Brigandine: The Legend of Runersia - Test, Taktik & Strategie, PlayStation 4

 

Test: Brigandine: The Legend of Runersia (Taktik & Strategie)

von Jens Bischoff



Brigandine: The Legend of Runersia (Taktik & Strategie) von Happinet / Limited Run Games
Rundentaktik für PS4-Feldherren
Entwickler:
Release:
10.12.2020
25.06.2020
Erhältlich: Digital (PSN)
Erhältlich: Digital (Nintendo eShop), Einzelhandel
Spielinfo Bilder Videos
Mit The Legend of Runersia erschien im Juni nach zwei Jahrzehnten tatsächlich ein neues Brigandine für Nintendo Switch. Inzwischen ist das Taktik-Rollenspiel von Matrix Software und Happinet auch für PlayStation 4 erhältlich - wir haben es erneut einem Test unterzogen.

Land in Aufruhr

Im Jahr 781 steht das Fantasyreich Runersia an der Schwelle eines Krieges. Fünf Nationen und ein Stammesverbund können ihre ideologischen Differenzen nicht beilegen und bereiten sich vor, das Land gewaltsam unter einem Banner zu vereinen. Fast alle Nationen verfügen über eine magische Rüstung namens Brigandine, die einen einzigartigen Manastein beheimatet, der das jeweilige Ideal repräsentiert: Für das Königreich Norzaleo ist es die Gerechtigkeit, für die Theokratie Mana Saleesia die Heiligkeit, für den Shinobi-Stamm die Freiheit, für die Republik von Guimoule der Ruhm und für die vereinten Inseln von Mirelva das Ego, während sich das Heilige Kaiserreich Gustavo auch ohne Brigandine über Generationen hinweg behaupten konnte.

In der Kampagne gibt es sechs Fraktionen mit eigenen Anfängen, Anführern und Ereignissen.
In der Kampagne gibt es sechs Fraktionen mit eigenen Anfängen, Anführern und Ereignissen.
Als Spieler kann man sich frei für eine der sechs konkurrierenden Fraktionen entscheiden, deren Kampagnen alle individuelle Ausgangslagen, Truppenführer und Storyereignisse bereithalten. Letztere werden allerdings eher minimalistisch über reine Dialoge und nur spärlich animierte Bilder inszeniert. Die spielerischen Grundlagen werden in einer Reihe optionaler Tutorials und Situationshinweise vermittelt. Zudem kann man sich vor jedem Feldzug für einen von drei vorgegebenen Schwierigkeitsgraden entscheiden, der KI-Stärke und maximale Rundenzahl bis zur Eroberung Runersias bestimmt, oder selbst diverse Parameter festlegen. Später lässt sich auch noch ein Herausforderungsmodus freischalten, in dem man mit einer selbst zusammengestellten Führerriege in die Schlacht ziehen darf.

Zug um Zug

Der Feldzug verläuft dabei stets rundenbasiert und ist in Organisations- und Kampfphasen unterteilt. In der Organisationsphase kann man Truppen erheben, modifizieren und verschieben sowie Quests annehmen, in der Kampfphase Angriffe initiieren und anschließend ausführen. Die Schlachten sind ebenfalls rundenbasiert und finden auf Hexfeldkarten statt, auf denen zwei Kriegsparteien abwechselnd ihre Truppen dirigieren, um den gegnerischen Anführer zu bezwingen oder zum Rückzug zu bewegen. Dabei gilt es sowohl Terrainvorteile als auch elementare Stärken und Schwächen auszunutzen. Zudem können Gegner eingekesselt und durch geschicktes Stellungsspiel in ihrer Bewegungsfreiheit behindert werden.

Die territorialen Schlachten finden als rundenbasierte Hexfeld-Auseinandersetzungen statt.
Die territorialen Schlachten finden als rundenbasierte Hexfeld-Auseinandersetzungen statt.
In der Regel verfügt jede Seite über einen Anführer und zwei weitere Befehlshaber, die jeweils bis zu sechs Monstertruppen im Schlepptau haben, die alle individuell ziehen und angreifen können, aber sich nicht zu weit voneinander entfernen sollten, da sonst die Stärke abnimmt. Befindet sich ein Gegner in Reichweite, können Kampffertigkeiten oder Zauber ausgeführt werden. Während Erstere in der Regel direkt einen konventionellen Gegenangriff nach sich ziehen, kosten Zauberangriffe zwar Mana, können aber nicht erwidert werden. Zudem sind manche Attacken  nur möglich, wenn man sich zuvor nicht bewegt hat.

Kommentare

Todesglubsch schrieb am
Von den Bugs einmal abgesehen (die ich nicht beurteilen kann, da ich nur die Demo gespielt habe) stört mich ein büssken der Preis / Gegenwert.
50?
Rein digital.
Lokalisierung absolutes Mindesmaß, d.h. englische Texte, nur japanisches Audio und dieser billige "We didn't care"-Font.
Und dann heult der Entwickler vermutlich rum "Tja, sowas verkauft sich halt nicht im Westen!".
schrieb am