Race Driver: GRID - Test, Rennspiel, PC, Xbox 360, PlayStation 3

 

Test: Race Driver: GRID (Rennspiel)

von Michael Krosta



Publisher: Codemasters
Release:
30.04.2010
14.08.2008
15.01.2010
14.05.2009
Spielinfo Bilder Videos
Röhrende Motoren?

Die Klangkulisse kann bei der opulenten Grafik nicht ganz mithalten. Zwar dröhnen die Motoren ordentlich aus den Boxen, doch könnten sie teilweise noch etwas kerniger ausfallen. Dafür kracht es bei Kollisionen umso mehr und ihr zuckt regelrecht zusammen, wenn es scheppert. Eine kleine, aber feine Sache hat man sich bei der Sprachausgabe einfallen lassen: Eure Managerin und auch der Boxenfunk spricht euch direkt mit eurem Namen an, sofern er sich im Namensarchiv befindet, das Codemasters mit auf die DVD gepackt hat. Darunter finden sich die gängigsten Vornamen beider Geschlechter. Doch was, wenn euer Name nicht dabei ist? Kein Problem, dann lasst ihr euch eben mit Maverick oder einem anderen Spitznamen ansprechen, von denen sich ebenfalls einige in der Auswahl befinden. Etwas inkonsequent ist man bei der Musikuntermalung: Während ihr meist nur von Soundeffekten begleitet werdet, ertönt in anderen Rennen gleich vom Start weg ein
Mit den vielen Polygonzuschauern am Streckenrand wirken die Kulissen sehr lebendig.
Soundtrack. Treibende Beats erwarten euch in den Wiederholungen, die mit zu den besten im Genre gehören und mit genialen Schnitten begeistern. Da ist es wirklich eine Schande, dass ihr die Replays nicht abspeichern könnt.

Sponsoren gesucht

Neben eurer Tätigkeit als Rennfahrer müsst ihr euch mit wachsendem Erfolg auch vermehrt als Manager beweisen. Zum einen ist es eure Aufgabe, Angebote von Sponsoren zu prüfen und sinnvoll zu selektieren, welche Aufkleber ihr auf euren Fuhrpark pappt. Manche Sponsoren zahlen erst bei einem Sieg, andere verlangen lediglich die fünfte Position, keinen Kratzer am Fahrzeug oder ganz simpel, dass ihr es überhaupt bis ins Ziel schafft. Logisch, dass die möglichen Einnahmen mit höheren Mindestzielen entsprechend steigen. Bei den insgesamt acht Werbe-Slots dürft ihr euch zudem für einen Hauptsponsor entscheiden, der gleich das Doppelte springen lässt, wenn ihr die Konditionen erfüllt. Wer sich als Team auf der Rangliste ganz nach oben arbeiten will, braucht Hilfe. Ganz nach dem Motto "Gemeinsam sind wir stark" liegt es später in eurer Verantwortung, geeignete Teamkollegen für euch zu finden, die sich alle in den Bereichen Aggression, Aufmerksamkeit, Können, Reaktion und Beständigkeit unterscheiden sowie bestimmte Spezialgebiete wie Open Wheel oder japanische Tuning-Wagen bevorzugen. Während Anfänger billig zu haben sind, bestehen bessere Fahrer auf eine Vertragsgebühr sowie einen guten Teil der Einnahmen. Allerdings solltet ihr hier nicht zu knauserig sein, denn eine Lusche hinter dem Lenkrad bringt nur einen Haufen Ärger und Enttäuschungen anstatt Erfolg - zumal ihr auch einen Teil der Sponsorengelder für die Leistungen der KI-Kollegen
Die Rauch- und Partikeleffekte sehen richtig gut aus.
einsacken könnt. Zwar wird es später etwas nervig, die Sponsorenangebote zu checken und die perfekte Kombination zu finden, doch bleibt der Management-Teil insgesamt erfreulich klein und sorgt dabei trotzdem für einen Hauch frischen Wind.

Persischer Auto-Prinz

Einer Illusion darf man sich aber trotz lizenziertem Fuhrpark und Strecken nicht hingeben, wenn man GRID lieben will: Es ist keine Simulation! Ihr dürft zwar Fahrhilfen wie ABS, Traktions- und Stabilitätskontrolle auf Wunsch deaktiveren und dadurch das Renngeschehen anspruchsvoller gestalten, doch an Kaliber einer Gran Turismo , rFactor oder die alten TOCA -Teile von Codemasters reicht die Fahrphysik in punkto Realismus bei weitem nicht ran. Will sie auch gar nicht, denn hier steht ähnlich wie bei PGR der intensive Fahrspaß im Mittelpunkt, bei dem man sofort einsteigen und Gas geben kann, ohne sich vorher mühsam an eine realistische Physik rantasten zu müssen. Allerdings wirkt die Steuerung etwas zu nervös - vor mit dem PS3-Pad kommt man schnell ins Schleudern, weil man hier Gas und Bremse nicht ganz so fein dosieren kann wie mit dem 360-Controller. Es wäre schön gewesen, auch mit beim Spielen mit dem Pad die Sensibilität den eigenen Wünschen anpassen zu können. Diese Optionen habt ihr erst, sobald ihr ein Lenkrad anstöpselt. Hier dürft ihr dann die Dead Zone (also das Spiel) der Lenkung, Gas und Bremse sowie die Intensität der Force Feedback-Effekte individuell einstellen. War Colin McRae: DIRT im Zusammenspiel mit einem Wheel noch etwas zickig, steuern sich die Boliden bei GRID deutlich besser. Selbst mit dem Wireless Wheel der Xbox 360 hat man die Fahrzeuge gut im Griff und spürt gut die Unebenheiten der Strecke, wobei das Lenkrad-Erlebnis am PC und der PS3 mit entsprechenden Geräten (z.B. Logitechs Driving Force Pro) noch intensiver und besser ausfällt. Am PC hat sich unser MOMO-Wheel dagegen immer wieder mitten im Spiel selbst dekalibriert - wir müssen noch testen, ob es am Lenkrad oder aber am Spiel liegt. Trotzdem ist das Fahren mit einem Lenkrad gerade bei GRID ein enormer Vorteil: Auf der PS3 war ich mit dem Driving Force Pro locker drei Sekunden pro Runde schneller unterwegs als beim Kampf mit dem zu sensibel reagierenden DualShock 3, der hier übrigens ebenfalls schon mit Rumble-Effekten aufwarten kann. Selbst das Driften funktioniert nach kurzer Eingewöhnungszeit richtig gut und lässt dabei die enttäuschenden Vorstellungen der letzten Need for Speed-Teile weit hinter sich.

     

Kommentare

gracjanski schrieb am
hätte es mir angeguckt, aber gummiband KI -> no way
El3cTriC schrieb am
was meiner meinung nach in der contra liste fehlt ist das man spezielle wagen wie zb den porsche nur fahren kann wenn man le mans für ein anderes team fährt
wieso nicht bei jedem gt2 event?
oder wieso kann ich den koenigsegg nicht bei le mans fahren?
ist doch ein gt1 fahrzeug?
find das schade
es mindert den spielspass zwar nicht erheblich ist aber dennoch wichtig
johndoe843877 schrieb am
Zocks auch erst seit kurzem und auch mir macht es richtig Spass,Offline wie Online.
Online sind die Rennen,weil das Spiel sehr einfach zu steuern ist,oft sehr eng,was das Ganze wiederum spannend macht.
Überhaupt dübelt man sich in der Rangliste dermaßen schnell nach vorne das es nur so eine Freude ist.
Einzig die sich in der Karriere immer wiederholenden Kommentare sind mit der Zeit,naja,ein bischen nervig eben.
Und den Motorensound hätten´se auch ein wenig kerniger machen dürfen.
Ansonsten imo ein Top Game und 1000mal besser als das ultralangweilige Dirt!
Immaculate_Misconception schrieb am
Habs jetzt mal gespielt. Es ist auch heute noch hervorragend...
Zu den Kritikpunkten:
Aggro KI? Wo? Der einzige, der aggressiv fährt, bin ich. Bei meinem Fahrstil bleibt kein Blech ohne Kratzer und Beulen.
Gummiband KI? Noch nie etwas davon mitbekommen. Wenn ich Abstand gewinne, bleibt der auch.
Inkonsequente Musikeinbindung? Musik wird bei Replays gespielt oder bei finalen Kursen von Meisterschaften. Gut gelöst!
Normalerweise spiele ich keine Rennspiele, da diese mich extrem aggressiv machen und im höchsten Maße frustrieren...aber GRID schafft es, dass ich immer am Ball bleibe und mich voller Freude ins nächste Rennen stürze. Wie schon gesagt: Auch heute noch ein erstklassiges Racinggame mit einem klasse Soundtrack!
brianosx schrieb am
Ich war jahrelanger NFS Fan....seit ich mir GRID zugelegt hab muss ich sagen NFS ist der größte ROTZ !!!
Grid ist für mich das geilste Rennspiel....schade nur ist dass es kein Splitscreen hat...aber online rennen machen auch super viel fun
schrieb am