Outriders - Test, Shooter, PC, PlayStation 4, Xbox One, PlayStation 5, Xbox Series X

 

Test: Outriders (Shooter)

von Benjamin Schmädig



Entwickler:
Publisher: Square Enix
Release:
01.04.2021
01.04.2021
01.04.2021
01.04.2021
01.04.2021
01.04.2021
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Respektiere die Stufe!

Warum ausgerechnet das Bewegungsmodell des trägen Gears of War als Grundlage für diese Art Action verwendet wird, ist mir ohnehin ein Rätsel. So ein Outrider kommt ja ähnlich behäbig in Gang wie ein Agent aus Division 2 – nur dass Letzterer taktische Deckungsgefechte austrägt, anstatt flinker Fauna zu entfliehen. Das Verhältnis stimmt hier einfach nicht. Im Gegenzug schwebt man dafür wie ein Papierflugzeug von hohen Vorsprüngen herab, weil es den Figuren an Gewicht fehlt, kann nicht hinter jeder Deckung auch tatsächlich in Deckung gehen und kommt viele kleine Stufen oder Steine nicht hinauf, weil sie entweder nicht als interaktive Objekte definiert sind oder als unsichtbare Wand weit vor der als solche erkennbaren Levelgrenze dienen.

Zu allem Überfluss fühlen sich die Waffen außerdem viel zu leicht an, denn der Rückstoß drückt nicht mit abrupter Wucht in die virtuelle Schulter. Stattdessen schwingt das Fadenkreuz relativ gleichförmig in alle Richtungen, was nicht den Eindruck vermittelt starke Waffen in den Händen zu halten. Gut kontrollierbar ist dieses Wischen schon gar nicht – auch weil das Fadenkreuz schon beim leichten Antippen des Analogsticks relativ stark beschleunigt wird. Das ist besonders in den Versionen für PlayStation 4 und Xbox One ein Problem, die mit maximal 30 Bildern pro Sekunde laufen, was einem rasanten Shooter wie diesem einfach nicht gerecht wird. Es fehlt an Übersicht und Präzision und das spürt man spätestens dann, wenn man mit mindestens 60 Sekundenbildern auf PS5, Xbox Series oder PC unterwegs ist. Auch da fehlen mir allerdings Optionen zum Einstellungen zur Sensitivität sowie die Möglichkeit horizontale und vertikale Beschleunigung unabhängig voneinander zu variieren.

Wohin des Wegs?

Leider lässt sich weder auf der Übersichtskarte noch dem Radar im Spiel ablesen, wo genau man sich befindet. (PS5)
Leider lässt sich weder auf der Übersichtskarte noch dem Radar im Spiel ablesen, wohin genau man gehen muss. (PS5)
Apropos Menü: Dass manche Eingaben dort gar nicht oder nur mit Verzögerung registriert werden, ist ein zusätzliches Ärgernis, auch hier besonders auf PS4 und Xbox One. Wie bei jedem Loot-Shooter ist man schließlich recht häufig im Inventar unterwegs. Und ganz allgemein hat auch die Benutzeroberfläche so viele Ecken und Kanten, dass man gelegentlich die Augen verdreht. Warum wird auf der Übersichtskarte z.B. nur die Gegend markiert, in der man sich befindet, nicht aber die genaue eigene Position? Weil die Mini-Karte nicht einmal einen Kompass hat, findet man sich deshalb unnötig schwer zurecht. Zwar gibt es ein visuelles GPS-System; das reißt mich allerdings zuverlässig aus der Illusion eine plastische andere Welt zu entdecken. Es muss doch möglich sein in der Spielwelt sofort die Richtung zu erkennen!

Die Charakterentwicklung gehört zu den motivierenden Elementen, denn man kann sehr frei darüber entscheiden. (PS5)
Die Charakterentwicklung gehört zu den motivierenden Elementen, denn man kann sehr frei darüber entscheiden. (PS5)
Abgesehen davon werden Missionsziele schon mal an der falschen Stelle angezeigt und einmal konnte ich sogar das Missionsobjekt nicht anklicken, nachdem ich per Schnellreise dorthin gelangt bin. Ich musste dann noch mal zurück und zum Ziel laufen. Mögliche Nebenmissionen, von denen es nicht gerade viele gibt, werden außerdem erst dann auf dem Radar markiert, wenn man schon fast direkt davor steht. Nein, um Orientierung ist People Can Fly wahrlich nicht bemüht.

Grüße von der PSone

Und vielleicht ist das ja sogar verständlich. Immerhin besteht Enoch ohnehin nur aus überraschend kleinen Arealen, die durch Ladezeiten voneinander getrennt sind. Nicht einmal die teils winzigen Abstecher der Nebenmissionen haben dort hinein gepasst, weshalb man ständig Resident-Evil-Gedächtnis-Filmszenen ansieht, bevor es endlich weitergeht. Wer das Spiel dabei auf einer Festplatte installiert hat, also einige PC-Nutzer sowie Besitzer von Konsolen der letzten Generation im Werkszustand, dürfte sich deshalb darüber freuen, dass die Ladezeiten nicht von ohne sind – was umso schwerer wiegt, da manche „Schnell“reise über ganze drei Stationen geht. Man muss ja immer erst das zentrale Lager erreichen, um zwischen den großen Gebieten zu wechseln, in denen sich dann mehrere Unter-Reisepunkte befinden.
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Kommentare

MaxDetroit schrieb am
Hab Outriders nun auch durchgespielt. Hab sogar alle Sidequest erledigt und werde noch ein paar Expeditionen zocken.
Alles in allem hat es mir sehr gut gefallen, von mir gibt's ne 8 von 10 Punkten. Das es gerade in den Cutscenes ab und zu Probleme gab (Ruckler, Voice Sync, etc.) konnte ich verschmerzen, denn das Gameplay hat gefetzt, und auch die Gegner und Environments, trotz Recycling, waren für mich doch abwechslungsreich genug um mich bei der Stange zu halten. Story war okay, das Spiel hat sich selbst auch nicht all zu ernst genommen, ich fand einige Dialoge dafür sehr unterhaltsam, da war fast immer einen Augenzwinkern dabei, mochte ich. Endgame spiel ich jetzt nicht wirklich großartig weiter, aber für einen Storyshooter mit Looten & Leveln und optionalen Multiplayer ist das Game eine Runde Sache.
PS: Das Game hat teils sehr schöne Environment Art, was kaum irgendwo erwähnt wird, gerade am Ende gibt es noch ein paar Hingucker.
Flux Capacitor schrieb am
Vejieta hat geschrieben: ?08.05.2021 15:29
Flux Capacitor hat geschrieben: ?04.05.2021 13:37Aber hey, die Action stimmt und die Story ist halbwegs interessant, ich kann da locker darüber hinweg sehen. :mrgreen:
so geht's mir auch. muss aber sagen das die Story selbst ziemlich düster und abgefuckt ist. also wenn man die ganzen Einträge liest. Bin aber auch noch nicht durch.
Main-Quest schickt mich gerade in den Wald. Ist also noch ein bisschen was zu tun. Das Spiel selbst macht aber echt Laune, obwohl es einiges gibt was mir aufn Sack geht. Hab erst mit einem Pyro angefangen aber dann doch auf einen Tech gewechselt der mir deutlich mehr Spaß macht.
Die Story wird nicht wirklich schlechter im Verlauf, aber die Präsentation selbiger leider schon. :mrgreen:
Ja, nachdem ich alle Klassen durch probiert hatte, bin ich auch beim Technomancer hängen geblieben. Wohl weil sich dieser noch am klassischsten spielt. Ich mag einfach Granaten und fette Wummen in solchen Spielen. :lol:
Vejieta schrieb am
Flux Capacitor hat geschrieben: ?04.05.2021 13:37Aber hey, die Action stimmt und die Story ist halbwegs interessant, ich kann da locker darüber hinweg sehen. :mrgreen:
so geht's mir auch. muss aber sagen das die Story selbst ziemlich düster und abgefuckt ist. also wenn man die ganzen Einträge liest. Bin aber auch noch nicht durch.
Main-Quest schickt mich gerade in den Wald. Ist also noch ein bisschen was zu tun. Das Spiel selbst macht aber echt Laune, obwohl es einiges gibt was mir aufn Sack geht. Hab erst mit einem Pyro angefangen aber dann doch auf einen Tech gewechselt der mir deutlich mehr Spaß macht.
Flux Capacitor schrieb am
MaxDetroit hat geschrieben: ?04.05.2021 10:00 Ich spiele nebenbei mit einem weiblichen Charakter. Ich finde die Dialoge alles andere als plump, und ich mag ihre "I-dont-give-a-fuck" Attitüde schon irgendwie, der schwarze Humor in den Sidequests tut dann noch sein übriges. Ich frage mich ob das mit einem männlichen Main-Char dann anders rüberkommt, und das vielleicht den Unterschied zwischen meiner Wahrnehmung und der des Testers ausmacht.
Das dachte ich alles auch, bis ich das Spiel durch hatte. Es ist leider am Ende kein geiler B-Movie Scheiss, sondern einfach schlecht geschrieben, und das bei den wenigen Dialogen die man zu hören bekommt. Aber hey, die Action stimmt und die Story ist halbwegs interessant, ich kann da locker darüber hinweg sehen. :mrgreen:
MaxDetroit schrieb am
Ich spiele nebenbei mit einem weiblichen Charakter. Ich finde die Dialoge alles andere als plump, und ich mag ihre "I-dont-give-a-fuck" Attitüde schon irgendwie, der schwarze Humor in den Sidequests tut dann noch sein übriges. Ich frage mich ob das mit einem männlichen Main-Char dann anders rüberkommt, und das vielleicht den Unterschied zwischen meiner Wahrnehmung und der des Testers ausmacht.
schrieb am