Ghost of Tsushima - Test, Action-Adventure, PlayStation 4

 

Test: Ghost of Tsushima (Action-Adventure)

von Jörg Luibl



Ghost of Tsushima: Blut im Sommergras
Blut im Sommergras
Entwickler:
Publisher: Sony
Release:
17.07.2020
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ab 68,23€
Spielinfo Bilder Videos
Im Jahr 1274 wird die Insel Tsushima von den Mongolen angegriffen. Im Auftrag von Kublai Khan sollen sie ganz Japan erobern. Als sie zu Zehntausenden am Strand landen, stellen sich ihnen 80 berittene Samurai entgegen. Genau an diesem Punkt der historischen Überlieferung beginnt Ghost of Tsushima. Danach öffnet sich eines der schönsten und elegantesten Abenteuer, die man in offener Welt erleben kann.


Ehre gegen Terror

Es gelingt Sucker Punch (Sly Raccoon, inFamous) gleich in der ersten Begegnung zwischen den Japanern und den Mongolen, die unterschiedlichen Vorstellungen von Krieg zu demonstrieren: Ein Samurai prescht alleine vor, will nach alter Sitte in einem Duell antreten. Aber Kothun Khan begrüßt ihn mit Öl, verbrennt und köpft ihn. Er ist nicht für den Ruhm über das Meer gesegelt, sondern um mit allen Mitteln dieses störrische Land zu unterwerfen.

Was nach Pathos und Schwarzweißmalerei klingt, entspricht durchaus der historischen Überlieferung. Natürlich wird Gut und Böse von Anfang an klar verteilt, aber die Mongolen setzten auf Terror als Kriegstaktik, marschierten in Formationen wie der Phalanx, während die Japaner in Schlachten des 13. Jahrhunderts noch den ehrenhaften Zweikampf suchten - zumindest unter Samurai.

Jin reitet mit den 80 Samurai in die ausweglose Schlacht.
Jin kämpft mit den 80 Samurai in der ausweglosen Schlacht.
Grausam und skrupellos waren sie natürlich auch, schließlich litt das alte Japan in nahezu allen mittelallterlichen Epochen an der Gewalt untereinander, an Bürgerkriegen und Fehden, die vor allem die Bauern ertragen mussten -  diese wichtigen Graustufen liefert die Story im weiteren Verlauf.

Aber tatsächlich ritten am 4. November nur 80 Samurai unter dem Gouverneur der Insel, So Sukekuni, wohlwissend in ihren Tod.

Viel historisches Flair

Der Khan nimmt seinen Onkel als Geisel.
Der Khan nimmt seinen Onkel als Geisel mit in eine Festung.
Nicht falsch verstehen: Ghost of Tsushima ist ja kein simulatives Mittelalter-Rollenspiel im Stile eines Kingdom Come: Deliverance, sondern ein Abenteuer in offener Welt mit fiktiven Charakteren, dazu reichlich Sage und Legende samt mythischer Waffen und putzigen Füchsen, die man kraulen kann. Es gibt einige Dinge wie z.B. die Kanonen auf den Schiffen, die Donnerbüchsen oder Festungen sowie Elemente der Bewaffnung, die letztlich nicht historisch sind - die es also so nicht im Jahr 1274 gegeben hat.

Aber die Entwickler haben vieles andere gut recherchiert, sie benutzen z.B. originale Begriffe wie "Shashimono" für die Flaggen der Samurai, sie gehen auf den damals in Japan populären chinesischen Philosophen Sun Tzu (Die Kunst des Krieges), auf Buddhismus und Kami sowie den Volksaberglauben mit Kappa, Tengu & Co ein. All das nur in Facetten, aber: Sie sorgen damit für einen angenehm authentischen Rahmen. Und genau der könnte den einen oder anderen Spieler vielleicht neugierig machen, sich mit der Kamakura-Zeit (1185 - 1333) sowie den Mongoleninvasionen zu beschäftigen. Wer sich dafür interessiert, findet in diesem Video eine kleine Einführung.

Kommentare

Ares101 schrieb am
Raskir hat geschrieben: ?
Heute 21:35
Bin nicht so viel zum Spielen gekommen. Aber der story Abschnitt gestern war der erste, der nicht gut war.
Spoiler, relativ Ende Kapitel 2
Spoiler
Show
die Mission wo man ryuzo sucht und von diesem gefangen genommen wird. Da hat ja mal.gar nichts gestimmt. Von der Art wie Jin überlistet wurde, bis zu dem Part wo Kenji gestorben ist, war das absolut unterdurchschnittlich. Aber danach... Man befreit ich in dem man ein paar mal x drückt und seine Arme aus der Schlinge zieht. Einfach so... Der Khan, der dir mehr deiner Freunde opfern wollte, mal wieder über alle Berge, ohne Jin mitzunehmen oder zu töten oder bewacht zu lassen. Und das tollste, die Ausrüstung von Jin, alles schön in einer Truhe, 5 Meter von Jin entfernt verwahrt.
Dieser Story part hatte nur den Sinn, Kenji zu töten, um yuna einen Grund zu geben gegen die Mongolen zu kämpfen. Danach wurde jin so plump es nur geht, wieder in die Welt entlassen.
Bisher empfand ich das writing als sehr gelungen. Diese 5 Minuten bekommen aber ein eiskaltes "ungenügend"
Ich hoffe das war eine krasse Ausnahme (auch wenn es auch eine Begleiter Nebenmission gab, die ich als "mangelhaft" empfinden würde) und das Spiel leistet sich keine solchen Patzer mehr. Noch bin ich motiviert und begeistert, aber 1-3 weitere solche Schnitzer, und aus einem Riss wird ein Flickenteppich
Ich frage mich gerade wie sehr du die Story aufnimmst, weil besagte Figur im Spoiler nämlich einen ganz anderen Namen hat. Aber stimmt, ich fand die Episode auch mit am schwächsten.
Raskir schrieb am
Bin nicht so viel zum Spielen gekommen. Aber der story Abschnitt gestern war der erste, der nicht gut war.
Spoiler, relativ Ende Kapitel 2
Spoiler
Show
die Mission wo man ryuzo sucht und von diesem gefangen genommen wird. Da hat ja mal.gar nichts gestimmt. Von der Art wie Jin überlistet wurde, bis zu dem Part wo Kenji gestorben ist, war das absolut unterdurchschnittlich. Aber danach... Man befreit ich in dem man ein paar mal x drückt und seine Arme aus der Schlinge zieht. Einfach so... Der Khan, der dir mehr deiner Freunde opfern wollte, mal wieder über alle Berge, ohne Jin mitzunehmen oder zu töten oder bewacht zu lassen. Und das tollste, die Ausrüstung von Jin, alles schön in einer Truhe, 5 Meter von Jin entfernt verwahrt.
Dieser Story part hatte nur den Sinn, Kenji zu töten, um yuna einen Grund zu geben gegen die Mongolen zu kämpfen. Danach wurde jin so plump es nur geht, wieder in die Welt entlassen.
Bisher empfand ich das writing als sehr gelungen. Diese 5 Minuten bekommen aber ein eiskaltes "ungenügend"
Ich hoffe das war eine krasse Ausnahme (auch wenn es auch eine Begleiter Nebenmission gab, die ich als "mangelhaft" empfinden würde) und das Spiel leistet sich keine solchen Patzer mehr. Noch bin ich motiviert und begeistert, aber 1-3 weitere solche Schnitzer, und aus einem Riss wird ein Flickenteppich
slasher82 schrieb am
so langsam (bin in Akt 3 angekommen) stellt sich bei mir auch die Müdigkeit ein und es wirkt doch arg repetiv und ist ein Karte abklappern im UbisoftStil... auch wenn mich anfangs noch das Setting begeistert hat, im Nachhinein waren die AC Vergleiche nicht ohne Grund, trotzdem isses ein gutes spassigrs Spiel (sind AC oder auch HZD ja auch trotz Karte abklappern mit immer gleichen Abläufen)
VincentValentine schrieb am
So bin jetzt im zweiten Akt
Ich Nachhinein bin ich glücklich, dass Spiel nicht sofort zum Launch spielen zu können, denn mit dem neuen Schwierigkeitsgrad ist die Spielerfahrung deutlich besser geworden und meiner Meinung nach, ist es sogar der Modus mit dem man das Game spielen muss !
Positiv bisher:
+ audiovisueller Hochgenuss. Die Grafik, der Sound und die Musik erschaffen eine unheimliche Atmosphäre wo das Samurai Feeling richtig aufkommt. Auch hätte ich nicht gedacht (vor allem nach TLOU 2) dass mich die Grafik derart umhauen würde....
+ sehr gutes Samurai Gameplay. Meine größte Sorge war das Gameplay, was gerade bei einem Samurai Spiel das A und O sein muss...Hier hat Sucker Punch nicht nur meine Erwartungen erfüllt, sondern diese übertroffen.
Trefferfeedback, Impact und Präzision der Klinge, die verschiedenen Stellungen kombiniert mit den seichten Ghost Elementen, sorgen gerade im Legacy Mode für spannende Kämpfe. Gerade im Legacy Mode ist es einfach toll, das jeder Gegner eine Gefahr darstellt und man mit 1-2 Angriffen sterben kann. Gleichzeitig ist es umso befriedigender wenn man richtig pariert und den Feind mit 1-2 Hieben aufschlitzt.
Auch nehme ich größere Gruppengegner ernst und bin gezwungen meine Ghost Tools wie Bomben, Kunai und co. zu benutzen.
+ Simplizität
Auch ganz wichtig. Man merkt Sucker Punch hat viel darauf gesetzt den Spielfluss so wenig wie möglich zu stören, was für eine angenehmen Spielerfahrung stört.
Was haben wir für Kritik gehört, dass man beim Blumen pflücken keine Animationen hat....und ich denke mir nur, ernsthaft? Will man wirklich jedes mal vom Pferd absteigen und 4-5 Sekunden lang zusehen wie Jin eine Blume pflückt um dann weiterzureiten? Ich wünschte sogar mehr Studio würden diese Weg gehen. Allein wie nervig das bei Days Gone war, jedes mal eine Sequenz zu haben wie er ein Tier häutet....Auch die Ladezeiten sind sehr kurz gehalten (wie schaffen die das?) ob bei der Schnellreise oder bei Animationen wenn man durch Spalten...
PlayerDeluxe schrieb am
Habe es seit gestern durch, aber es gibt noch soo viel zu tun. Das wird einem auch noch mal schön gesagt nachher.
schrieb am

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