Liberated - gc-Vorschau, Adventure, PC - 4Players.de

 

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Liberated (Adventure) von L.INC / Walkabout
Tech-Noir im Comicstil
2D-Adventure
Entwickler: Atomic Wolf
Publisher: L.INC / Walkabout
Release:
2019
2019
2019
2019
Spielinfo Bilder Videos
Liberated ist eine interaktive Graphic Novel, die uns einen dystopischen Blick in die nahe Zukunft gewährt. Dabei sorgt die Mischung aus Comicbuch und Adventure für ein ungewöhnliches Spielkonzept. Wir haben uns Liberated auf der gamescom angesehen und verraten euch in der Vorschau, ob der Mix funktioniert.

Die Zukunft sieht düster aus

Der technologische Fortschritt, der das Leben vereinfachen und bequemer machen sollte, dient der Regierung als perfektes Überwachungsinstrument: Ob Zahlungssysteme, Geräteordnung oder Social Media – jeder Mensch hinterlässt Daten im Netz, die von den Behörden genutzt werden, um ihn zu kontrollieren und zu manipulieren. Doch eine Widerstandsgruppe stellt sich den Machenschaften dieses autoritären Regimes in den Weg: Liberated.

Mix aus Comic und Spielsequenzen

Wie in einem Comicbuch beginnt das Spiel mit dem Aufschlagen der ersten Seiten. Nach und nach erscheinen Bilder und Sprechblasen, die die Geschichte von Barry Edwards erzählen, der erst einmal einfach nur die nächste U-Bahn erreichen möchte. Das nächste Panel öffnet die erste spielbare Szenerie: Ein Sidescroller, in dem der Protagonist mithilfe von Quick-Time-Events seinen Weg über Gepäckstücke und an Passanten vorbei suchen muss, um seine Bahn rechtzeitig zu erreichen. Dabei kommt es auf Schnelligkeit an, denn seid ihr zu langsam, fährt der Zug ab und ihr müsst die Sequenz wiederholen.

Barry Edwards, kurz bevor er ins Visier des autoritären Regimes gerät
Barry Edwards, kurz bevor er ins Visier des autoritären Regimes gerät
Interessanter Genremix

Weitere Seiten werden aufgeschlagen und die Handlung weitergesponnen. Dabei sind die immer wieder auftauchenden Spielsequenzen abwechslungsreich gestaltet. Manchmal geht es um bloße Entscheidungen wie Weglaufen oder Stehenbleiben. Dann wiederum um kleine Shooter-Sequenzen, in denen Drohnen abgeschossen werden müssen, oder Stealth-Action, um Polizei-Patrouillen heimlich zu umgehen.

Wir sind Liberated!

Währenddessen gerät Barry Edwards in einen Konflikt mit der Polizei und wird von einem plötzlich auftauchenden Mann mitgenommen, der aus vorerst mysteriösen Gründen von den Überwachungsinstrumenten der Regierung nicht gescannt oder erfasst werden kann. Doch schnell erfährt Barry: Dieser Mann gehört zu Liberated und er ist da, um ihn zu einem Teil der Widerstandsbewegung zu machen. Ein wenig erinnerte der Anfang an Filme wie Matrix oder Sin City und an die Internetbewegung Anonymous.

Immer wieder wechselt der Comic auf Adventure-Elemente.
Immer wieder wechselt der Comic zu Adventure-Elementen.
Unterschiedliche Blickwinkel


Der wunderschön gezeichnete Schwarz-Weiß-Stil des Comics passt hervorragend zur düsteren Story.  Doch so klar strukturiert wie die Grafiken soll die Handlung selbst nicht sein. So wird die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven erzählt: Neben Barry, der sich der Widerstandsbewegung anschließt, soll zu einem späteren Zeitpunkt auch aus der Sicht eines regierungstreuen Polizisten gespielt werden können, der natürlich eine ganz andere Meinungen zu dem Geschehen hat. So soll der Spieler immer wieder herausgefordert werden: Was bedeutet richtig und falsch, gut und böse? Und für welche Seite würdest du dich entscheiden?
 

AUSBLICK



Düster und spannend: Die interaktive Graphic Novel fasziniert mit dystopischer Story bestehend aus vier Kapiteln und interessantem Spielkonzept. Die Spielzeit soll etwa vier bis fünf Stunden betragen. Besonders ungewöhnlich ist die optische Gestaltung des Spiels. Es fühlt sich die gesamte Zeit so an, als würde man ein digitales Comicbuch lesen. Die Seiten blättern sich um, der Blick wechselt von einem Panel zum nächsten, die sich langsam aufbauen. Die Adventure-Sequenzen fügen sich harmonisch in das Spielgeschehen ein und sorgen sowohl für Spannung als auch für Abwechslung. Doch auch die Story übt aufgrund ihres realistischen Ansatzes eine unbehagliche Faszination aus und lädt zum Nachdenken über moderne Technologien und die Kontrolle über Informationen ein. Sollten sowohl die Perspektivwechsel nachvollziehbar und emotional gelingen, als auch die Story bis zum Ende spannend bleiben, könnte Liberated eine außergewöhnliche Adventure-Erfahrung werden.

Einschätzung: sehr gut / Fit4Hit


Zum Special: Highlights der gamescom 2019

Kommentare

4P|Maja schrieb am
benstor214 hat geschrieben: ?
23.08.2019 11:49
Richtung und falsch? Hat da auto-correct wieder sabotiert? :D
Danke fürs Bescheid sagen. Hat ein Kollege wohl schon korrigiert. :smile:
benstor214 schrieb am
Richtung und falsch? Hat da auto-correct wieder sabotiert? :D
James Dean schrieb am
Flasht mich nicht wirklich, zumal die Thematik gegenwärtig vollkommen überholt und langweilig ist. Überwachung ist keine dystopische Angst mehr. Hätten sie den Klimawandel und dessen Folgen verarbeitet, wäre es deutlich aktueller und spannender gewesen. Aber so wird das keinen Neckbeard aus dem Keller hervorlocken.
schrieb am