Scarlet Nexus - Test, Rollenspiel, PC, Xbox One, Xbox Series X, PlayStation 5, PlayStation 4

 

Test: Scarlet Nexus (Rollenspiel)

von Matthias Schmid



Release:
25.06.2021
25.06.2021
25.06.2021
25.06.2021
25.06.2021
Jetzt kaufen
ab 42,49€

ab 36,95€
Spielinfo Bilder Videos
Dafür knallen die Kämpfe, aber mal so wirklich: Mein Yuito teilt mit zweierlei Schwertstreichen aus und wirbelt seine Feinde, fast ein bisschen wie Dante, sogar in die Luft, um dann mit einem Hieb herabzusausen. Man kann einen harten Schlag aufladen oder anvisierte Feinde auf Knopfdruck durchwechseln. Mittels rechter Schultertaste kommt ein wichtiges Feature ins Spiel: So hebt man einen der vielen herumstehenden Gegenstände (Mülltonne, Statue, Auto, etc.) in die Luft und schleudert sie auf den Feind - das Anvisieren klappt prima und auch das Kombinieren mit Nahkampfattacken geht bald gut von der Hand. Man muss die dafür nötige Gedanken-Energie zwar immer wieder mit Schwertstreichen aufladen, nervig wird das daraus entstehende Alternieren der Angriffe aber nie. Etwas mehr Energie kosten Telekinese-Manöver mit der linken Schultertaste, dann kracht aber meist etwas besonders Gewichtiges auf den Feind, dessen Wirkung Yuito durch einen Quick-Time-Event verstärken kann. Hat man die gelbe Crush-Leiste eines Feindes (unter dessen Lebensenergie) geleert, kann die eigene Spielfigur mittel L2-Taste eine sehenswerten Finishing Move vom Stapel lassen.

Brain-Power

Die Hirnkarte - hier kauft man mittels Erfahrungspunkten neue Fähigkeiten für seine Spielfigur.
Die Hirnkarte - hier kauft man mittels Erfahrungspunkten neue Fähigkeiten für seine Spielfigur.
Doch das ist längst nicht alles: Wer gut und kombolastig kämpft, füllt seine „Gehirnantriebs“-Leiste immer wieder auf, dann klappt eure Figur selbstständig eine Art Cybervisier vors Gesicht und kann für einige Sekunden besonders stark zuschlagen. Hat man die nötige Energie für das „Gehirnfeld“ aufgeladen, darf dieses via L3+R3 ausgelöst werden: Dann wird das komplette Bild von einer Neon-Sicht überlagert und euer Charakter fegt mit wuchtigen Spezialmanövern übers Schlachtfeld - vor allem bei den Bosskämpfen (zum Teil sind das auch menschliche Feinde) ist dies enorm hilfreich. Zwischendurch wirft man per Steuerkreuz ein paar Booster oder Medipacks ein und hat stets seine Teamkollegen im Blick. Denn die kämpfen nicht nur selbstständig mit, sondern hab zwei weitere Hilfs-Systeme für euch: Mittels „Kombovision“ (L1 + Actiontaste) leiht man sich eine Spezialattacke aus und attackiert Feinde punktgenau. Wichtiger sind aber die temporären Verbesserungen, die man von seinen Freunden per R1 + Actiontaste bekommt - die Cooldown-Phasen sind angenehm kurz und die Wirkungen vielfältig wie praktisch: Mittels „Sklerokinese“ härtet man z.B. seinen Körper, so verursachen feindliche Attacken kurzzeitig keinen Schaden. Andere Helferlein sind ein Feuerbuff für alle Angriffe, ein Telekinese-Verstärker, Charakter-Verdopplung, Supergeschwindigkeit, Teleportationsmanöver oder eine besondere Sicht, die unsichtbare Feinde enttarnt.

Wer sein "Gehirnfeld" aktiviert, wechselt zu dieser sehenswerten Paralleldimension, wo Yuito bzw. Kasane besondern kraftvoll zuhauen.
Wer sein "Gehirnfeld" aktiviert, wechselt zu dieser sehenswerten Paralleldimension, wo Yuito bzw. Kasane besondern kraftvoll zuhauen.
Je nach Figur und begleitenden NPCs sind nicht all diese Fähigkeiten ständig an eurer Seite, doch durch die große Variabilität ergeben sich im Spielverlauf immer neue Möglichkeiten - und zusammen mit der anfänglichen Wahl der Hauptfigur ein nicht zu unterschätzender Wiederspielwert. Abseits der Auseinandersetzungen (meist mit den „Anderen“, manchmal mit Menschen) bieten die Areale wenig Inhalt. Mal muss fürs Weiterkommen eine Schlüsselkarte gefunden werden, mal verstecken sich in den verzweigten Treppenhäusern und Gewölben ein paar hilfreiche Heilitems - ein paar interessante NPCs mit Nebenaufträgen oder optionale Bereiche mit Geheimnissen hätten dem Spielverlauf aber gutgetan. Auf lange Sicht hin muss sich auch der gleichförmige Wechsel zwischen Teambuilding-Plaudereien im Versteck und den Actiomissionen Kritik gefallen lassen. Übrigens lassen sich alle Dialoge auf Knopfdruck schon beim ersten Durchlauf überspringen - wer sich Scarlet Nexus also allein wegen der Action holt, kann sämtlichen Storyballast abschütteln, wenngleich ich dazu nicht raten würde.
Scarlet Nexus ab 36,95€ bei kaufen

Kommentare

History Eraser schrieb am
Die Story scheint erstmal wie nen Mix aus Matrix und Cells at Work und das Intro sah nach Persona 5 aus.
Eurotrance der zu Dubstep wechselt, währen man in einer Nier Automata ähnlichen Kulisse rausgeworfen wird?
Haha, bin absolut ahnungslos in das Spiel rein und Krampf mich noch durch das Tutorial bzw bin ich "schon" in der Stadt angekommen. Das Kampfsystem und die Technik allgemein können sich zwar sehen lassen, aber eigentlich bin ich gerade hier hergekommen um mir nen schönen Veriss abzuholen.
Jetzt bin ich neugierig und les erstmal, ob es vllt doch was für mich sein könnte.
Some Guy schrieb am
Mir macht's nach jetzt etwa 12 Stunden auch echt Laune, sehr schöne neue IP. Persona meets NieR gefühlt. Bei dem Kampfsystem hatte ich erst befürchtet, dass mir das alles zu kompliziert wird mit den unzähligen Kombinationsmöglichkeiten, aber das geht erstaunlich schnell ins Blut über und man kommt sich richtig clever vor wenn man die ganzen Fähigkeiten verkettet. Als VN-Fan hab ich auch kein Problem mit den "starren Zwischensequenzen" und freu mich einfach über die Abwechslung.
Etwas störend finde ich aber das Tempo der Geschichte muss ich sagen - es geht ja direkt Schlag auf Schlag los und das steht krass im Kontrast zum Aufbau der Charaktere für meinen Geschmack. Es wirkt einfach lächerlich wenn man mit anderen Charakteren offiziell verfeindet ist und die dann nach einem Kampf um Leben und Tod einen ins Café einladen um ein bisschen zu schnacken und sich Sorgen um Freunde im "feindlichen Lager" zu machen. Das zieht alles ein wenig ins Lächerliche und es steht gefühlt einfach nichts auf dem Spiel entgegen der Darstellung der Geschichte. Wenn dieser Freundschaftsaufbau sein sollte hätte man das Spiel dann vielleicht doch etwas gemächlicher aufsetzen müssten.
Gleichzeitig sind die Charaktere zwar optisch super, aber doch ein wenig stark auf ihren Stereotypen bzw. ein einzelnes Thema fokussiert. Am allerschlimmsten find ich da bisher Gemma mit seinem ständigen "ich bin zu alt" - wie langweilig kann man einen Charakter denn bitte schreiben? Generell verstehe ich den Ansatz schon weil die Freundschaftsdialoge insgesamt doch recht knapp sind und ein zentrales Thema immer gut ist, um eine bunte Truppe zu haben. Trotzdem kommt mir das hier deutlich negativer vor als z.B. in Persona.
Für ultrawide-Spieler auch hier die Warnung: Es ist Bandai Namco, sprich der support ist nichtexistent. Im Gegensatz zu Tsubasa hat man hier immerhin Vanilla aber nur Balken an den Seiten statt einem gestreckten Bild. Dank Unreal Engine kann man auch mit einem Hex-Editor ein paar Werte...
schrieb am

Scarlet Nexus
Ab 42.49€
Jetzt kaufen