Alone in the Dark: Illumination - Test, Action-Adventure, PC

 

Test: Alone in the Dark: Illumination (Action-Adventure)

von Michael Krosta



Entwickler:
Publisher: Atari
Release:
11.06.2015
Erhältlich: Digital (Steam)
Spielinfo Bilder Videos
Einer für alle

Obwohl die vier Klassen Jäger, Hexe, Ingenieur und Priester starke Unterschiede zwischen den erbärmlich modellierten Figuren andeuten, spielen sich doch alle verdammt ähnlich und es gibt nur ein paar nicht nennenswerte Unterschiede zwischen Bewaffnung und Fähigkeiten. Während man als Hunter z.B. auf einen übermächtigen Flammenwerfer zurückgreifen kann, verschießt man als Hexe Energieblitze oder wirbelt als Priester mit dem „Zorn Gottes“ herum.

Jeder Charakter lässt sich außerdem dank eines Rangsystems und Erfahrungspunkten mit der Zeit aufwerten. So verbessert man z.B. die Ausdauer bei Rennen, die maximale Gesundheit sowie die Durchschlagskraft von Schusswaffen und Spezialfähigkeiten. Erreicht man höhere Ränge, darf man irgendwann außerdem bis zu vier statt der anfänglichen zwei Inventarplätze mit Knarren oder zusätzlichen Begabungen füllen. Ja, das ist ganz nett, wenn auch peinlich präsentiert. Vielleicht wäre es aber besser gewesen, Pure FPS hätte sich selbst ein paar mehr Fähigkeiten-Upgrades spendiert als dem Spiel – das Studio hätte es definitiv nötiger!

Käfer-Alarm

dgsgsg
Der Flammenwerfer wird (zu) gut mit Munition versorgt ist und ist übermäßig stark.
Denn abgesehen davon, dass man inhaltlich hier nur spaßfreie Grütze abliefert, benötigt man offenbar auch technisch noch viel Nachhilfe – vor allem im Audiobereich. Denn neben den Problemen mit der Kollisionsabfrage, bei denen Gegner teilweise durch Objekte wie Türen oder Pfeiler hindurch kommen, werden kurze Soundtrack-Schleifen mitunter abrupt ausgeblendet. Manchmal fehlen die Soundeffekte sogar komplett. Ich habe noch nie derart stillen Explosionen beiwohnen dürfen, die selbst der Mute-Taste einer Fernbedienung ernsthafte Konkurrenz bereiten. Dazu gesellen sich vor allem beim Spielstart Ladezeiten jenseits von Gut und Böse, die mich schon vermuten ließen, das Spiel sei komplett abgestürzt. Was man dann im Gegenzug für die lange Warterei geboten bekommt, setzt dem Ganzen die Krone auf.

Auf Bildern wirkt die Kulisse durchaus schummerig, Horror-Atmosphäre kommt aber für keine Sekunde auf.
Auf Bildern wirkt die Kulisse durchaus schummrig, Horror-Atmosphäre kommt aber für keine Sekunde auf.
Über ein ordentliches Balancing haben sich die Entwickler keine großen Gedanken gemacht. Zwar werden für die Einzelspieler-Kampagne vier Schwierigkeitsgrade geboten, aber dabei hat man wohl nicht bedacht, dass man in diesem Modus tatsächlich nicht länger zu viert als Team unterwegs ist, sondern sich alleine den pausen- und wahllos auftauchenden Gegnern stellen muss. Die Folge: Schon auf der mittleren Stufe ist man dem aggressiven Monster-Mob meist hilflos ausgeliefert, wenn er von allen Seiten heranstürmt und ständig Nachschub aus heiterem Himmel erscheint. Hinzu kommt, dass es innerhalb der einzelnen Level (12 Abschnitte mit jeweils 15-30 Minuten Spielzeit, verteilt auf drei Kampagnen) keine Speicher- oder Rücksetzpunkte gibt. Neigt sich die Gesundheit dem Ende und man findet vor der nächsten Attacke keines der zufällig platzierten Heilpakete, geht es wieder komplett an den Anfang des jeweiligen Abschnitts zurück – da ist Frust vorprogrammiert. Versucht man sich gezwungenermaßen am leichtesten Schwierigkeitsgrad, wird aus dem Frust schnell Langeweile, denn hier hatte ich stellenweise sogar das Gefühl, die Entwickler haben einfach die Platzierung von Gegnern vergessen, definitiv jedoch neben so vielen anderen Dingen die Realisierung einer ordentlichen Balance.

Kommentare

crewmate schrieb am
Eden Games hatte nach Inferno mit einem Prototypen zu einem Alone in the Dark Remake begonnen. Aber Atari war da schon pleite.
https://www.youtube.com/watch?v=WWS9cATCSEo
Es ist ja nicht nur dieses Spiel.
http://www.polygon.com/2015/2/10/801431 ... al-game-pc
Und Haunted House 2014 wurde auch schon wieder vergessen. Der Scheiß hat Methode. Seit der Neugründung von Atari wird noch mal alles verramscht was geht. Möglichst dem aktuellen Trend hinterher.
$tranger schrieb am
ICHI- hat geschrieben:Warum machen die nicht einfach ein Alone in the Dark Remake im stil eines Resident Evil 1 HD?
So schwer kann das doch nicht sein^^
Wenn man kein Geld mehr hat, ist sowas ziemlich schwer ^^
Jankiesnnae schrieb am
sabienchen hat geschrieben:
Jankiesnnae hat geschrieben:Das erste richtige ernst zunehmende Horror Survival Game war meiner Meinung nach Silent hill. Oder ich habe etwas verpasst.
Jein.. Silent Hill ist definitv richtiger Terror Horror.. das Ding hat mich beim zocken damals als erstes Spiel so richtig fertig gemacht.
(sicht von ca 1min., industrial sounds und das knarchzende radio.. bewaffnet mit einem Brecheisen..fuck..^^)
Das die Rätsel recht knackig waren, und man zum Teil lange durch dunkle Gänge irrte [Krankenhaus..anyone?].. hat dieses Gefühl verloren zu sein nur bestärkt..
..
Damnit.. Silent Hills... :cry:
Was ich damals genial fand was bei mir total hängen geblieben ist ist die Szene im Krankenhaus. Wo es glaube ich 2 Stockwerke gibt laut Aufzug Schalter. Dann erkundet man beide findet nichts geht zurück in den Aufzug auf einmal ist da ein 3.er Stock Schalter :D Hätte da am liebsten aufgehört für die Nacht man hat ich die Hose voll :D Aber das ist auch das geile. Hoffe ja immer noch das Kojima und Guillermo del Toro nach MGS 5 sich zusammen setzen und weitermachen an einen Horrorspiel. Ob es jetzt Silent Hills oder Silent Mountains heißt ist mir völlig egal. Vielleicht ist eine Frische IP sogar besser mit Silent Hill wurde meiner Meinung schon viel Schindluder betrieben. Nach Teil 2 ging es steil bergab. Auch wenn 3 auch noch sehr gut war.
Silent Hill 2 ist immer noch mein absolutes Lieblings Horrorspiel vor allen wegen der Story wo man so wahnsinnig viel rein interpretieren kann. Und viele Story Puzzelstücke musste man auch selber zusammensuchen es wurde einem nicht aufgedrückt. Einfach ein großartiges Spiel.
sabienchen.banned schrieb am
Jankiesnnae hat geschrieben:Das erste richtige ernst zunehmende Horror Survival Game war meiner Meinung nach Silent hill. Oder ich habe etwas verpasst.
Jein.. Silent Hill ist definitv richtiger Terror Horror.. das Ding hat mich beim zocken damals als erstes Spiel so richtig fertig gemacht.
(sicht von ca 1min., industrial sounds und das knarchzende radio.. bewaffnet mit einem Brecheisen..fuck..^^)
Das die Rätsel recht knackig waren, und man zum Teil lange durch dunkle Gänge irrte [Krankenhaus..anyone?].. hat dieses Gefühl verloren zu sein nur bestärkt..
..
Damnit.. Silent Hills... :cry:
Jankiesnnae schrieb am
adventureFAN hat geschrieben:Ich kenne kein besseres Game das den Lovecraft-Stoff so gut einfängt wie DCoE, selbst die beiden Adventures schafften das nicht so gut (und das sage ich als adventureFAN!).
Fand echt Schade das sie die komplette erste Hälfte des Spiels nicht besser ausgebaut und dafür diese beschissenen Shooter-Passagen rausgenommen haben.
So wäre das Spiel vieeeeeeeeeeeeeeel besser geworden.
Aber ich mag es trotzdem sehr gerne. Glaub ich werds auch bald nochmal durchzocken.
Die Story und Atmosphäre ist einfach zu gut.
Fand das Spiel auch klasse richtig Atmosphärisch. Aber es wäre auch noch viel mehr drin gewesene mit bisschen mehr Budget vielleicht. Der Anfang war richtig genial und danach flacht es bisschen ab.
lenymo hat geschrieben: Wie viele Horror-Survival 3D Spiele hatten denn Anno 1992 eine bessere Steuerung? Die ganzen Spiele dieser Art, wie Ecstatica, Bioforge oder Resident Evil welche Jahre später erschienen hatten alle eine sehr hölzerne Panzersteuerung, das war allerdings damals kein Trash sondern normal im jungen Genre der 3D Horror Survival Spiele. Und was die Story von AitD 1 angeht, die war unter anderem stark beeinflusst durch Werke von H.P. Lovecraft und Edgar Allan Poe ... aber vermutlich siehst du deren Geschichten auch als Trash an. :oops:
Mein lieber Mann Alone in the Darkness mit Poe oder Lovecraft zu vergleichen ist wie Beethoven mit Bushido in einen Topf zu werfen. Resident Evil hatte auch schon immer ne starke Trash Spur (Intro? ) Das erste richtige ernst zunehmende Horror Survival Game war meiner Meinung nach Silent hill. Oder ich habe etwas verpasst.
schrieb am