Knockout City - Test, Arcade-Action, PC, PlayStation 4, Xbox One

 

Test: Knockout City (Arcade-Action)

von Matthias Schmid



Entwickler:
Publisher: Electronic Arts
Release:
21.05.2021
21.05.2021
21.05.2021
21.05.2021
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In der Praxis fetzt man also über die Maps, deren Eigenheiten schon nach wenigen Partien verinnerlicht sind: Auf der einen fahren Autos herum, auf der anderen schwingt eine riesige Abrissbirne durchs Zentrum; am besten gefällt mir die Karte Hochdach-Höhen, weil man dort zwischen zwei Hausdächern hin- und hersegeln kann und die Brücke in der Mitte stets gut besucht ist. Nach einigen Sekunden ohne Ball stolpert man meist über einen der Spawnpunkte, wo das Sportgerät regelmäßig auftaucht. Dann sollte man sich der Action zuwenden, auf allen Karten gibt es Hotspots, wo sich viele Spieler bevorzugt aufhalten. Wer einen Feind anvisiert und dadurch seinen Ball für einen temporeicheren Wurf auflädt, verliert enorm an Bewegungsgeschwindigkeit - zwar kann man aufgeladene Würfe jederzeit abbrechen, dennoch sollte man gut abwägen, wann und aus welcher Entfernung man schon in den Aufladen-Modus wechselt. Wer einen feindlichen Ball abbekommt, verliert einen Lebenspunkt, beim zweiten Treffer ist man ausgeknockt und muss ein paar Sekunden auf den Respawn warten. Wer einen Wurf hingegen fängt, kann ihn (etwas schneller sogar) zurückpfeffern oder natürlich die Kugel einfach behalten und nach einem anderen Feind Ausschau halten. Pässe zu Teamkollegen sind ebenfalls möglich, allerdings greifen im realen Matchbetrieb viel zu wenige Online-Spieler darauf zurück - generell hatte ich nur selten das Gefühl, in einem Team zu spielen. Audiochat sowie die Möglichkeit, sich zu sportlichen Clans zu verbinden, gibt es aber natürlich.

Balla balla

Der Scharfschützen-Ball braucht ein Weilchen zum Anvisieren - dann ist diese Pille aber eine starke Waffe und die einzige, die große Distanzen überbrückt.
Der Scharfschützen-Ball braucht ein Weilchen zum Anvisieren - dann ist diese Pille aber eine starke Waffe und die einzige, die große Distanzen überbrückt.
Neben den Standardbällen tauchen, je nach Spielvariante mehr oder weniger häufig, auch Spezialbälle auf: Mit dem Käfigball kann man Gegner einfangen (und dann in den Abgrund schleudern), mit der Sniper-Variante Feinde von weitem anvisieren und blitzschnell abwerfen. Die Bombenball-Version explodiert beim Aufschlag, der Mondball sorgt für elegante Schwebesprünge und der Multiball ist besonders stark, weil man dreimal rasch hintereinander werfen kann - was für einen einzelnen Gegner fast immer den Untergang bedeutet. Zusätzlich zu diesen Varianten darf sich jeder Spieler auf Knopfdruck auch selbst zu einer Kugel zusammenkrümmen - rolle ich dann in ein Teammitglied hinein, hat der mich sofort in der Hand in der Hand und kann mich als Wurfgerät verwenden. Wer einen solchen Wurf zusätzlich auflädt, freut sich über ein Bombengeschoss, das mit explosiver Wucht vom Himmel regnet. Alle Kniffe werden in mehreren Tutorials vernünftig erklärt, es braucht aber schon ein paar Matches, bis man sie auch in der Praxis anwendet. Ähnlich wie das Passspiel finde ich auch die Option, selbst zum Ball zu werden, in der aktuellen Community fast verschenkt - ich habe immer wieder versucht, mich meinen Mitspielern als Ball anzubieten, andere machen das nur sehr selten.

Das Umherfliegen per Gleiter ist praktisch, um rasch die Arenen zu durchqueren - in der Praxis sind die meisten Spieler aber nur zu Fuß unterwegs.
Das Umherfliegen per Gleiter ist praktisch, um rasch die Arenen zu durchqueren - in der Praxis sind die meisten Spieler aber nur zu Fuß unterwegs.
Das Spielniveau ist dabei aber trotzdem nicht gerade niedrig: Viele Gegner sind schon ziemlich fix beim Auffangen von Bällen oder nutzen z.B. die Dash-Funktion nicht nur zum Leute-Rammen oder Entkommen, sondern auch zum Abblocken von Würfen. Auch das Andeuten eines Wurfes in Kombination mit gedrehten Flugkurven (z.B. über Deckung hinweg) sorgt für manch Nerven aufreibendes Duell. Wird man erwischt, dotst der Ball in die Luft und kann oft vom getroffenen Spieler für einen Konter genutzt werden - das sorgt in Kombination mit der 2-Leben-Energieleiste für spannende Duelle, in denen jeder auf den tödlichen Wurf spekuliert. In der Theorie gibt es mit z.B. der Diamantenjagd zwar Spielmodi, die einen Schritt weggehen vom reinen Abwerfen, allerdings sorgen die drei aus einem Spieler purzelnden Juwelen kaum für andere Matchtaktiken. Dann gewinnt halt nicht das Team, das zuerst zehn Abwürfe schafft, sondern das, das 30 Diamanten hortet. Allen Spielarten gemein ist die Tatsache, dass stets im Best-of-3-Modus gespielt wird - das Team, das zuerst zwei Runden für sich entschieden hat, ist der Sieger.
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Kommentare

Creasy schrieb am
Selten so viel Spaß mit einem Multiplayer gehabt. Muss hetzt bis nächste Wiche warten auf due Psn Angebote, aber dann geht's endlich weiter
Scorplian schrieb am
Ich habs die Tage auch mal im aktuellen Free Trial angetestet und finde es auch nicht schlecht. Aktuell hab ich zwar wenig Lust auf diese Deathmatch Geschichten, aber das hier hat mir deutlich mehr Laune gemacht, als jeder Arena Shooter. Gerade das Auffangen eines geworfenen Balls ändert die Sache wirklich enorm. Ich hatte gerade, eben entgegen der oben zitierten Stelle, mehr Erfolgsgefühl bei einem Knock Out, als bei einem Kill in einem Shooter (ein Tor in Rocket hingegen...).
Modern Day Cowboy schrieb am
MaxDetroit hat geschrieben: ?28.05.2021 16:29
Und dann ist da noch das Problem, dass sich Treffer nie so befriedigend anfühlen wie ein guter Kill in einem Ego-Shooter, ein schönes Tor in Rocket League oder ein fettes Ramm-Manöver in Destruction AllStars.
Wie ich gerade eben rechts neben der Wertung gesehen habe, hat Rocket League zum Start hier auch nur 70% bekommen ... also könnte das langfristig doch was mit Knockout City werden. ;)
Knockout City schneidet im Durchschnitt bei den anderen auch jetzt schon besser ab, für gewöhnlich werden diese Spiele ja mit der Zeit umfangreicher, allerdings ist es beim Rocket League 4P Test der Fall dass damals die Serverprobleme abgestraft wurden.
Ich hab jedenfalls überraschend viel Spass an Knockout City, es ist einfach dieses klassische "Easy to Pickup" und ein relativ unverbrauchtes Konzept (Dodgeball). Geld hätte ich nicht dafür gezahlt aber ich hab ja zum Glück den Game Pass wo das sofort drin ist.
MaxDetroit schrieb am
Und dann ist da noch das Problem, dass sich Treffer nie so befriedigend anfühlen wie ein guter Kill in einem Ego-Shooter, ein schönes Tor in Rocket League oder ein fettes Ramm-Manöver in Destruction AllStars.
Wie ich gerade eben rechts neben der Wertung gesehen habe, hat Rocket League zum Start hier auch nur 70% bekommen ... also könnte das langfristig doch was mit Knockout City werden. ;)
schrieb am

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