Hotshot Racing - Test, Rennspiel, PC, PlayStation 4, Nintendo Switch, Xbox One

 

Test: Hotshot Racing (Rennspiel)

von Benjamin Schmädig



Hotshot Racing (Rennspiel) von Curve Digital
So geht driften!
Publisher: Curve Digital
Release:
10.09.2020
10.09.2020
10.09.2020
10.09.2020
Erhältlich: Digital (PSN, Xbox Store, Steam, Nintendo eShop)
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Einfarbige Polygone, beschwingte Beats und Karikaturen von Rennfahrern, die mit markigen Sprüchen das Geschehen kommentieren: Hotshot Racing katapultiert den Stil in Ehren ergrauter Klassiker in die Gegenwart. Ein Rückfall in alte Arcade-Tugenden? Absolut. Und wie sich im Test zeigt, eins der besten Rennspiele dieser Tage!



Das Beste wird besser

Kennt ihr Outrun? Nicht den Oldie von anno dazumal, sondern Teil zwei mit seiner grandiosen Drift-Mechanik und bis heute einer der besten Arcade-Racer überhaupt. Schon an dessen Um- und Fortsetzungen war das britische Studio Sumo Digital maßgeblich beteiligt – doch jetzt stellt euch mal vor, dieses Sumo hätte die coolen Drifts der letzten Outruns in ein neues Spiel gepackt. Wobei, nein: Stellt euch vor, die Entwickler hätten sich Outrun nicht nur genau angeschaut, sondern dessen elegantes Querstehen gleich auf eine neue Stufe gehoben. Denn genau das ist hier passiert.

Lasst euch vom Äußeren bloß nicht täuschen: Die Stärke von Hotshot Racing liegt nicht in seinen texturlosen Polygonen der Marke Virtua Racing, sondern vielmehr in seinem grandiosen Fahrgefühl. Ich kenne jedenfalls kein anderes Spiel, in dem man so sanft vom Geradeausfahren ins Driften übergeht, den Wagen in der Kurve noch präzise kontrolliert und anschließend wieder genauso sauber gerade stellt. Ein kurzes Antippen der Bremse reicht übrigens aus, um das Rutschen einzuleiten. Ridge Racer kommt dem am nächsten, setzt insgesamt aber andere Prioritäten. Eine abwechslungsreiche Streckenführung unterstützt das Reifenverbrennen dabei hervorragend, da man einen Drift auf der richtigen Linie locker über mehrere Kurven halten kann. Richtig cool finde ich kleine Unebenheiten, über die man das Fahrzeug oft gefühlvoll versetzen muss. Dort spürt man nämlich, dass die Boliden sogar Gewicht haben.

Arcade-Technik und Physik

Die besten Drifts seit Outrun 2 und Ridge Racer: Freut euch auf ein grandioses Fahrgefühl!
Die besten Drifts seit Outrun 2 und Ridge Racer: Freut euch auf ein grandioses Fahrgefühl!
Mit anderen Worten: Hotshot Racing gehört zu jenen Vertretern seines Genres, die ein spaßiges Konzept mit einer… plausiblen Physik kombinieren. Noch mehr als in Outrun 2 ist es hier ja nicht damit getan das Vehikel im letzten Moment brutalstmöglich ins Schleudern zu versetzen. Bedeutend schneller ist man stattdessen, wenn man das Querstehen so früh wie möglich beginnt und auf einer Ideallinie mit möglichst großem Radius, aber selbstverständlich genau am Scheitelpunkt entlangführt.

Dass es sich trotzdem um reines Arcade handelt, wird ja spätestens bei Techniken deutlich, die den Rundenzeiten erst ihren entscheidenden Kick verpassen. Immerhin lädt man während des Schlitterns einen Turbo auf und je länger man quer zur Fahrtrichtung steht, desto weiter füllt sich der Boostbalken. Man darf nur den Kurvenausgang nicht versemmeln, denn touchiert man die Begrenzung, verliert man einen Großteil der mit dem aktuellen Drift gesammelten Energie. Je mehr Risiko man geht, desto höher also die potentielle Belohnung. Man sollte nur sehr genau wissen, wann man einen Boost zündet und wo man ihn lieber zurückhält.

Genau genommen wurde Hotshot Racing natürlich nicht von Sumo Digital im Alleingang entwickelt. Tatsächlich handelt es sich um ein Projekt von Trevor Ley, der vor etwa zehn Jahren ein Spiel namens Racing Apex konzipierte. Als das britische Studio dann, wohl auf Anraten von Publisher Curve Digital, einen Großteil der Entwicklung übernahm und das Spiel in die eigene Engine übertrug, blieb Ley als Creative Director an Bord. Der fertige Racer profitiert also ebenso von seiner Vision wie vom Know-how des etablierten Studios.
Das heißt nichts anderes, als dass man Fahrzeug und Strecke tatsächlich beherrschen bzw. kennen muss, um Bestzeiten herauszuholen. Natürlich kann man sich auch nur zum kurzweiligen Vergnügen hinters Steuer klemmen, mit der Bremse im Anschlag die flotte Musik genießen und fertig ist der Lack! Selbst ohne Rennen zu gewinnen, schaltet man dabei etliche Lackierungen, Spoiler und andere Verzierungen frei, zu denen auch Anhänger für den Rückspiegel gehören. Immerhin nimmt man wahlweise in schick designten Cockpits Platz, wo man noch näher am Geschehen ist.

„Die Japaner haben das Driften praktisch erfunden!“

Nur die kleine Statue von einem der acht Fahrer erhält man erst, nachdem man in jedem seiner Autos einen Grand Prix gewonnen hat. Keine Sorge: Die Alter Egos besitzen weder irgendwelche Fähigkeiten noch sonst irgendeinen spielerischen Einfluss. Sie begrüßen einen aber mit quirligen Sprüchen und melden sich auch während der Rennen ständig zu Wort. Das verleiht dem Rennzirkus diesen markanten Arcade-Anstrich.

Kommentare

Scorplian schrieb am
achso, ok
Aber so oder so, wenn der Entwickler es als ansprechendend empfindet (ob nun weil retro oder sonst was), dann gibt es sowas halt auch und ich sehe da auch nichts falsches dran ^^'
Uwe sue schrieb am
Scorplian hat geschrieben: ?
15.09.2020 11:32
Uwe sue hat geschrieben: ?
15.09.2020 11:21
... jez kommt dann bald einer daher und will mir ein spiel in s/w mit 320x200er aufösung andrehen - oder besser noch in grün-schwarz. oder ega, cga...
https://store.playstation.com/de-de/pro ... WESOMEPEA0
war ja klar dass es sowas schon gibt. ich dachte eher an eine IBM schwarz-grüne oberfläche ohne schattierungen. solche pcs habe ich als kleinkind noch erlben dürfen. die konnten tatsächlich geraden und sogar x² oder x³ kurven dartellen^^
Uwe sue schrieb am
fflicki hat geschrieben: ?
10.09.2020 19:53
Uwe sue hat geschrieben: ?
10.09.2020 18:18
Oynox hat geschrieben: ?
10.09.2020 17:21

Da kann ich auch auf jeden Fall die Turbos vorm Ziel reinhauen und Gewinne trotzdem keinen Vorsprung zum Hintermann. So habe ich das zumindest immer wahrgenommen. Allem in allem finde ich die KI dort aber recht angenehm. Werde dann erstmal demnächst Hotshot Racing austesten und mich dann zurückmelden, was ich im direkten Vergleich finde.
also wenn es ein "arcade-racer" sein soll dann gehört die gummi-band-KI eben dazu - was ich aber nicht verstehe - wie kann in zeiten eines forza horizon 4 so ein "retro-grafikfehler" eine so hohe wertung einheimsen? wollt ihr mir weis machen das könnte sich iwie mit forza horizon messen oder was soll das? also wenn man horizon als messlatte nimmt dann kann so ein spiel - in dem bestimmt ein paar 100 stunden entwicklung stecken - maximal die 70 kratzen! alles andere is der blanke hohn richtung microsoft!
Das was Du als Retro Grafikfehler bezeichnest nennt man Grafik Stil des jeweiligen Games, und davon gibt es sehr viel mehr als der etwas realistisch gehaltene Look bei FH4. Wobei der dann auch schon wieder zu bunt daher kommt um wirklich Realistisch zu sein.
Ich hab sogar schon moderne Spiele gesehen die einen 8Bit oder 16Bit Grafikstil nachahmen, und selbst bei denen kann es mal vorkommen das die eine etwas höhere Wertung als deine angeblich höchst mögliche 70er Wertung einfahren.
Wie kommst Du da überhaubt auf höchstens eine 70er Wertung, nach welchen Maßstäben geht man da vor?
ok, dann finde ich eben den grafikstil des games furchtbar - aber es reiht sich ein in eine ganze riege von retrogames - das einzige was ich ok finde sind spiele wie "children of morta" da ist die grafik stimmg. jez kommt dann bald einer daher und will mir ein spiel in s/w mit 320x200er aufösung andrehen - oder besser noch in grün-schwarz. oder ega, cga... ich habe diese zeiten damals intensiv mitgemacht und es gibt wirklich...
Thunderforce HD schrieb am
Nach mehreren Rennen auf Normal ist es so: lade die Turbos bis zur letzten Runde auf, zünde Sie nach und nach ab der Häflte der Runde und kommst dann mit ein paar Hundertstel Vorsprung ins Ziel. Sorry, aber so eine KI gab es wahrscheinlich schon in den 80ern.
Bei Horizon CT sind die Turbos auf 4 begrenzt. Bei HSR hast du mehr Turbos, daher kann man die Rennen wohl nur mit einer extrem nervigen Gummiband-KI "spannend" halten.
schrieb am

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