DiRT 4 - Vorschau, Rennspiel, PC, PlayStation 4, Xbox One

 

Vorschau: DiRT 4 (Rennspiel)

von Michael Krosta



Entwickler:
Publisher: Koch Media
Release:
kein Termin
09.06.2017
kein Termin
09.06.2017
09.06.2017
Erhältlich: Digital, Einzelhandel
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ab 4,20€
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Für Anfänger und Profis

Apropos: Unter der Haube von DiRT 4 wird die gleiche Physik-Engine ihren Dienst verrichten, die DiRT Rally so viel Lob eingebracht hat. Ohne Abstriche und Kompromisse. Das wird Freunde des anspruchsvollen Rallye-Sports freuen, Gelegenheits-Raser allerdings verschrecken. Dessen ist man sich auch bei Codemasters bewusst und bietet neben zahlreichen Hilfen sowie einer Fahrschule für angehende Rallye-Piloten deshalb auch eine alternative Fahrphysik an. Diese basiert zwar auf der gleichen Engine, wird aber so modifiziert, dass die Boliden gutmütiger reagieren, sich prima mit dem Controller steuern lassen und das Fahren insgesamt zugänglicher wird. Trotzdem wirkt Dirt 4 auch unter diesen vereinfachten Voraussetzungen etwas anspruchsvoller als frühere Teile der Serie, während sich am Lenkrad und ohne Hilfen tatsächlich das Gefühl einstellt, wieder bei DiRT Rally gelandet zu sein. Es freut mich zu sehen, dass Codemasters bei der Reihe nicht länger nur auf den Kompromiss zwischen Anspruch und Zugänglichkeit setzt, sondern die gelungene Fahrphysik von DiRT Rally als Alternative anbietet und nicht zwanghaft für alle Spielertypen verwässert.

Die KI geht ganz schön rabiat zur Sache. Spaß machen die staubigen Ausflüge mit Buggys trotzdem.
Die KI geht ganz schön rabiat zur Sache. Spaß machen die staubigen Ausflüge mit Buggys trotzdem.
Ausbaufähig ist die KI, denn neben klassischen Rallyes darf man auch an offiziellen Rallyecross-Events der FIA sowie Landrush-Veranstaltungen teilnehmen, bei denen man in direkten Duellen gegen andere Fahrer antritt. Im Cockpit eines gut gefederten Buggys habe ich auf dem hügeligen Rundkurs wieder die aggressive Seite der Konkurrenten kennengelernt, die sehr gerne auf Tuchfühlung gehen und sich durch das Feld rempeln – wie so oft bei Rennspielen aus dem Hause Codemasters. Allerdings merkten die Entwickler bereits an, dass diesbezüglich bis zur Veröffentlichung im Juni noch weiter am Verhalten der KI-Fahrer gearbeitet wird. Ein Fragezeichen steht allerdings noch hinter der VR-Unterstützung: Offiziell will man solche Pläne noch nicht bestätigen, sondern zunächst auswerten, wie gut die VR-Updates für DiRT Rally am PC und für die PS4-Version ankommen. Zur Karriere wird man ebenfalls erst in den kommenden Wochen und Monaten mehr verraten und etwas zeigen. Fest steht nur, dass neben dem Fahren auch der Managementaspekt nicht zu kurz kommen soll, indem man Leute für sein Team anwirbt und Sponsorenverträge abschließt.
 

AUSBLICK



Huch, DiRT 4? Und das schon im Juni? Damit hätte ich jetzt nicht unbedingt gerechnet, genau wie mit der Rückbesinnung auf klassische Rallye-Tugenden, sprich Zeitfahren gegen die Uhr. Dabei hatte Codemasters doch erst mit DiRT Rally dieses Verlangen gestillt und gleichzeitig mit einer anspruchsvollen Fahrphysik begeistert, die sich vor allem an Fans von Simulationen richtete. Umso erstaunlicher, dass man nicht nur den Rallye-Fokus, sondern sogar die fordernde Fahrphysik des Ablegers beibehält – DiRT 4 wirkt trotz Zusätzen wie Buggys, Trucks, Fahrschule & Co eher wie ein direkter Nachfolger zu DiRT Rally. Allerdings startet man zum einen nicht im Early Access und will zum anderen auch Gelegenheitsfahrer nicht vergraulen: Neben Hilfen soll eine entschärfte Variante der Fahrphysik sowie eine optimierte Controller-Steuerung dafür sorgen, dass man die Boliden auch ohne Lenkrad und Rallye-Studium in der Spur halten kann. Der Strecken-Generator hat Potenzial, doch würde ich mir noch etwas mehr Einfluss bei den Parametern wünschen, während man der KI bis zur Veröffentlichung im März gerne noch einer kleinen Anti-Aggressionstherapie unterziehen darf. Davon abgesehen macht DiRT 4 den Eindruck, dass sich Codemasters wieder auf die Tugenden von Colin McRae Rally zurückbesinnen will – und das ist angesichts der WRC-Gurken aus dem Hause Kylotonn sicher eine gute Nachricht.

Einschätzung: gut 
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Kommentare

padi3 schrieb am
B1t_Nuk3r hat geschrieben: ?31.01.2017 16:04 Im Multiplayer ist das nicht möglich neuzustarten. Wenn man z.b. die 30 Etappen der Monatliche Rallye spielt und in der letzten Etappe einen Unfall hat dann ist man disqualifiziert.
gefällt mir nicht. es ist irgendwie sinnlos, dass man einerseits innerhalb weniger Sekunden auf die fahrbahn teleportiert wird und andererseits rausfliegt mit ende in gelände. Und wie soll man auch wissen, ob nun der abgrund zu steil ist oder nicht?!
padi3 schrieb am
Zufallsgenerator ist nicht schlecht, würden mehr Strecken und Events aber auch tun. Bei DR sind es auch sehr wenige und irgendwann kennt man sie auswendig. Die Beifahreransagen muss man richtig machen, dann sind zufallsabschnitte eine klasse Sache.
Hoffentlich bleibt "Kupplung ausnutzen" weiter drin, weil das richtig gut ist, wenn man den falschen gang hat und im drehzahlkeller ist. aus Gewohnheit drück ich L1 sogar bei Assetto Corsa, hilft nur leider nicht. Auch das Abwürgen des Motors ist vorbildlich gemacht, wenn man noch eine hohen gang drin hat und zu stark bzw. noch im flug vollbremst. kenne kein rennspiel, das sowas hat.
Mir ist es scheißegal, ob die Strecken echte oder fiktive sind, ob alles echt schmal oder breiter, die originalen kennt doch eh kaum jemand. Abwechslung ist nicht verkehrt. Realismus ist mir nur in Bezug auf das fahrverhalten wichtig. Und das heißt nicht, dass ich das spiel besonders schwer haben will, sondern nur das direkte fahrverhalten so realistisch wie möglich.
Verbessern bzw. verstärken sollten sie die Schäden am Motor. Der ist, so wie der jetzt ist, nicht kaputt zu kriegen. Viel Rauch um nichts. Das billige Prozent für Prozent -reparieren sollte Codemasters auch mal ändern. In der Werkstatt von Richard Burns kommt auch dank der Geräuschkulisse richtige magie rüber. Gangschaltung funktioniert auch immer, egal wie kaputt, während in Richard Burns . . .
StolleJay schrieb am
Ich hab lieber Doppelt so viel Locations wie bei DiRT Rally als so einen "0 8 15 ZUFALLS-Generator" der mir die Strecken erstellt. Die Bezeichnung Strecken-Editor ist hier mehr als nur Fehl am Platz.
Auch die nur 5 Locations hier ist wirklich mehr als wenig. Ok hier könnten evtl. weitere (auch als DLC) folgen aber trotzdem ist das schon sehr Schwach.
Ich hoffe nur das CodeM nicht den gleichem misst wie bei einem der GRiD Spiele macht mit den "Zufalls-Kurven" während eines Rennens. Das und den hier angeblichen Zufalls-Generator brauch ich nicht.
Ansonsten bleibt mir nur erst mal was Abwarten und Tee Trinken über.
drfontaine92 schrieb am
Civarello hat geschrieben:
drfontaine92 hat geschrieben:
Damit meinte ich nicht unbedingt nur Offroad- und Rallye-Spiele, sondern allgemein Rennsimulationen.
DiRT ist für mich einfach ein waschechter Arcade-Racer und ich fände es schade, wenn der vierte Teil das nicht mehr ist. :cry:

Das Spiel heisst ja extra Dirt 4 und nicht Dirt Rally 2, damit sich auch Leute, die eher aus dem Casual/Arcade Lager kommen, davon angesprochen fühlen.
Ich, als jemand der die Codemasters Rally-Spiele seit Colin McRae Rally (1998) spielt, empfand die Dirt Teile (vor allem Dirt 2 und 3) schon immer als Rückschritt. Die alten Colin McRae Teile waren natürlich auch keine Hardcore-Simulationen, hatten in ihrem Handling aber wenigstens noch einen Hauch von Anspruch und konzentrierten sich auf Rallies. Aber selbst dieser eher moderat angesetzte Anspruch wurde dann spätestens in Dirt 2 durch Kommentatoren zum Fremdschämen, einem Möchtegern-Hippem drumherum, Rückblenden, 60 sekunden langen Stages und immer weniger Rally selbst ersetzt. Mir kamen die Spiele teilweise wie Karikaturen des Rallysports vor.
Ich möchte damit nicht sagen, dass ich nur Simulations- und Hardcorelastige Rallyspiele wollen würde. Ich hatte zb. einen Riesenspass an den alten Rally-Spielen der Evolution Studios; oder den beiden Rallisport Challenge Titeln von DICE. Ich würde mich über eine breit gestaffelte Auswahl an qualitativ hochwertigen Rallyspielen freuen; auch über welche die nicht unbedingt in die Sim-Ecke passen. Eine Auswahl, wie wir sie im Rundstreckenbereich haben. Nur leider scheint Rally im Racing-Genre in einer relativ kleinen Nische zu verweilen; gerade in den hoch lukrativen USA.
Für mich gilt DiRT 2 als der Höhepunkt der Reihe, weil es einfach ein lockeres und spaßiges Spiel ist. Ich spiele auch gerne simulationslastigere Rennspiele wie GT oder die früheren TOCAs oder DTM Race Drivers, aber ich glaube nicht, dass es gut geht, beide Genres in einem Spiel zu verwurschteln. Vielleicht sollte man DiRT einfach...
Civarello schrieb am
B1t_Nuk3r hat geschrieben:Ich frage mich ja wie das im Multiplayer ausbalanciert wird mit den unterschiedlichen Fahrmodellen. Wenn man da komplett ohne Fahrhilfen auf Stufe 4 gegen Leute auf Arcadestufe mit Ideallinie etc antritt dann ist man ja schon fast chancenlos oder zumindest stark im Nachtteil. Ich hoffe mal das wird wie in den anderen Simulationen servergebunden sein, dass man mit den Einstellungen fahren muss, die der Server vorgibt bzw bei Rallye nur gegen Zeiten von Anderen fährt die auf den selben Einstellungen fahren.
Codemasters hat schon bestätigt, dass die jeweiligen Leaderboards getrennt sein werden; wie es zb. im Rallycross-Multiplayer aussehen wird muss sich noch zeigen. Alles andere als eine Trennung zwischen den Stilen würde meiner Meinung nach absolut keinen Sinn machen.
schrieb am