Ghost Recon Breakpoint - Test, Shooter, PC, PlayStation 4, Xbox One - 4Players.de

 

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Ghost Recon Breakpoint (Shooter) von Ubisoft
Die Geister verfehlen das Ziel
Military-Shooter
Entwickler: Ubisoft Paris
Publisher: Ubisoft
Release:
04.10.2019
04.10.2019
kein Termin
04.10.2019
Alias: Tom Clancy's Ghost Recon Breakpoint
Spielinfo Bilder Videos

Ghost Recon Breakpoint hat nach den beiden Betatests viel Kritik einstecken müssen. Vieles zu Recht. Einige Macken hat Ubisoft zum Verkaufsstart noch in den Griff bekommen. Doch mit all seinen unnötigen Spielmechaniken, Fortschrittssystemen und Games-as-a-Service-Elementen macht sich der Nachfolger von Ghost Recon Wildlands das Leben selbst schwer. Letztendlich sind wir hin- und hergerissen...



Von Bolivien auf eine unspektakuläre Insel

Nachdem bei Ghost Recon Wildlands der Kampf gegen ein Drogenkartell in Bolivien angesagt war, was der bolivianischen Regierung so gar nicht gefiel (wir berichteten), geht Ubisoft beim Nachfolger, Ghost Recon Breakpoint, auf Nummer sicher und verlagert das Szenario auf die fiktive südamerikanische Insel Auroa. Der generisch wirkende Schauplatz kann trotz vieler überaus ansehnlicher Orte, enormer Größe, hübscher Vegetation und versteckter Hintergrundinformationen, nicht an seinen Vorläufer heranreichen.

Die Ghosts, eine militärische Eliteeinheit, werden durch einen Angriff auf ein Schiff auf die Insel gelockt und prompt von einer Drohnenarmada vom Himmel gefegt. Die Drohnentechnologie stammt von Skell Technologies, dessen CEO eine Vision von "Welt 2.0" hat und diese auf Auroa verwirklichen möchte. Letztendlich hört der Chef des High-Tech-Unternehmens auf die falschen Berater und schwupps erschuf er eine praktische Drohnenarmee für Privatkriege …

Nomad sucht Walker

Das Szenario hätte reichlich Stoff geboten, z.B. für eine plakative Story zwischen High-Tech und Natur. Oder für den Kampf von Selbstversorger-Rebellen gegen eine High-Tech-Bedrohung. Oder die Beziehung von High-Tech-Unternehmen zu (para)militärischen Gruppen. Moralische, ethische oder politische Themen werden weitgehend vermieden, stattdessen wird vorsichtig an der Oberfläche gekratzt und die Figur von Cole D. Walker, Ex-Ghost und Anführer der Wolves, als Gegenspieler etabliert - zusammen mit anderen verschlagenen Anzugträgern.

Beispiel für ein gutes Charakter-Modell: Cole D. Walker. Gespielt von Jon Bernthal.
Beispiel für ein gutes Charakter-Modell: Cole D. Walker. Gespielt von Jon Bernthal.

Obgleich der von Jon Bernthal (Punisher) "gespielte" Walker in langatmigen Rückblenden eine starke Präsenz hat und gerne seine Ghost-Wurzeln lautstark ballernd vergisst, tröstet seine Anwesenheit nicht über viele bescheidene bis peinliche Dialoge, die zu langatmige Inszenierung voller inhaltlicher Leere und viele Reißbrett-Charaktere hinweg. Es wird zwar versucht, irgendwie eine Verbindung zwischen der Hauptfigur Nomad (männlich oder weiblich) und Walker hinzubiegen, doch dafür ist Walkers Präsenz in der Welt letztlich zu vage und verliert sich im sonstigen Missionsalltags auf Auroa. Er hätte ruhig stärker in die sonstige Geschichte einbaut werden dürfen …

Reden, Botengänge, Sammeln und Attacke

Kurz gesagt geht es in Breakpoint um die Befreiung von Auroa und die Ausschaltung von Walker. Zunächst muss man die letzten überlebenden Ghosts finden, den Skell-Technikgott ausfindig machen, die Drohnenarmee sabotieren, den Einwohnern helfen und sonstige Botengänge erledigen. Die meisten Missionen erfordern das Aufsuchen von bestimmten Personen oder Orten, das Sammeln von Informationen, die Befriedung von Arealen/Basen, die Eliminierung von Zielpersonen und das Zusammenklicken von Informationen im überladenen Menü - zumal die Anreise zu den Einsatzorten aufgrund der Größendimensionen der Insel und der Omnipräsenz von Mini-Patrouillen kaum zu Fuß und noch weniger mit den sich schwammig steuernden Fahrzeugen erfolgen sollte, sondern bestenfalls mit einem Hubschrauber.

Beiispiel für ein schlechtes Charakter-Modell mit maximalen Grafik-Einstellungen.
Beispiel für ein schlechtes Charakter-Modell mit maximalen Grafik-Einstellungen.

Vor und nach den Einsätzen wird in Zwischensequenz-Manier fleißig mit Leuten geredet, stellenweise sogar mit Dialogoptionen. Diese Dialoge wollen meist nicht wirklich zünden, da die Inszenierung nichts zu zeigen hat, die Dialoge prägnanter oder generell interessanter sein könnten und viele Charaktere über starre Mimik und Lippenanimationen aus der Mottenkiste von Mass Effect Andromeda verfügen. Warum wählt man bei solch klar sichtbaren Macken überhaupt eine Kamera-Naheinstellung? Egal. Assassin's Creed Odyssey als Gegenbeispiel aus der Ubisoft-Welt ist meilenweit besser bei der Inszenierung von Dialogen und diente allem Anschein nach auch als Blaupause für den Aufbau und die Ausgestaltung der Spielwelt ...

Kommentare

Briany schrieb am
Cadenadelreino hat geschrieben: ?
17.10.2019 17:14
Briany hat geschrieben: ?
17.10.2019 14:58
Spoiler
Show
Die wirklich wichtigen Sachen wie: Survival, Verletzungen, verbot seine Bewaffnung außerhalb eines Lagers zu ändern, Tag- , Nacht- und Wettereffekte welche die KI beeinflussen, Tarnkleidung...etc. pp. würden absolut unberührt bleiben.
Ich lasse mich gern eines anderen belehren und schaue in einem halben Jahr mal was sich getan hat. Aber ich rechne mit nichts.
Ne Schwierigkeitsstufe "Survival" wäre halt was woran sie arbeiten könnten...Dazu dann noch die KI tunen und n bisschen mehr Orte zum erforschen einbauen...Viele meckern ja dass es zu wenig NPCs gibt, aber ich finde das Setting gibt es nicht wirklich her dass dort viele NPCs rumlaufen. Vielleicht wären futuristische (Klein)Städte mit totaler Überwachung und moderner Sklaverei ne Möglichkeit gewesen..Sieht man ja son bisschen in den Stützpunkten...
(Ich verstehe einfach nicht wie man die KI so verkacken kann...die haben doch Erfahrung und haben es auch schon besser gemacht...ich kenn mich halt NULL aus aber man darf erwarten dass die mindestens so gut ist wie in früheren Spielen??)
Das darf man erwarten ja. Außer man WILL es garnicht.
Mittlerweile kommt mir Breakpoint so vor als wäre es ein ganz großer Marketing Gag.
Oder die nächste Stufe einer langen Reihe von Marktforschungsstudien am Kunden.
Schau mal wie viel Werbung gemacht wurde. Es gab ein paar sehr nette CGI Trailer, welche ein völlig falsches Bild dargestellt haben. Es gab den aufwändigen Trailer mit Lil Wayne. Dann die 2 Folgen mit den deutschen Youtubern. Riesige Plakate etc.
Und all dass für dieses Spiel?
Wenn da nicht irgendwer, kurz vor Release, die hälfte der Spielrelevanten Daten gelöscht hat, ist das reine Willkür was da passiert ist.
Cadenadelreino schrieb am
Briany hat geschrieben: ?
17.10.2019 14:58

Die wirklich wichtigen Sachen wie: Survival, Verletzungen, verbot seine Bewaffnung außerhalb eines Lagers zu ändern, Tag- , Nacht- und Wettereffekte welche die KI beeinflussen, Tarnkleidung...etc. pp. würden absolut unberührt bleiben.
Ich lasse mich gern eines anderen belehren und schaue in einem halben Jahr mal was sich getan hat. Aber ich rechne mit nichts.
Ne Schwierigkeitsstufe "Survival" wäre halt was woran sie arbeiten könnten...Dazu dann noch die KI tunen und n bisschen mehr Orte zum erforschen einbauen...Viele meckern ja dass es zu wenig NPCs gibt, aber ich finde das Setting gibt es nicht wirklich her dass dort viele NPCs rumlaufen. Vielleicht wären futuristische (Klein)Städte mit totaler Überwachung und moderner Sklaverei ne Möglichkeit gewesen..Sieht man ja son bisschen in den Stützpunkten...
(Ich verstehe einfach nicht wie man die KI so verkacken kann...die haben doch Erfahrung und haben es auch schon besser gemacht...ich kenn mich halt NULL aus aber man darf erwarten dass die mindestens so gut ist wie in früheren Spielen??)
Briany schrieb am
Cadenadelreino hat geschrieben: ?
17.10.2019 12:10
Also mir persönlich gefällt das Spiel besser als Wildlands...Glaube es liegt am Setting und daran dass ich auch ohne KI Begleiter spielen kann..die haben mich nur aufgeregt im Vorgänger..
Potential haben sie trotzdem verschenkt und ich hoffe es wird ordentlich nachgepatched.
Denke nicht, dass die Devs Schuld haben sondern eher der Release-Plan von Ubisoft.
Mini Spoiler zu ner Nebenquest
Spoiler
Show
Habe durch ZUfall sone Piratenschatz-Quest gefunden...hat voll Spaß gemacht...dann komm ich zum Ende...Eine Höhle...Eine große Schatzkiste...ich habe schon mit ner alten Knarre oder nem geilen Skin gerechnet..was bekomme ich???!?!?!?!? 2500 Credits!!! WTF!!!
Natürlich haben die Devs nicht die Schuld. Zummindest nicht die volle. Jeder der annähernd klar denken kann, und selber mal in einem mittlerem- bis großen Unternehmen gearbeitet hat, weiss sehr genau das es fast immer die Schlippsträger sind, welche aus Gier die schlimmsten Entscheidungen treffen.
Nichts gegen Schlippse, du weißt was ich meine :lol:
Bei Ubi Titeln sieht man das ganz extrem. Sie haben super fähige Entwickler in allen möglichen Bereichen. Nur sind sie am Ende nicht die, die entscheiden was mit ihrem Werk passiert und wie es vermarktet wird.
Ich frage mich oft nur wessen Idee es ist es ist bestimmte, halbfertige, Mechaniken ein zu bauen.
Über den Loot brauchen wir nicht reden. Der Sinn und Zweck dahinter ist bei BP jedem bewusst.
Aber die Survival-Mechaniken z.B.
Warum wirbt man damit, steckt Ressourcen für die Entwickkung in dieses Feature und baut es dann so dermaßen belanglos und überflüssig ein?
Das selbe für das Verletzungsfeature oder den Skills.
Die Liste ist endlos.
Für mich kann da nichts mehr gepatched werden. Es müsste eine HardCore Modus geben der alles Sinvoller macht. Aber WENN je ein solcher Modus released werden würde, würde er maximal die Menge an Munition und Anzahl der Treffer de Gegner einstecken können ändern.
Die wirklich wichtigen Sachen...
Cadenadelreino schrieb am
Also mir persönlich gefällt das Spiel besser als Wildlands...Glaube es liegt am Setting und daran dass ich auch ohne KI Begleiter spielen kann..die haben mich nur aufgeregt im Vorgänger..
Potential haben sie trotzdem verschenkt und ich hoffe es wird ordentlich nachgepatched.
Denke nicht, dass die Devs Schuld haben sondern eher der Release-Plan von Ubisoft.
Mini Spoiler zu ner Nebenquest
Spoiler
Show
Habe durch ZUfall sone Piratenschatz-Quest gefunden...hat voll Spaß gemacht...dann komm ich zum Ende...Eine Höhle...Eine große Schatzkiste...ich habe schon mit ner alten Knarre oder nem geilen Skin gerechnet..was bekomme ich???!?!?!?!? 2500 Credits!!! WTF!!!
Grimmbold schrieb am
Konnte es am WE ein paar Stunden anspielen. Wertung ist gerechtfertigt.
Man merkt IG zwar nix von den MT, aber es ist halt echt casual Futter. Destiny für Leute die kein SciFi Scenario wollen.
Positiv ist das Artdesign und Wetter, eine Mission 2 x gespielt und es waren total unterschiedliche Erlebnisse durch das Wetter. Die neuen Random Quests sind ganz nett.
Neutral fällt aus: Interface und Schwierigkeit sind gut anpassbar, aber leider nicht hostseitig, nur lokal...
Verpasste Chance. Der HC Modus fehlt, ein Limit auf eine Langwaffe und Wafffenwechsel nur im Biwak hätte dem Spiel gut getan - es aber auch nicht gerettet!
Negativ ist der Gegnerspawn, wie bei einem MMO, vor allem die Questspawns, und die generelle Welt. Da ist BP schlechter als Wildlands. Imersion kann man, spätestens im Hub, vergessen. Alleine kaum spielbar, wenn man realistisch spielen will.
Mein Fazit: Für 20 EUR aus dem Grabbeltisch oder den Key gegen wirgendwas, was man eh nimmer braucht getauscht ist es nett für Coop Runden. Ein AAA Titel für 60EUR ist es nicht - zumindest keiner, der das Geld lohnt.
Das basiert auf Final Version, ca 4h, Coop.
schrieb am