Pulse 3D Wireless-Headset - Test, Hardware, Android, iPad, iPhone, PC, PlayStation 4, PlayStation 5, Nintendo Switch, Xbox One, Xbox Series X

 

Test: Pulse 3D Wireless-Headset (Hardware)

von Benjamin Schmädig



Hardware
Entwickler: Sony
Publisher: Sony
Release:
19.11.2020
19.11.2020
19.11.2020
19.11.2020
19.11.2020
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19.11.2020
19.11.2020
Spielinfo Bilder  
Durchstarten in der dritten Dimension

Was es beim Pulse 3D nicht mehr gibt ist der simulierte Surround-Sound (VSS) seiner Vorgänger - vermutlich weil das aktuelle Headset auf den dreidimensionalen Klang der PlayStation 5 zurechtgeschnitten ist. Der ersetzt VSS schließlich nicht nur, sondern übertrifft es auch um Längen. Mich hatten die virtuellen 5.1.- bzw. 7.1-Lösungen jedenfalls nie überzeugt, weshalb ich sie hier nicht vermisse. Eins sollte nur klar sein: Anders als bei VSS erzeugt diesmal nicht das Headset den räumlichen Klang, sondern die Konsole selbst. Ihr hört ihn daher in allen euren Stereo-Kopfhörern bzw. -Headsets und benötigt dafür nicht das Pulse 3D.

Und er klingt stets großartig! Ich bin nach wie vor begeistert davon, wie es sogar in PS4-Titeln plötzlich eine räumliche Verortung von Geräuschen gibt, die zuvor einfach nicht vorhanden war - weder mit noch ohne VSS. Beim Benutzen des Pulse 3D ist mir gegenüber anderen Geräten dabei aufgefallen, dass der Klang tiefer im Raum verortet ist, die Geräusche sich also nicht direkt am Ohr befinden, sondern in größerer Entfernung. Das macht den Kauf des Headsets nicht zwingend notwendig, ist aber ein sehr angenehmer Vorteil. Ich habe es mit dem Gold Wireless der letzten Generation und dem ATH-M50 von Audio-Technica verglichen und bei beiden fehlt diese Weite.

Kleine Dämpfer

Der Preis dafür sind relativ schwache Bässe im aktuellen Sony-Headset, was u.a. beim Hören von Musik auffällt. Als Freund eines eher neutralen Klangs stört mich das nicht, zumal alle Frequenzlagen durchaus zufriedenstellend abgebildet werden. Von dem warmen und dennoch ausgeglichenen Klangbild des ATH-M50 ist das Pulse 3D allerdings weit entfernt. Interessanterweise wirken besonders die Tiefen ohne das 3D auch deutlich gedrängter als die anderer Geräte.

Die Bedienung erfolgt komplett über Knöpfe und Schalter an der linken Ohrmuschel.
Die Bedienung erfolgt über Knöpfe und Schalter an der linken Ohrmuschel. Zusätzliche Einstellmöglichkeiten gibt es diesmal nicht.
Im Gegenzug sind Stimmen aus einem Party-Chat gut verständlich, was in diesem Anwendungsbereich natürlich eine Priorität ist, und insgesamt klingt das Pulse 3D in allen Bereichen ohnehin besser als seine direkten Vorgänger. Auf zusätzliche Einstellmöglichkeiten über ein separates Programm verzichtet Sony diesmal allerdings, sodass man den Klang nicht an verschiedene Spiele oder allgemeine Vorlieben anpassen kann. Die Begleit-App der PS4-Headsets erkennt das Pulse 3D erst gar nicht.

Eine Verbesserung gegenüber dem Gold Wireless und auch dem Platinum Wireless gibt es nicht zuletzt beim Mikrofon bzw. den zwei Mikrofonen, die die Stimme jetzt etwas klarer übertragen. Sie klingt immer noch relativ dumpf, aber die Qualität ist angemessen. Vielleicht ist die automatische Rauschunterdrückung ja für den dumpfen Ton verantwortlich. Und vielleicht liegt es auch daran, dass die Mikros in die Ohrmuschel eingelassen sind, weshalb man sie vor dem Benutzen weder herausziehen noch justieren muss. Hier punktet Sony wieder mit der einfachen Handhabung, welche die PlayStation-Headsets seit zwei Generationen auszeichnet.

Passt!

Hinzu kommt ein Tragekomfort, der ebenfalls eine Steigerung gegenüber den Vorgängern bedeutet, denn ich habe selbst nach wochenlanger Nutzung, an denen ich das Headset oft den gesamten Tag im Einsatz hatte, kein einziges Mal Druckstellen an den Ohren gespürt. Das Pulse 3D sitzt fest, aber nicht zu straff und muss dafür nicht einmal per Hand auf die richtige Größe eingestellt werden: Ein Träger passt sich der Kopfform an und hält das Headset zuverlässig an der richtigen Stelle - wahlweise natürlich auch beim Verwenden von PlayStation VR. Als Gewicht gibt Sony 292 Gramm an, die keinem Leichtgewicht entsprechen, aber angenehm zu tragen sind.

Etwas Sorge habe ich nur in Bezug auf den Bügel, denn obwohl das Gerät einen sehr stabilen Eindruck macht, sind meine bisherigen vier Sony-Headsets nach einigen Jahren genau dort zu Bruch gegangen. Auch das hier getestete habe ich nur deshalb gekauft, weil mein vorheriges von dieser Materialermüdung dahingerafft wurde. Natürlich hatte ich es genau wie die anderen davor sehr lange in Gebrauch. Und selbstverständlich kann ich nicht behaupten, dass auch das Pulse 3D irgendwann brechen wird. Ganz unerwähnt wollte ich meine bisherige Erfahrung in Anbetracht der vertraut wirkenden Bauweise aber nicht lassen.

Kommentare

oliver74 schrieb am
Bockwurscht78 hat geschrieben: ?02.06.2021 11:43 Puuhhh,
also das "Testergbnis" kann ich persönlich nicht nachvollziehen.Ich frage mich hier schon, wie lange das Headset genutzt wurde.
Der Sound ist ok, aber nicht in Verbindung mit einer Chatgruppe
Die gelobte Bedienung ist ein Witz. Die "Knöpfe" sind billig und völlig beschissen zu bedienen. Warum kann ich das Headset nicht mit dem Controller muten, sondern mit dem Schalter ?
Die Sprachqualität ist gut ,aber das Mikro ist unfassbar schlecht, es nimmt einfach alles im Raum auf.
Die Ohrmuscheln sind viel zu klein, außer man ist zwischen 1-5 Jahren alt.
Die gesamte Qualität des Headset entspricht nicht 99 Euro. Es mutet für mich billig an und ich hab mich über dieses Headset schon oft geärgert. Sorry, aber Hardware kann Sony einfach nicht
Hmm.. so können die Meinungen auseinandergehen.
Für das Geld ist das Gerät für mich okay, und nutze es täglich.
Relativ schlicht, aber das mag ich.. die Tasten links finde ich zwar gewöhnungsbedürftig, aber funktionieren gut soweit.
Tragekomfortprobleme habe ich auch keine, das war meine größte Sorge.
Klang... passt für mich soweit, erwarte da aber auch keine Wunder. Ich erwarte da keine Ultra-Qualitäten, nicht
bei einem Gaming-Headset mit Wireless und was dazugehört in der Preisklasse.
Aber gerade der Klang ist ja Religion ganz offensichtlich.. mir sind die gemessenen Werte da ziemlich Wumpe, wenn es persönlich passt, dann passt es.
Mikrofon.. hab mich selber nie gehört, aber bisher konnte mich jeder problemlos verstehen, da bin ich Pragmatiker, und man hat kein Mikrofon-Gebamsel vor dem Gesicht.
Ich würde es nur nicht überteuert kaufen, sprich deutlich über UVP, wie es manche ja getan haben bei der teilweise schlechten Verfügbarkeitslage, vor allem in der Vergangenheit. (Kurz in A*ma*on reingelinst.. nur wenige Stück verfügbar.. über UVP.. teilweise zu 170 Euro.. LOL!)
Das wäre es dann wohl nicht mehr wert.
Xris schrieb am
casanoffi hat geschrieben: ?02.06.2021 09:35
Sengha hat geschrieben: ?01.06.2021 19:53 Nichts gegen dieses Headset, aber das ganze Marketing darum empfinde ich genau so als Augenwischerei wie alle anderen 3d Sound Versprechungen sowie 5.1 , 7.1 Soundsysteme etc
wir haben eh nur 2 Ohren, eins links, eins rechts, d.h. wir hören eh nur "stereo", wenn man so will. Ganz egal woher die Schallquelle kommt.
Deshalb würde ich bezüglich gutem 3D Sound eher die Leute in Verantwortung nehmen, die den Sound aufnehmen, abmischen, im Spiel integrieren sowie die Software und Recheneinheit, die den Sound effizient und präzise genug genau so abspielt, um unser Hirn zu überlisten und uns glauben zu machen inmitten einer Szenerie mit allmöglichen Geräuschquellen um uns herum zu stehen, inklusive unterschiedlicher Entfernungen und Bewegungen. Dafür würden dann auch die mittelmäßigsten Standard-Stereokophörer reichen. Gut, vielleicht nicht was die Soundqualität anbelangt, aber eben was den "3D Effekt" angeht.
Da bin ich ganz bei Dir. Surround-Systeme bei KH ist reine Marketing-Lüge.
Effekte jeglicher Art lassen sich nur mittels Sound-Design lösen und dafür braucht es keine speziellen KH.
Man muss sich nur mal Hellblade reinziehen, da schlackern einem wortwörtlich die Ohren ^^
Und dafür reicht theoretisch auch ein Knopf im Ohr aus dem 1-Euro-Shop...
PlayerDeluxe hat geschrieben: ?02.06.2021 09:18
Scorcher hat geschrieben: ?01.06.2021 22:45 Richtig schmerzen im rand vom Ohr bekomme ich nach 2 Std zocken, da es viel zu eng ist...
Ist bei mir tatsächlich auch so. Hab mir das Ding vor einem Monat gekauft. Mein allererstes Headset überhaupt. Dachte, ich müsste es für Returnal und kommende Spiele haben wegen dem tollen Sound. Bin einfach kein Headset-Träger. Lasse den Sound sogar wieder einfach über den TV laufen...
Ich bin ja ein kleiner Beyerdynamic-Fanboy und in Sachen Komfort geht da wenig über deren Modelle.
Die bequemsten und gleichzeitig besten Exemplare, die man um die 150 Euro...
JudgeMeByMyJumper schrieb am
Ich spiele seit Jahren mit meinem Beyerdynamic MMX300, aber das lange Kabel stört mich doch zunehmend. Ich hätte schon gerne ein headset, dass ich wie dass Xbox Wireless Headset direkt per Bluetooth an mein Telefon zum Musik hören bzw Chatten verbinden kann während ich *gleichzeitig* mit der Konsole verbunden bin, um den Spielesound/Gesprächen zu lauschen und nicht immer umstecken zu müssen.
Bin sehr unschlüssig. Wahrscheinlich bleibe ich beim umständlichen Kabelsalat, solange die Alternative nicht wirklich überzeugen kann.
GamepadPro schrieb am
Ich hatte mal das alte PS3 Pulse Headset (Sony) mit diesem BassImpact-Vibrationseffekt. Hab das zurückgeschickt, weil es nur Höhen und Bässe, aber kaum mittlere Tonlage wiedergeben konnte. (Kaum eine Rezension erwähnt dies.) Das kann man mit Killzone 3 sehr gut testen; alle Waffen klingen da wie Hölle, wenn die Lautsprecher tatsächlich alles wiedergeben. Doch das ISA Standardgewehr hört sich wie eine Softair an vs. das von den Helghast. (Hoffentlich gibt es mal einen PS4-Port dieses Spiels, dann kann man mal testen, was das Pulse 3D drauf hat.)
Für mich ist es eher ein Pro-Argument, wenn ich lese, dass Kopfhörer nur schlechten Bass haben. Ich hasse es, wenn alles mit Bass ersoffen wird. (Das MG in Doom klingt immer schrecklich tief.) Höhen und Mitten sind mir wichtiger.
Ansonsten habe ich das Tritton Pro 5.1 (PS3/PS4) mit echtem Surround. Tonlage ist gut. Wegen der vielen kleinen Lautsprecher ist allerdings die Gesamtqualität der Wiedergabe schlecht, um nicht zu sagen eine Katastrophe. Ortung ist zwar da, aber leider nicht so gut, wie das bei meiner AVR 5.1 Anlage ist.
Leon-x schrieb am
Beyerdynamic gibt es sogar alle im Angebot auf der Beyer Seite.
Wären die nicht mit festen Kabel angebunden und weniger den Beyer-Peak im Hochton eigentlich tolle Kopfhörer.
Für mich käme eher der 990er in Frage da ich offenen KH suche wegen Klangbühne und Wärmeentwicklung.
Aber beim 990er hat noch Erhöhung im oberen Bassbereich ähnlich dem Sennheiser HD 599 den ich testen konnte.
Würde auch Jederzeit Hifi-Kopfkörer 99% aller Headsets vorziehen. Gibt ja auch Extramicro zum anstecken falls nötig.
schrieb am