Hotshot Racing - Test, Rennspiel, PC, PlayStation 4, Nintendo Switch, Xbox One

 

Test: Hotshot Racing (Rennspiel)

von Benjamin Schmädig



Publisher: Curve Digital
Release:
10.09.2020
10.09.2020
10.09.2020
10.09.2020
Erhältlich: Digital (PSN, Xbox Store, Steam, Nintendo eShop)
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Zusätzlich stehen bei jeder Figur eben vier Boliden in der Garage, die wiederum verschiedenen Kategorien entsprechen. Von „rasend schnell, aber schwer zu kontrollieren“ bis „easy-peasy, aber keinen Speed“ ist da alles vertreten, wobei sich selbst die Geschosse derselben Klasse bei verschiedenen Charaktere unterscheiden.

Interessanterweise sind abseits der Verzierungen alle Vehikel und auch sämtliche Kurse vom Start weg zugänglich. Nicht einmal die Grand Prixs, also die vier Turniere mit ihren jeweils vier Strecken muss man freischalten. Das verleiht dem Spiel leider eine gewisse Beliebigkeit und tatsächlich hatte ich nach einigen Stunden schon alle Pokale eingeheimst, obwohl man dafür jeden Grand Prix in allen drei Schwierigkeitsgraden gewinnen muss. Letztere entsprechen unterschiedlichen Geschwindigkeitsklassen und um in der höchsten auf die Pole zu rasen, muss man ein nahezu fehlerfreies Rennen hinlegen. Dennoch fehlen mir besondere Herausforderungen, wie z.B. Duelle gegen nur einen einzigen, außergewöhnlich bissigen Kontrahenten.

Rempeln und Schieben

Die stelle ich mir schon deshalb spannend vor, weil ich die Art und Weise mag, mit der Sumo Zusammenstöße entschärft. Dabei war ich anfangs überhaupt kein Freund des vielen Drückens und Drängelns – in gewisser Weise sieht das nämlich mehr nach Modellauto-Wettkampf als nach großem Motorsport aus. Da man die meisten Rempler aber fast ungestört wegsteckt, unterbricht so ein Zusammenstoß nicht den wichtigen Flow. Es hilft ja trotzdem umsichtig zu fahren, weil es durchaus Unfälle gibt, die einen weit zurückwerfen und eine Runde ohne Rangelei natürlich immer schneller ist als ein Kratz-und-Beißfest. Das System verhindert einfach nur frustrierende Unterbrechungen und sorgt dafür, dass man keine Angst vor knappen Tür-an-Tür-Duellen hat.

Die farbenfrohen Umgebungen wecken nicht gute Erinnerungen, sondern enthalten auch einfallsreiche Details. Was in Area 41 passiert, könnt ihr euch ja sicher denken.
Die farbenfrohen Umgebungen enthalten viele einfallsreiche Details. Was etwa in Area 41 geschieht, könnt ihr euch sicher denken.
Und apropos Gegner: Man legt ja nicht nur grandiose Drifts hin, sondern nutzt auch den Windschatten der Vorderleute, wo man nicht nur schneller vorankommt, sondern wie beim Rutschen Turbo-Energie sammelt. Tatsächlich ist die KI auf der höchsten Stufe so flott unterwegs, dass man unbedingt auf diese Art Anschluss halten sollte. Wer sich nur aufs Driften verlässt, verschwendet Zeit und Boost, anstatt Geschwindigkeit und Energie im Windschatten zu generieren.

Wie ihr die Gangster in Räuber und Gendarm aufhaltet, bleibt euch überlassen. Besonders im Multiplayer und für vier Splitscreen-Spieler  entstehen unterhaltsame Situationen.
Wie ihr die Gangster in Räuber und Gendarm aufhaltet, bleibt euch überlassen. Besonders im Multiplayer und für vier Splitscreen-Spieler entstehen unterhaltsame Situationen.
Spätestens in den Multiplayer-Rennen ist das unverzichtbar, denn während unerfahrene Spieler in den ersten Runden munter schlittern und boosten, um sich von ihren Hintermännern und -frauen vermeintlich abzusetzen, nutzen die vielleicht den Windschatten, um dranzubleiben und im besten Fall kurz vor Schluss dann ihre angesammelten Turbos in schneller Folge zu zünden.

Dauerbrenner

In den Onlinerennen und bis zu viert auf einem Bildschirm sind nicht zuletzt die zwei Rennvarianten Räuber und Gendarm sowie Rasen oder Explodieren ein großer Spaß. Zugegeben: Als Polizist tauge ich nicht viel. Eine Gaudi ist es aber allemal, als Cop die Gauner so lange zu rammen, bis sich deren Autos auflösen und sie den Rest des Rennens als Polizist Punkte sammeln müssen. In Rasen oder Explodieren gewinnt der Wagen hingegen ständig an Leistung, muss aber auch eine Mindestgeschwindigkeit halten, um keinen Schaden zu nehmen. Ich merke gerade, das schreibt sich so leicht – sorgt tatsächlich allerdings für ein erschreckend panisches „Wäh, mein Heck steht in Flammen!1“, während man mit brennendem Motor einen rettenden Checkpunkt herbeisehnt.

Und dann ist da noch das, was mich am längsten bei der Stange hält: das Zeitfahren um die weltweite Rangliste. Erstens ist das die reinste und für mich schönste Form des Schnellfahrens und zweitens kann man dort den Ghost jeder Bestzeit herunterladen, um sich quasi Rad an Rad mit dem gewählten Konkurrenten zu messen. Schade, dass man Freunden nicht die eigenen Bestzeiten als Herausforderungen schicken kann. Abgesehen davon ist es aber ungemein motivierend, jede Runde mit vier Turbos zu beginnen, um die Ideallinie zu perfektionieren und irgendwann vielleicht ganz oben zu stehen.

Kommentare

Scorplian schrieb am
achso, ok
Aber so oder so, wenn der Entwickler es als ansprechendend empfindet (ob nun weil retro oder sonst was), dann gibt es sowas halt auch und ich sehe da auch nichts falsches dran ^^'
Uwe sue schrieb am
Scorplian hat geschrieben: ?
15.09.2020 11:32
Uwe sue hat geschrieben: ?
15.09.2020 11:21
... jez kommt dann bald einer daher und will mir ein spiel in s/w mit 320x200er aufösung andrehen - oder besser noch in grün-schwarz. oder ega, cga...
https://store.playstation.com/de-de/pro ... WESOMEPEA0
war ja klar dass es sowas schon gibt. ich dachte eher an eine IBM schwarz-grüne oberfläche ohne schattierungen. solche pcs habe ich als kleinkind noch erlben dürfen. die konnten tatsächlich geraden und sogar x² oder x³ kurven dartellen^^
Uwe sue schrieb am
fflicki hat geschrieben: ?
10.09.2020 19:53
Uwe sue hat geschrieben: ?
10.09.2020 18:18
Oynox hat geschrieben: ?
10.09.2020 17:21

Da kann ich auch auf jeden Fall die Turbos vorm Ziel reinhauen und Gewinne trotzdem keinen Vorsprung zum Hintermann. So habe ich das zumindest immer wahrgenommen. Allem in allem finde ich die KI dort aber recht angenehm. Werde dann erstmal demnächst Hotshot Racing austesten und mich dann zurückmelden, was ich im direkten Vergleich finde.
also wenn es ein "arcade-racer" sein soll dann gehört die gummi-band-KI eben dazu - was ich aber nicht verstehe - wie kann in zeiten eines forza horizon 4 so ein "retro-grafikfehler" eine so hohe wertung einheimsen? wollt ihr mir weis machen das könnte sich iwie mit forza horizon messen oder was soll das? also wenn man horizon als messlatte nimmt dann kann so ein spiel - in dem bestimmt ein paar 100 stunden entwicklung stecken - maximal die 70 kratzen! alles andere is der blanke hohn richtung microsoft!
Das was Du als Retro Grafikfehler bezeichnest nennt man Grafik Stil des jeweiligen Games, und davon gibt es sehr viel mehr als der etwas realistisch gehaltene Look bei FH4. Wobei der dann auch schon wieder zu bunt daher kommt um wirklich Realistisch zu sein.
Ich hab sogar schon moderne Spiele gesehen die einen 8Bit oder 16Bit Grafikstil nachahmen, und selbst bei denen kann es mal vorkommen das die eine etwas höhere Wertung als deine angeblich höchst mögliche 70er Wertung einfahren.
Wie kommst Du da überhaubt auf höchstens eine 70er Wertung, nach welchen Maßstäben geht man da vor?
ok, dann finde ich eben den grafikstil des games furchtbar - aber es reiht sich ein in eine ganze riege von retrogames - das einzige was ich ok finde sind spiele wie "children of morta" da ist die grafik stimmg. jez kommt dann bald einer daher und will mir ein spiel in s/w mit 320x200er aufösung andrehen - oder besser noch in grün-schwarz. oder ega, cga... ich habe diese zeiten damals intensiv mitgemacht und es gibt wirklich...
Thunderforce HD schrieb am
Nach mehreren Rennen auf Normal ist es so: lade die Turbos bis zur letzten Runde auf, zünde Sie nach und nach ab der Häflte der Runde und kommst dann mit ein paar Hundertstel Vorsprung ins Ziel. Sorry, aber so eine KI gab es wahrscheinlich schon in den 80ern.
Bei Horizon CT sind die Turbos auf 4 begrenzt. Bei HSR hast du mehr Turbos, daher kann man die Rennen wohl nur mit einer extrem nervigen Gummiband-KI "spannend" halten.
schrieb am

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