Scarlet Nexus - Test, Rollenspiel, PC, Xbox One, Xbox Series X, PlayStation 5, PlayStation 4

 

Test: Scarlet Nexus (Rollenspiel)

von Matthias Schmid



Release:
25.06.2021
25.06.2021
25.06.2021
25.06.2021
25.06.2021
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Worum geht’s?

Im futuristisch angehauchten Szenario der Welt New Himuka sind Bevölkerung und Regierung neuronal vernetzt, gleichzeitig kämpfen geistig besonders begabte Menschen im Dienste der Öffentlichkeit gegen die sogenannten "Anderen" - das sind groteske Mischwesen, die die Welt an immer unterschiedlichen Stellen heimsuchen und sich von den Gehirnen der Menschen ernähren. Kasane oder Yuito sind Kadetten in dieser Begabten-Armee, rutschen aber durch sich überschlagende Ereignisse aus der dritten Riege gleich ins erste Glied - und kämpfen zusammen mit illustren Generälen gegen die unheimlichen Bedrohung. Viele wilde Dinge geschehen oder werden angerissen - es geht um staatliche Überwachung und die Rolle der Medien, geheime Gen-Experimente und moralisch verwerfliche Forschung, dazu gesellen sich die Problemchen und Vorlieben der pubertierenden Protagonisten. Mal plaudert man mit einem Superkämpfer, der aussieht wie ein dünner, zwölfjähriger Bub über dessen beinhartes Fitnesstraining, an anderer Stelle ist die gesamte Truppe entsetzt, wenn einer der ihren aus dem Leben gerissen oder in ein haarsträubendes Monster verwandelt wird. Es gibt Wendungen im Akkordtempo und auch ein paar dämliche Protagonisten, gleichzeitig ist die einfallsreiche Geschichte aber eine stete Quelle der Motivation und man möchte wissen, wie sich das komplexe Beziehungsgeflecht entwickelt; da hilft es übrigens nicht, dass das Spiel mit japanischen Namen nur so um sich wirft und schon mal ein Anime-Mädel ex Machina auftaucht, um die Verwirrrung zu komplettieren.

Sieht geil aus, oder? Leider ist man nur sehr selten in so cool modellierter Arealen der Spielwelt unterwegs.
Sieht geil aus, oder? Leider ist man nur sehr selten in so cool modellierten Arealen der Spielwelt unterwegs.
Mithilfe einer Gehirnkarte (ein Art Talentbaum) investiert man Erfahrungspunkte ins Freischalten und Verbessern der eigenen Kampffähigkeiten - ein Klassensystem oder ein echte spürbare Weiterentwicklung der Figuren gibt es aber nicht. Man kann mitunter auswählen, welche Mitstreiter auf die nächste Mission gehen und auch deren taktische Vorgehensweise im Kampf festlegen - richtig wichtig wird das allerdings nur auf den höheren Schwierigkeitsgraden. Wer zwischen den Missionen im Unterschlupf nicht nur plaudert, verkauft oder konfiguriert, sondern seinen Kollegen auch Geschenke macht und kleine „Vertrauens-Episoden“ erledigt (was meist nur Einzelgespräche sind), der vertieft seine Bindungen und freut sich im Kampf über deren verbesserte Fähigkeiten.

Nah- & Fernkampf

Let
Let's Fight! Die Kämpfe gegen die "Anderen" sind das, was Scarlet Nexus über viele andere Action-Rollenspiele erhebt - die steuern sich klasse und sehen fetzig aus.
Außerhalb eures Verstecks gibt es nur sehr wenige, halb-offene Areale, wo mal nicht gekämpft wird und man in einer Seitengasse ein Medipack findet, NPCs bedeutlungsloses Blabla entlockt oder beim Händler shoppen bzw. speichern kann - zum Teil sind diese Bereiche wirklich toll inszeniert, die wenigen begehbaren Straßenzüge der Hauptstadt sehen zum Teil super aus. Auch innerhalb eines scheinbar verlassenen Krankenhauses oder auf der überwucherten Autobahn existieren sehr ansehnliche Orte - immer dann, wenn sich das Entwicklerteam Mühe gegeben hat, die ansonsten herrschende Leere mit vielen kleinen Objekten oder schmückendem Krimskram zu vertreiben. Gleichzeitig gibt es aber viele schmucklose Korridore, verwaiste Baustellen oder eisige Einöden, die als Hintergründe für Kämpfe in Ordnung gehen, aber keinerlei optische Reize bieten oder zum Erkunden einladen.
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Kommentare

History Eraser schrieb am
Die Story scheint erstmal wie nen Mix aus Matrix und Cells at Work und das Intro sah nach Persona 5 aus.
Eurotrance der zu Dubstep wechselt, währen man in einer Nier Automata ähnlichen Kulisse rausgeworfen wird?
Haha, bin absolut ahnungslos in das Spiel rein und Krampf mich noch durch das Tutorial bzw bin ich "schon" in der Stadt angekommen. Das Kampfsystem und die Technik allgemein können sich zwar sehen lassen, aber eigentlich bin ich gerade hier hergekommen um mir nen schönen Veriss abzuholen.
Jetzt bin ich neugierig und les erstmal, ob es vllt doch was für mich sein könnte.
Some Guy schrieb am
Mir macht's nach jetzt etwa 12 Stunden auch echt Laune, sehr schöne neue IP. Persona meets NieR gefühlt. Bei dem Kampfsystem hatte ich erst befürchtet, dass mir das alles zu kompliziert wird mit den unzähligen Kombinationsmöglichkeiten, aber das geht erstaunlich schnell ins Blut über und man kommt sich richtig clever vor wenn man die ganzen Fähigkeiten verkettet. Als VN-Fan hab ich auch kein Problem mit den "starren Zwischensequenzen" und freu mich einfach über die Abwechslung.
Etwas störend finde ich aber das Tempo der Geschichte muss ich sagen - es geht ja direkt Schlag auf Schlag los und das steht krass im Kontrast zum Aufbau der Charaktere für meinen Geschmack. Es wirkt einfach lächerlich wenn man mit anderen Charakteren offiziell verfeindet ist und die dann nach einem Kampf um Leben und Tod einen ins Café einladen um ein bisschen zu schnacken und sich Sorgen um Freunde im "feindlichen Lager" zu machen. Das zieht alles ein wenig ins Lächerliche und es steht gefühlt einfach nichts auf dem Spiel entgegen der Darstellung der Geschichte. Wenn dieser Freundschaftsaufbau sein sollte hätte man das Spiel dann vielleicht doch etwas gemächlicher aufsetzen müssten.
Gleichzeitig sind die Charaktere zwar optisch super, aber doch ein wenig stark auf ihren Stereotypen bzw. ein einzelnes Thema fokussiert. Am allerschlimmsten find ich da bisher Gemma mit seinem ständigen "ich bin zu alt" - wie langweilig kann man einen Charakter denn bitte schreiben? Generell verstehe ich den Ansatz schon weil die Freundschaftsdialoge insgesamt doch recht knapp sind und ein zentrales Thema immer gut ist, um eine bunte Truppe zu haben. Trotzdem kommt mir das hier deutlich negativer vor als z.B. in Persona.
Für ultrawide-Spieler auch hier die Warnung: Es ist Bandai Namco, sprich der support ist nichtexistent. Im Gegensatz zu Tsubasa hat man hier immerhin Vanilla aber nur Balken an den Seiten statt einem gestreckten Bild. Dank Unreal Engine kann man auch mit einem Hex-Editor ein paar Werte...
schrieb am

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