Verrückte Kurse
Welche Studenten an die akademische Stätte kommen, liegt natürlich am Kursangebot, das die Entwickler in etwa mit den unterschiedlichen Krankheiten in Two Point Hospital vergleichen. Die Studenten aus Two Point County können z.B. die Ritterschule besuchen und dort lernen wie man Turniere inkl. Tjosten bestreitet, sofern man entsprechende Räume und Stadien baut. Oder sie lernen in der Gastronomie, wie riesige Pizzen und dicke Pasteten an überdimensionalen Gerätschaften entstehen. Zauberei, Robotik, Astronomie und sportliche Themenfelder dürfen ebenfalls studiert werden, wobei recht viele Kurse an der frischen Luft stattfinden.
Alles wird lebendig simuliert, im Cartoon-Look dargestellt und lädt zum Zuschauen ein, schließlich soll es reichlich Blödsinn zum Beobachten geben. Die Ausstattung der Universität, also welche Objekte in den Räumen und welche Deko-Sachen wo platziert wurden, wird sich auf die Moral der Studenten auswirken, zumal Ritter-Studenten nicht von den gleichen Dingen wie zukünftige Astrologen zufriedengestellt werden.
Das studentische Leben
Apropos Studenten. Sie werden in Two Point Campus eine wesentlich größere Rolle als die Patienten in Two Point Hospital spielen, schließlich wird man die simulierten Studenten mehrere Jahre lang begleiten und sieht, wie sich entwickeln, ob sie ihr Potenzial nutzen und welche Romanzen sie eingehen. Bei den Krankenhaus-Patienten reichte das Charakter-Engagement längst nicht so weit. Generell haben die Studenten zwei große Bedürfnisse - einmal nach Bildung in Hörsälen und den pseudoakademischen Stätten und dann noch soziale Bedürfnisse. Jeder Student hat eine eigene Persönlichkeit und Wünsche, die sich mit Clubs, Studentenverbindungen und Konzerten befriedigen lassen - und wenn alles gut läuft, knüpfen die Studenten auch Beziehungen am Campus. Und falls es mit den Romanzen nicht so richtig klappt, hilft die Seelsorge, die man als Campus-Chef natürlich bereitstellen muss.
Mehr Freiraum und mehr Tiefe
Ein Studienfach mit Zukunft: Pizzologie.
Die spielerische Struktur von Two Point Campus wird sich an dem Vorgänger orientieren. So wird es mehrere Missionen oder Szenarien geben, die man im Kampagnen-Stil der Reihe nach absolviert. Dabei sollen die Spieler nicht "zu stark an die Hand genommen" werden. Sie sollen vielmehr in ihrem eigenen Tempo spielen können, was als "Curated Sandbox" bezeichnet wird. Es gibt zwar Ziele, die soll man jedoch auf unterschiedliche Spielweisen erreichen können - oder man kümmert sich erst um gewisse Aspekte der Universität und macht das eigentliche Aufgabenziel erst später. Ein Sandbox-Modus abseits der Missionen ist ebenfalls geplant. Mod-Unterstützung wird höchstwahrscheinlich wie bei Two Point Hospital später via Update nachgeliefert. Man soll auch die Landschaftsobjekte "modden" können.
Die Entwickler verfolgen das Ziel, dass das Spiel zugänglich und verständlich sein soll, aber hinter der putzigen Fassade soll sich eine "tiefe" Management-Ebene verbergen, wobei an dieser Stelle abzuwarten bleibt, wie komplex diese Komponenten ausfallen wird. Gleiches gilt für die sozialen Interaktionen zwischen den Studenten, da Sega und die Two Point Studios diese Elemente bisher noch nicht zeigen wollten. Nichtsdestotrotz hinterließ das Spiel bei der ersten Präsentation einen guten Eindruck, da es von den erweiterten Baumöglichkeiten, tollen Animationen und vielen kreativen Blödsinnsideen bei den Kursen profitiert.