Magic: Legends - Vorschau, Rollenspiel, PC, PlayStation 4 PSN, Xbox One XBL

 

Vorschau: Magic: Legends (Rollenspiel)

von Marcel Kleffmann



Magic: Legends (Rollenspiel) von Perfect World Entertainment
Karten ziehen zum Angriff
Entwickler:
Release:
kein Termin
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Early Access:
23.03.2021
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Spielinfo Bilder Videos

Langsam aber sicher streckt auch Magic: The Gathering seine Fühler in den Bereich der digitalen Computer- und Videospiele aus. Abseits von Magic: The Gathering - Arena sitzen die Entwickler von Neverwinter und Star Trek Online an einem Action-Rollenspiel auf Free-to-play-Basis. Wir konnten das Spiel, das sich schwer an Diablo, Grim Dawn oder Torchlight orientiert, aber mit einem Sammelkartensystem für die Kampfaktionen versehen wurde, knapp eine Stunde lang anspielen und fassen unsere Ersteindrücke nun zusammen.



Wanderer zwischen den Welten

In Magic: Legends steuert man einen Planeswalker aus der klassischen, isometrischen Action-Rollenspiel-Perspektive - entweder mit der altbekannten Mausklicksteuerung auf dem PC oder mit einem Controller, mit dem sich die Spielfigur direkt mit dem linken Stick bewegen lässt. Als magisch begabter Weltenwanderer reist man durch das Multiversum und kämpft gegen etwas uraltes Böses. Dabei stattet man bekannten und weniger bekannten Orten des MTG-Universums einen Besuch ab - wie Shiv, Benalia, Tazeem, Tolaria oder Raven - und trifft auf einige namhafte Nicht-Spieler-Charaktere. In den Regionen löst man dann Aufgaben, bekämpft scharenweise Gegner und sammelt Karten, Beute und viele virtuelle Währungen. Entweder kämpft man im Alleingang oder man geht gemeinsam in einer Gruppe aus maximal drei Spielern auf Gegnerjagd.

Weltkarte, Oberwelt und Instanzen

Die Spielwelt ist in mehrere Welten unterteilt, zwischen denen die Planeswalker hin- und herspringen können. Dort gibt es jeweils eine Oberwelt, in der man auf wenige, andere Spieler treffen kann - sowie eine globale Stadt als zentralen Sammelpunkt, an dem deutlich mehr andere Spieler unterwegs sein werden und wo die obligatorischen Händler und PvP-Arenameister zu finden sind.

Am Ende der Dschungel-Mission trifft man auf Noyan Dar, muss vorher aber erst die Polyeder anklicken.
Am Ende der Dschungel-Mission trifft man auf Noyan Dar, vorher muss man allerdings die Polyeder anklicken. Unten in der Mitte sind die vier gezogenen Aktionskarten des aktuellen Kartendecks zu sehen. Die Gelb/Rote-Leiste unten ist der Manavorrat.
Die eigentlichen Missionen oder Story-Einsätze wird man in instanziierten Bereichen angehen. In solch einer Mission durften wir in Tazeem, dem Dschungelkontinent auf Zendikar, gegen Noyan Dar antreten und dabei immer wieder "korrupte Polyeder" anklicken, die einer exzentrischen Gelehrten des Meeresvolks den Weg nach Hause versperrten. Eine Story-Einführung gibt es in vertonter Form vom Quest-NPC und auch eine deutsche Übersetzung ist geplant. Im Dschungel kämpft man sich durch überschaubar große Schlauch-Levels, kloppt sich mit diversen Gegnern, drückt leuchtende Polyeder an und darf zwischendurch in unnötig separierten Arenen mit weiteren Gegnern kämpfen.

In der zweiten Mission in Gavon gilt es eine Seelenbatterie zu schützen, die von drei Generatoren aufgeladen wird - je mehr Generatoren aktiv sind und je stärker die Seelenbatterie aufgeladen wird, desto größer sind die Belohnungen, die man Ende bekommt. Im Prinzip läuft man bei dieser Mission, die wohl mit einem hohen Wiederholungsfaktor im Hinterkopf konzipiert wurde, von Generator zu Generator, je nachdem was und wo gerade attackiert wird - viel Hektik auf kleinem Raum. Die beiden Missionen waren jeweils nach knapp zehn bis maximal 20 Minuten abgeschlossen und sind allem Anschein nach so konzipiert, dass man sie in kleinen Häppchen runterspielen kann.

Karten ziehen zum (und im) Kampf

In der Mission Geralf
In der Mission Geralf's Charge muss die Seelenbatterie beschützt werden. Bonuspunkte gibt es, wenn man die anderen Generatoren noch übernimmt.

Fünf Klassen werden zum Auftakt des Spiels zur Verfügung stehen, und zwar Geomagier, Gedankenmagier, Bestienrufer, Weihepriester und Nekromagier. Jede Klasse hat wenige Standard-Aktionen und eine ultimative Fertigkeit. Der Geomagier ist eher auf Nahkampf ausgerichtet, der Nekromagier kann Untote auferstehen lassen, der Weihepriester kann Schaden anrichten als auch Mitstreiter heilen und der Gedankenmagier erledigt die Gegner lieber aus der Entfernung.

Neben den Standard-Fertigkeiten jeder Klasse können Decks aus unterschiedlichen Karten zusammengestellt werden, die sich unabhängig von der Klasse wählen lassen. Diese Decks bestehen wenig überraschend aus Magic-Karten, die man während des Abenteuers sammelt und aufwertet. Dabei legen die aus zwölf Karten bestehenden Decks, die man im Loadout-Bildschirm zusammenstellt, den gewollten Spielstil mit der Klasse fest und können gezielt auf bestimmte Vorlieben oder Herausforderungen zugeschnitten werden - neben einschlägigen Karten und Bezeichnungen sind hier die klarsten Verbindungen zum Sammelkartenspiel zu finden. In den Echtzeit-Kämpfen hat man aber nur vier Karten auf der Hand und wenn man sie einsetzt, werden neue Karten aus dem Zwölferdeck gezogen, wodurch ein überschaubares Zufallselement ins Spiel kommt. Sind alle Karten gezogen, wird das Deck durchgemischt. Danach werden vier Karten gezogen, die wieder eingesetzt werden können, bis alle Karten abgelegt wurden usw.

Der Einsatz der Karten kostet Mana einer bestimmten Farbe - dies steht praktischerweise unter den Karten. Die Manaleiste als Ressourcenleiste befindet sich ganz unten.

Kommentare

LeKwas schrieb am
Und weg ist es auch schon wieder, gestern wurden die Server vom Netz genommen.
War ohnehin ein spaßbefreites Jankfest, Perfect World und Cryptic haben sich gefühlt nur um die Monetarisierung und praktisch gar nicht um das Spiel selber gekümmert. Gameplay und dieses Skillkartensystem waren undurchdacht und funktionierten einfach nicht gut, aber Hauptsache sie haben sich Gedanken gemacht, wie viele Inhalte sie in Lootboxen verstecken können, ehe die Playerbase aufmuckt.
Sie haben sogar eine der fucking Startklassen in ne Lootbox gepackt, und man hätte im Schnitt mehrere hundert Euro reinblättern müssen, um diese zu bekommen. Nach massiver Kritik und Spielerflaute in der Beta ruderten sie dann zurück.
LeKwas schrieb am
Hm, fragwürdig hört sich für mich an, dass man diese Booster Packs im Echtgeld-Shop kaufen kann.
Bei Online-TCGs ist das schon lange Usus, aber bei so einem Diablo-Like ist das ja quasi so, als würde man sich seinen Loot direkt im Shop kaufen, anstatt dafür schnetzeln zu gehen.
Der Rasierer schrieb am
Sieht ganz nett aus; ich melde mich mal für die Beta an. Aber wenn es p2w ist, bin ich raus.
greenelve schrieb am
4P|Marcel hat geschrieben: ?18.03.2021 16:18
X5ander hat geschrieben: ?18.03.2021 16:03 Rein vom Screenshot her, sind da ja auch Einheitenkarten dabei? Zaubere ich die Einheiten praktisch in dem Moment dann her?
Korrekt. Es werden Einheiten beschworen, die dann mitkämpfen ... und angreifen, was sie wollen.
Das wäre die Idee über die Karten verschiedene Spielweisen zu haben. In dem Fall klasssisches Pet-Build.
johndoe529336 schrieb am
flopsy hat geschrieben: ?18.03.2021 16:11 Hört sich an, als könnte es Spaß machen. Inzwischen kann man ja sogar davon ausgehen, dass solche F2P Spiele nicht mehr reines P2W sind.
kann man. macht man aber nicht.
schrieb am