Microsoft Flight Simulator - Vorschau, Simulation, PC

 

Vorschau: Microsoft Flight Simulator (Simulation)

von Marcel Kleffmann



Microsoft Flight Simulator: Die ganze Welt als Flug- und Spielplatz
Die ganze Welt als Flug- und Spielplatz
Publisher: Microsoft
Release:
18.08.2020
kein Termin
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ab 69,98€
Spielinfo Bilder Videos

Nach langer Durststrecke wird am 18. August der Microsoft Flight Simulator auf PC via Steam, Microsoft Store und Xbox Game Pass abheben - knapp vierzehn Jahre nach dem Flight Simulator X (2006). Wir haben mit unterschiedlichen Flugzeugen die komplett nachgebildete Erde erkundet und unsere Eindrücke in der Vorschau festgehalten.



Eine Simulation und nichts anderes

Auch im neuesten Ableger der bereits 1982 etablierten Reihe wird der Begriff Simulation großgeschrieben. Der federführend von Asobo in Frankreich entwickelte Titel ist eine waschechte Flugsimulation, die sich durch viele Assistenzsysteme, Automatismen und Vereinfachungen ausführlich anpassen lässt. Einen kinderleichten Arcade-Modus sollte man nicht erwarten. Aktuell kann man 33 Assistenz-Optionen verändern, die bei der Flugsteuerung, der Abarbeitung der Checkliste vor dem Start, der Navigation, der Kommunikation mit der Flugverkehrskontrolle (ATC) usw. helfen.

Praktischerweise stehen drei Schwierigkeitsmodi zur Auswahl, aber selbst mit "All Assists" ist die Fliegerei nicht ohne. Zum Glück gibt es ein ausführliches Tutorial, in dem man in acht Kapiteln relevante Aspekte des Fliegens beigebracht bekommt - angefangen mit dem Blick auf dem Fenster. Nach Abschluss der Flugschule kann man starten, landen, die Höhe halten, die Geschwindigkeit anpassen und wird angehalten, nicht allzu hektische Manöver zu fliegen. Für einen spontanen Flug bei unkompliziertem Wetter ist man nach dem dritten Tutorial-Kapitel bereits fit - wenn man von der Landung absieht...

Möchte man mit weniger Unterstützung fliegen, sich mit anderen Flugzeugen anfreunden und den Wetter-, Wind- und Sichtbedingungen trotzen, ist wesentlich mehr Einarbeitungszeit erforderlich. Aber es ist ja auch eine Simulation, die Zeit, Geduld und Fingerspitzengefühl erfordert.

Tastatur, Maus und Controller

Die 3D-Wolken sehen beeindruckend aus. Fliegt man in die dichten Wolken, ist die Sichtweite auch gleich null.
Die 3D-Wolken sehen beeindruckend aus. Fliegt man in die dichten Wolken, ist die Sichtweite auch gleich null.
Apropos Fingerspitzengefühl: Die vollständig anpassbare Standard-Steuerung mit der Tastatur (Numpad) und Maus geht in Ordnung, obwohl die Flugzeuge ziemlich abrupt auf Höhenänderungen reagieren. Oftmals reicht es aus, die Tasten nur zu streicheln, um nicht zu starke Reaktionen auszulösen. Mit einem Controller steuert sich das Flugzeug wesentlich genauer und geschmeidiger. Letztendlich waren wir mit einer Mischung aus Controller zur Flugsteuerung und Tastatur für Kommandos plus Mauseinsatz ganz zufrieden. Flightsticks und Yokes konnten wir mangels Hardware nicht ausprobieren, aber mit dieser Peripherie-Hardware dürfte sich die Flugsteuerung besser anfühlen. Im Test werden wir auf diese Aspekte eingehen!

Alternativ zu den Tastaturkürzeln können in den unfassbar detailverliebt nachgebildeten Cockpits alle Schalter einzeln mit der Maus angeklickt und betätigt werden. Sämtliche analogen Instrumente, Knöpfe, Transponder, Radar und Bordcomputer im Cockpit funktionieren übrigens und je nach Sonnenstand sind die Instrumente schwerer ablesbar.

Die Simulation der Flugwelt

Alle im Cockpit platzierten Instrumente funktionieren tatsächlich und können bedient werden. Derweil vereisen langsam die Scheiben.
Alle im Cockpit platzierten Instrumente funktionieren tatsächlich und können bedient werden. Derweil vereisen langsam die Scheiben.
Die Komplexität der Simulation ist wirklich beeindruckend. So werden die Aerodynamik und die auf das Flugzeug wirkenden physikalischen Kräfte an bis zu 1.000 Stellen der Flugzeugoberfläche berechnet. Luftströme, Luftmassen, Wolkenbildung und Winde werden simuliert, wobei selbst leichter Wind spürbaren Einfluss auf die Flugsteuerung hat. Das geht sogar so weit, dass Auftrieb und Turbulenzen direkt mit der lokalen Temperatur zusammenhängen. Sämtliche Wolkentypen in der Atmosphäre, allesamt in 3D mit volumetrischem Regen und dynamischen Wasser- sowie Vereisungseffekte, werden aufgeboten. Die Wettereffekte profitieren von den Live-Wetterdaten, die von Meteoblue geliefert werden. Hinzukommen Live-Flugdaten von Flugzeugen aus der realen Welt, echte Flugrouten sowie aufwändiger Funkverkehr.

Für fortgeschrittene Flugsimulanten sieht es dann so aus: Flugplan einrichten und Wegpunkte setzen, die Checkliste im Cockpit durchgehen, Taxi spielen, Funkgespräche führen, Startvorbereitung treffen, abheben, Reiseflughöhe erreichen, Autopilot setzen, ATCs wechseln, Landeanflug starten, am Ziel landen, zum Gate fahren. Das Passagieraufkommen wird leider nicht simuliert.

Kommentare

l@@pingflyer schrieb am
Ich weiß nicht wie oft jetzt hier schon geschrieben wurde, dass der MSFS durchaus ein (mechanisches) Schadensmodell HAT. Sonst wäre er in der Tat kein Simulator. Es ist bei den derzeit aktuellen Flugsimulatoren auch durchaus so, dass es nach einer gewissen Zeit AddOn Flugzeuge gibt, die z.B. auch visuell ein Flame Out bei unsachgemäßer Handhabung der Triebwerke simulieren, oder geplatzte Reifen sowie abreißende Landeklappen, wenn diese bei zu hoher Geschwindigkeit ausgefahren werden. Auf all diese Dinge muss nämlich ein Pilot richtig zu reagieren lernen. Nur will in der Simulationsgemeinde eben niemand eine am Boden zerschellende Maschine sehen, oder gar einstürzende Wohnhäuser. Da gibt es nämlich nichts was daraus zu lernen wäre, das wäre pure Sensations- bzw. Zerstörungslust, die in solchen Sims nichts verloren hat. Das ganze Genre stand 2001 nach 9/11 stark in der Kritik, seitdem ist man mit solchen Dingen eben sensibel geworden.
Gaspedal schrieb am
Levi  hat geschrieben: ?
Gestern 15:43
Sehs mal so: ich finde den Wunsch danach merkwürdig, trägt er doch nichts zur eigentlichen Simulation bei.
Doch, ein Flugzeugabsturz inkl. Schadensmodell gehört auch zu Simulation wie es auch in der realen Welt der Fall ist. Genauso wie das wegbrechen des hinteren Teils bei harter Landung usw. Gibt doch zig Videos auf Youtube. Aber nein, es wird einfach nur Schwarz.... tolle Simulation. Selbst X-Plane 11 bietet da mehr.
Gaspedal schrieb am
Nur weil ich ein Schadensmodell sehen will? Das was Du willst ist dann ein GeoSimulator...
Dann fliege doch mit ein Ballon (oder benutze gleich Google Earth) wenn Du alles nur aus der Luft genießen willst, warum willst Du dann ein Flugzeug fliegen?
Auch Risiken gehören zu eine Simulation! Wenn ich ein Autorennen fahre muss ich auch damit rechnen dass mir der Reifen platzt und ich gegen die Leitplanken fahre. Dann sieht man auch wie das Auto demoliert wird und die gelben Fahnen schwenken!! Da will dann keiner ein schwarzes Bild sehen. DAS macht eine Simulation aus. Aber das wäre ja dann für Dich eine Katastrophensimulation und kein Autorennen mehr, alles klar.
Das Fehlen von Schadensmodell ist ein großes Minuspunkt bei MFS2020. Das ist die Tatsache!
Levi  schrieb am
Was du willst, ist eine Katastrophensimulation. Keine Flugsimulation.
Gaspedal schrieb am
l@@pingflyer hat geschrieben: ?
Gestern 14:56
Gaspedal hat geschrieben: ?
02.08.2020 13:17
...Ich hätte auch gerne gesehen wie mein Flugzeug sich dann in einzelne Teile zerlegt und brennt.
Ganz ehrlich: Spiel' GTA 5 oder meinetwegen IL-2 Sturmovik.
Das gehört einfach dazu wenn es eine Simulation sein soll. Keiner spielt FS2020 um ständig abzustürzen, aber ich will Notlandungen hinlegen können auch wenn dabei ein Teil des Flügels wegbricht usw. und will sehen wie ich das Flugzeug noch retten kann. Evtl. kommen die Löschfahrzeuge und löschen dann ein brennendes Triebwerk!! DAS gehört zu eine Simulation und sowas haben sogar SIMS auf Amiga 500 vor 30 Jahren schon angeboten. Fehlt das drumherum, bleibt MFS2020 nur ein GeoSimulator mit ein Flugzeug als Mauszeiger.
Nach Deiner Logik müsste man alle Rennsimulationen auch so machen und sobald einer gegen eine Leitplanke fährt soll es einfach nur schwarz werden. Das ist dann OK für Dich? Dann kannst Du auch schreiben dass er dann Wreckfest spielen soll.
Es soll eine Simulation sein und was gehört zum Fliegen wenn man es simulierien will?
- Das Flugzeug selbst
- Die Flugeigenschaften
- Die Steuerung
- Funktechnik bzw. Kommunikation mit Tower
- Das Wetter und die geographische Darstellung der Umgebung
- Landen und Starten
- Defekte am Flieger (Schadensmodell)
- Notlandungen und Abstürze
- Bodenpersonal am Flughafen
Das alles bildet das Gesamtpaket für eine Simulation, fehlt ein Teil davon, ist das Paket eben nicht Vollständig! Punkt Ende.
schrieb am

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