Destroy All Humans! - E3-Vorschau, Action, PC, PlayStation 4, Xbox One - 4Players.de

 

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Destroy All Humans! (Action) von THQ Nordic
Das Ende naht!
Action
Entwickler: Black Forest Games
Publisher: THQ Nordic
Release:
2020
2020
2020
Vorbestellen
ab 39,99€
Spielinfo Bilder  

Das THQ-Alien ist zurück: Im Remake von Destroy All Humans stattet Crypto der Erde wieder einen Besuch ab und hat es bei seiner Suche nach Furon-DNA auf die Menschheit abgesehen. Auf der E3 konnten wir uns ein Bild davon machen, ob Black Forest Games den Titel aus der PS2-Ära an den richtigen Stellen anpackt.



Von Grund auf neu

Für den modernen Anstrich hat das deutsche Team den Titel mit Hilfe der Unreal Engine von Grund auf neu entwickelt. Zwar darf man kein grafisches Wunderwerk erwarten, aber vor allem, wenn man an Bord des UFOs diverse Gebäude dem Erdboden gleich macht, gibt es ein paar nette Effekte zu sehen. Darüber hinaus wirkt die frisch texturierte Spielwelt deutlich detailverliebter und lebendiger, wenn sich z.B. das Gras im Wind wiegt oder die Samen von Pusteblumen sanft durch die Gegend schweben. Zwar peilen die Entwickler leichte grafische Verbesserungen für leistungsfähigere Systeme wie den PC oder die stärkere Konsolen an, doch will man auf allen Plattformen eine ähnliche Performance mit einer Darstellung von 30 Bildern pro Sekunde realisieren. Daher ist es derzeit noch offen, ob auch eine theoretisch mögliche Umsetzung für Switch die sechs großen Open-World-Bereiche mit einer akzeptablen Bildrate darstellen könnte.

Mehr als nur ein Grafik-Update

Nicht nur hinsichtlich der Technik, sondern auch der Mechanik wird das Spiel modernisiert. So reicht im Remake ein einfacher Tastendruck, um die Telekinese zu aktivieren, mit der man allen erdenklichen Objekte aufnehmen und durch die Gegend schleudern kann. Zudem ist es möglich, parallel dazu andere Angriffe zu starten oder Fähigkeiten zu nutzen. Zudem gewährt man Crypto jetzt mehr Zeit in der Luft als beim Original. Dort endete ein Abstecher ins kühle Nass schnell tödlich. Im Remake zückt das aggressive Alien bei Kontakt mit Wasser dagegen seinen Schutzschild und wandelt ihn kurzerhand in eine Surf-Unterlage um. Neu ist auch die Möglichkeit, Heuballen in Feuer zu setzen, bevor man sie auf die Gegner schleudert.

Insgesamt soll sich Crypto nicht nur intuitiver steuern, sondern auch spürbar agiler sein als im Original. Dazu tragen auch neue Ausweichbewegungen, ein Dash oder das Umkreisen von Gegnern bei, die man dank des neuen Lock-On-Features immer im Fadenkreuz halten kann. Mit der Fähigkeit, die Gedanken von Menschen zu lesen, hat außerdem ein Spielelement den Weg ins Remake gefunden, das ursprünglich erst beim zweiten Teil enthalten war. Auch die Art, wie man Munition erstellt, hat Black Forest Games aus dem Nachfolger übernommen. Die damaligen Render-Videos weichen außerdem Zwischensequenzen, die mit der Unreal Engine

Er ist wieder da: Crpyto hat es auf die gesamte Menschheit abgesehen!
Er ist wieder da: Crypto hat es auf die gesamte Menschheit abgesehen!
erstellt wurden. Sämtliche Figuren werden außerdem via Motion Capturing animiert, auch wenn mir der gewählte Stil persönlich nicht sonderlich zusagt.

Entdeckung der verlorenen Mission

Zwar wird beim Remake von Destroy all Humans viel runderneuert, doch bei einer Sache bleibt man dem Original treu: Die Sounddateien mit der englischen Sprachausgabe bleiben unangetastet und werden lediglich durch neue Aufnahmen mit den Original-Akteuren von damals ergänzt, um z.B. neue Tutorials zu vertonen. Anders sieht es bei der deutschen Version aus, die mit komplett neuen Sprachaufnahmen aufwarten soll.

Zudem werden selbst Kenner noch eine Überraschung erleben: Bei ihren Nachforschungen sind Black Forest Games im Programmcode des Originals auf eine „verlorene Mission“ gestoßen, die wohl nahezu fertiggestellt wurde und ein sinnvolles Bindeglied innerhalb der Story dargestellt hat, aber nie umgesetzt wurde. Für das Remake will das Team die besagte Mission anhand der gefundenen Daten jedoch restaurieren und an der angedachten Stelle in die Kampagne einfügen.

 

 

AUSBLICK



Wer schon damals Spaß hatte, mit Crypto die Zerstörung der Menschheit anzupacken, dürfte mit dem modernisierten Remake des Spiels aus der PS2-Ära ähnlich viel Spaß haben wie solche, die zum ersten Mal mit dem schießfreudigen Alien Chaos verbreiten wollen. Der Kern bleibt zwar erhalten, doch will Black Forest Games neben der Technik auch an der Spielmechanik schrauben, um ihm einen moderneren Touch zu verleihen oder Frustmomente von damals zu vermeiden. Diese leichten Anpassungen wirken durchaus sinnvoll, denn die herrlich abgedrehte Mentalität des Originals bleibt davon unberührt und legt angesichts neuer Möglichkeiten sogar noch zu. Trotzdem wäre es für einen kleinen Nostalgie-Flash schön, wenn man wie bei den Neuauflagen von Halo oder Monkey Island zwischen alter und neuer Grafik umschalten könnte - auch um schlichtweg zu demonstrieren, was man bei der Restaurierung geleistet hat. Auch würden Hardcore-Fans sicher einen Modus begrüßen, in dem man mit der ursprünglichen Mechanik ans Werk gehen könnte. Trotzdem ist man bei Black Forest Games derzeit auf einem guten Weg, das Comeback von Destroy all Humans mit der bewährten Prise Humor sowie sinnvollen Anpassungen zu meistern.

Einschätzung: gut

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