Outriders - Vorschau, Shooter, PC, PlayStation 4, Xbox One, PlayStation 5, Xbox Series X

 

Um dieses Feature zu nutzen, musst du
"4Players pur" nutzen:

Du hast schon einen pur-Account? Dann logge dich ein!
Noch kein pur-Nutzer? 4Players pur – Zahl, was du willst!

Hinweis schließen.


Outriders (Shooter) von Square Enix
Gears of Destiny
Shooter
Entwickler: People Can Fly
Publisher: Square Enix
Release:
Q4 2020
Q4 2020
Q4 2020
Q4 2020
Q4 2020
Spielinfo Bilder Videos
People Can Fly, das Studio hinter Painkiller und Bulletstorm, hatte keinen Bock mehr auf Gears of War und Fortnite: 2015 haben sie sich von Epic Games freigekauft, 2020 soll ihr neues Projekt endlich für Furore sorgen: Outriders wird ein kooperativer Third-Person-Shooter mit reichlich Destiny-Anleihen, und sicher eines der blutrünstigsten Spiele des Jahres. Wir sind nach Warschau gereist und haben vier actiongeladene Stunden mit dem Titel verbracht!

Outwer?



Rendertrailer-only-Präsentationen zu neuen Spielen sind keine gute Sache! Auf der letzten E3 waren selbst die Miyazaki-Martin-Promi-Hochzeit Elden Ring oder die Rückkehr der PC-RPG-Legende Baldur's Gate 3 kaum mehr als Randnotizen. Noch schlechter erging es Deathloop und GhostWire: Tokyo: Die Titel stammen zwar von renommierten Studios (Arkane bzw. Tango), wenn man sich abseits der schönen, vorberechneten Bilder aber so gar keinen Reim darauf machen kann, welche Art Spiel da überhaupt entsteht, ist es schwierig, Interesse beim gemeinen Zocker zu wecken. Oder mit wie vielen eurer Kollegen habt ihr schon (vor-)freudig über Deathloop oder eben Outriders, das im Rahmen der letztjährigen Square-Enix-Konferenz enthüllt wurde, geschnackt? Genau!

Sieht man bei Outriders aber genauer hin, wird das Projekt interessant. Dessen polnischer Entwickler People Can Fly hat eine bewegte Vergangenheit hinter sich: 2004 betraten sie die PC-Bühne mit dem Paukenschlag Painkiller - der schnelle Ego-Shooter mit der ikonischen Pflock-Knarre verdiente sich 82 Spielspaßpunkte. Originalzitat von Tester Paul: „Eine gute platzierte Rakete lässt einen den Frust des Tages schnell vergessen.“ Der 2011 veröffentlichte, rasch indizierte, mittlerweile aber von der BPjM-Liste gestrichene Spaß-Shooter Bulletstorm sahnte in der 2017er Überarbeitung Full Clip Edition gar unseren Gold-Award ab. Was nur wenige wissen: Bereits seit 2007 war Unreal-(Engine-)Erfinder Epic Mehrheitseigner des polnischen Studios. 2012 wurde People Can Fly dann vollständig von Epic aufgekauft, inklusive Namensänderung und neuen Aufgaben: Epic Games Poland bekam mit Judgment nicht nur eine eigene Gears-of-War-Episode, sondern durfte auch an der Entwicklung von Fortnite mitwirken. Derweil verließ People-Can-Fly-Gründer Adrian Chmielarz das Studio und eröffnete kurzerhand ein neues: The Astronauts veröffentlichten 2014 das starke Horror-Adventure The Vanishing of Ethan Carter und arbeiten aktuell am Magie-Shooter Witchfire.

Diese SciFi-Barracken stellen die Basis der Outrider dar - ein weiße Linie weißt den Weg zur nächsten Mission.
Diese SciFi-Barracken stellen die Basis der Outrider dar - ein weiße Linie weißt den Weg zur nächsten Mission.
Nach dem 2013er Release von Gears of War: Judgment verschob Epic seinen Fokus zunehmend in Richtung Free-to-Play - und damit weg von den Interessen der ehemaligen People-Can-Fly-Truppe. 2015 erfolgte bereits die Blitzscheidung, mittels so genanntem Management-Buy-out-Verfahren. Der neue Chef Sebastian Wojciechowski bekräftigte in einem Interview mit dualshockers.com: „Wir hatten das Glück, dass Tim Sweeney und die Epic-Führungsetage faire und ehrliche Leute sind (…) und uns die fantastische Möglichkeit gegeben haben, wieder ein unabhängiges Entwicklerstudio zu werden.“ Seitdem ist die Truppenstärke von People Can Fly eigenen Angabe zufolge rasant gewachsen, von 40 auf 230 Mitarbeiter; Niederlassungen im polnischen Rzeszow und englischen Newcastle wurden eröffnet. Und mit Square Enix konnte ein finanziell potenter Publishingpartner für Outriders gewonnen werden, das - wenig überraschend - das bisher ambitionierteste und größte Projekt der Polen sein soll.

Auch für PS5 und Xbox Series X

Zwischen Ballern und Blut gibt es einige Zwischensequenzen - die Figuren sind bisher keine Frohnaturen.
Zwischen Ballern und Blut gibt es einige Zwischensequenzen - die Figuren sind bisher keine Frohnaturen.
Erscheinen soll Outriders im Weihnachtsgeschäft 2020 - nicht mehr im Sommer, wie im ersten Trailer prognostiziert. Und dann natürlich auch für die beiden Next-Gen-Konsolen Playstation 5 und Xbox Series X, das hat Square Enix im Rahmen unseres Besuchs in Polen bestätigt. Für die Presse stand vor Ort jedoch ein schneller Rechner als Anspiel-Plattform zur Verfügung, wahlweise war Outriders mit Maus/Tastatur oder Gamepad spielbar. In technischer Hinsicht wurde die aktuelle Version noch massiv von Tearing geplagt, dafür waren Bildrate und Steuerung schon sehr angenehm. Bei einem Titel, der erst in acht oder neun Monaten erscheinen wird, ist natürlich klar, dass dem Team Zeit für technische Feinpolitur bleibt, ob die generelle Grafikqualität allerdings noch so einen Boost bekommt, dass es Ende des Jahres für einen Wow-Effekt reicht, darf bezweifelt werden. Mit seinen nur ordentlichen Charaktermodellen und manch mittelmäßigen Texturen sieht Outriders zwar wie ein gutes PS4- oder Xbox-One-Spiel aus, versprüht aber leider so gar kein Next-Gen-Flair. Das mag nach dem Sichten einer so frühen Version hart klingen - spätestens durch die Bestätigung der PS5- und Series-X-Fassungen sowie die Verschiebung ins Weihnachtsgeschäft, ist aber klar, mit welchen Kalibern sich Outriders dann grafisch wird messen müssen.

Kommentare

aRkedos schrieb am
Aber ist das nicht auch wurscht? Ich mein letztlich kommt es ja auch auf die Zusammensetzung des Teams an, denn alleine reißen auch die legendären Größen oft auch nichts.
Romero ist mit seinen eigenen Projekten wo er mehr als nur Game/Leveldesign gemacht hat eher unter ferner liefen geblieben. Carmack, der ehemalige Technik-Guru von ID Software ist jetzt eher in leitenden Tätigkeiten, hat also mit dem operativen Doing eher nur noch am Rande zu tun. Und vom Rest hat man jetzt eher weniger gehört.
Will sagen es ist die Mischung der Leute und deren Fähigkeiten und ich Denke, dass da bei id-Software aktuell wohl ein gutes Team vorhanden ist was gute Spiele bringt.
Klar als Fan einer bestimmten Spieleschmiede wünscht man sich gern den Glanz alter Tage zurück, aber man sollte auch dem neuen eine faire Chance geben.
Doom 2016 war in meinen Augen auf jeden Fall überzeugend und ich freue mich auf Eternal.
Civarello schrieb am
Kajetan hat geschrieben: ?
14.02.2020 18:18
Civarello hat geschrieben: ?
14.02.2020 16:41
Was meinst du mit "Quake (schon ohne Romero)" ? Romero hat doch noch gut an Quake 1 mitgewerkelt; beinahe die komplette 2te Episode stammt von ihm (und einige andere Level; Introduction zb.). Erst nach Quake ist Romero doch gegangen, um mit Tom Hall Ion Storm zu gründen. Oder hab ich dich falsch verstanden ?
Ja, richtig, aber ... :)
Romero wird in den Credits von Quake zwar noch aufgeführt, aber eigentlich war er zum Release schon weg. Was wir als Quake kennen, ist die Idee von John Carmack. Romero konnte sich mit seinen Vorstellungen nicht durchsetzen (es wäre ein ganz anderes Spiel geworden) und weil er ne Primadonna und Carmack auch nicht gerade ein einfacher Mensch war, hat man sich (soweit ich das noch im Kopf habe) während der Entwicklung von Quake getrennt. Wieviel böses Blut damals geflossen ist, weiß man nicht, aber da Romero sofort die Quake-Engine und später den Nachfolger für Daikatana & Anachronox lizensiert hat, schien man zumindest noch auf geschäftlicher Ebene miteinander verkehren zu können.
Wer sich für diese wahrhaft wahnsinnige Zeit in der Videospielgeschichte interessiert ... das Buch "Masters of Doom" ist nur zu empfehlen: https://en.wikipedia.org/wiki/Masters_of_Doom
Klar, ich kenne die Geschichte. Der Name "Quake" spukte ja damals schon in Commander Keen rum wenn ich mich recht erinnere; aber als Name für den Protagonisten, nicht das Spiel selber. Hatte deinen Kommentar so aufgefasst dass Romero schon nix mehr zu Quake beigesteuert hatte. Danke für die Erläuterung :)
1Herjer schrieb am
Kajetan hat geschrieben: ?
14.02.2020 11:19
1Herjer hat geschrieben: ?
14.02.2020 10:03
Hätte mich über einen gelungenen Nachfolger von Painkiller gefreut :cry:
Witchfire. Wird von den Leuten entwickelt, die Painkiller gemacht haben. Wird zwar kein direkter Nachfolger, aber erste Spielszenen zeigen, dass man sich bei manchen Gameplaymechaniken an Painkiller orientiert. Angeblich soll Witchfire grob in die Richtung von Shadow Warrior 2 gehen. Etwas OpenWorld, etwas Loot-Gedöns, wenig Story-Gedöns, Melee- und Fernkampf-Kombos. Muss man zwar, wie immer, erst den Release abwarten, aber im Auge behalten kann man es schon.
Ist völlig an mir vorbeigezogen. Sowohl die Entwicklung des Studios, wie auch Witchfire. Danke für den Tipp. Sieht für mich defintiv interessanter aus als Outriders.
aRkedos schrieb am
Wird sicher nicht DER Meilenstein der Spielegeschichte. Aber ich glaub ein spaßiger loot Shooter kann das schon werden.
Art Design gefällt mir auch. Wird mal beobachtet.
Kajetan schrieb am
Civarello hat geschrieben: ?
14.02.2020 16:41
Was meinst du mit "Quake (schon ohne Romero)" ? Romero hat doch noch gut an Quake 1 mitgewerkelt; beinahe die komplette 2te Episode stammt von ihm (und einige andere Level; Introduction zb.). Erst nach Quake ist Romero doch gegangen, um mit Tom Hall Ion Storm zu gründen. Oder hab ich dich falsch verstanden ?
Ja, richtig, aber ... :)
Romero wird in den Credits von Quake zwar noch aufgeführt, aber eigentlich war er zum Release schon weg. Was wir als Quake kennen, ist die Idee von John Carmack. Romero konnte sich mit seinen Vorstellungen nicht durchsetzen (es wäre ein ganz anderes Spiel geworden) und weil er ne Primadonna und Carmack auch nicht gerade ein einfacher Mensch war, hat man sich (soweit ich das noch im Kopf habe) während der Entwicklung von Quake getrennt. Wieviel böses Blut damals geflossen ist, weiß man nicht, aber da Romero sofort die Quake-Engine und später den Nachfolger für Daikatana & Anachronox lizensiert hat, schien man zumindest noch auf geschäftlicher Ebene miteinander verkehren zu können.
Wer sich für diese wahrhaft wahnsinnige Zeit in der Videospielgeschichte interessiert ... das Buch "Masters of Doom" ist nur zu empfehlen: https://en.wikipedia.org/wiki/Masters_of_Doom
schrieb am