Mirror's Edge Catalyst - Vorschau, Geschicklichkeit, Xbox One, PC, PlayStation 4 - 4Players.de

 

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Jump&Run
Entwickler: DICE
Publisher: Electronic Arts
Release:
09.06.2016
09.06.2016
09.06.2016
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ab 6,99€

ab 3,99€
Spielinfo Bilder Videos
Spaß macht mir nur das Aufspüren der aus dem Vorgänger bekannten und auf wenige Exemplare beschränkten Taschen, denn um die zu finden, muss man nicht nur die Umgebung sehr genau abzusuchen. Mitunter gehören auch ein gutes Auge, Einfallsreichtum und viel Geschick dazu, die gut versteckten Geheimnisse zu erreichen. Da ich das Hervorheben von Rohren und Rampen, die Faith benutzen kann, schnell abgeschaltet habe, musste ich mir die Wege zu solchen Verstecken selbst erarbeiten und das hat richtig Spaß gemacht. Darin liegt für mich der Spielsinn! Nicht im Abklappern irgendwelcher "Klick-mich-ich-bin-rot-Dinge"!

Gut und vor allem erzählerisch sinnvoll ist auch das Stilllegen staatlich kontrollierter Funktürme, die selbstverständlich gut bewacht sind. Die muss Faith also nicht nur finden, sie muss auch etwa eine Hand voll
Die Unterkunft der Runner ist auch Faiths wichtigster Anlaufpunkt.
Die Unterkunft der Runner ist auch Faiths wichtigster Anlaufpunkt.
Polizisten ausschalten. Und dafür wird sie im gesamten Spiel keine einzige Waffe in die Hand nehmen!

Mit Wucht oder Eleganz?

Der Kampf ist abseits der Umgebung der Aspekt, den Dice am stärksten überarbeitet hat und in diesem Fall hat es sich in jeder Hinsicht gelohnt! Denn die Zeiten, in denen Faith einen Wächter entweder per Knopfdruck entwaffnet oder ihn durch plumpes Malträtieren der Angriffstaste vermöbelt, sind vorbei. Stattdessen kombiniert sie Akrobatik und zwei Arten von Angriffen in einem kinetischen Flow. Mit leichten Schlägen setzt sie Gegnern dabei zu oder nimmt ihren Attacken ähnlich wie im Aikido den Schwung. Aus der Bewegung heraus, z.B. einem Sprung, nutzt sie den leichten Angriff außerdem, um das Ziel wie ein Hindernis schnell zu überwinden.

Starke Angriffe sind ebenfalls aus der Bewegung heraus am wirkungsvollsten, denn sie übertragen Faiths Bewegungsenergie in den Schlag oder Tritt, den sie in Abhängigkeit von ihrer Position zum Gegner ausführt. So lange sie in Bewegung ist, ist sie also am stärksten – zumal sie nach einigen Sekunden des ununterbrochenen Laufens, Kletterns und Springens so lange nicht getroffen werden kann, bis ihr Flow unterbrochen wird. Manches war im
Innerhalb der Gebäude geben große farbige Flächen stilvoll den Ton an.
Innerhalb der Gebäude geben große farbige Flächen stilvoll den Ton an.
Vorgänger zwar ähnlich, hier funktioniert das nahtlose Aneinanderreihen verschiedener Technikern aber wesentlich besser als damals.

Das alles braucht eine Weile, bis es in Fleisch und Blut übergeht. Passiert das, fühlt es sich großartig an!

Fahrstuhlsurfen

Und dann gibt es echte Höhepunkte auch im Leveldesign, meist abseits der offenen Welt, wenn Faith für verschiedene ihrer befreundeten Runner in Gebäude eindringt – in der Beta meist, um etwas zu stehlen. Ähnlich wie im Vorgänger läuft sie dann an plakativen einfarbigen Mauern vorbei, was die Innenräume auf markante Art von der Außenwelt trennt. Sie sucht sich einen Weg über Büros, Fahrstühle und klettert an verzierten Wänden hohe Lobbys empor.

Es versteht sich von selbst, dass das nicht immer gut geht, ihr bald Polizisten auf den Fersen sind und die Akrobatin durch ständigen Kugelhagel ins Freie flüchten muss – was einigen der besten Momente des Vorgängers in nichts nachsteht! In den ersten Stunden sind das die Höhepunkte ihres zweiten Abenteuer, das keine Fortsetzung ist, sondern die Vorgeschichte dessen erzählt, was sie in Mirror's Edge erleben wird.
 

AUSBLICK



Wenn ich an Mirror's Edge zurückdenke, erinnere ich mich an eine Stadt, eine Geschichte, ein einzigartiges Erlebnis – wenn ich an Catalyst denke, dann sehe ich weiße Wände und rote Symbole. Der prägende Eindruck der ersten Stunden ist eine offene Welt, in der man sich artistisch zwar voll entfalten kann, die spielerisch aber wenig mehr bietet als das Abklappern rot markierten Sammelwerks. Würden andere Runner wenigstens über die Dächer sprinten, müsste Faith auf Feinde Acht geben, die nicht nur an festen Punkten Wache schieben... doch so bleibt ein ernüchternder erster Eindruck. Völlig gegensätzlich steht dem allerdings ein Spielgefühl gegenüber, das fast acht Jahre nach seiner Einführung nichts von seiner Faszination verloren hat! Denn obwohl Steuerung und Spielfluss beinahe unverändert aus dem Vorgänger übernommen wurden, ist das freie Bewegen und Klettern ein nach wie vor tolles Erlebnis. Das kommt spätestens dort zum Tragen, wo Faith in Gebäude eindringt und auf unkonventionellen Wegen fremde Büros ausfindig macht. Wird sie entdeckt, ist sie dabei nicht mehr auf starre Reaktionsspiele angewiesen, sondern kämpft sich mit akrobatischer Action an ihren Widersachern vorbei. Selbst wenn Dice kein so großer Wurf gelingen sollte wie mit dem Vorgänger, ist Mirror's Edge Catralyst deshalb das Spiel, dem ich derzeit am stärksten entgegen fiebere!

Einschätzung: gut

Kommentare

hydro skunk 420 schrieb am
Die ersten Tests treffen derzeit bei metacritic ein. Die Wertungen fallen durchschnittlich aus (zwischen 60 und 80)
Veldrin schrieb am
Ich habe genug gelesen und beerdige Faith Connors jetzt. R.I.P. Mirrors Edge. Vielen Dank, DICE und EA dass ihr ein hervorragendes Spielkonzept mit Vollgas an die Casualwand gefahren habt. :'(
Edit: So, hab mich Ashtar Sheran anvertraut und nun den Rest gelesen. Scheint ja nicht alles schlecht geworden zu sein. Auf Mods warten und die Demo antesten. Ashtar Sheran, Leute!
Wulgaru schrieb am
Zwar ist das xte Open-World Game der herkömmlichen Art kein Ding was einen vom Ofen vorlockt, aber dieses Game hat immer noch das Alleinstellungsmerkmal das es sich sehr einzigartig anfühlen wird. Ähnlich wie Metroid Primes Ansatz der Ego-Perspektive wurde auch Mirrors Edge fast überhaupt nicht kopiert. Das bietet schon ein wesentlich frischeres Spielerlebnis als sonst.
Der Chris schrieb am
Xyt4n hat geschrieben:
guteküsse hat geschrieben:Das entscheidende ist doch, dass das Spiel eurozentrische, patriarchale und heteronormative Konzepte subtil und gekonnt hinterfragt. Das gerade macht das Spielerlebnis aus. Und das wird nicht ernsthaft gestört durch Wegpunkte und Mini-Quests.
Was willst du sagen?
Ich glaub es ging nur darum ein paar pfiffig klingende Worte aneinander zu reihen. Ich jedenfalls bin schwer beeindruckt...eurozentrisch, patriarchal, leck mich am Arsch klingt das gebildet. Da bleibt mir nur zu sagen, chapeau!
ChrisJumper schrieb am
MrLetiso hat geschrieben:Open World ist gerade bei Mirrors Edge keine schlechte Idee. Aber natürlich wurde es wieder EA'sch umgesetzt...
Da stimme ich dir zu! Man denke nur mal an die Open World von Battlefield..
Ubisoft hätte das machen sollen, die kennen sich wenigstens mit Klettern, Türmen und Signalfeuern aus. ;D
Aber ich fürchte die Sammelaktivität wäre da auch gleich. Aber wenn es interessant umgesetzt wird wie: Erkunde die Welt, suche eigenständig Kletter-Möglichekiten die schon etwas komplizierter sein müssten als bei einem Assassians Creed, dann hätte es sogar ein gewisses Potential.
Aber nach Need for Speed mit Open World, erwarte ich da leider nicht mehr so viel.. :/
schrieb am