Manöver kosten Dampfwolken
Man gibt Aktionspunkte in Form von Dampfwölkchen aus: Je nach Soldat kann das Bewegen oder Feuern unterschiedlich teuer sein. Während Henry z.B. nur drei für seinen Gewehrschuss benötigt, sind es bei Johns Granatwerfer schon vier Wölkchen – der sorgt aber auch für einen fetten Bereichsschaden in drei Reichweiten. Lediglich die Spezialfähigkeiten der Helden kosten keinen Dampf. Ist dieser aufgebraucht, muss man zur nächsten Figur wechseln oder die Runde beenden.
Wie in Valkyrja Chronicles kann man sich in Echtzeit aus Schultersicht bewegen, bevor man einen Befehl gibt: Hier der Granatwerfer aus der Höhe.
Das Wichtigste im eigenen Zug ist die clevere Positionierung. Man kann nicht nur Deckung hinter Kisten finden, sondern aus erhöhter Stellung auch weiter blicken. So lassen sich Schätze sowie Feinde viel eher identifizieren und Letztere natürlich besser unter Beschuss nehmen. Da es keine Vogelperspektive und keine Draufsicht der kompletten Karte auf Knopfdruck gibt, ist das aktive Erkunden der zweiten Etage sehr wichtig. Da ist eine Treppe? Dann sollte man sie nutzen! Schade ist, dass die Abschnitte bisher recht überschaubar und eng designt sind. Wird es noch größere Areale mit alternativen Routen zum Ziel geben?
Schön ist wiederum nicht nur, dass man fragile Deckung per Schuss oder Stoß zerstören kann, um sich freie Sicht zu verschaffen - oder auch mal einen Schatz zu finden. Sehr schön ist zudem, dass man über den „Wache-Konter“ defensiv erkunden sowie absichern kann: Wenn man sich ein paar Wölkchen spart, schießt der Soldat auf Wache automatisch, sobald sich ein Feind in sein Sichtfeld begibt. Diese Schussreaktion kennt man vom "Feldposten" aus XCOM und sie lässt sich hier noch effizienter einsetzen. Die Treffer aus dem Hinterhalt sind meist wesentlich stärker als die normalen Schüsse und man kann Feinde gezielt in Fallen locken.
Leben rettende Speichersäulen
Die Präsentation ist klasse.
Auch die Aliens können mit ihren Schusslinien absichern: Wer sich in so ein Feld begibt, wird sofort empfindlichen Schaden hinnehmen müssen. Ärgerlich ist, dass die Feinde nach den seltsam langen Ladezeiten in ihrem Zug teilweise schlecht vorrücken. Hoffentlich wird es auf lange Sicht auch noch interessantere Typen und Verhaltensweisen geben, denn bisher sehen die Außerirdischen nicht nur unspektakulär aus, sondern agieren auch recht ähnlich. Da muss mehr Vielfalt her! Außerdem finde ich es schade, dass man Missionen beenden kann, indem man einfach in den grünen Zielbereich rennt – obwohl noch genug Feinde da sind.
Die komplette Säuberung der Gebiete will hingegen gut koordiniert sein, zumal Feinde immer wieder an bestimmten Punkten auftauchen: Vor allem, wenn man wirklich alles an Boni abstauben will, muss man auf der Hut sein und die Speichersäulen optimal ausnutzen, den denn sie verleihen quasi Zusatzaktionen. Hat man genug Geldmünzen gesammelt, kann man sie dort einsetzen: Wer speichern und die Wölkchen eines Soldaten aufladen will, zahlt nur zehn; wer speichern, alle Wölkchen aufladen und vielleicht sogar Tote wiederbeleben will, zahlt hundert Gold. Aber Vorsicht, denn diese Säulen sind nur einmal aktivierbar - und wenn der ganze Trupp am Boden liegt, ist das Spiel vorbei. Aber dann kann man sich vielleicht gegen einen Kumpel beweisen: Im Multiplayer wird man lokal oder online loslegen können.