The Outer Worlds - Test, Rollenspiel, PC, PlayStation 4, Xbox One - 4Players.de

 

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Rollenspiel
Publisher: Private Division
Release:
25.10.2019
25.10.2019
Q1 2020
25.10.2019
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ab 53,99€
Spielinfo Bilder Videos

Vernetzte Entwicklung

Es macht jedenfalls Spaß, sich in dieses System hinein zu friemeln. Diese Vernetzung wirkt angenehm frisch, zumal sie bei einem Aufstieg in höhere Stufen fortgesetzt wird. Denn auch die Fertigkeiten sind gruppiert: Unter Dialog finden sich Überzeugen, Einschüchtern und Lügen; unter Tarnung das Schleichen, Hacken und Schlossknacken. Investiert man einen Punkt in Dialog, werden also drei verknüpfte Fertigkeiten gleichzeitig erhöht. Erst ab einem Wert von 50 darf man auch einzelne Fähigkeiten darunter auswählen, wie etwa Langwaffen oder Überzeugen, und sie manuell erhöhen.

Sehr motivierend ist, dass man nicht nur statistisch profitiert, sondern schon vorher, nämlich in fünf Stufen alle 20 Punkte bis hin zu maximalen 100, indem man automatisch spezielle Manöver oder Effekte freischaltet. Wer z.B. das Blocken auf 20 erhöht, darf den Konter bei perfektem Timing einsetzen - überhaupt ist der Nahkampf mit aufgeladenen Schlägen und zig scharfen sowie stumpfen Waffen sehr effektiv. Wer das Schleichen auf 20 erhöht, darf hinterhältige Attacken für mehr Schaden einsetzen. Ab 40, 60, 80 und 100 gibt es weitere Vorteile, die aber in ihrer Attraktivität eher abnehmen, weil sie meist nur weiter Wahrscheinlichkeiten oder Effekte steigern – so wird man dazu verleitet, sich recht breit aufzustellen, weil man ja ab 20 alles Interessante aktiviert. Außerdem werden reine Schleicher vielleicht direkte Kills oder anspruchsvolle Minispiele beim Hacken bzw. Schlossknacken vermissen, was beides automatisiert abläuft.

Kampfdialogfertigkeiten

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Die Charakter-Entwicklung ist angenehm frei.

Vor allem Freunde der Rhetorik wird es dafür freuen, dass dieses System den subtilen oder erzählerisch fokussierten Spieler deutlicher als üblich  belohnt, denn es gibt auch so genannte “Kampfdialogfertigkeiten”. Selbst wenn man also nicht gezielt in Stärke, Nah- oder Fernkampf investiert, sorgen 20 Punkte in Überzeugung dafür, dass Gegner z.B. im Kampf für eine gewisse Zeit niederkauern und 20 Punkte in Einschüchtern dafür, dass sie eher fliehen – das sind cool animierte und hilfreiche Nebenwirkungen. All diese schönen Wechselwirkungen laden natürlich zum Experimentieren ein. Zumal hier auch die Kleidung und Begleiter ins Spiel kommen, denn auch sie können einzelne Werte erhöhen, so dass man für eine bestimmte Situation wie etwa das Knacken eines Schlosses davon profitiert, dass man die Rüstung sowie den Gefährten wechselt – so kann man eigene Defizite ausgleichen. Hier könnte Rollenspielpuristen stören, dass Obsidian eher die Generalisierung statt die Spezialisierung unterstützt.

Neben der Erhöhung der Fertigkeiten kann man einzigartige Vorteile aktivieren.
Neben der Erhöhung der Fertigkeiten kann man einzigartige Vorteile aktivieren.

Die freuen sich wiederum über die Schwächen, die je nach Spielweise erst später im Spiel auftauchen, aber nochmal für Entscheidungen sorgen: Es kann z.B. sein, dass man auf seine Anfälligkeit gegenüber Plasmawaffen oder Mantisviechern aufmerksam gemacht wird. Wenn man die Schwäche annimmt, verursachen diese zwar noch mehr Schaden, aber dafür bekommt man direkt einen so genannten Vorteil – das sind nochmal zig freischaltbare Spezialisierungen wie mehr Traglast, mehr Schaden, weniger Geräusche, bessere Begleiterfähigkeiten etc. in mehreren Rängen. Unterm Strich mag dieses offene System vor allem in den ersten Stunden dazu verleiten, sich zu generalisieren, aber andererseits gibt es so viele Spezialisierungen, dass der Wiederspielwert für Leute, die sich wirklich nur auf Nahkampf und Schaden oder nur auf Distanz und Schleichen konzentrieren wollen, um in diesen Bereichen den höchsten Level mit Stufe 30 samt maximaler Punkte auf 100 zu erreichen, sehr hoch ist.

Kommentare

Swar schrieb am
Heute ist ein Patch erschienen, der unter anderen die Schrift vergrößert, ich habe direkt mal reingeschaut und ist sehr gut lesbar.
mansonia schrieb am
Ich finde es miserabel, der Shooter-Part spielt sich total hölzern, die Gegner verfügen nur über Serious-Sam-AI (nach Überschreiten eines Nahbereichs rennen sie frontal auf einen zu) und ich kann einfach keine lootbaren Kisten mehr sehen (schon gar nicht die "clever" versteckten).
Wie lange wollen die Companies uns noch den immer gleichen Mist aufwärmen?
Die Grafik gefällt mir ganz gut (endlich mal knallige Farben), aber ich vermisse das Erforschen unbekannter Zonen wie bei Las Vegas.
BoothTheGrey schrieb am
Naja... ich bin froh, daß ich es nur via Xbox Pass am PC gespielt habe. Vollpreis wär mir das Spiel nicht wert gewesen. Es ist sicher ein nettes RPG mit netter Welt und netter Story... und maximal durchschnittlichem Kampfsystem... tja... und es gibt leider nix in dem Spiel, was auf mich einen echten Sog entfacht.
Was mich am meisten ärgert ist der Shooter-Anteil, den ich eher schlecht fand. Man ballert halt doch relativ viel in so einem Spiel - und ich fand sogar Shooter-Designs, wie z.B. von ME1-3 ziemlich gut. Hier macht sich dasselbe Gefühl wie in New Vegas bei mir breit: Das Ballern ist eher nervig und eine Art notwendiges Übel.
Wie wenig mich irgendwas am Spiel dann so richtig gefesselt hat, lässt sich daran absehen, daß ich die allerletzte "Mission" nach wenigen Minuten abgebrochen habe, weil es zuviel Quälerei gewesen wäre. Hatte eigentlich Waffen und Rüstung sehr gut ausgerüstet, wobei meine Companions trotzdem grundsätzlich wie die Fliegen umkippen - und ich war auch Level 30. Und ich selber habe dann auch zuviel Schaden gefressen (Rüstung bei 108) und das umzergen der Gegner war trotz Heavy MiniGun Version 2 mit hochgepimpten Zahlen (Schaden bei irgendwas mit 170) zu quälerisch. Hätte natürlich eine Schwierigkeitsstufe runterschalten können... habe es dann aber einfach deinstalliert. Es ist mir wirklich egal, was am Ende passiert. Die Welt hat mich nie richtig in ihrem Bann gesogen und es gab keine Seite, der je meine Sympathie so richtig gegolten hätte. Sollen doch alle verhungern. Mir wurscht ;)
Was mich am Shooter am meisten stört - er ist weder ein schneller Movement-Shooter noch ein Deckungs-Shooter. Das sind eigentlich die beiden Shooter-Varianten, die ich am ehesten spassig finde. Outer Worlds ist weder das eine noch das andere. Schade. Aber wenn die Kampfmechnik für mich (!) nicht rund funktioniert, dann kann das Spiel in den allermeisten Fällen nicht begeistern.
Sage Frake schrieb am
Wow, habe auch ca. 31h auf dem Tacho, bin aber erst in Kapite 3 :oops: . Bin schwer begeistert. Viel "Spass" allen
Sorry, falscher Thread. Bin von Death Stranding schwer begeistert :mrgreen:
Swar schrieb am
Spielzeit 31 Stunden und 50 Minuten
ich hab's durch und dabei nicht alle Nebenquests beendet.
Spoiler
Show
Ich habe am Ende die Hope dem Vorstand überlassen, daraufhin zettelt der Professor einen Aufstand an und mit Hilfe der Verbündeteten aus Monarch, Edgewater, Groundbreaker und Co. ist der Wderstand ziemlich schnell gebrochen und stelle dem Professor zur Rede, trotz hoher Intelligenz, Wissenschaft und anderen relevanten Fähigkeiten konnte ich ihn nicht zur Aufgabe zwingen, also kommt es zum letzten Gefecht mit ihm und seinen Roboter, Sophie wird erfolgreich befreit und diverse Einwohner werden danach in den Kyroschlaf versetzt, während die alten Kolonisten im eisigen Weltraum landen und letztendlich hat meine Heldin die Dekadenz auf Terra 2 und Zerfall des Systems nur weiter beschleunigt, bei meinen zweiten Durchgang helfe ich dem Professor
Wertungstechnisch würde ich dem Spiel 87 oder 88 % geben und einen Nachfolger brauche ich ehrlich gesagt nicht, heute Abend ist erstmal zünftige Action mit CoD Modern Warfare angesagt, da muss ich nicht so viel reden :mrgreen:
schrieb am

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