Nicht ganz so überzeugt bin hin hingegen von den zahllosen Upgrade-Systemen, die dem Spieler ein weiteres Betätigungsfeld neben den Gefechten eröffnen. Mit über Waffenpunkte verbesserbaren Modifikationen, Rüstungs-Verbesserungen, Runen und Charakter-Fähigkeiten müssen gleich fünf Systeme im Blick behalten werden, die alle über verschiedene Items oder Aktionen aufgeladen werden. So bringen die Arenen innerhalb eines Levels z.B. Waffenpunkte ein, die wiederum für die Verbesserung von Waffen-Mods genutzt werden können. Diese hingegen werden über Items eingesammelt, übrigens genauso wie die Rüstungs-Modifikationen, die wiederum völlig andere Fähigkeiten verbessern oder Schaden erhöhen. Generell sind Upgrades natürlich eine feine Sache.
Schneller, brachialer, Doom Eternal: Die Arena-Gefechte sind intensiv und fordernd.
Doom Eternal überwältigte mich aber in den ersten Stunden mit zu vielen, zu unterschiedlichen Systemen, deren Auswirkungen sich zum Teil nicht sofort in der Action erkennen ließen. Das ist schade, denn z.B. die coolen Waffenmods, die jedem Schießeisen zwei zusätzliche Feuermodi ermöglichen und aus u.a.aus der Shotgun eine Schrot-Gatling machen, sind großartig. Die unübersichtlichen Upgrade-Menüs für mehr Rüstung eher nicht so. Auch die Hub-Welt „Doom Fortress“, eine Raumstation von der aus sich der Dämonenschlächter aufmacht, seine Feinde zurück in die Hölle zu befördern, wirkt zu Beginn des Spiels recht aufgesetzt, denn viel mehr als Levelauswahl und das betrachten der gesammelten Geheimnisse ist zunächst nicht drin. Viele Bereiche werden hier allerdings erst später im Spiel mit gesammelten Energiekristallen zugänglich, sodass hier der erste Eindruck täuschen kann – tatsächlich ist die Festung im Einstieg aber wenig mehr als ein glorifiziertes Hauptmenü inkl. Ladezeit.
AUSBLICK
Doom Eternal ist das Spiel gewordene Death-Metal-Album. Alles was an Doom 2016 episch, brutal, laut und aggressiv war, ist hier epischer, brutaler, lauter und aggressiver. Dabei gefallen mir sowohl die frische Bewegungsfreiheit, das neue Ressourcenmanagement mit Kettensäge, Flammenwerfer und Co. sowie die Ruhepausen mit Mini-Rätseln, Platforming und Levelerkundung richtig gut. Es entsteht ein großartiger Shooter-Flow, der durch die Intensitätsspitzen- und Täler noch mehr an Wucht gewinnt. Zwar finde ich die zahllosen Upgrade-Systeme fragwürdig und die Doom Fortress im Einstieg überflüssig. Aber die tolle Kulisse und das völlig überzogene Gewalt-Level zaubern mir immer wieder ein dümmliches Grinsen ins Gesicht, während ich mich zu Djent-Riffs durch Dämonen fräse. Doom Eternal hat für mich nach drei Stunden Spielzeit das Potential, schon im März die Krone für den „Shooter des Jahres“ zu erobern.
Lotus54 hat geschrieben: ?03.03.2020 19:18
Doom 3 fand ich spannender als Doom 4, weil es durch diese klaustrophobischen Räume, wo Dämonen lauerten, mir einen kalten Schauer über den Rücken trieb.
Als totaler Angsthase hätte ich das vermutlich nicht überlebt. Da war Doom (2016) schon angenehmer. Einfach abrotzen.
Lotus54 hat geschrieben: ?03.03.2020 19:18
Ich freue mich auf einer der spektakulärsten Shooter aller Zeiten.
Da stimme ich dir absolut zu! Kann es kaum noch abwarten. HypeTrain *ChuChuuu*
Ich habe in letzter Zeit schon viel zu viel vom eigentlichen Spiel gesehen, da gerade gefühlt Tag für Tag ein neues Video erscheint. Auf was ich mich richtig freue, ist erstmal das Spiel auf "normal" oder eine Schwierigkeitsstufe drüber durchzuspielen und danach den Master Level Modus anzugehen. Jetzt fehlt nur noch die Bestätigung dass es auf der Standard-PS4 mit 60fps läuft.
Doom 3 fand ich spannender als Doom 4, weil es durch diese klaustrophobischen Räume, wo Dämonen lauerten, mir einen kalten Schauer über den Rücken trieb. Doom 4 fand ich zu stereotypisch und kanalisiert. Gang zu einem Arsenal - dann Abriegelung - dann Ballerei und Schotten wieder auf. Aber was ich bisher bei Doom Eternal gesehen habe, macht mir richtig Laune. Bei ID Software hat man offensichtlich verstanden, wo die Schwächen lagen. Diese fantastisch gestalten Areale - sogar eine stimmungsvolle Winterlandschaft ist dabei - und diese vielen neuen Dämonen, die man in brachialer Action erledigen muss, ist schon hochgradig Gänsehaut fördernd. Und mit einer Waffenauswahl, die für eine ganze Armee reichen würde, die Brut der Hölle, mit effektvollen Glory Kills auszuknipsen, ermöglicht eine immer wieder neue spektakuläre Killer-Choreografie zu erschaffen, die den Adrenalinspiegel stets hoch hält. Ich freue mich auf einer der spektakulärsten Shooter aller Zeiten.
Also ich erinnere mich halt daran, wie ich gefühlt das ganze Spiel hindurch immer wieder dieselben Gegner gekillt habe, in immer denselben Arten von Wellen. Erst hat man ein paar Besessene und Imps, danach für gewöhnlich die Laserheinis, Nahkämpfer und Flieger und dann die Revenants und dicken Typen und Höllenbarone. Klar dazwischen sind dann noch diese Eye of the Beholder Typen oder Summoners und vielleicht ist die Gegnervielfalt auf dem Papier doch recht hoch aber für mich fühlt sich das Spiel halt so repetetiv an, dass sich das nicht nach viel anfühlt. Ich hau halt einen nach dem anderen in der immer gleichen Reihenfolge um und kenne alles schon nach ziemlich kurzer Zeit, so dass ich Stunde um Stunde, eben den immer gleichen Sachen begegne.
Ich habe noch mal Doom von 2016 durchgespielt und war semi-begeistert. Ja es war ein nettes, schnelles Spiel aber auf der anderen Seite. Erst mal lädt das Spiel ewig. Ich starte es und nach den nervigen Logos lädt es noch warum? Dann spiele ich weiter und wieder lädt es. Zwischendurch stockt es auch immer wieder auf recht nervige Art und dann ist das Spiel doch argh repetetiv. Es passt irgendwo gut als Nachfolger zum Original aus den 90ern aber auf der anderen Seite wirkt es nicht mehr so düster, da half auch das Blut nicht oder ein paar "gruselige" Darstellungen. Es ist einfach argh bunt. Dazu kommt eben, dass sich das Spiel ständig wiederholt, selbst die Gegnervielfalt ist ein völliger Witz und irgendwann zwingt einen das Spiel immer wieder dieselben Animationen abzurufen (Glory Kills eben), was ziemlich ermüdet. Alles in allem ganz nett aber für die 70 GB die es auf der Festplatte einnahm auch argh wenig. Das Spiel ist schnell durch, hat fast kontinuierlich denselben Ablauf, ist dabei wenig bis gar nicht herausfordernd und die meiste Zeit über versprühte es meiner Meinung nach sehr, sehr wenig Atmosphäre. Der Nachfolger sieht so aus wie man es erwarten würde, was irgendwo ja gut ist, gerade für Fans der 2016er Version. Ich persönlich aber finde bspw. das Laserschwert ziemlich unpassend (was ja auch schon in 2016 zusehen war). Es ist einfach zu betont bunt für meinen Geschmack. Ich denke im Budget-Bereich werde ich zuschlagen, da es für zwischendurch wirklich nett ist aber über nett geht es finde ich nicht hinaus.