Dirt 5 - Test, Rennspiel, PC, PlayStation 4, Xbox One, Xbox Series X

 

Test: Dirt 5 (Arcade-Racer)

von Michael Krosta



Entwickler:
Publisher: Codemasters
Release:
06.11.2020
06.11.2020
12.11.2020
2021
06.11.2020
10.11.2020
Erhältlich: Digital (PSN, Xbox Store, Steam), Einzelhandel
Erhältlich: Digital (PSN, Xbox Store, Steam), Einzelhandel
Erhältlich: Digital (PSN, Xbox Store, Steam), Einzelhandel
Erhältlich: Digital (PSN, Xbox Store, Steam), Einzelhandel
Spielinfo Bilder Videos
Ein Hauch von Next-Gen?

Obwohl sich die Schauplätze stilistisch voneinander unterscheiden und entsprechend abwechslungsreich ausfallen, hat man innerhalb der Karriere dennoch schnell das Gefühl, dass sich die Strecken zu häufig wiederholen – was auch daran liegen mag, dass oft nur die umgekehrte Fahrtrichtung als Variante genutzt wird. Technisch springen vor allem die feinen Partikeleffekte bei Staub und aufgewirbeltem Matsch sowie die famose Beleuchtung ins Auge. Besonderes Lob verdient sich in diesem Zusammenhang auch das spektakuläre Wettersystem, das sich zusammen mit der Tageszeit sogar dynamisch verändert und vor allem bei Gewitter oder Schneestürmen für Staunen sorgt. In diesen Momenten weht tatsächlich ein Hauch von Next-Gen über den Bildschirm, wobei Dirt 5 nicht nur auf der Series X, sondern auch der PS4, One X und dem PC eine gute Figur macht.

Allerdings erfordert die visuelle Pracht einen hohen Tribut, bei dem die Engine auf allen Plattformen an ihre Grenzen stößt. Zwar hat man auf den Konsolen (PS4 Pro, One X, Series X) die Wahl, ob man Auflösung oder Bildrate bevorzugen möchte, aber ganz reibungslos und ohne Kompromisse scheint es nicht zu gehen. Selbst die Series X kommt vereinzelt ins Straucheln, wenn sich im Qualitätsmodus zu viele Fahrzeuge und Grafikeffekte auf dem Bildschirm tummeln, während man auf der PS4 Pro die Vorteile einer hohe Bildrate mit häufigem und heftigem Tearing bezahlt. Zusätzlich ploppen in der Distanz plötzlich Objekte, Schatten und sogar komplette Bodentexturen ins Bild. Auf der One X gibt es in diesem Modus zwar V-Sync (und damit kein Tearing), doch kommt es im Gegenzug zu vereinzelten Einbrüchen bei der Bildrate, die man im Qualitätsmodus plattformübergreifend zudem beobachten kann. Den besten Eindruck hinterlässt technisch der Performance-Modus auf der Series X: Zwar muss man ebenfalls ein paar Abstriche bei Texturen, Schatten und Zeichentiefe in Kauf nehmen, erhält aber dennoch die beste Kombination aus Bildqualität und flüssiger Darstellung. Ist die nötige TV-Ausstattung vorhanden, bietet die Next-Gen-Fassung außerdem einen zusätzlichen Grafikmodus, der eine Bildrate mit 120fps erlaubt.

PC? Ausbaufähig!

Bei Pathfinder kämpft man im Stil von Overpass gegen die Uhr und bahnt sich einen Weg durch schroffes Gelände.
Bei Pathfinder kämpft man im Stil von Overpass gegen die Uhr und bahnt sich einen Weg durch schroffes Gelände.
Die PC-Version von DiRT 5 könnte dagegen noch weitere Performance-Optimierungen vertragen, da die Bildwiederholrate sogar auf absoluten High-End-Systemen zu niedrig ist - vor allem im Vergleich zu Forza Horizon 4 oder F1 2020. Käufer der Amplified Edition, die schon drei Tage vor Release loslegen durften, berichteten auf Steam vor allem von Performance-Problemen, Abstürzen und seltsamen fps-Einbrüchen. Einen Teil dieser Probleme hat Codemasters mit einem Patch in Angriff genommen. Kurios sind aber noch immer die unzureichenden und seltsam benannten Grafikoptionen, da z.B. die "History-Auflösung", gemeint ist TAA als "temporale Kantenglättung", gar nicht deaktiviert werden kann. Es besteht TAA-Zwang, der stellenweise auf Kosten der Bildschärfe geht. Immerhin können mittlerweile V-Sync aktiviert und die dynamische Auflösung ganz abgeschaltet werden. Konkrete Einstellungsmöglichkeiten für Auflösung oder die gewünschte Bildwiederholrate gibt es übrigens gar nicht. Hier fehlt es schlichtweg an den Optionen, die nahezu alle anderen Rennspiele auf dem PC bieten.

Simple Fahrphysik

Sieht cool aus, aber steuert sich wie die Hölle:
Sieht cool aus, aber steuert sich wie die Hölle: der Jupiter Hawk 10.
Bei der Fahrphysik setzt Codemasters voll auf die Arcade-Karte: Zwar kann man sich mit Hilfen wie ABS, Traktions- und Stabilitätskontrolle noch weiter unter die Arme greifen lassen, doch generell verhalten sich die meisten Fahrzeuge innerhalb des breit gefächerten Fuhrparks mit seinen zehn Klassen sehr gutmütig und Handbremsen-Drifts lassen sich genauso einfach meistern wie Sprungeinlagen oder die kontaktfreudigen Positionsduelle. Mit Faktoren wie Setup oder Tuning muss man sich hier genauso wenig auseinandersetzen wie einem Schadensmodell, das sich nur auf ein paar sichtbare Beulen beschränkt, das Fahrverhalten aber keineswegs beeinflusst. Damit tendiert DiRT 5 jetzt deutlich mehr in die Richtung eines Sega Rally und liefert dank der reaktionsfreudigen Steuerung einen ähnlich unkomplizierten Fahrspaß. Den darf man allerdings nur mit dem Controller erleben, da kurioserweise bisher keine Lenkräder unterstützt werden. Dank Impulse Trigger verzeichnen Xbox-Piloten den üblichen Vorteil gegenüber PS4-Rasern. Spannend wird noch, wie sich der DualSense der PS5 im Vergleich schlagen wird.

Kommentare

MikeimInternet schrieb am
hA1Nz hat geschrieben: ?10.03.2021 08:30
MikeimInternet hat geschrieben: ?09.03.2021 12:01 Ich habe mir das Spiel kürzlich für die PS5 besorgt und nach den ganzen Updates läuft es wirklich sehr sauber.
Also das kann ich nicht bestätigen.
Zuletzt vor einer Woche gespielt und habe teilweise immer noch deutlich sehbares Ruckeln.
Ich mag so "Just for Fun" Racer sehr gerne aber permanentes Ruckeln nimmt mir etwas den Spaß daran.
Ja, Ruckeln kommt vor, aber ist gewiss kein Dauerzustand.
hA1Nz schrieb am
MikeimInternet hat geschrieben: ?09.03.2021 12:01 Ich habe mir das Spiel kürzlich für die PS5 besorgt und nach den ganzen Updates läuft es wirklich sehr sauber.
Also das kann ich nicht bestätigen.
Zuletzt vor einer Woche gespielt und habe teilweise immer noch deutlich sehbares Ruckeln.
Ich mag so "Just for Fun" Racer sehr gerne aber permanentes Ruckeln nimmt mir etwas den Spaß daran.
MikeimInternet schrieb am
@Leon-x
Ja, oder Codemasters fügt bei Dirt 5 einfach nachträglich noch einen weiteren S-Grad hinzu. Mal'ne Mail schreiben. :P
Leon-x schrieb am
MikeimInternet hat geschrieben: ?10.03.2021 06:58 sich bei normalen Kampagnen Rennen (2-3 Runden) normaler anfühlenden S-Grad hat als Dirt 5, oder nicht ?
Kann man sicherlich. Hast recht. Wobei Dirt 5 ja reiner Arcade-Racer ist wie Teil 1 bis 3 und GT ja Semi-Sim. Wäre ja schlimm wenn die KI gleich wäre bei dem leicht unterschiedlichem Ansatz.
Kenne auch kaum einen Arcade-Racer wo KI mal nicht seltsam fährt.
Dirt 4 und Dirt Rally 1 bis 2 sind dann wieder was anderes. Zumindest wenn man es mit den Rally Cross Events direkt gegen die KI vergleicht.
Dirt 5 kannst halt daher in erster Linie mit Grid, DriveClub, Motorstorm usw auf Ebene stellen. GT ist eher die Richtung Forza.
Grundsätzlich wäre mal Arcade-Racer der nicht ausfallende KI oder Übermächtige, durch zu starkes Gummiband, hat mal interessant.
MikeimInternet schrieb am
Leon-x hat geschrieben: ?09.03.2021 16:01
MikeimInternet hat geschrieben: ?09.03.2021 12:01
Um einen Vergleich zu Gran Turismo Sport herzustellen: Dort brauche ich auf dem höchsten S - Grad
( dort "schwer" ) regelmäßig einige Versuche um den ersten Platz zu erreichen - man muss dort um jeden Meter und Position kämpfen und manchmal fahre ich auch nur auf "normal" weil die K.I so stark ist.
Den Schwierigkeitsgrad hat Codemasters bei Dirt 5 also komplett vergeigt !
Naja, wo ist denn GT Sport eigentlich schwierig? Schwierigkeitsgrad "Profi" ist nur so wild wie "Durchschnitt" oder "Sehr Erfahren" von Forza.
Einzige wenn man Windschatten-Boost anlässt zieht halt das Gummiband-Effekt stark an. Fahren die Gegner über die Verhälnisse der Karren unterm Hintern. Solche Zweikämpfe wo KI sehr offensichtlich Vorteile bekommt finde ich langweil7g. War schon bei DriveClub nervig wo jeder Mini 300km/h Spitze von der KI fährt.
Ware KI "Stärke" ist wenn man im Custom Rennen den Windschatten-Boost deaktiviert in GT. Wenn man ab 6-7 Runden eingestellt hat holt man Führendem immer ein. Die sind in GT Sport wie durch Script immer gleichen Fahrzeuge. Schon mal in einem GT3 Rennen wen Anderes als beiden BMW M6 Vorn gesehen gefolgt vom Nissan GT3? Ich nicht.^^
Dirt 5 wird auch nur bisschen schwierig wenn man alle Fahrhilfen deaktiviert und reinen Recktriebler hat. Auf der PS5 ist mir aber aufgefallen dass Gegner in einer Kurve schon mal zurückversetzt werden. Man selber auch wenn man manche Kurven sehr eng nimmt. Seltsamerweise kann man auf der Xbox und PC Version die selben Kurven enger nehmen ohne dass was passiert. Scheint irgendwas in der Playstation-Fassung anders eingestellt.

6-7 Runden Rennen bin ich bei GT Sport noch nicht gefahren also glaube ich dir das einfach ;) Ohne jetzt aber zu sehr ins Detail zu gehen, kann man aber doch festhalten, dass GT Sport einen vernünftigeren, sich bei normalen Kampagnen Rennen (2-3 Runden) normaler anfühlenden S-Grad hat als Dirt 5, oder nicht ?
schrieb am