Risen 1 war noch ganz gut, aber schon ab Risen 2 habe ich kein PB Spiel mehr durchgespielt. Der bisherige Tiefpunkt war dann Elex für mich. Kleiner und konsistente Spielwelt, wäre der erste Schritt gewesen, aber in Elex hat die Spielwelt hochgradig unglaubwürdig gewirkt, wie ein Flickenteppich aus mehr oder weniger unausgegorenen Ideen und dazwischen viel Leerraum, der zufällig mit unterschiedlich starken Gegnern gefüllt wurde. Da war nichts mehr von den gut ausbalancierten Weltdesigns wie in Gothic 1 und 2 übrig.
In Gothic 1 und 2 konntest du jede Ecke beim Namen benennen und die "landmarks" waren so deutlich, das man die Spiele völlig ohne Map spielen konnte und du wusstest ziemlich genau wo du gerade lieber nicht hinlaufen solltest in diesem Stadion des Spiels, fast instinktiv.
Kurz um, einer der Faktoren die Gothic mal ausmachten war eine in sich glaubwürdige Spielwelt und ein, neben einem motivierenden Levelingsystem und einem guten Artdesign, derben Humor.
Elex hingegen will groß sein und abwechslungsreich, man soll fliegen können und schießen und man soll mit dem Schwert hauen können und Magie machen. Dazu wird die Welt und seine Einwohner mit Klischees überfrachtet, es gibt den Traum aller Hippies in Form von Weltherzen, es gibt die Sekte für die technokratischen Spinner und die eiskalte Machtfantasie eines Elex Brokers, bei den ganz großen Verschwörungen mitmischen zu können. Da reingeworfen wird ein Typ der seine Ausrüstung sucht und aussieht, wie Vladimir haut auf den Putz und lieber stumm geblieben wäre. Wenn der unsympathische "Held" dann das erste Mal die Waffe schwingt, wünscht man sich das Gothic 1 Kampfsystem zurück. Ach ja hatte ich erwähnt, dass die Baumkuschler Elex irgendwie so aufbürsten, dass sie dann Magic machen können.
Ahja, die hatte ich ja fast vergessen, da gibt es noch diese Outlaw-Wüsten Donnerkuppel Psychopathen, die die Palette an Klischees dann endgültig komplementieren. Immerhin kann man da für einen kurzen Lacher in eine...