Ride 4 - Test, Rennspiel, PlayStation 4, Xbox One

 

Test: Ride 4 (Rennspiel)

von Michael Krosta



Ride 4 (Rennspiel) von Milestone
Der Frust fährt mit...
Entwickler:
Publisher: Milestone
Release:
08.10.2020
08.10.2020
21.01.2021
07.10.2020
21.01.2021
Erhältlich: Digital (PSN, Xbox Store), Einzelhandel
Erhältlich: Digital (PSN, Xbox Store), Einzelhandel
Spielinfo Bilder Videos
Zum mittlerweile vierten Mal bietet Milestone mit Ride ein Zweirad-Pendant zu Auto-Rennspielen wie Forza Motorsport und Gran Turismo an. Wir sind für den Test einmal mehr auf den Sattel gestiegen, haben die Preisgelder fleißig in Motorräder investiert und geschaut, wie viel Spaßpotenzial in Ride 4 steckt.

Karriere bleibt dröge

Zwar gibt es das schnelle Spiel für zwischendurch, Zeitfahren & Co, doch im Zentrum steht erneut die Karriere mit ihren zahlreichen Veranstaltungen. Neben Rennen muss man dabei auch andere Herausforderungen meistern, darunter Überhol-Challenges innerhalb eines Zeitlimits oder Fahrten gegen die Uhr, die an die Streckenakklimatisierung aus den F1-Spielen von Codemasters erinnern. Allerdings müssen hier nicht nur die Tore passiert werden, sondern auch eine vorgeschriebene Mindestgeschwindigkeit erreicht werden. Ohne das Meistern einer bestimmten Lizenz oder den nötigen Punkten auf dem Konto wird man für die meisten Veranstaltungen zunächst gar nicht zugelassen. Das Freischalten der Events gehört innerhalb der dröge präsentierten Karriere also zur Hauptmotivation. Und der Weg ist lang: Startet man zu Beginn in einer von drei Regional-Ligen, führt der Weg weiter über die Welt-Liga bis hin zu den Final-Ligen. Jede von ihnen ist gefüllt mit Stationen, die neben der Standardauswahl auch noch Schaurennen, Einladungs-Events und weiterer Fahrer-Aktivitäten für die einzelnen Hersteller umfassen. Es gibt also wahnsinnig viel zu tun und einen mangelnden Umfang kann man Ride 4 sicher nicht vorwerfen, auch wenn es hinsichtlich Aufmachung und Präsentation noch sehr viel Luft nach oben gibt.

Große Auswahl

An Strecken und Events herrscht kein Mangel.
An Strecken und Events herrscht kein Mangel.
Bei vielen Events muss man das passende Zweirad in der Garage stehen haben, um teilnehmen zu dürfen. Zwar kann man durch gute Leistungen in den fordernden Tests schon mal die eine oder andere Maschine als Belohnung abstauben, doch früher oder später kommt man über den Gang zum Händler nicht herum. Die Auswahl umfasst mehr als 170 Motorräder unterschiedlicher Kategorien vom Stock-Bike bis hin zum Superbike von Herstellern wie BMW, Kawasaki, KTM, Harley-Davidson, Yamaha, Triumph, oder Suzuki. Erfreulich ist, dass sich sehr viele neue Modelle (meist aus dem Jahr 2019) darunter befinden. Erstmals ist sogar eine Endurance-Kategorie mit entsprechenden Rennen vertreten, bei denen man den Benzinverbrauch im Auge behalten und zum Boxenstopp antreten muss. Schön: Im freien Spiel darf man sich Maschinen bei den Händlern auch einfach leihen und muss nicht jede von ihnen sofort kaufen.

Setup & Tuning

Wie bei den Vorgängern darf man für Setup-Einstellungen nicht nur an der Federung und Schaltung herumbasteln, sondern mit Tuning auch die Leistung aufmöbeln. Es warten Upgrades für Motor, Auspuff, Bremsen, Federung, Kette, Felgen und Reifen, die sich auf die Werte für Beschleunigung, Höchstgeschwindigkeit, Fahrverhalten, Bremskraft und schließlich den angegebenen Leistungsindex auswirken. Wer will, darf sogar Nummernschilder, Spiegel oder Blinker abmontieren.

Eifel-Wetter am Nürburgring!
Eifel-Wetter am Nürburgring!
Auch der wahlweise männliche oder weibliche Fahrer kommt nicht zu kurz: Man kann nicht nur seinen Fahrstil festlegen, sondern ihn auch von Kopf bis Fuß mit einer großen Auswahl an Biker-Equipment wie Helmen, Anzügen und Stiefeln einkleiden. Dank des integrierten Editors kann man sich sogar selbst als Designer für Klamotten und Motorrad-Lackierungen versuchen, seine erstellten Werke mit der Community teilen oder sich selbst aus dem Pool an Inhalten bedienen.

Kommentare

NPCS_1992 schrieb am
4P|Michael hat geschrieben: ?
08.10.2020 09:25
Nun, bei den "richtigen" Simulationen wie Assetto Corsa (Competizione), iRacing, rFactor 2 und wie sie alle heißen gibt es keine Rückspulfunktion. Selbst bei Gran Turismo Sport oder Dirt Rally wird drauf verzichtet. Ein Standard ist es also noch nicht ;)
Persönlich sehe ich das als zweischneidiges Schwert: Auf der einen Seite ist da tatsächlich die Sicherheit, Fehler einfach per Knopfdruck wieder rückgängig zu machen oder sich zum Sieg zu "cheaten". Auf der anderen Seite bin ich oft froh, mich durch die Rückspulfunktion ans Limit herantasten zu können, ohne jedes Mal wieder eine komplette Runde absolvieren zu müssen, wenn ich irgendwo Mist gebaut habe... Deshalb finde ich die Funktion als Lernmittel gar nicht so übel. Und wie du schon sagst: Man muss das ja nicht nutzen und wird meist sogar mit einem höheren Preisgeld belohnt, wenn man drauf verzichtet.
Dazu kommt, dass heute ja viele Leute im Multiplayer unterwegs sind - und da wird nicht gespult. Außerdem ist es zumindest bei Forza Motorsport so, dass saubere Runden trotz langsamerer Zeit in der Rangliste höher gewertet werden als schnellere, bei denen abgekürzt oder die Rückspulfunktion verwendet wurde. Ist schon fair so.
Danke Michael!
Gaming steht allen offen und wenn sich jemand für ein Genre interessiert, in diesem aber noch keine Erfahrung sammeln konnte, bietet sich das Prinzip doch hervorragend an. Man eröffnet einer breiteren Masse an Spielern die Möglichkeit, Erfolge mit weniger Frust zwischendurch zu erleben, voranzukommen und Spaß zu haben, statt auf der Stelle zu treten und das 60, 80, 100? Spiel in die virtuelle Ecke zu feuern. Ich verstehe nicht, wie man sich ständig darüber echauffieren kann, dass Communities auseinanderbrechen, oder Spiele angeblich darunter leiden würden, wenn diese eingängiger gestaltet werden. Dabei geht es doch selten etablierten Konzepten und Schwierigkeitsgraden an den Kragen - es wird lediglich um eine Funktion für...
4P|Michael schrieb am
Nun, bei den "richtigen" Simulationen wie Assetto Corsa (Competizione), iRacing, rFactor 2 und wie sie alle heißen gibt es keine Rückspulfunktion. Selbst bei Gran Turismo Sport oder Dirt Rally wird drauf verzichtet. Ein Standard ist es also noch nicht ;)
Persönlich sehe ich das als zweischneidiges Schwert: Auf der einen Seite ist da tatsächlich die Sicherheit, Fehler einfach per Knopfdruck wieder rückgängig zu machen oder sich zum Sieg zu "cheaten". Auf der anderen Seite bin ich oft froh, mich durch die Rückspulfunktion ans Limit herantasten zu können, ohne jedes Mal wieder eine komplette Runde absolvieren zu müssen, wenn ich irgendwo Mist gebaut habe... Deshalb finde ich die Funktion als Lernmittel gar nicht so übel. Und wie du schon sagst: Man muss das ja nicht nutzen und wird meist sogar mit einem höheren Preisgeld belohnt, wenn man drauf verzichtet.
Dazu kommt, dass heute ja viele Leute im Multiplayer unterwegs sind - und da wird nicht gespult. Außerdem ist es zumindest bei Forza Motorsport so, dass saubere Runden trotz langsamerer Zeit in der Rangliste höher gewertet werden als schnellere, bei denen abgekürzt oder die Rückspulfunktion verwendet wurde. Ist schon fair so.
PfeiltastenZocker schrieb am
Leider schon wieder ein Rennspiel mit Rückspulfunktion, ich schätze mal jedes Genre hat irgendwo seine Trivialisierung was es früher oder später gekillt oder langweilig gemacht hat. Das habe ich nach Jahren der Abstinenz in MMO's gemerkt und das merke ich auch in Rennspielen.
Für mich widerspricht es komplett dem Prinzip eines Rennspiels dass man nach einer verpassten Kurve jeder Zeit einfach alles zurückdreht und das so lange macht bis man ales Sieger aus dem Rennen hervorgeht, Übung oder Talent zählt da gleich 0.
Und klar ich kann es ja nicht nutzen, aber natürlich schwebt auch ein gewisser Frust mit wenn man nur knapp 2. wurde, am Ende werden Spieler die es ehrlich spielen und nicht nutzen weder belohnt, noch die Spieler die es nutzen gestraft und wird funktioniert der auf Optimum getriebene Mensch nun mal?
Einfach nur absolut pfui und für mich eine Schande dass das jemals zum Standard wurde, gibt es überhaupt noch irgendwelche aktuellen Rennspiele die bewusst auf so eine Rennspielfunktion verzichten? Oder geht es ohne nicht mehr?
Witzigerweise ist der Fun-Racer, der von Fans realistischen Rennspielen immer belächelt wird in dem Aspekt "hardcoriger" als es realistische Rennspiele geworden sind, mir fällt jedenfalls nicht ein Funracer ein bei dem man sowas eingebaut hat.
schrieb am

Angebote

Billiger.de Angebotshinweise:

Preise können jetzt höher sein.

Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass der angegebene Preis seit der letzten Aktualisierung gestiegen sein kann, da eine Echtzeit-Aktualisierung der vorstehend angegebenen Preise technisch nicht immer möglich ist.

Der maßgebliche Verkaufspreis ist derjenige, welcher zum Zeitpunkt des Kaufs auf der Webseite des Verkäufer-Shops ausgewiesen wurde.