Midnight Club: Los Angeles - Test, Rennspiel, PlayStation 3, Xbox 360 - 4Players.de

 

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Arcade-Racer
Entwickler: Rockstar San Diego
Publisher: Rockstar Games
Release:
29.01.2010
15.01.2009
Spielinfo Bilder Videos
Vollgas

Aber verdammt noch mal: Man soll Midnight Club ja auch nicht als provisorisches GPS-System nutzen. Man soll Rennen fahren. Angetrieben von einer passablen, aber dramaturgisch deutlich ausbaufähigen Geschichte macht ihr euch in der Karriere z.B. daran, die Straßenracer-Szene von L.A. aufzumischen.
Dabei setzt Rockstar San Diego auf die bekannten Elemente, die auch die Vorgänger erfolgreich gemacht haben: Anstatt euch wie viele andere Genre-Vertreter durch weitestgehend vorgegebene und im schlimmsten Fall sogar abgegrenzte Kontrollpunkte zu jagen, habt ihr in der Midnight Club-Serie seit jeher die freie Streckenwahl. Und das betrifft nicht nur die
Nur die Checkpunkte sind vorgegeben - ihr entscheidet, welche Strecke ihr nehmt.
Rennen an sich, in denen mit steigendem Schwierigkeitsgrad die Zahl an zu durchfahrenden Kontrollpunkten reduziert wird, wodurch die Wahl der Strecke enorm in den Vordergrund gerückt wird.

Doch auch die Entscheidung, welches Einzelrennen, welche Rennserie oder welche Timetrials ihr wann macht, bleibt euch überlassen. Wer will, kann auch einfach nur cruisen, sich mit der Stadt vertraut machen oder Fahrzeuge Probe fahren, auf die ihr in der Karriere mangels Geldes noch keinen Zugriff habt.

Und wenn euch doch die Lust auf Adrenalin und Benzin im Blut überkommt, dann sucht ihr euch entweder über die Minimap oder auf der Übersichtskarte, die mit einem herrlichen Zoom aus eurer gegenwärtigen Position in die Vogelperspektive und wieder zurück führt, einen Gegner, fahrt zu ihm und blinkt ihn mit der Lichthupe an, damit das Rennen bzw. Wettlauf zum Startpunkt losgehen kann.

Abseits der Karriere-Duelle, bei der sich die KI als hartnäckig, aber nur minimal gummibandig präsentiert und die z.B. durch Nebenmissionen wie Fahrzeug-Auslieferungen mit extremen Zeitlimits aufgelockert werden, könnt ihr zum Zeitvertreib die "Goal Attacks" absolvieren. Auf den dort enthaltenen Kursen müssen jeweils drei bzw. vier Ziele erreicht werden: Ihr müsst Erster werden, ihr dürft eine Zeitschwelle nicht überschreiten und ihr dürft nur einen bestimmten Prozentsatz Fahrzeugschaden haben. Das vierte Ziel ist etwas lahm und fordert das Erreichen der anderen drei Ziele.

Arcade ist Arcade ist Arcade

Apropos Schaden: Gemäß der Arcade-Prämisse, die sich nicht nur in der handfesten sowie direkten Steuerung zeigt, können die Boliden zwar Schaden nehmen. Doch der zeigt sich nur optisch und hat keinerlei Einfluss auf das Fahrverhalten. Doch vor allem bei den späteren Hochgeschwindigkeits-Luxussportwagen schmerzt selbst der kleinste Kratzer im Hochglanz-Verlaufslack - von Beulen und eingedrückten Motorhauben ganz zu schweigen. Glücklicherweise könnt ihr die gröbsten Dellen per Knopfdruck und vor allem gratis vor dem nächsten Rennen wie von Geisterhand entfernen lassen. Eine Vollreparatur, bei der auch die Lackkratzer geglättet werden, gibt es hingegen nur in der Werkstatt.

Und nur weil Arcade drauf steht, bedeutet das auch nicht automatisch, dass sich alle Karren gleich fahren. Ganz im Gegenteil. Denn wie bereits im Vorgänger gelingt dem Team der Fahrverhalten-Spagat. Selbst konzeptionell ähnliche Vehikel wie die beiden Front getriebenen Volkswagen-Modelle GTI und Scirocco steuern sich spürbar anders. Bei Heckschleudern muss man sich wieder umgewöhnen und je mehr Pferdchen unter der Haube schlummern, um so mehr muss man sich immer wieder an das Fahrzeug anpassen.

Damit man gegen die PS-strotzende CPU-Konkurrenz eine Chance hat, muss man sich aber nicht nur auf Streckenkenntnis und Fahrkünste verlassen. Ihr könnt im Tuningshop eine von vier aufrüstbaren Sonderfähigkeiten einbauen lassen, die allerdings vor ihrem Einsatz aufgeladen werden müssen.
Die heißen Verfolgungsjagden mit den Gesetzeshütern sind kurzfristig unterhaltsam, verschenken aber viell Potenzial.
Diese kennt man zwar allesamt aus dem dritten Teil, doch in Los Angeles sind sie nicht mehr an bestimmte Fahrzeugklassen gebunden. Sprich: Ihr könnt jedes Auto mit Roar (eine Druckwelle, die Fahrzeuge beiseite schiebt), EMP (elektromagnetischer Impuls, der Gegner und Zivilisten kurzzeitig lahm legt), Agro (Kollisionen ohne Schaden) oder Fokus (temporäre Zeitlupe, die akkurates Manövrieren in engen Kurven erlaubt) ausrüsten.
Die Befriedigung, in einem knappen Finish dem Konkurrenten kurz vor der Ziellinie einen EMP-Impuls in die Elektronik zu bomben, woraufhin er nur noch eure Rücklichter sieht und euch wild verflucht, lässt sich kaum in Worte fassen.

Auf dieser Seite des Bildschirms folgt allerdings ein Fluch, sobald die auf den Straßen patrouillierende Polizei eure Fährte aufgenommen hat. Was an sich eine gute, wenngleich wahrlich nicht neue Idee darstellt, entpuppt sich als inkonsequenter und damit nur leidlich interessanter Zeitvertreib.
Die Kompromisslosigkeit der Cops, wenn es darum geht, euch mit Karossengewalt aufzuhalten, ist bewundernswert. Wieso dann aber die Unterstützung bei drei Streifenwagen aufhört und an Intensität nicht zunimmt (stärkere Vehikel, Nagelstreifen), ist bedauerlich. NfS Most Wanted hat in dieser Hinsicht gezeigt, was alles möglich ist. Doch auch, wenn sich die Staatsgewalt hier als "Light-Version" entpuppt, ist das Gefühl, den Handschellen bzw. der horrenden Geldstrafe entkommen zu sein, durchaus erfreulich - hätte aber ungleich intensiver sein können.

Kommentare

Resi3fan schrieb am
Midnight Club L.A. (remix) ist das beste Rennspiel für PS3 / Xbox 360,,,,,,,,,,,einfach Super !!!!
USERNAME_1243252 schrieb am
Der dichte teilweise dichte Verkehr mag zwar realistisch sein, ist aber ein großer Frustfaktor in diesem Spiel. Ich habe es gerade mal seit wenigen Stunden und bin schon davon genervt wie oft man im Verkehr hängen bleibt. Bei den Rennen durch die Stadt hat man zudem nie das Ziel vor Augen. Man fährt die Checkpoints ab und erst beim vorletzten weiß man, wo sich der letzte befindet. Keine Restkilometeranzeige, keine Anzeige mit verbleibenden Streckenmarkierungen.
Obwohl ich es nur als Platinum-Spiel erworben hab, ärgere ich mich etwas über die herausgeworfenen 20 Euro. Ich hoffe mal die Story kann mich noch etwas unterhalten und mit schnelleren Autos wird es vielleicht noch etwas besser.
silverarrow schrieb am
forenopa hat geschrieben:Gott sei dank hab ich das Teil für nur 14 Euro am Ramschtisch gefunden. Hier regiert nur der Zufall und reines dummes Glück. man kann 3 minuten noch so toll fahren, das nutzt alles nix wenn knapp vorm Ziel dann noch ein Npc-Auto in einen reindonnert oda man irgendwo hängenbleibt.
gummiband ki halt und eigenes unvermögen, üble kombination^^
forenopa schrieb am
Ich hab ein Problem mit dem game, irgendwie reagiert der Sixaxis-Controller nicht in diesem Spiel, hat noch jemand das problem (gehabt)? (ich weiss der thread is alt..aber will kein Thema aufmachen- da es das Spiel am ram,schtisch für 14 Eiro gab)- In der Beschreibung steht das er funtkionieren müsste (fahren auf 2 rädern mit Sixaxis).
Ausserdem regiert hier nur zufall und reines Glück----*ärger*
schrieb am