The Outer Worlds - Test, Rollenspiel, PC, PlayStation 4, Xbox One - 4Players.de

 

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Rollenspiel
Publisher: Private Division
Release:
25.10.2019
25.10.2019
Q1 2020
25.10.2019
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ab 53,99€
Spielinfo Bilder Videos

Quests mit Entscheidungen

Trotzdem entdeckt man beim Erfüllen der Missionen auch einige Schwächen. Es gibt einiges an Holen und Bringen, manche Nebenfiguren wirken recht grob geschnitzt und einige im Ansatz interessante Orte oder Quests werden etwas zu überhastet inszeniert. Nicht in der Regel, aber manchmal hat man das Gefühl, dass Obsidian mal eben in den Rollenspielbaukasten gegriffen und schnell eine Staffage aufgebaut hat. Oder anders: Sie verschenken an einigen Stellen Potenzial im situativen Bereich. Vergleicht man z.B. die Regie einer Mission rund um das düstere Geheimnis einer scheinbar netten Familie direkt mit jener aus Red Dead Redemption 2, liegen da zwei Klassen zwischen. Rockstar lässt sich angenehm Zeit für den Aufbau der Situation, Obsidian lüftet den Schleier zu schnell - man weiß schon im ersten Dialog, was gleich kommt. Man fühlt man sich hier nicht so vor Ort, eher wie der Gast in einem verrückten Vergnügungspark. Was ja aus künstlerischer und erzählerischer Sicht an vielen anderen Stellen genau richtig ist. Letztlich ist die Anziehungskraft dieser Welt trotz der Qualitätsschwankungen stärker als kürzlich etwa in GreedFall oder gar in The Sinking City.

Denn es gibt so viele unterhaltsame Quests, die Beziehungen, Konflikte & Co thematisieren oder mit bösen Überraschungen aufwarten - einiges erinnert dabei auch an BioShock, nicht nur auf der ästhetischen Ebene. In den meisten Missionen kann man selbst bis zum letzten Augenblick noch mit rhetorischen Mitteln für eine friedliche Lösung sorgen; oder man kann als Bad Ass alles in Blut tränken. Und Obsidian demonstriert vor allem im Rahmen der Hauptquests immer wieder ausgezeichnete erzählerischen Qualitäten, indem sie zum einen für lesenswerte Dialoge und zum anderen für etwas ganz Wichtiges sorgen: dass man innehält und nachdenkt! Und zwar weil man sich vielleicht doch zu früh eine Meinung über einen scheinbar skrupellosen Charakter gebildet hat, dessen Taten man direkt verurteilt, weil sie der eigenen Weltanschauung widersprechen. Nur so leicht lässt einen Obsidian nicht urteilen! Und damit kitzeln sie den Rollenspieler alter Schule.

Wer kriegt den Strom?

Die Dialoge sind erstklassig geschrieben.
Die Dialoge sind erstklassig geschrieben.

Denn dann hört man zu, dann entdeckt man die Graustufen zwischen Gut und Böse und grübelt darüber, ob man diesem Firmenboss und damit seiner ganzen Stadt tatsächlich den Strom abdrehen soll. Ja, die Arbeiter werden geknechtet, die Nahrung und Medikamente rationiert, vieles ist ungerecht. Aber was passiert, wenn sie alle auf der Straße stehen? Soll man den Strom also wirklich in die Enklave der Rebellen leiten, die dort unter der Führung einer exilierten Frau ein Biotop mit all den Arbeitern aufbauen, die aus Edgewater geflohen sind? Oder wäre das naiv? Es ist eure Entscheidung.
 

Auf dem Planeten Monarch öffnet sich die Spielwelt.
Auf dem Planeten Monarch öffnet sich die Spielwelt.
Das Schöne an The Outer Worlds ist, dass man im wahrsten Sinne des Wortes eine Rolle spielen und die Konsequenzen erleben kann. Obwohl man sich wie ein Befreier fühlt, nagt da plötzlich das schlechte Gewissen.  Plötzlich denkt man daran, dass auch so manche Befreiung in der Realität eher für Bürgerkrieg und Chaos gesorgt hat. Aber gleichzeitig muss man doch Prinzipen haben und für diese kämpfen! Außerdem ist das nur ein Spiel, da kann man doch alles ausprobieren - und genau hier macht es Klick, genau das ist gutes Rollenspiel...
Nah- oder Fernkampf? Ihr habt die Wahl...
Nah- oder Fernkampf? Ihr habt die Wahl...
Bevor man obige Entscheidung trifft, kommt übrigens noch die erste Gefährtin Parvati auf einen zu, die ja in Edgewater aufgewachsen ist und die einen darum bittet, den Strom nicht umzuleiten, weil das anständige Leute sind. Der Monolog von ihr ist klasse, aber im Verhältnis zwischen den Gefährten und dem Helden lässt Obsidian leider dramatisches Potenzial liegen. Denn wenn man ihre Heimat opfert, reagiert sie als wäre nichts gewesen – dabei hätte sie enttäuscht udn wütend sein müssen oder den Helden gar verlassen müssen. Zwar hat jeder Begleiter eine eigene Questreihe mit tollen Überraschungen, man kann mit einigen saufen oder über ihre persönlichen Probleme reden, aber es gibt keine Beziehungsstufe oder Vertrauensleiste. Das Verhältnis wirkt dadurch recht einseitig, zumal es der Held jederzeit kündigen kann.

Kommentare

Swar schrieb am
Heute ist ein Patch erschienen, der unter anderen die Schrift vergrößert, ich habe direkt mal reingeschaut und ist sehr gut lesbar.
mansonia schrieb am
Ich finde es miserabel, der Shooter-Part spielt sich total hölzern, die Gegner verfügen nur über Serious-Sam-AI (nach Überschreiten eines Nahbereichs rennen sie frontal auf einen zu) und ich kann einfach keine lootbaren Kisten mehr sehen (schon gar nicht die "clever" versteckten).
Wie lange wollen die Companies uns noch den immer gleichen Mist aufwärmen?
Die Grafik gefällt mir ganz gut (endlich mal knallige Farben), aber ich vermisse das Erforschen unbekannter Zonen wie bei Las Vegas.
BoothTheGrey schrieb am
Naja... ich bin froh, daß ich es nur via Xbox Pass am PC gespielt habe. Vollpreis wär mir das Spiel nicht wert gewesen. Es ist sicher ein nettes RPG mit netter Welt und netter Story... und maximal durchschnittlichem Kampfsystem... tja... und es gibt leider nix in dem Spiel, was auf mich einen echten Sog entfacht.
Was mich am meisten ärgert ist der Shooter-Anteil, den ich eher schlecht fand. Man ballert halt doch relativ viel in so einem Spiel - und ich fand sogar Shooter-Designs, wie z.B. von ME1-3 ziemlich gut. Hier macht sich dasselbe Gefühl wie in New Vegas bei mir breit: Das Ballern ist eher nervig und eine Art notwendiges Übel.
Wie wenig mich irgendwas am Spiel dann so richtig gefesselt hat, lässt sich daran absehen, daß ich die allerletzte "Mission" nach wenigen Minuten abgebrochen habe, weil es zuviel Quälerei gewesen wäre. Hatte eigentlich Waffen und Rüstung sehr gut ausgerüstet, wobei meine Companions trotzdem grundsätzlich wie die Fliegen umkippen - und ich war auch Level 30. Und ich selber habe dann auch zuviel Schaden gefressen (Rüstung bei 108) und das umzergen der Gegner war trotz Heavy MiniGun Version 2 mit hochgepimpten Zahlen (Schaden bei irgendwas mit 170) zu quälerisch. Hätte natürlich eine Schwierigkeitsstufe runterschalten können... habe es dann aber einfach deinstalliert. Es ist mir wirklich egal, was am Ende passiert. Die Welt hat mich nie richtig in ihrem Bann gesogen und es gab keine Seite, der je meine Sympathie so richtig gegolten hätte. Sollen doch alle verhungern. Mir wurscht ;)
Was mich am Shooter am meisten stört - er ist weder ein schneller Movement-Shooter noch ein Deckungs-Shooter. Das sind eigentlich die beiden Shooter-Varianten, die ich am ehesten spassig finde. Outer Worlds ist weder das eine noch das andere. Schade. Aber wenn die Kampfmechnik für mich (!) nicht rund funktioniert, dann kann das Spiel in den allermeisten Fällen nicht begeistern.
Sage Frake schrieb am
Wow, habe auch ca. 31h auf dem Tacho, bin aber erst in Kapite 3 :oops: . Bin schwer begeistert. Viel "Spass" allen
Sorry, falscher Thread. Bin von Death Stranding schwer begeistert :mrgreen:
Swar schrieb am
Spielzeit 31 Stunden und 50 Minuten
ich hab's durch und dabei nicht alle Nebenquests beendet.
Spoiler
Show
Ich habe am Ende die Hope dem Vorstand überlassen, daraufhin zettelt der Professor einen Aufstand an und mit Hilfe der Verbündeteten aus Monarch, Edgewater, Groundbreaker und Co. ist der Wderstand ziemlich schnell gebrochen und stelle dem Professor zur Rede, trotz hoher Intelligenz, Wissenschaft und anderen relevanten Fähigkeiten konnte ich ihn nicht zur Aufgabe zwingen, also kommt es zum letzten Gefecht mit ihm und seinen Roboter, Sophie wird erfolgreich befreit und diverse Einwohner werden danach in den Kyroschlaf versetzt, während die alten Kolonisten im eisigen Weltraum landen und letztendlich hat meine Heldin die Dekadenz auf Terra 2 und Zerfall des Systems nur weiter beschleunigt, bei meinen zweiten Durchgang helfe ich dem Professor
Wertungstechnisch würde ich dem Spiel 87 oder 88 % geben und einen Nachfolger brauche ich ehrlich gesagt nicht, heute Abend ist erstmal zünftige Action mit CoD Modern Warfare angesagt, da muss ich nicht so viel reden :mrgreen:
schrieb am

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