The Walking Dead: Saints & Sinners - Test, Action-Adventure, PlayStation VR, Virtual Reality

 

Test: The Walking Dead: Saints & Sinners (Action-Adventure)

von Jan Wöbbeking



The Walking Dead: Saints & Sinners  (Action-Adventure) von Skydance Interactive
Schroffer VR-Überlebenskampf
Release:
23.01.2020
Q1 2020
23.01.2020
05.05.2020
23.01.2020
23.01.2020
Spielinfo Bilder Videos

Einfach gestrickte Schießbuden gibt es in VR wie Sand am Meer, doch Skydance Interactive will mit The Walking Dead: Saints & Sinners das bedrohliche Gefühl eines Überlebenskampfes in der Virtuellen Realität einfangen. Ob das auch mit den Move-Controllern gelingt, überprüfen wir im Test für PSVR, wo übrigens zwei der Bewegungs-Controller zwingend vorausgesetzt werden.



Nichts für Ungeduldige

Mit diesen Zombies ist nicht zu spaßen – das wird spätestens dann klar, wenn sich in The Walking Dead: Saints & Sinners einer der Untoten ausgesprochen nah an den Spieler anschmiegt und ihn um seinen letzten Fortschritt bringt. Nicht immer klappt die ziemlich unzuverlässige schwungvolle Armbewegung zum Abschütteln, wenn der Untote erst einmal zugepackt hat. So landete ich dank des übertrieben strengen Speichersystems oft gleich wieder am Anfang der Mission, an einem älteren Speicherpunkt in der eigenen Basis oder wurde wahlweise fast wehrlos auf die gefährliche Suche nach dem eigenen Rucksack geschickt.

Ärgerlich ist auch, dass mir nach dem zu kurzen Tutorial wichtige Infos verschwiegen werden. Eine davon wird mittlerweile immerhin während der ersten, quälend langen Ladepause ausgiebig eingeblendet: Geplündertes Essen ist verseucht und nagt danach stetig an der ohnehin knappen Energieleiste! Denkt also daran, euch nicht gleich das nächstbeste Nahrungsmittel vor den Mund zu halten, sondern rüstet eure Werkbänke in der Basis erst einmal zum Abkochen auf!

Nicht so laut!

Ein Blick auf die wirksame Vignette - und die hübsche Kulisse, deren Beleuchtung auf PSVR leichte Abstriche wie grobere Schattenkanten mit sich bringt.
Ein Blick auf die wirksame Vignette und die auch auf PSVR noch ansehnliche Kulisse. Bei der Beleuchtung werden aber Abstriche wie gröbere Schattenkanten deutlich.
Der gnadenlose Einstieg ins Spiel hat aber auch seine Vorteile: In keinem anderen Survival-Titel hatte ich solch einen Respekt vor den Untoten, wofür auch die knappen Ressourcen verantwortlich sind. Auf meinen Touren in einige von der Flut verwüstete Ortsteile von New Orleans überlege ich es mir oft zwei mal, bevor ich los sprinte und einen durch die Gegend torkelnden Matschkopf auf mich aufmerksam mache. Lieber noch ein Weilchen abwarten und nicht zu viel Lärm machen. Vielleicht noch eine Dose zur Ablenkung schmeißen, um durch ein aufgebrochenes Loch unter die Dielen eines Anwesens zu schleichen. In die Hocke geht man übrigens per Knopfdruck; gespielt wird wahlweise im Stehen oder Sitzen.

Die Missionen fallen meist recht ähnlich aus: Mit einem kleinen Boot fahre ich von meiner geschützten Basis aus in eine der kleinen, aber frei zu erkundenden Straßenzüge und schleiche mich in ein Haus, um wichtige Gegenstände wie ein Mikro für das Funkgerät in der eigenen Wohnmobil-Basis zu finden. Danach trete ich mit einem skeptischen Fremden in Kontakt, um ihn nach weiteren Informationen zur sagenumwobenen „Reserve“-Basis voller Vorräte auszuquetschen.

Telltale lässt grüßen


Zeit für eine Entscheidung: Nachdem sich der Ehemann dieser Frau in ein sabberndes Ungetüm verwandelt hat, kann der Spieler sich in sein Anwesen schleichen, um ihn zu erlösen und eine Schrotflinte zu finden.
Zeit für eine Entscheidung: Nachdem sich der Ehemann dieser Frau in ein sabberndes Ungetüm verwandelt hat, kann der Spieler sich in sein Anwesen schleichen, um ihn zu erlösen und eine Schrotflinte zu finden.
Derzeit will die in einem Hochhaus stationierte Fraktion „The Tower“ auf skrupellose Weise die Vorherrschaft an sich reißen. Neben ihren Untergebenen und verfeindeten Kriegern treffe ich unterwegs auch auf freundlich gesinnte Passanten, um ihnen in Nebenmissionen zu helfen. Eine ängstliche Frau etwa traut sich nicht, ihren zombifizierten Ehegatten persönlich zu erlösen. Sie möchte nach dem erledigten Job nicht wahrhaben, dass dieser vorher noch andere Familienmitglieder erledigen musste. In den professionell auf Englisch vertonten Gesprächen werden kurze Dialog-Entscheidungen im Telltale-Stil eingeflochten, welche mir z.B. den Schlüssel zu einem Safe verschaffen. Eine schöne Ergänzung, welche dem Überlebenskampf mehr Persönlichkeit verpasst. Ich selbst gerate als Reisender „The Tourist“ in die unwirtliche Stadt. Nachdem sich Kontaktperson Henri selbst in einen knurrenden Untoten verwandelte, habe ich seine alte Basis im Wohnmobil mittlerweile für mich alleine.

Der Fokus aufs Crafting an den drei Werkbänken und passt gut zum Vorbild, zumal sich benötigte Gegenstände auf Listen verfolgen lassen. Nachdem ich mir auf meinen Ausflügen den aufrüstbaren Rucksack vollgestopft habe, wird aufgeklaubtes Gerümpel erst einmal in den Recycling-Container ausgeleert. Danach stelle ich länger haltbare Revolver, eine Schrotflinte oder Mahlzeiten für mehr Ausdauer beim Flüchten her. Die kurze Haltbarkeit gefundener Gegenstände wirkt etwas lächerlich: Der Flitzebogen vor der finsteren Gruft etwa zerbricht schon nach wenigen Schüssen.

Kommentare

Gesichtselfmeter schrieb am
M4g1c79 hat geschrieben: ?
14.05.2020 15:45
Wieso spät, das release für psvr ist doch noch relativ neu.
P.S. ich finde den Test irgendwie ganz komisch zu lesen. Wirkt irgendwie wie ne Rohfassung. Als ob Text fehlt. Keine Ahnung, warum ich es so empfinde ^^ aber das, was man so raus liest, nämlich, das es eine gute Portierung geworden ist, freut mich sehr. Leider habe ich immer noch keine Move Controller. Sind mir fürs gebotene einfach viel zu teuer. Leider entgehen mir so einige Vorzeigetitel :(
Move Controller sind ohne Quatsch seit nem halben Jahr auch nur schwer und überteuert zu bekommen.
Die sollen erst ab Mitte Juni wieder lieferbar sein.
90? halte ich im Vergleich zu den Billo-Plastik-Drecks-Drift-Joycons nicht für überteuert. :lol:
Klar, wäre eine neue Version mit Sticks wünschenswert, aber die Oculus Controller kosten als Paar auch satte 150?.
M4g1c79 schrieb am
Wieso spät, das release für psvr ist doch noch relativ neu.
P.S. ich finde den Test irgendwie ganz komisch zu lesen. Wirkt irgendwie wie ne Rohfassung. Als ob Text fehlt. Keine Ahnung, warum ich es so empfinde ^^ aber das, was man so raus liest, nämlich, das es eine gute Portierung geworden ist, freut mich sehr. Leider habe ich immer noch keine Move Controller. Sind mir fürs gebotene einfach viel zu teuer. Leider entgehen mir so einige Vorzeigetitel :(
Launebub schrieb am
Mir gefiel das Game damals :)
Jetzt ist man ja mit dem Half Life verwöhnt und sieht die Tests kritischer.
Aber warum kommt der Test erst so spät ? :/
Silesia schrieb am
Absolut empfehlenswertes VR-Spiel, selbst für nicht-Walking-Dead-Fans. Leider muss ich zustimmen: es kann doch sehr sperrig und frustrierend sein und die Tatsache, dass man doch sehr schnell durch die Level durchlaufen muss weil es sonst irgendwann Nacht wird macht es nicht weniger frustrierender :'D
schrieb am