Cyberpunk 2077 - E3-Vorschau, Rollenspiel, PC, PlayStation 4, Xbox One - 4Players.de

 

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Cyberpunk 2077 (Rollenspiel) von Bandai Namco Entertainment Europe
Stimmungsvoller Trip nach Pacifica
3D-Rollenspiel
Entwickler: CD Projekt RED
Release:
16.04.2020
16.04.2020
16.04.2020
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ab 59,99€
Spielinfo Bilder Videos
Nach den tendenziell wilden Präsentationen seines Hoffnungsträgers Cyberpunk 2077 schaltete CD Projekt Red auf der diesjährigen E3 einen Gang runter. Die Zuschauer der 50-minütigen Vorführung sollten ein Gefühl dafür bekommen, wie individuell sich hier die eigene zukünftige Existenz gestalten und die Infiltration krimineller Gruppierungen umsetzen lässt.

Erstmal durchatmen

Keine Angst: Im späteren Spielverlauf ging irgendwann doch noch der Punk ab, eine friedliche schleichlastige Vorgehensweise soll aber in etwa genau so eine hohe Erfolgschance mitbringen wie die rabiate Variante. Nach ein wenig Anpasserei im Editor (statt echten Klassen gibt es bekanntlich ein „Fluid Class System“, z.B. mit Vorgeschichten eines Nomaden, Straßenkindes oder Geschäftsmanns) hatten wir zunächst ein wenig Zeit, einen Eindruck von einem der sechs Distrikte und seiner Lebensrealitäten zu erlangen. Nicht jede Bande in Pacifica ist blutrünstig: Der erste Kontaktmann „Placide“ in einem besetzten verlassenen Hotelkomplex ist zwar ein Schlachter...

...doch erstens bedeutet das in dieser Zukunft primär die Zubereitung von künstlich gezüchtetem Kulturfleisch und zweitens scheint sich die Gemeinschaft der Anwohner relativ friedlich mit ihren neuen Nachbarn arrangiert zu haben. In der Lobby floriert mittlerweile ein reger Handel mit elektronischen Gadgets und Daemon-Software (eine Art Virus). Wirklich wohl ist dem Protagonisten „V“ natürlich trotzdem nicht, als er sich für den Job dazu bereit erklären soll, dem Umbekannten Zugriff auf den geheimnisvollen Chip im Kopf zu gewähren.

Schwere Entscheidungen?

Der hübsche Ausblick trügt.
Der hübsche Ausblick trügt.
Also kam es zu einer der Multiple-Choice-Entscheidungen, in denen man Einfluss auf die Intensität von Einverständnis oder Ablehnung nimmt und so das entsprechende Verhältnis in eine etwas andere Richtung lenken kann. Hier lenkt V schließlich ein und hat fortan Placide als eine Art Big Brother in der Bildecke dabei, der ihm im Feindesland Anweisungen gibt – auch wenn an bestimmten Orten die Verbindung abbricht.

Hier und auch am nächsten Missionziel wirken Körpersprache und Dialoge angenehm unaufgeregt und authentisch – sofern man das aus heutiger Sicht in einer solchen Dystopie einschätzen kann. Mit dem eigenen Motorrad begibt sich V in einen verfallenen Einkaufskomplex, der ganz und gar nicht der hehren Vision der Städteplaner entspricht, die noch auf einem alten Hochglanzplakat zu sehen ist.

Bizarr und verfallen

Angenehm bizarr wirkte z.B. ein Heli, der unaufhörlich in die oberen Stockwerke eines Wolkenkratzers ballert. Wahnwitziger Zeitvertreib? Ein Art private Razzia? Oder nur ein Übungs-Manöver? Die Antwort darauf werde ich wohl erst im finalen Spiel erfahren. Die Entwickler waren zudem stolz darauf, auch mal einen Ausblick im hellen Sonnenlicht zu präsentieren. Die speckig-transparenten Glasflächen und spiegelnden Oberflächen stehen der Kulisse richtig gut, andere Details wie die Unschärfe an den Bildrändern (oder war es chromatische Aberration?) störten mich eher.

Im Gegensatz zum kollabierten großen Maglev-Netz scheint diese Einschienenbahn noch in Betrieb zu sein.
Im Gegensatz zum kollabierten großen Maglev-Netz scheint diese Einschienenbahn noch in Betrieb zu sein.
Zudem hat übrigens auch die Debatte um die Penis-Kontur auf einem Werbeplakat Einfluss aufs Design der Demo genommen: Mittlerweile prangte auf der entsprechenden Stelle des Plakats ein fetter schwarzer Zensurbalken. Vorher war als Motiv ist eine weibliche Figur in einem knappen Bodysuit zu sehen. Zugleich war die Kontur ganz klar durch die Kleidung zu erkennen, was mit dem Werbeslogan das Thema Transsexualität in den Vordergrund rückte.

Kritiker fragten sich, ob es sich um einen Witz auf Kosten von Transgender-Personen handeln könnte - oder eine Art Satire auf die Kommerzialisierung im Zuge von Unternehmensinteressen (zur News).

Kommentare

Skippofiler22 schrieb am
Also ich kaufe mir das Spiel, wenn es da ist. Und ja, ich ziehe es dann durch, egal, wie oft ich darin "loose". Anderseits, mal sehen, wie hoch dann meine Schulden am Ende sein werden. Denn ich glaube nicht, dass ich es bei mir zuhause spielen werde, da es erst 2020 erscheint. Und bis dahin werde ich sicher in eine teure Wohnung gezogen sein.
dx1 schrieb am
Der F. hat doch immer die selbe F., egal auf welchen K. er geschaltet ist.
Freya Nakamichi-47 schrieb am
Flojoe hat geschrieben: ?
20.06.2019 07:57
Gibts zu Cyberpunk irgendwelche Bücher? Also Romane die auf der Spielwelt basieren? Bisher hab ich nur die Neuromancer Trilogie gefunden.
Was heißt hier "nur"? Der erste Band war nichts geringeres als eine Zeitenwende für die Science fiction. Schon der Eröffnungssatz war spitze, ich zitiere mal aus einer deutschen Ü: "Der Himmel über dem Hafen hatte die Farbe eines Fern­sehers, der auf einen toten Kanal geschaltet war." Und so gut geht es weiter.
Leider habe ich irgendwann mitten im zweiten Band die Lust verloren. Ich liebe ja auch meinen Kafka, aber es gibt nichts Ermüdenderes als einen Nicht-Kafka, der einen auf Kafka macht. Deshalb gefällt mir von Philip K. Dick auch nur die Hälfte. Die dann aber wirklich gut.
Flojoe schrieb am
Auf deutsch wohl nichts. Schade.
schrieb am