Far Cry 6 - Test, Shooter, PC, PlayStation 4, PlayStation 5, Xbox One, Xbox Series X

 

Test: Far Cry 6 (Shooter)

von Marcel Kleffmann



Entwickler:
Publisher: Ubisoft
Release:
07.10.2021
07.10.2021
07.10.2021
07.10.2021
07.10.2021
07.10.2021
Jetzt kaufen
ab 54,99€
Spielinfo Bilder Videos
Seichte Treffer

Als arcadelastiger Shooter reiht sich Far Cry 6 ohne Probleme in die Riege seiner Vorgänger ein. Die meisten Knarren fühlen sich mächtig wuchtig an. Gleiches gilt für selbst eingesteckte Treffer. Das Treffer-Feedback bei den Gegnern hat wie bei New Dawn schon Luft nach oben, obwohl es akustische und visuelle Treffermarker gibt, jedoch kaum klare Animationen. Vor allem Tiere wirken wie Kugelschwämme, die keinerlei Reaktionen außer einem Flucht- bzw. Angriffsreflex zeigen. Wesentlich reaktiver zeigt sich da die Vegetation, die überraschend schnell Feuer fängt.

Ausrüstung sammeln und Ränge aufsteigen

Und ja, es gibt auch leichte Rollenspiel-Elemente im Spiel. Die Gegner haben bestimmte Stufen und anhand dieses Levelsystems wird der Weg mehr oder wenig aufgezeigt, den man gehen soll – und selbst hochstufige Gegner kann man mit Kopfschüssen ausschalten, sofern man den Helm durchsiebt und auf den richtigen Munitionstyp setzt. Den eigenen Guerilla-Rang erhöht man mit nahezu allen Aktivitäten gegen das Regime, wodurch neue Waffen und Ausrüstungsgegenstände in den Shops freigeschaltet werden. Skillpunkte oder einen Fertigkeitsbaum gibt es hingegen nicht. Stattdessen hängt die Kampfstärke von den fünf Ausrüstungsgegenständen und stärker von den Waffen ab.

Fahrzeug-MG vs. überraschte Gegner.
Fahrzeug-MG vs. überraschte Gegner.
Auf Helm, Handschuh, Schuhe & Co. (samt Setsystem) befinden sich zwar keine Werte oder Attribute, aber Bonuseffekte wie Schneller-Laufen, größere Munitionskapazität, höhere Verteidigungswertung oder ein eingebauter Feuerlöscher. Viel wichtiger sind die Schießeisen, die sich in Standard-Knarren, Impro-Waffen und Supremo-Rucksäcke unterteilen. Impro-Waffen sind verrückte Waffensysteme wie ein CD-Werfer, eine Nagelknarre oder eine Feuerwerksbatterie. Supremo-Rucksäcke sind ultimative Fertigkeiten, die aufgeladen werden müssen und z.B. eine Raketensalve auf die Gegner niederprasseln lassen oder einen EMP auslösen. Die normalen Waffen lassen sich mit Aufsätzen, Munitionstyp usw. modifizieren, meist benötigt man dafür Crafting-Materialien, die reichlich in der Welt herumliegen. Zudem lassen sie sich mit Skins und Talismanen verzieren. Einzigartige Waffen, die man in der Spielwelt irgendwo findet, kommen übrigens mit einen festen Set aus Modifikationen daher. Im Prinzip kann und soll man Ausrüstung, Waffe und vor allem Munitionstyp an die anstehende Mission anpassen - getreu dem Motto “die richtige Ausrüstung für den richtigen Zweck”.

Waffen, Ausrüstung, Sterne als Qualitätssystem und das Plündern von möglichst vielen Kisten erinnert schwer an Ghost Recon Breakpoint. Ach ja und tierische Begleiter von einem Krokodil über einen Kampfhahn und Hunde dürfen nicht fehlen, können aber auch zuhause gelassen werden.

Enttäuschender Koop-Modus
Die Nagel-Knarre klingt nicht nur fies ...
Die Nagel-Knarre klingt nicht nur fies ...

Etwas enttäuschend ist hingegen der Koop-Modus (nur online) für zwei Spieler, da der Spielfortschritt ausschließlich vom Host bestimmt wird. Im Prinzip kann man alles gemeinsam machen, jedoch bekommt der Mitspieler keinen Story-Fortschritt in seiner Partie - nur der Host hat den Speicherstand. Immerhin darf man als Koop-Mitspieler die gefundene Ausrüstung und Erfahrung behalten. Diese Einschränkung wirkt jedoch wie aus der Zeit gefallen. Abseits des Koop-Modus gibt es keinen weiteren Mehrspieler-Modus; der Arcade-Modus (Editor) aus Far Cry 5 fehlt ebenfalls komplett.
Far Cry 6 ab 54,99€ bei kaufen

Kommentare

Temeter  schrieb am
str.scrm hat geschrieben: ?14.10.2021 08:31natürlich gibt's keinen Oscar dafür, aber weder damals noch heute erwarte ich von Spielen das Rad neu zu erfinden und sowohl damals als auch heute schaffen es manch Spiele trotzdem
Far Cry wird wohl nie dazugehören, aber 2 und 3 waren für mich bis heute einfach einmalig in mancherlei Hinsicht
ich bin mit dem 6er noch nicht durch, aber jede Castillo Szene fande ich bis jetzt großartig
Vaas hatte deutlich zu wenig Screentime ja, aber das Spiel war auch erheblich kürzer und abseits von ihm fande ich auch den Doktor, Hoyt und Sam klasse - die Szene als man seinen Bruder verprügeln muss um nicht aufzufliegen - das hat bei mir damals einfach alles voll gezündet und bis heute hat es sich nicht geändert, auch ohne Nostalgiebrille, da ich es noch hin und wieder spiele :)
Also für mich hatten die Far Cry 3+ Bösewichte schon immer überzogenes B-Movie flair. Die wirst gefangengenommen, und dann gibts ne ordentlich theatralische Szene, die zeigt, wie bekloppt die Typen sind. Ist fast wie eine erzwungene Casting-Show, wo sie 5 Minuten so richtig zeigen dürfen, wo es an Tassen im Schrank mangelt.
Sicher, das mag Spaß machen, und überhaupt Flair zu haben ist bereits ein Gewinn für AAA-Titel, aber als großartig würde ich das nicht bezeichnen.
Da fand ich nen Heath Leadger-Joker viel überzeugender.
JuJuManiac schrieb am
Habe jetzt 30 Stunden im Spiel und gut die Hälfte davon im Coop. Hier ist meine total subjektive Pro- und Contra Liste für alle Interessierten:
Pro:
- Die Story ist WEITAUS besser als in Far Cry 5. Ich habe es gehasst, dass mir ständig absoluter Müll ins Gesicht gepredigt wurde und der Protagonist das wortlos über sich ergehen lässt. Dani ist jetzt zwar auch kein tiefer Charakter, aber wenigstens spricht sie und die Story macht weitestgehend Sinn.
- Die Grafik der Umgebung und der Welt ist einfach nur total geil. Für Grafikhuren wie mich einfach traumhaft.
- Der Coop funktioniert bis auf einige Seltsamkeiten und Glitche (Kram wie: ich sehe im Camp andere Klamotten an mir, als die die ich anhabe und mein Coop Partner sieht die richtigen an mir) tadellos und macht sehr viel Spaß.
- Das Waffenhandling ist fein und die Knarren sehen toll aus
- Das Fahrzeughandling ist völlig ok, die neuen Fahrzeuge wie der Buggy, der mit Gleitschirm fliegen kann, finde ich toll
- Gegnerische Camps sind nicht alle so klein wie in FC 5, sondern auch mal eine riesige Ölbohrplattform, wo man sich erstmal drüber kämpfen bzw schleichen muss.
- Die Gefechte sind gefühlt intensiver, als in FC5.
- Der Sammelkram und das "abarbeiten" von Stützpunkten, Straßensperren etc. fühlt sich irgendwie deutlich weniger generisch an, als in FC 3 oder 5 (4habe ich nicht gespielt).
- Der beste, stimmigste und charismatischste Bösewicht bisher, dessen Auftritte immer ein Höhepunkt sind. (dessen Gesichtsanimation allerdings besser sein könnte und der etwas wenig genutzt wird bisher. Von den Seeds hatte ich bereits nach dem Intro in FC5 die Schnauze voll und stöhnte immer vor Leid, wenn ich mir da wieder einen Sermon anhören musste.)
- Die Musik im Auto und die sammelbaren Lieder (18 Stück) sind größtenteils sehr cool und machen Südsee-Stimmung, vor allem wenn der eigene Char das Lied mitsingt.
Con:
- Die Grafik der Kleidung ist von 1999 und der widerliche Dreck auf der Haut des Protagonisten ist ekelhaft. Als Grafikhure...
Maschinenkopf schrieb am
Ich hab und werde wohl FC6 nicht zocken, aber ich hoffe nur, Ubi verbrennt den Charakter von Castillo nicht wieder in so einer dämlichen Szene wie mit Vaas. Es wäre Ubi zuzutrauen, nichts gelernt zu haben daraus.
str.scrm schrieb am
Maschinenkopf hat geschrieben: ?13.10.2021 23:15
str.scrm hat geschrieben: ?12.10.2021 19:25
Temeter  hat geschrieben: ?12.10.2021 18:18
Die Leute können spielen was sie wollen, aber wenn du seelenlose Fließbandproduktionen wie Meisterwerke beschreibst, und den totalen Mangel an Inspiration schönredest, dann gehst du das Risiko von Gegenkommentaren ein.
ich beschreibe Far Cry Titel nicht als Meisterwerk, ich erwähne lediglich die tolle Performance mancher Antagonisten
die Art wie Vaas den Wahnsinn personifiziert hat war einmalig, trotz des 0815 Gameplays drum herum
(englische Version)
und auch im 6er ist die schauspielerische Leistung des Kontrahenten tadellos
was da letztendlich für eine Story drauß gestrickt wird und wie sich das Spiel abseits dessen präsentiert, ist hier Nebensache - Giancarlo Esposito macht bisher einen wahnsinns Auftritt
Besser wirf FC3 nochmal an: Vaas kommt in Wahrheit nur in sehr wenigen Cutszenen vor und der Bosskampf gegen ihn, wenn man das überhaupt so nennen will, war nun wirklich abgrundtief schlecht. Er hatte Potenzial, aber daraus hat man nichts gemacht.
natürlich gibt's keinen Oscar dafür, aber weder damals noch heute erwarte ich von Spielen das Rad neu zu erfinden und sowohl damals als auch heute schaffen es manch Spiele trotzdem
Far Cry wird wohl nie dazugehören, aber 2 und 3 waren für mich bis heute einfach einmalig in mancherlei Hinsicht
ich bin mit dem 6er noch nicht durch, aber jede Castillo Szene fande ich bis jetzt großartig
Vaas hatte deutlich zu wenig Screentime ja, aber das Spiel war auch erheblich kürzer und abseits von ihm fande ich auch den Doktor, Hoyt und Sam klasse - die Szene als man seinen Bruder verprügeln muss um nicht aufzufliegen - das hat bei mir damals einfach alles voll gezündet und bis heute hat es sich nicht geändert, auch ohne Nostalgiebrille, da ich es noch hin und wieder spiele :)
Maschinenkopf schrieb am
str.scrm hat geschrieben: ?12.10.2021 19:25
Temeter  hat geschrieben: ?12.10.2021 18:18
str.scrm hat geschrieben: ?12.10.2021 12:24also zwischen dem ganzen Gehate lese ich jetzt heraus, dass du entscheidest was gut ist und was nicht und was die Leute spielen sollen :o
Die Leute können spielen was sie wollen, aber wenn du seelenlose Fließbandproduktionen wie Meisterwerke beschreibst, und den totalen Mangel an Inspiration schönredest, dann gehst du das Risiko von Gegenkommentaren ein.
ich beschreibe Far Cry Titel nicht als Meisterwerk, ich erwähne lediglich die tolle Performance mancher Antagonisten
die Art wie Vaas den Wahnsinn personifiziert hat war einmalig, trotz des 0815 Gameplays drum herum
(englische Version)
und auch im 6er ist die schauspielerische Leistung des Kontrahenten tadellos
was da letztendlich für eine Story drauß gestrickt wird und wie sich das Spiel abseits dessen präsentiert, ist hier Nebensache - Giancarlo Esposito macht bisher einen wahnsinns Auftritt
Besser wirf FC3 nochmal an: Vaas kommt in Wahrheit nur in sehr wenigen Cutszenen vor und der Bosskampf gegen ihn, wenn man das überhaupt so nennen will, war nun wirklich abgrundtief schlecht. Er hatte Potenzial, aber daraus hat man nichts gemacht.
schrieb am