Assassin's Creed Valhalla - Vorschau, Action-Adventure, PC, PlayStation 4, Xbox One, PlayStation 5, Xbox Series X, Stadia

 

Vorschau: Assassin's Creed Valhalla (Action-Adventure)

von Matthias Schmid



Entwickler:
Publisher: Ubisoft
Release:
17.11.2020
17.11.2020
2020
2020
17.11.2020
2020
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ab 58,48€
Spielinfo Bilder Videos
Eivor, die Säuferin

Für das letzte Story-Kapitel wechsle ich zu einem weiblichen Eivor - allein schon damit das Bildmaterial für unsere Video-Vorschau etwas abwechslungsreicher wird, spielerisch ändert sich dadurch nämlich nichts. Doch nach der großen Schlacht samt durchgemogeltem Bosskampf (siehe oben) wird zu meinem Erstaunen gar nicht weiter gefochten, sondern nur noch gefeiert: Die Hochzeit des jungen König Oswald mit der rauhen dänischen Schönheit Valdis (beide übrigens verbriefte historische Persönlichkeiten) entpuppt sich als launige, tatsächlich sehr schön inszenierte Aneinanderreihung von Dialogen und Mini-Spielen. Mal muss ich einen Säufer davor bewahren, vom Kirchendach in den Tod zu torkeln, an anderer Stelle nehme ich selbst an einem Trinkwettbewerb teil - und leere meine drei Hörner per Rhythmus-Minigame natürlich schneller als mein männlicher Kontrahent.

Skal! Bei einer Hochzeit nimmt Eivor an einem Trinkwettbewerb teil - und gewinnt natürlich.
Skal! Bei einer Hochzeit nimmt Eivor an einem Trinkwettbewerb teil - und gewinnt natürlich.
Die mal lustigen, mal etwas holprigen Dialoge befinden sich aktuell auf dem Niveau von Odyssey - und sind damit z.B. ein gutes Stück von The Last of Us Part 2 entfernt. Wie die Figuren miteinander agieren, wie sie sich in den Cutscenes bewegen oder den Mund öffnen - all das wirkt sauber und versiert, aber spielt aktuell noch nicht in der obersten Dialog-Liga mit. Nur Gutes kann ich dafür von der musikalischen Untermalung berichten: Egal ob mystisch-hypnotische Gesangsstrophen in einer nordischen Sprache, akustische Einlagen während der Bootsfahren oder treibende Kriegstrommeln - die Stücke von Jesper Kyd (Ezio-Trilogie), Schachner (Origins) und Serienneuling Einar Selvik, der für den nordischen Einfluss sorgt, haben mir bislang ausgesprochen gut gefallen.

Mystischer Kampf: In einem Steinkreis begegnet man den Figur Cordelia, die einem mit Blitzattacken das Leben schwer macht.
Mystischer Kampf: In einem Steinkreis begegnet man den Figur Cordelia, die einem mit Blitzattacken das Leben schwer macht.
Viele kleine Aspekte von Assassin’s Creed Valhalla habe ich in meinen drei Spielstunden ebenfalls ausprobieren können: Das Ausspähen der Umgebung per Rabe funktioniert, wie man es aus der Serie kennt, das Tauchen in den (vermutlich ziemlich kalten) Gewässern erinnert an die Mechanik aus Odyssey. Noch nicht enthalten waren Features wie die Individualisierung meiner Figur mit Tattoos oder der Ausbau meiner Wikinger-Siedling. Kopfgeldjäger, die wie in Griechenland Jagd auf meinen Assassinen machen, sind mir bislang nicht begegnet - doch ein ähnliches System hat es ins Spiel geschafft: Mächtige Kämpfer, so genannte Drengr (das altnordische Wort für Krieger), warten jenseits des Story-Korsetts an allerlei Orten auf Eivor. Einen davon habe ich an einem Fischerteich entdeckt, wo er mit seinem Sohn lebt. Aber natürlich war der Bursche nicht bloß ein simpler Fischer, sondern zeigte mir im Kampf schnell, wo der Frosch die Locken hat. Ich freue mich, es ihm in der fertigen Version im Herbst heimzahlen zu können…
 

AUSBLICK



Meine generelle Begeisterung für ein Assassin’s-Creed mit Wikingern konnten diese drei Spielstunden noch nicht recht entfachen: Die serientypisch nie sonderlich taktischen Kämpfe fühlen sich in Valhalla bisher ordentlich an, als deutlich verbessert im Vergleich zu Origins oder Odyssey empfinde ich sie aber bislang nicht. Die Dialogregie ist handwerklich gut, doch auch hier besteht Luft nach oben - z.B. was die Natürlichkeit der Figuren betritt. So richtig verzückt hat mich, neben der tollen Soundkulisse, dafür die wildromantische Landschaft Englands: Die virtuellen Auen, Hügel und Gemäuer sehen klasse aus, sie erinnern mich in ihrer Verträumtheit an die Gemälde von Caspar David Friedrich. Auch die Hochzeitsfeierlichkeiten am Ende der Demo, mit den unaufdringlichen Minispielen und der entschleunigten Geselligkeit, empfand ich als sehr angenehm. Ich hoffe sehr, dass mich diesmal auch die Geschichte mehr abholt als es in Odyssey der Fall war. Denn nur zu gerne würde ich erfahren, welche Bünd- und Wagnisse mein Eivor eingehen muss, um in dieser doch recht unverbrauchten Kombination aus Land und Ära für Frieden und Eintracht zu sorgen.

Einschätzung: gut

Vergleichbare Spiele

Kommentare

Nuracus schrieb am
ToterDodo hat geschrieben: ?
20.07.2020 17:53

Das schlimmste ist das manche Medien, wie anscheinend auch 4players, weiterhin Werbung für Ubisoft machen und alles andere totschweigen.
Nunja weil Redaktion und Marketing getrennt sind, zum Glück.
herrgottsaggrament schrieb am
ToterDodo hat geschrieben: ?
20.07.2020 17:53
Nach den ganzen Enthüllungen über Ubisoft in den letzten Wochen sind deren Spiele für mich nicht mehr kaufbar.
Vergewaltiger und Mobber in den Chefetagen wurden von Ubisoft jahrelang geschützt, nun nachdem ein Gerichtsverfahren anläuft, wurden ein paar entlassen, aber natürlich "ehrenhaft" mit vollen Gehaltszahlungen und Bonus.
Dieses Verhalten war nicht das Problem weniger Leute bei Ubisoft, dass durchzog praktisch alle oberen Ränge und selbst "niedere" Projektleiter taten es den Bosses nach. Ubisofts "Human Ressources" Abteilung versuchte nicht die Opfer zu schützen, sondern schützte die Täter und bedrohte die Opfer.
Es wurden nun ein paar wenige dieser wirklich ekelhaften Leute "geopfert", wie gesagt mit Bonuszahlungen zum "Abschied", aber die meisten sitzen nach wie vor fest in ihren Stühlen. Es bleibt zu hoffen, das einige von denen wirklich im Gefängnis landen.
Das schlimmste ist das manche Medien, wie anscheinend auch 4players, weiterhin Werbung für Ubisoft machen und alles andere totschweigen.
Ubisoft ist der letzte Dreck und produziert auch entsprechend - füttert zwar mit ordentlicher Grafik aber mit mieser Programierarbeit. Valhalla wird das neuste Müllprojekt - Assassins Creed wurde ausgepresst wie eine Zitrone - Valhalla wird eine Lachnummer, langweilig bis dort hinaus und am Rande bemerkt hatten Wikinger keine Assassinen - Norweger lachen über diesen Schwachsinn.....
Eigentlich eine bodenlose Frechheit Gamer für so dumm zu verkaufen, da könnte man auch wieder Spiele aus den 80ern zu Releasen oder zu Remaken, vielleicht haben wir es die älteren Zocker vergessen....
ToterDodo schrieb am
Nach den ganzen Enthüllungen über Ubisoft in den letzten Wochen sind deren Spiele für mich nicht mehr kaufbar.
Vergewaltiger und Mobber in den Chefetagen wurden von Ubisoft jahrelang geschützt, nun nachdem ein Gerichtsverfahren anläuft, wurden ein paar entlassen, aber natürlich "ehrenhaft" mit vollen Gehaltszahlungen und Bonus.
Dieses Verhalten war nicht das Problem weniger Leute bei Ubisoft, dass durchzog praktisch alle oberen Ränge und selbst "niedere" Projektleiter taten es den Bosses nach. Ubisofts "Human Ressources" Abteilung versuchte nicht die Opfer zu schützen, sondern schützte die Täter und bedrohte die Opfer.
Es wurden nun ein paar wenige dieser wirklich ekelhaften Leute "geopfert", wie gesagt mit Bonuszahlungen zum "Abschied", aber die meisten sitzen nach wie vor fest in ihren Stühlen. Es bleibt zu hoffen, das einige von denen wirklich im Gefängnis landen.
Das schlimmste ist das manche Medien, wie anscheinend auch 4players, weiterhin Werbung für Ubisoft machen und alles andere totschweigen.
huibuh schrieb am
Gimli276 hat geschrieben: ?
14.07.2020 20:02

Das kann man schon nicht klein reden. Auch die Umrisse der Städte und die Platzierung der Gebäude ist weitesgehend identisch zu den bekannten Ruinen und ihren Umrissen.
Es wird viel an individuellen Gebäuden gespart, aber wie individuell können Lehmhütten zu diesen Epochen sein? Die einmaligen Gebäude und Skulpturen hingegen waren durchaus gelungen.
Das ja richtig und war auch der große Pluspunkt von ACO, aber das eigentliche Spiel ist immer! die gleichen 2,3 Dinge machen und es ändert sich nichts. Alle Camps, Festungen usw sind gleich. Alle Gegnertypen und es spielt sich durch die Levelanpassung auch alles gleich. Noch nie so ein repetitives Spiel gespielt (letztes AC davor war BF) und dadurch habe ich es dann auch nach vielen Stunden zur Seite gelegt. Die Welt ist dazu auch noch viel zu groß.
Bachstail hat geschrieben: ?
14.07.2020 14:26
Aber ich finde die Open World von Odyssey alles andere als langweilig, repetitiv und schon gar nicht generisch, als jemand, der schon so einige Open World-Titel gespielt hat, kann ich für mich sagen, dass die Open World in Odyssey definitiv eine der besseren, wenn nicht gar eine der besten Open Worlds ist.
Bist du dir sicher, dass du ACO gespielt hast? :lol:
Gimli276 schrieb am
Das was in Origins und in Odyssey so hochwertig an der Open World war, war einfach die Tatsache, dass viele Details bei den NPC's zu bestaunen gab, die einem als Gamer eher in der virtuellen Tour aufgefallen sind, denn im richtigen Gameplay. Da stehen die Leute nicht rum, da wird in der Färberei richtig gearbeitet, in den Tempeln wird mumifiziert oder sonstige rituelle Gepflogenheiten ausgeführt, Öl wird gepresst, Papyrus wird hergestellt usw.
Das kann man schon nicht klein reden. Auch die Umrisse der Städte und die Platzierung der Gebäude ist weitesgehend identisch zu den bekannten Ruinen und ihren Umrissen.
Es wird viel an individuellen Gebäuden gespart, aber wie individuell können Lehmhütten zu diesen Epochen sein? Die einmaligen Gebäude und Skulpturen hingegen waren durchaus gelungen.
Seht es hinsichtlich Valhalla positiv, die Trilogie endet scheinbar damit und im Anschluss folgt ein "neueres" AC. Potenzial haben die Spiele weiterhin und ich kenne auch sonst keine Spiele, die historische Persönlichkeiten so authentisch in ein fiktives Korsett schnüren. Es ist halt alles weichgespült, weil Ubi eben alle seine Spiele weichspült. Letztlich wird aber auch niemand gezwungen die Serie zu konsumieren. Gibt ja genug andere, bessere Spiele...
schrieb am