Godus - Vorschau, Taktik & Strategie, PC, iPad

 

Vorschau: Godus (Taktik & Strategie)

von Benjamin Schmädig



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Publisher: -
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Spielinfo Bilder Videos
In einem Zug

Das Heben und Senken der Landschaft haben Molyneux und 22cans dabei nach den Beschwerden zahlreicher Spieler überarbeitet: Mit einem großen Update stellten sie vor kurzem die Beta-Version 2.0 vor, in der die Anzahl der benötigten Klicks reduziert wurde. Die Landschaft besteht etwa aus dünnen übereinander liegenden Schichten und um eine Schicht zu entfernen muss ich nicht mehr wie in Populous kleine Areale Stück für Stück "wegklicken". Stattdessen ziehe ich mit gedrückter Maustaste über den zu entfernenden Streifen – weg ist er. Den Glauben meiner Untertanen sammele ich jetzt ebenfalls ein, indem ich die Maus einfach über alle Häuser ziehe. Das ist in der Tat bequemer!

Doch warum muss ich alle paar Minuten jedes einzelne Haus meines großen Landes suchen, um möglichst viel Glauben einzusammeln? Hat Molyneux etwa die mobilen Plattformen im Blick, auf denen das Spiel ebenfalls erscheinen soll?
Vom Zelt bis ins Weltall: Die Godus-Zivilisation ahmt die Geschichte der Menschheit nach.
Vom Zelt bis ins Weltall: Die Godus-Zivilisation ahmt die Geschichte der Menschheit nach.
Auf denen ist das "Herumtasten" zum Auflesen von Gegenständen schließlich ein gängiges Prinzip, das vor allem einen haptischen, allerdings keinen spielerischen Nutzen hat.

Verklickt

Das ist aber nur die Spitze des Eisbergs; das größere Problem ist die Landschaftsgestaltung. Die erfordert nämlich trotz der verbesserten Handhabung noch immer zahllose Klicks. Denn obwohl der Vorgang später vereinfacht wird, schiebe ich stets endlos viele Streifchen unterschiedlich hoher Gesteinsschichten, bis ein Gebiet endlich eine komplette Siedlung tragen kann.

Es geht ja nicht nur um die Siedlungen: Ich schiebe Schichten, um die endlosen Truhen auszugraben, in denen die wichtigen Aufkleber lagern. Ich schiebe Schichten, um die Seefahrer meiner Erkundungsreise in die Tempel zu geleiten. Und immer schiebe ich Schichten, um neues Siedlungs- und Ackerland zu erschließen. Das ganze Spiel besteht aus dem Ziehen und Schieben der Landschaft – was ich schon nach anderthalb Stunden satt hatte, als ich mehr als 150 Klicks benötigte, um einen hohen Felsen von meinem Ackerland zu entfernen.
 

AUSBLICK



Mir gefällt der ruhige Ausbau meiner Welt, das teilweise direkte Lenken meiner Untertanen sowie die Anbindung an ein einheitliches Onlineuniversum. Und natürlich muss ich dem Spiel zugestehen, dass es offiziell erst zu 49 Prozent fertiggestellt ist. Dennoch wirkt Godus eindimensional. Das Vergrößern des Volkes zum Selbstzweck, die überschaubaren Möglichkeiten meiner Individualisierung, das nervtötende Einsammeln der einsamen Ressource und das umständliche Gestalten der Umgebung: Wo ich in From Dust auf majestätische Weise mit Sand, Feuer und Wasser spielen durfte, hängt mir das profane Dauerklicken hier zum Hals heraus. Molyneux versteckt die "Neuschöpfung des Götterspiels" hinter dem gängelnden Klick in einer hübschen Kulisse - und das ist selbst mit Blick auf noch kommende Inhalte ernüchternd.

Einschätzung: befriedigend

Kommentare

crewmate schrieb am
magandi hat geschrieben:so ein scheiß wird gebaked und eternal darkness 2 nicht?
Eigentlich sind der Peter und Dennis Dyack beide vom gleichen Schlag. Nur das Peter mehr verplantes Charisma hat und deutlich kommunikativer ist.
yokumo schrieb am
Das mit dem Klicken und Land bearbeiten ist mittlerweile schon etwas optimiert worden.
Aber es fehlt z.B. noch ein Grabenmodus für Truhen und die neuen "Settlement" Features sind noch nicht so optimal integriert (Beta 2.0.5.122) ...
Aber mal abwarten was noch alles optimiert oder erweitert wird.
devzero schrieb am
ich kenne die 2er Version gar nicht, schau ich mir da gleich mal an.
Brakiri schrieb am
Usul hat geschrieben:
Brakiri hat geschrieben:Molyneux: Geh in Rente und geh Fliegenfischen oder sowas.
Für dich wirds dann nicht mehr peinich und für uns nicht mehr unangenehm.
Was ist für dich so unangenehm daran, alles, was mit Molyneux zu tun hat, zu ignorieren, wenn du gar nix mehr mit ihm bzw. seiner Arbeit anfangen kannst?
Er erzählt immer, es klingt immer alles gut, man macht sich unbegründete Hoffnung, obwohl man es mittlerweile besser wissen müsste.
Das wäre einfacher zu ignorieren, wenn er endlich aufhören würde.
Ansonsten hast du natürlich recht.
Kibato schrieb am
Das Spiel ist der blanke Horror, ich hab fast ne Sehnenscheidenentzündung bekommen... Das Spiel besteht nur aus klicken und scrollen. Und das mit den endlosen Truhen macht überhaupt keinen Spaß. Zu oft habe ich eine übersehen und musste anschließend zig Schichten Erde wieder wegräumen...
Und wie immer versehentlich Häuser zerstört werden, wenn man sich mal 5 Pixel verklickt. :Vaterschlumpf:
schrieb am