Spielbarkeit/Gameplay
Ein dickes Lob gebührt den Entwicklern schon für das hervorragende
Tutorial. Die drei Übungslevel sind enorm wichtig, um sich mit der zweigeteilten Benutzeroberfläche und den vielen taktischen Möglichkeiten vertraut machen; das Interface ist allerdings sehr übersichtlich und einfach zu bedienen.
Ihr übernehmt die Rolle eines Zauberers, dem Ihr aus der
Perspektive eines Beobachters über die Schulter schaut. Dabei kann man die Kamera zwar frei schwenken und auch zoomen, aber sie bleibt immer auf Euren Zauberer fixiert. Die totale Freiheit gibt es also -leider- nicht, und dies wird auch der einzige Kritikpunkt für
Sacrifice bleiben. Denn im Kampf erweist sich diese starre Perspektive manchmal als unübersichtlich: Wenn man im Eifer des Gefechts weder den gegnerischen Zauberer noch dessen stärkste Einheiten genau fixieren kann -um sie mit Zaubersprüchen zu bekämpfen- kommt schon mal Frust auf. Es mag ja realistisch sein, aber eine automatische Gegnerfixierung bzw. eine freie Kamera-Einstellung hätte für mehr Spielspaß gesorgt. Trotzdem kann man diesem Problem mit der richtigen Formation wenigstens teilweise begegnen.
Sacrifice hat zwar auch ein
Ressourcen-Management, aber statt der klassischen Rohstoffe geht es hier um Mana (Voraussetzung für die Zauberei) und Seelen (Voraussetzung für Einheiten). Feinde bzw. neutrale Wesen zu töten, bringt weitere Seelen. Da jede dieser ätherischen Substanzen eine potenzielle Einheit ist, sollte man möglichst viele der eigenen Gefallenen (blaue Seelen) einfangen und die des Gegners (rote Seelen) bekehren.
Der eigene
Altar ist das Herzstück des Spiels: Zum einen regeneriert Euer Zauberer hier am schnellsten, zum anderen bringen Eure
Seelendoktoren die feindlichen Einheiten hierher, um sie Eurem Gott zu opfern und Euch somit wieder neue Einheiten zu verschaffen. Wenn der Altar vom gegnerischen Zauberer und dessen Einheiten zerstört wird, bedeutet das Euren sicheren Tod. Wenn Ihr allerdings im Kampf sterbt, und Euer Altar intakt ist, könnt Ihr dort wiederbelebt werden und den Kampf erneut aufnehmen.