FIFA 21 - Test, Sport, PC, PlayStation 4, Xbox One

 

Test: FIFA 21 (Sport)

von Matthias Schmid



FIFA 21 (Sport) von Electronic Arts
Fußball mit Rückspulfunktion
Entwickler:
Publisher: Electronic Arts
Release:
09.10.2020
09.10.2020
04.12.2020
Q4 2020
09.10.2020
09.10.2020
04.12.2020
Erhältlich: Digital (Origin, PSN, Xbox Store, Steam, Nintendo eShop), Einzelhandel
Erhältlich: Digital (Origin, PSN, Xbox Store, Steam, Nintendo eShop), Einzelhandel
Erhältlich: Digital (PSN, Xbox Store), Einzelhandel
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Spielinfo Bilder Videos
Während sich PES… Entschuldigung, eFootball PES in dieser Saison auf ein 30-Euro-Kader-Update beschränkt, fährt EA weiterhin die Vollpreis-Schiene. In FIFA 21 gibt es ein paar spielerische Änderungen, neue Straßenfußball-Geschichten und natürlich das dickste Lizenzpaket der Branche. Aber reicht das, um den Kauf zu rechtfertigen? Unser Test bemüht sich um eine Antwort...

Uuuund bitte zurück!

Erinnert ihr euch, als ihr zum ersten Mal in einem Rennspiel zurückgespult habt, um einen Fahrfehler auszubügeln? Bei mir war das in Forza Motorsport 3 - und es fühlte sich ebenso revolutionär wie seltsam an, ein bisschen wie Cheaten! Andererseits kann es extrem frustmindernd sein, einen in der letzten Runde passierten Fehler vergessen zu machen - bei den Motocross-Rennspielen der MXGP-Serie z.B. möchte ich persönlich nicht mehr auf diese Option verzichten. In jedem Fall scheiden sich an dem Feature die Geister, trotzdem hielt es Einzug in etliche weitere Rennspiele; zudem belohnt mancher Titel die Nichtbenutzung wiederum mit Boni wie einem Preisgeld-Multiplikator.

Hat was von Cheaten, kann aber für viele feine Tore sorgen: Im Wiederholungsmenü kann ab sofort das Spiel zurückgespult werden.
Hat was von Cheaten, kann aber für viele feine Tore sorgen: Im Wiederholungsmenü kann ab sofort das Spiel zurückgespult werden.
Und jetzt übertragen wir das Szenario auf den Fußball: Ich lenke Antoine Griezmann, den französischen Star des FC Barcelona, über die Außenbahn zum Strafraum, bleibe aber am letzten Mann des Gegners, Innenverteidiger Raphaël Varane hängen. Chance vertan, der Konter läuft. Doch nicht mehr zwingend so in FIFA 21: Meine Finger schnellen auf dem PS4-Controller zu L2+R2 plus Options-Taste und schon bin ich in einem Rückspul-Menü, steuere zu der Stelle kurz bevor ich auf den Mann von Real Madrid treffe und drücke aufs Touchpad. Prompt beamt mich FIFA 21 zurück auf den Platz, ich habe die nächste Chance. Und umkurve Varane, doch Griezmann ballert den Ball in den Nachthimmel. Also wieder ins Rückspul-Menü, aber natürlich bis nach der Stelle, als ich den Verteidiger hinter mir gelassen habe. Wieder ziehe ich mit Griezmann in den 16er, diesmal landet mein Schlenzer im linken oberen Winkel, da kann sich Courtois noch so strecken. Ist das cool? Freut man sich da noch? Ich persönlich kann die Frage bejahen - bin aber auch niemand der Zurückspulen in Rennspielen ablehnt oder einen Boss lieber 100mal probiert statt die Schwierigkeit runterzudrehen. Fakt ist: Es geht erstmals, aber nur in Freundschaftsspielen. Und das finde ich spannend!


Volta 2.0?

Volta: Sieht immer noch cool aus, unterscheidet sich vom normalen FIFA-Spielablauf aber nicht so stark, wie es sollte.
Volta: Sieht immer noch cool aus, unterscheidet sich vom normalen FIFA-Spielablauf aber nicht so stark, wie es sollte.
Denn neue Dinge und Überraschungen sind ja bekanntlich Mangelware in der FIFA-Serie, der Fans wie Kritiker seit Jahren Stagnation auf hohem Niveau attestieren. In FIFA 20 versuchte man die Lücke, die der nach drei Jahren (FIFA 17-19) nicht mehr fortgeführte Story-Modus The Journey hinterlassen hatte, mit Volta zu füllen. Volta, so nennt FIFA seinen Straßenfußball-Modus, der vor allem vielen coole Streetkids, aber keine im Vergleich zum normalen Rasenkick komplett veränderte Spielbarkeit mitbrachte. Volta sah lässig aus und garniert den FIFA-typischen Spielablauf mit stylischen Tricks und Artistik-Einlagen, war aber kein vollwertiger FIFA Street-Ersatz. Das ändert sich auch in FIFA 21 nicht: In der neuen, deutlich kürzeren Volta-Geschichte baut man einen männlichen oder weiblichen Nobody, beackert ansehnliche Straßenplätze von Rio über Rom bis Paris und freut sich über ein paar echte Promis (z.B. Kaká) neben den weniger bekannten Straßenfußballern wie Kotaro Tokuda. Wie im Vorjahr schaffen es die freispielbaren Outfits oder das Team-Feature samt Fähigkeiten-Upgrades nicht, mich sonderlich lange zu motivieren - ich zocke Volta, weil hier coole knackige Buden fallen, ich zwischen verschiedenen Teamstärken mit oder ohne Torwart wählen kann und ein Bandenpass so wunderschön sein kann. Seine vor allem in der Defensive nicht sehr schlau agierende KI hat sich Volta übrigens bewahrt, leider. Immerhin sind nun auch online Koop-Volta-Partien möglich.
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Kommentare

XDrücker87 schrieb am
Schreiben soll ja helfen den Frust abzubauen, den ich nach drei Wochen Fifa21 habe.
Mein letztes Fifa war 19, das ich damals für 15? im Frühjahr mir geholt hatte. FIFA21 ist mein erstes Vollpreis Fifa seit Fifa14.
Der Start war eigentlich ganz gut. Habe eine Meisterliga mit Augsburg begonnen, und in den Freundschaftsspielen vor der Saison festgestellt, dass der Schwierigkeitsgrad Weltklasse zu mir passt.
Anfangs noch oft Unentschieden gegen die KI gespielt, nach 20 Spieltagen aber auf Platz 3. Bayern 5:0 geschlagen, aber auch mal gegen Köln 5:0 verloren. Was zu meiner ersten Kritik führt: Warum sind Spiele gegen Top-Teams gefühlt einfacher als gegen Kellerteams? Bayern konnte ich 90 Minuten gnadenlos auskontern. Was ich ziemlich schnell verändert habe, war eine geringere Pass- und Schusshärte, und eine höhere Fehlpassrate der KI. In den Grundeinstellungen jagt die KI ständig 70m Pässe quer über den Platz genau in den Fuß der Flügelspieler. Und Schüsse sind sowas von unrealistisch hart. Die Meisterliga selbst ist gefühlt seit Fifa10 unverändert.
Dann habe ich FUT getestet. Nach 2 Wochen FUT mit rund 50 Spielen habe ich ohne Echtgeldeinsatz ein 84er Team aus Goldspielern, ohne jede Sonderkarte. Ich habe fast alle Spiele in Liga 6 gespielt, Skill ca. 870. Soweit so gut. NUR:
1. Alle in FUT spielen mit den gefühlt 50 gleichen Spielern. Es zählt faktisch nur Speed, Abschluss und 5 Sterne Dribbling. Dazu fallen zu 95% immer die identischen Tore: Ein oder 2 Spieler laufen oder dribbeln sich durch und stehen 1vs1 gegen den Torwart. Fernschüsse werden fast immer geblockt, Flanken schlägt einfach keiner, weil man eh durch die Mitte durchlaufen kann.
2. Speed Speed Speed. Konter Konter Konter. Es ist ein einziges von Strafraum zu Strafraum gerenne ohne Mittelfeld. Dribbling, Speed, und die komischen Tricks sind viiiieeel zu mächtig.
3. Verteidigen ist nahezu unmöglich. In meinen 50 Spielen hatte ich einen Schnitt von 7-8 Toren im Spiel, ein 6:6, 8:5, 7:4 .. waren keine...
Uwe sue schrieb am
SWey90 hat geschrieben: ?25.10.2020 01:09 Ein gravierendes Problem bei FuT ist, dass nicht nur durch äußere Faktoren wie massiven Einsatz von Geld eingegriffen wird in den "Wettbewerb", sondern auch ingame durch Serien und leichten Abweichungen mit krassen Auswirkungen.
Der Gamer soll schließlich bestrebt sein immer die Dynamik "höher, besser, neu" zu foricieren. Da gehen plötzlich keine Chancen mehr ins Netz oder man kommt dauernd zu spät in den Zweikampf (andererseits schafft man auch mal gigantische Aufholjagden, wenn das Spiel es will).
Bei Fifa 20 war ich phasenweise in einer grottenschlechten Division (sozusagen das FuT-Ligasystem) und kam kaum mehr zu Erfolgserlebnissen. Mein Kumpel - der seit Jahren FuT spielte und das exzessiv und gefühlt 5 Divisions besser lag - hat dann mal bei mir ein Match mit meinem Team in meiner miesen Liga gespielt. Und ebenfalls deutlich verloren, obgleich er mit seinem Account ja in ganz anderen Sphären zockt.
Zudem treibt EA das noch an mit inflationär erscheinenden Special-Karten, wodurch die Leute, die Echtgeld rein buttern, stets wieder motiviert werden, sich einen Vorsprung zu holen.
FuT ist quasi ein speziell ausgerichteter Momentaum-Modus, der extrem auf Monetarisierung ausgelegt ist.
Wie schön könnte FuT sein (ohne Momentum), wenn es einen zweiten Modus gäbe, bei dem man nicht nur Chancen mit 85er-Teams hat, sondern mal mit Lieblingsspielern oder besonderer Taktik agieren könnte. Sozusagen mit Qualitätslimit.
Spielt man die normale Online-Liga oder mal gegen den angesprochenen Kumpel in einem "normalen" Freundschaftsspiel, erlebt man eine völlig andere, rationalere Ingame-Welt auf dem Grün.
Darüber hinaus ist das eigentliche Prinzip von FuT gar nicht mal so sinnig, wenn man bedenkt, dass die besten Chemie-Werte durch Spieler aus dem selben Verein entstehen.
momentum war bis mitte der vorletzten season auch in der online-liga offensichtlich vorhanden. hat mit fifa 16 angefangen, wurde aber mit dem letzten patch von fifa 19...
SWey90 schrieb am
Ein gravierendes Problem bei FuT ist, dass nicht nur durch äußere Faktoren wie massiven Einsatz von Geld eingegriffen wird in den "Wettbewerb", sondern auch ingame durch Serien und leichten Abweichungen mit krassen Auswirkungen.
Der Gamer soll schließlich bestrebt sein immer die Dynamik "höher, besser, neu" zu foricieren. Da gehen plötzlich keine Chancen mehr ins Netz oder man kommt dauernd zu spät in den Zweikampf (andererseits schafft man auch mal gigantische Aufholjagden, wenn das Spiel es will).
Bei Fifa 20 war ich phasenweise in einer grottenschlechten Division (sozusagen das FuT-Ligasystem) und kam kaum mehr zu Erfolgserlebnissen. Mein Kumpel - der seit Jahren FuT spielte und das exzessiv und gefühlt 5 Divisions besser lag - hat dann mal bei mir ein Match mit meinem Team in meiner miesen Liga gespielt. Und ebenfalls deutlich verloren, obgleich er mit seinem Account ja in ganz anderen Sphären zockt.
Zudem treibt EA das noch an mit inflationär erscheinenden Special-Karten, wodurch die Leute, die Echtgeld rein buttern, stets wieder motiviert werden, sich einen Vorsprung zu holen.
FuT ist quasi ein speziell ausgerichteter Momentaum-Modus, der extrem auf Monetarisierung ausgelegt ist.
Wie schön könnte FuT sein (ohne Momentum), wenn es einen zweiten Modus gäbe, bei dem man nicht nur Chancen mit 85er-Teams hat, sondern mal mit Lieblingsspielern oder besonderer Taktik agieren könnte. Sozusagen mit Qualitätslimit.
Spielt man die normale Online-Liga oder mal gegen den angesprochenen Kumpel in einem "normalen" Freundschaftsspiel, erlebt man eine völlig andere, rationalere Ingame-Welt auf dem Grün.
Darüber hinaus ist das eigentliche Prinzip von FuT gar nicht mal so sinnig, wenn man bedenkt, dass die besten Chemie-Werte durch Spieler aus dem selben Verein entstehen.
TheoFleury schrieb am
Naja was erwartet man auch von einem Sportspiel das auf einer eigentlich konzipierten Ego-Shooter Engine läuft? Frag mal die Programmierer wieviel Spaß es macht mit solch einer Engine ein Sportspiel zu realisieren.
Da muss zur PS5 ein Neustart her, mit einer (neuen) Engine die für Sportspiele gedacht ist und nichts anderes. Die Ignite Engine war auf jeden Fall besser für Sportspiele als die Frostbite Engine. Bin ja gespannt ob 2K den Next Gen Trip wirklich schafft abseits von aufgebohrter Grafik.... (ich befürchte Schlimmes)
Uwe sue schrieb am
sooo. nun habe ich ca 70 spiele in der online-liga gemacht und muss sagen dass dieser teil des spiels - der in meinen augen am meinsten zählt - hätte eine solide 80 verdinet. es kam ein mega-patch und seither ist das game in der online-liga eine solide "gut" wertung. aber ich gebe zu dass ich den singelplayer noch nie gespielt habe - nur die skilltrainings machmal um freistöße und ecken zu üben. ich rede audrücklich nur von der online-liga! eine glatte 80er wertung seit dem patch der das gesammte gameplay deutlich verbessert hat. klar zählt im pvp auch der vergelich an einer konsole - aber wenn halt keiner deiner freunde ständig 7:1 verlieren will spielt man eben online gegen andere cracks^^
schrieb am

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