenüber
Hier kommt man nur noch, wenn man genug Stärke hat.
Hier kommt man nur hoch, wenn man genug Stärke hat.
überzeugt - egal welcher Fraktion es angehört, egal welchen Ruf man bei selbiger hat. Tut man das nicht, bleibt als Alternative noch die Gewalt oder Drohung, so dass letztlich eine mathematische Wahl an der Oberfläche entsteht.

Besser wäre es gewesen, wenn man die Gespräche so lebendig gestaltet hätte, dass man sich die Antworten und Argumente genau ansehen muss - und dass Charisma oder Intution zwar mehr verraten, aber nicht unbedingt sicher ans Ziel führen, wenn man bei einer misstrauischen Fraktion vorstellig wird. Immerhin gibt es auch einige Situationen, in denen die Regie einem plötzlich kein Charisma als Hilfe gestattet, sondern lediglich zwei Antworten, die scheinbar beide plausibel scheinen - und genau in diesen, leider eher seltenen Momenten entsteht auch endlich richtige Grübelspannung, weil man sich nicht sicher sein kann, ob das Gegenüber überzeugt wird.

Kommentare

fanboyauf3uhr schrieb am
NewRaven hat geschrieben: ?
16.09.2019 20:04
Spiders steht für mich für 3 Dinge:
- immer mehr Einbauen wollen, als man es von der Studiogröße oder vom Budget her schafft - was man dann auch oft überdeutlich merkt
Kenne nur "Bound by Flame" und "Technomancer" die ich beide schlecht fand und nach jeweils 2 Stunden in die Ecke gepfeffert habe. Greedfall spielt in einer anderen Liga.
NewRaven hat geschrieben: ?
16.09.2019 20:04
- technische Mittelmäßigkeit, sei es nun durch eine sich irgendwie falsch anfühlende Steuerung, Probleme in Optik oder Akustik oder eben Bugs und/oder schlechte Optimierung
Auf keinen Fall, Greedfall läuft super, ohne Ruckler, Grafik ist "gut". "Control" ist bei mir im Vergleich pro Abend 2x abgestürzt.
NewRaven hat geschrieben: ?
16.09.2019 20:04
- die Spiele beginnen inhaltlich (also Setting, Story, Charakterzeichnung) und gameplaytechnisch (Kampsystem, Dialoge) immer gut, nutzen sich aber entweder unnormal recht schnell ab oder werden mit steigendem Spielfortschritt sogar merklich schlechter in diesen Punkten
Greedfall fängt sehr stark an, nach 15 Stunden gab es einen Durchhänger und ich dachte "okay ende der Fahnenstange". Plötzlich zog es wieder enorm an und es wird sogar interessanter als am Anfang da das Spiel sich weiter öffnet.
Die einzige Macke die Greedfall hat ist das fehlende Budget der Entwickler, ansonsten denke ich haben die hier unglaubliches geleistet.
Finde übrigens die Stealth Technik gut. Vor allem in Verbindung mit dem "Nebel" Trank hat man hier nochmal eine taktische Ebene drin.
Ted Raven schrieb am
Erinnert mich stark an "Der Kinderdieb" von Brom. Die magische Wesen müssen sich auf einer Insel (Avalon) gegen die Eindringlinge aus der "zivilisierten" Welt verteidigen. Das Spiel werde ich mir näher ansehen.
NewRaven schrieb am
Die Verlockung ist da, aber nachdem ich jetzt schon mit drei Spiders-Games trotz ähnlicher Verlockung auf die Nase gefallen bin, halte ich trotzdem erstmal Abstand.
Spiders steht für mich für 3 Dinge:
- immer mehr Einbauen wollen, als man es von der Studiogröße oder vom Budget her schafft - was man dann auch oft überdeutlich merkt
- technische Mittelmäßigkeit, sei es nun durch eine sich irgendwie falsch anfühlende Steuerung, Probleme in Optik oder Akustik oder eben Bugs und/oder schlechte Optimierung
- die Spiele beginnen inhaltlich (also Setting, Story, Charakterzeichnung) und gameplaytechnisch (Kampsystem, Dialoge) immer gut, nutzen sich aber entweder unnormal recht schnell ab oder werden mit steigendem Spielfortschritt sogar merklich schlechter in diesen Punkten
Und irgendwie werden alle 3 Punkte, wenn auch etwas abgeschwächt im Vergleich zu früheren Titeln, auch bei GreedFall wieder in diesem wie auch anderen Tests angedeutet. Ich glaub echt, Spiders ist einfach nicht "mein" Studio auch wenn ich durchaus verstehen kann, warum andere mit den Titeln dieses Studios Spaß haben.
Todesglubsch schrieb am
Usul hat geschrieben: ?
14.09.2019 20:15
Meinst du mit PT denn Plague Tale? Da hat mich einfach gestört, daß es eben oftmals zu aufgesetzt wird bzw. es einfach nicht in die Atmoshpäre paßt. Bestes Beispiel bisher für mich war das Kriegslager, aus dem man flüchtet...
Klammern wir mal die Sammelgegenstände aus, die kann ich nicht rational erklären, außer die Dame ist schlicht kleptomanisch veranlagt. Aber die Bastelgegenstände nimmt sie ja nur mit, weil sie sie braucht um stärker zu werden. Nimm alles was du kriegen kannst. Natürlich wird das im Spiel überhaupt nicht so kommuniziert und es ist natürlich seltsam, dass so gewöhnliche Gegenstände wie Schnur und Leder so selten sind, dass man sich an Krümelware die man findet bedienen muss... aber naja.
Alternative wäre natürlich gewesen, dass man einfach an jeder Werkbank 1-2 Dinge upgraden kann und dann die Werkbank unbrauchbar wird. Dann würdest du in den Leveln aber die Werkbänke suchen :D
Immerhin brauchst du die Upgrades nicht um das Spiel zu schaffen, außer du willst alle Achievements sammeln.
Sharkie schrieb am
Usul hat geschrieben: ?
14.09.2019 20:15
Jetzt habe ich ja selbst gesagt, daß man das wohl nicht muß, d.h. ich bin ja eigentlich selbst schuld, wenn ich es dennoch tue - aber ich kann mich halt auch nicht komplett frei machen von solche widersprüchlichem Verhalten. :)
Klar ist das ein wenig paradox (geht mir übrigens genau so). Denke, das liegt im Endeffekt daran, dass auch der Spielertyp, der auf übertriebene bzw. unpassende Lootanreize keine Lust hat, ja dennoch i. d. R. seine Spielfigur verbessern möchte (denn Letzteres ist, im Gegensatz zu Looting, meiner Meinung nach für das Genre relativ essenziell). Wenn das Spiel dann so ausgelegt ist, dass Charakterverbesserung eben maßgeblich über Looting erreicht werden kann, entsteht halt dieser störende Interessenkonflikt. Deshalb ist das gerne gebrachte Gegenargument "Man muss es ja nicht machen, ignoriere die Fässer und Kisten doch einfach" für mich kein überzeugendes.
schrieb am

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