Monster Hunter Rise - Test, Action-Adventure, Nintendo Switch

 

Test: Monster Hunter Rise (Action-Adventure)

von Jens Bischoff



Monster Hunter Rise: Die Jagd beginnt
Die Jagd beginnt
Entwickler:
Publisher: Capcom
Release:
2022
26.03.2021
Erhältlich: Digital (Nintendo eShop), Einzelhandel
Spielinfo Bilder Videos

Nach Monster Hunter Generations Ultimate bläst Capcom mit Monster Hunter Rise zur zweiten Monsterjagd auf Nintendo Switch. Wir sind bereits auf die Pirsch gegangen und verraten im Test, was die aktuelle Jagdsaison zu bieten hat.



Kamura braucht dich!

In Monster Hunter Rise schlüpft man in die Rolle einer frisch gebackenen Jägerin bzw. eines frisch gebackenen Jägers des japanisch anmutenden Bergdorfs Kamura, das sich gerade auf einen Ansturm wilder Monster vorbereitet und daher jede Hilfe gebrauchen kann. Name, Geschlecht und Aussehen kann man via Charaktereditor selbst bestimmen, das anfängliche Katana jederzeit gegen 13 andere Waffengattungen tauschen. Die Palette reicht von schnellen Doppelklingen über Hammer und Morph-Axt bis hin zu Bogen und Gewehrlanze. Neue Waffenarten sind zwar auch dieses Mal keine dabei, die Auswahl ist aber nach wie vor sehr umfang- und abwechslungsreich.

Ansonsten besteht die Rüstung aus Helm, Brustteil, Beinteil, Handschuhen und Stiefeln, die man frei wechseln und kombinieren kann. Außerdem können stärkende Talismane und Armbänder, sogenannte Flolliers, angelegt werden. Letztere sind neu und haben nicht nur Einfluss auf die Höhe bestimmter Charakterwerte, sondern auch auf deren zwischenzeitlichen Zuwachs, wenn man auf der Jagd mit ihnen resonierende Irrlitz-Pollen einsammelt. Andere einheimische Wesen lassen sich ebenfalls nutzen, um z. B. vorübergehende Leistungssteigerungen zu aktivieren, Resistenzen zu erhöhen, Verletzungen zu heilen, Gegner anzulocken oder Angreifer zu blenden.

Der eigene Charakter kann wie immer per Editor selbst erstellt werden.
Der eigene Charakter kann wie immer per Editor individuell erstellt werden.
Die Artenvielfalt ist sehr groß und man kann immer wieder neue Einsatzmöglichkeiten entdecken. Mithilfe von Seilkäfern kann man sich sogar wie Spider-Man durch die Lüfte katapultieren sowie Monster einwickeln und reiten. Das natürliche Zaumzeug hält zwar nicht allzu lange, erlaubt aber kontrollierte Attacken auf anderen Monster - inklusive sich aufladender Spezialangriffe. Außerdem kann man durch fiese Sprintmanöver schmerzhafte Kollisionen mit Hindernissen aller Art herbeiführen und selbst rechtzeitig ab- und mit dem passenden Timing nach dem Aufprall auch wieder aufspringen.

Willkommene Unterstützung

Ebenfalls reiten kann man die neuen wolfsähnlichen Palamute-Jagdbegleiter, die sich zu den katzenhaften Palicos hinzugesellen, die Monsterjäger schon länger kennen. Wer sich nicht mit anderen Jägern verbündet, kann sogar zwei Begleiter beliebiger Rasse gleichzeitig ins Schlepptau nehmen, ansonsten nur einen. Außerdem kann man ihre Ausrüstung ändern, ihre aktiven Fähigkeiten festlegen und ihr Verhalten beeinflussen. Auf der Buddy-Plaza können jederzeit neue Begleiter gescoutet und rekrutiert sowie in Abwesenheit trainiert oder ähnlich der Safari in Monster Hunter: World auf Sammeleinsätze geschickt werden.

Neben den katzenhaften Palicos gibt es mit den reitbaren Palamutes jetzt auch hundeähnliche Jagdbegleiter.
Neben den katzenhaften Palicos gibt es mit den Palamutes jetzt auch hundeähnliche Begleiter.
Auf seinem Palamute-Begleiter kann man sogar durchs Dorf reiten, ihn streicheln, Pfote geben lassen und mit Leckereien belohnen. Obendrein gibt es Käuze, die man ähnlich wie die bisherigen Poogie-Schweinchen individuell ausstatten und füttern kann. Man selbst kann natürlich auch etwas essen, um sich für anstehende Einsätze zu stärken. Die regionale Küche bietet Dango-Spieße, die man individuell zusammenstellen kann, um mit den Klößen verbundene Boni, wie verringerten Ausdauerverlust, verbesserte Heilung oder erhöhte Elementarwiderstände zu aktivieren. Außerdem kann man sich Proviant und Medizin für unterwegs zubereiten lassen.

Kommentare

Marosh schrieb am
Bachstail hat geschrieben: ?31.03.2021 11:04
Das kann ich mir sehr gut vorstellen und jetzt stelle Dir vor, wie umständlich es früher war, wo Du nur eine begrenzte Anzahl an Spitzhacken, Angeln oder Wetzsteinen mitnehmen konntest, Du Deine Sachen im Lager nicht auffüllen konntest (das heißt, wenn Du als Nahkämpfer keine Wetzsteine mehr hattest, war die Quest im Eimer) und Monster am Anfang einer Quest erst suchen und sie dann mit einem Farbball markieren musstest, damit sie auf der Map sichtbar waren und diese Farbbälle konnte man auch nur begrenzt mitnehmen und die Markierung hielt nicht sonderlich lange.
Sicherlich hatte ich früher meinen Spaß mit den Spielen und habe sie gerne gespielt aber vieles war auch einfach nicht gut und/oder ist heutzutage veraltet, deswegen bin ich froh, dass man so viele QoL-Sachen einbaut.

Stimme ich zu. Die alten Sachen brauche ich auch nicht unbedingt wieder. Bei Spitzhacken, Angeln und Wetzsteine hätte ich mir nur ein Kompromiss gewünscht. Man hat seine endlosen Werkzeuge, kann sich aber trotzdem spezielle und verbrauchbare Werkzeuge kaufen. Die erhöhen dann die Chance auf seltenere Materialien. Beim Wetzstein gibt es ja sowas ähnliches schon lange. Der Sushi-Wetzstein-Fisch, mit dem man schneller Schärfen kann.
Heiß- und Kaltgetränke sind schon länger ziemlich sinnlos. Entweder man bricht die Mission ab, weil man das Zeug vergessen hat (ganz früher) oder man findet die Materialien eh an jeder Ecke in der Mission. Es war halt nur ein Knopfdruck mehr und hat nicht wirklich was zum Spiel beigetragen.
Farbbälle waren ein Graus. Da bin ich wirklich froh, dass die entfernt wurden. Den Ansatz in World - mit den Spuren - fand ich aber besser. Hoffentlich kehrt das zurück, aber ohne Spuren mit langer Animation.
Vor MH:World wusste man nie wirklich, wo das Monster ist, außer die Mission sagt es einem. Man rannte also Kopflos umher. Im Kampf hat man dann einen Farbball geschmissen und gehofft, dass es noch aktiv ist wenn das Monster flieht....
mekk schrieb am
Ryan2k6 hat geschrieben: ?31.03.2021 11:08 Oh Gott. :lol:
Aber ich kann auch da die Faszination verstehen, die intensive Vorarbeit und die zähe Aufgabe, die dann in großer
Genugtuung endet wenn man es geschafft hat.
Nur, das würde ich dann nicht hundert Mal machen wollen. :Blauesauge:
Ja, aber in meinen Augen funktioniert das auf Basis von mobilen Plattformen nicht so gut. Das sind Gameplayelemente, die nur unnötig viel Zeit fressen. Mich haben die Punkte, die Bachstail anspricht, eigentlich schon immer an der Serie ein wenig gestört. Aus dem Grund bin ich auch richtig froh, dass solche Elemente gestrichen wurden. Das Spiel hat dadurch einen unglaublich guten Flow, den keinen der Vorgänger bisher hatte.
Ryan2k6 schrieb am
Oh Gott. :lol:
Aber ich kann auch da die Faszination verstehen, die intensive Vorarbeit und die zähe Aufgabe, die dann in großer
Genugtuung endet wenn man es geschafft hat.
Nur, das würde ich dann nicht hundert Mal machen wollen. :Blauesauge:
Bachstail schrieb am
Ryan2k6 hat geschrieben: ?31.03.2021 10:52Ich find es auch spannend zu lesen, wie Fans schreiben, es wäre zu schnell und nicht mehr so schön klassisch. Und mir als Neuling kommt das alles noch mega träge und umständlich vor. :lol:
Das kann ich mir sehr gut vorstellen und jetzt stelle Dir vor, wie umständlich es früher war, wo Du nur eine begrenzte Anzahl an Spitzhacken, Angeln oder Wetzsteinen mitnehmen konntest, Du Deine Sachen im Lager nicht auffüllen konntest (das heißt, wenn Du als Nahkämpfer keine Wetzsteine mehr hattest, war die Quest im Eimer) und Monster am Anfang einer Quest erst suchen und sie dann mit einem Farbball markieren musstest, damit sie auf der Map sichtbar waren und diese Farbbälle konnte man auch nur begrenzt mitnehmen und die Markierung hielt nicht sonderlich lange.
Sicherlich hatte ich früher meinen Spaß mit den Spielen und habe sie gerne gespielt aber vieles war auch einfach nicht gut und/oder ist heutzutage veraltet, deswegen bin ich froh, dass man so viele QoL-Sachen einbaut.
Ryan2k6 schrieb am
Bachstail hat geschrieben: ?31.03.2021 10:24 Ich bin ganz froh, dass man nach und nach Dinge entfernt, die zwar den Wurzeln entspringen aber eigentlich nur veraltetes und schlechtes Game Design darstellen.
Ich find es auch spannend zu lesen, wie Fans schreiben, es wäre zu schnell und nicht mehr so schön klassisch. Und mir als Neuling kommt das alles noch mega träge und umständlich vor. :lol:
So müssen sich also Pokémon Neulinge fühlen, wenn ich mein klassisches Gold und Silber möchte. :Blauesauge:
Inzwischen hab ich mich einigermaßen arrangiert und spiele jetzt auch mit Zielkamera, aber es ist ja schon immer dasselbe nur mit anderen Monstern. Ob mich das bis ?zum Ende? hält muss ich mal sehen. Wechsle aktuell immer zwischen Doppelklingen und Langschwert. :Häschen:
schrieb am