Outriders - Test, Shooter, PC, PlayStation 4, Xbox One, PlayStation 5, Xbox Series X

 

Test: Outriders (Shooter)

von Benjamin Schmädig



Entwickler:
Publisher: Square Enix
Release:
01.04.2021
01.04.2021
01.04.2021
01.04.2021
01.04.2021
01.04.2021
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Hinzu kommt ja, dass man nicht stets dieselben Fähigkeiten nutzen muss, sondern die drei aktiven aus insgesamt acht auswählt. Nicht zu vergessen außerdem die umfangreichen Möglichkeiten der Charakterentwicklung, da man pro Charakter zwar auf eine von drei Spezialisierungen hin arbeiten kann, sich auf den weit verzweigten Entwicklungsbäumen aber relativ frei bewegen und damit individuelle Kämpfer erstellen darf. Ärgerlich finde ich nur, dass man diese recht aufwändigen Builds nicht speichern darf. Wer etwas Neues probieren möchte, muss sich deshalb entweder Notizen oder mehrere Screenshots machen, um ein altes Set irgendwie festzuhalten. Abgesehen davon kann man Ausrüstungsgegenstände nicht so markieren, dass sie beim nächsten Inventar-Putz nicht aus Versehen zerstört werden.

„Nein, die behalte ich!“

Doch wie erhält man eigentlich neue Ausrüstung bzw. Mods? Wie in vielen Loot-Shootern handelt es sich dabei um die von Gefallenen liegen gelassene Beute bzw. den Inhalt etlicher Kisten. Wobei man Mods darüber freischaltet, dass man Waffen und Rüstungsteile zerstört, die diese Mods enthalten. Händler gibt es natürlich ebenfalls, doch erst nach Abschluss der Kampagne gelangt man zu einem, der wirklich lohnenswerte Ware anbietet.

Zerstört die Ausrüstung deshalb, denn so erhaltet ihr nicht nur die zum Modden notwendigen Ressourcen, sondern auch ein weiteres Material, das ihr zum Verbessern von Gegenständen benötigt, die ihr lange behalten wollt. Man darf nämlich jeden Gegenstand verbessern sowie beliebig oft aufleveln, sodass man z.B. ein geliebtes Gewehr nicht irgendwann wegwerfen muss. Man kann die Ausrüstung nur nicht mit Begleitern teilen, was ich in einem auf kooperatives Spielen ausgelegten Abenteuer sehr bedauerlich finde. Wenigstens frisch aufgelesene Gegenstände sollte man an einen Kumpel abgeben dürfen; im allerschlimmsten Fall würde das die Freude am gemeinsamen Erleben steigern.

Ein Raum gleicht den anderen

Leider kämpft meist jeder nur für sich. Hauptsache man bekommt die Gegner platt. (PS4)
Leider kämpft meist jeder nur für sich. Hauptsache man bekommt die Gegner platt. (PS4)
Gut… nun steht das gemeinsame Erleben hier ohnehin weniger stark im Vordergrund als es mir lieb ist. Rein taktisch verlaufen die meisten Scharmützel nämlich so: Jeder macht platt, was er oder sie platt bekommt. Selbst Hinweise wie „Gegner von links“ sind in den sehr überschaubaren, immer gleich gestalteten Arenen die Ausnahme. Das Wichtigste ist noch, dass man Mitstreitern auf die Beine hilft, wenn sie zu Boden gehen. Gelingt den anderen das nämlich nicht, müssen sie sich selbst aufrappeln – was aber nur einmal pro Gefecht möglich ist. Nur gegenseitig darf man sich beliebig oft aufheben, aber das ist natürlich immer auch mit dem Risiko verbunden dabei selbst angegriffen zu werden.

Aber wie gesagt: Auf Dauer sind die Arenen an Monotonie kaum zu überbieten. Denn obwohl es zwei Arten von Arealen gibt (solche mit viel Deckung für Gefechte mit Waffen tragenden Angreifern und solche komplett ohne Deckung für Kämpfe gegen die Tierwelt), unterschieden sich Areale gleicher Art kaum voneinander. Sicherlich sind die Räume mal enger oder etwas größer. Cool sind die wenigen Gebiete, in denen man mal einen Hügel erstürmen muss. Doch im Allgemeinen spielen Höhenunterschiede oder gar Stockwerke keine Rolle, sodass Abwechslung hier leider verdammt klein geschrieben wird.

Meister Proper saugt alles auf

Wenigstens unterscheiden sich die Verhaltensmuster verschiedener Feinde oft so, dass man gezwungen ist ständig in Bewegung zu bleiben, während man sich gleichzeitig um gefährliche Fernkämpfer, bullige Kugelschwämme und mehr kümmert. Wären Letztere nur nicht so widerstandsfähig und würden stattdessen stärker austeilen! Viel zu oft kommt es nämlich vor, dass man – manchmal gefühlt, manchmal tatsächlich – minutenlang vor einem Elite-Gegner oder Boss steht und einfach nur drauf hält. Manche eigene Fähigkeiten unterbrechen dabei die der Feinde, weshalb das Timing stimmen sollte. Und selbstverständlich sollte die Ausrüstung effektiv optimiert sein. Doch ist beides gegeben: Willkommen in einer schrecklich langweiligen Schießbude!
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Kommentare

MaxDetroit schrieb am
Hab Outriders nun auch durchgespielt. Hab sogar alle Sidequest erledigt und werde noch ein paar Expeditionen zocken.
Alles in allem hat es mir sehr gut gefallen, von mir gibt's ne 8 von 10 Punkten. Das es gerade in den Cutscenes ab und zu Probleme gab (Ruckler, Voice Sync, etc.) konnte ich verschmerzen, denn das Gameplay hat gefetzt, und auch die Gegner und Environments, trotz Recycling, waren für mich doch abwechslungsreich genug um mich bei der Stange zu halten. Story war okay, das Spiel hat sich selbst auch nicht all zu ernst genommen, ich fand einige Dialoge dafür sehr unterhaltsam, da war fast immer einen Augenzwinkern dabei, mochte ich. Endgame spiel ich jetzt nicht wirklich großartig weiter, aber für einen Storyshooter mit Looten & Leveln und optionalen Multiplayer ist das Game eine Runde Sache.
PS: Das Game hat teils sehr schöne Environment Art, was kaum irgendwo erwähnt wird, gerade am Ende gibt es noch ein paar Hingucker.
Flux Capacitor schrieb am
Vejieta hat geschrieben: ?08.05.2021 15:29
Flux Capacitor hat geschrieben: ?04.05.2021 13:37Aber hey, die Action stimmt und die Story ist halbwegs interessant, ich kann da locker darüber hinweg sehen. :mrgreen:
so geht's mir auch. muss aber sagen das die Story selbst ziemlich düster und abgefuckt ist. also wenn man die ganzen Einträge liest. Bin aber auch noch nicht durch.
Main-Quest schickt mich gerade in den Wald. Ist also noch ein bisschen was zu tun. Das Spiel selbst macht aber echt Laune, obwohl es einiges gibt was mir aufn Sack geht. Hab erst mit einem Pyro angefangen aber dann doch auf einen Tech gewechselt der mir deutlich mehr Spaß macht.
Die Story wird nicht wirklich schlechter im Verlauf, aber die Präsentation selbiger leider schon. :mrgreen:
Ja, nachdem ich alle Klassen durch probiert hatte, bin ich auch beim Technomancer hängen geblieben. Wohl weil sich dieser noch am klassischsten spielt. Ich mag einfach Granaten und fette Wummen in solchen Spielen. :lol:
Vejieta schrieb am
Flux Capacitor hat geschrieben: ?04.05.2021 13:37Aber hey, die Action stimmt und die Story ist halbwegs interessant, ich kann da locker darüber hinweg sehen. :mrgreen:
so geht's mir auch. muss aber sagen das die Story selbst ziemlich düster und abgefuckt ist. also wenn man die ganzen Einträge liest. Bin aber auch noch nicht durch.
Main-Quest schickt mich gerade in den Wald. Ist also noch ein bisschen was zu tun. Das Spiel selbst macht aber echt Laune, obwohl es einiges gibt was mir aufn Sack geht. Hab erst mit einem Pyro angefangen aber dann doch auf einen Tech gewechselt der mir deutlich mehr Spaß macht.
Flux Capacitor schrieb am
MaxDetroit hat geschrieben: ?04.05.2021 10:00 Ich spiele nebenbei mit einem weiblichen Charakter. Ich finde die Dialoge alles andere als plump, und ich mag ihre "I-dont-give-a-fuck" Attitüde schon irgendwie, der schwarze Humor in den Sidequests tut dann noch sein übriges. Ich frage mich ob das mit einem männlichen Main-Char dann anders rüberkommt, und das vielleicht den Unterschied zwischen meiner Wahrnehmung und der des Testers ausmacht.
Das dachte ich alles auch, bis ich das Spiel durch hatte. Es ist leider am Ende kein geiler B-Movie Scheiss, sondern einfach schlecht geschrieben, und das bei den wenigen Dialogen die man zu hören bekommt. Aber hey, die Action stimmt und die Story ist halbwegs interessant, ich kann da locker darüber hinweg sehen. :mrgreen:
MaxDetroit schrieb am
Ich spiele nebenbei mit einem weiblichen Charakter. Ich finde die Dialoge alles andere als plump, und ich mag ihre "I-dont-give-a-fuck" Attitüde schon irgendwie, der schwarze Humor in den Sidequests tut dann noch sein übriges. Ich frage mich ob das mit einem männlichen Main-Char dann anders rüberkommt, und das vielleicht den Unterschied zwischen meiner Wahrnehmung und der des Testers ausmacht.
schrieb am