Stimm Irenicus war ja auch so geistreich, ich klaue euch jetzt mal euer Blut, damit ich wieder Elf sein kann, "böses Lachen". BG 2 halte ich einfach nur für überbewertet was die Handlung angeht, Teil 1 ist der eigenltiche Star der Saga, eine wirklich durchdachte Handlung, die sich erst im späten Spiel erschliesst, ausser natürlich man ist Hellseher und hört den Weisssängern am Anfang gut zu, was ja angeblich die meisten beides sind.gracjanski hat geschrieben: trotzdem ärgert es mich, dass man nirgends sehen kann, wie bestimmte Dinge berechnet werden, so ist es random, ob ich spell a oder spell b nehme, da ich nicht die genauen werte kenne.
Also so schlimm wie Kotor finde ich es nun nicht, aber BG2 ist imho immer noch die #1
Vorschau: Dragon Age: Origins (Rollenspiel)
von Jörg Luibl,
AUSBLICK
Das ist nicht der Selbstläufer, den ich von BioWare erwartet hatte - hier ist noch alles drin! Die Texte sind klasse geschrieben, die Sprecher sind emotional dabei und man wird in so manchen Gewissenskonflikt gebracht, der einen lange über den Antworten brüten lässt. Aber können die Kanadier mehr als ein großes Dialogdrama inszenieren? Immerhin ist der Geist von Baldur's Gate schon in Ansätzen spürbar, wenn man aus der Vogelperspektive mit seiner Party kämpft, wenn man zurechtgewiesen wird und sich um seine Leute kümmern muss. Sehr gut gefallen mir die sozialen Konflikte und die knallharten Konsequenzen, die an gnadenlose Fantasy à la G.R.R. Martin erinnern - da ist niemand vor dem Tod sicher. Man fühlt also bereits eine sehr starke Regie mit einer Storyvision, aber man vermisst in den ersten fünf Stunden noch Erkundungsreize und Offenheit in einer Spielwelt, die ein kleineres und zwei größere Probleme hat: Es riecht verdammt stark nach Herr der Ringe. Nichts gegen Urschöpfer Tolkien, aber das Artdesign und manche Motive wirken fast wie abgekupfert - da habe ich mehr Kreativität von BioWare erwartet. Jetzt zu den größeren: Zum einen wird man noch an sehr enger Leine von Dialog- zu Dialog-Höhepunkt gescheucht, während man im Spiel selbst nach mehr Ruhe und Entdeckungen lechzt. Außerdem bin ich noch nicht sicher, ob das wankelmütige Kampfsystem auf lange Sicht überzeugen kann. Zum anderen gibt es eine ungewöhnliche Kluft zwischen dem lebendigen Schauspiel der Figuren, das fast Theaterniveau erreicht, und der ernüchternden Kulisse, die grafisch enttäuscht. Das Abenteuer wirkt in der vorliegenden Fassung nicht wie aus einem Guss designt, sondern seltsam spröde; wobei PC-Helden noch die besten Aussichten haben, denn auf der 360 sieht das Abenteuer noch karger aus. Aber wenn sich dann endlich die Weltkarte öffnet, wenn man zum ersten Mal die Beziehungsleiste über seinen Gefährten entdeckt, dann schlägt das Rollenspielherz schon schneller, dann will man sich ganz hinein stürzen. Ich gebe allerdings zu, dass mir vor diesem Sprung noch etwas mulmig zumute ist, denn nach den ersten fünf Stunden Fallout 3 war ich schon längst in einer Welt versunken, die mich begeistert hat. Vielleicht ist Dragon Age ja ein Spätzünder? Auch Tolkien hat bekanntlich ein paar Seiten Anlauf gebraucht, bevor der Lektürefunke übersprang. Aber dann brannte es lichterloh bis Mordor...
Ersteindruck: gut



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