Ancestors: The Humankind Odyssey - Test, Action, PC - 4Players.de

 

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Action-Adventure
Publisher: Private Division
Release:
27.08.2019
12.2019
12.2019
Jetzt kaufen
ab 35,99€
Spielinfo Bilder Videos

Erfahrung ist alles

Auch außerhalb des Betts aus Palmwedeln ist die Action simpel umgesetzt: Setzt ein rabiates Borstenvieh zur Rammattacke an, muss man für eine Ausweichrolle lediglich im passenden Moment das gedrückte Knöpfchen loslassen. Auch hier sorgt nur Unwissenheit für Herausforderung, und zwar in zweierlei Hinsicht: Zu Beginn weiß man als unerfahrene Spieler selbst noch nicht so recht, wie man im bedrohlichen Moment auf eine gigantische Felsenpython oder einen Alligator reagieren soll. Daher riskiert man empfindliche Verletzungen, falls sich die eigene Affenbande nicht rechtzeitig in die Bäume zurückzieht.
 
Außerdem müssen auch die Primaten selbst erst einmal im Kampf Erfahrungen sammeln, neue Neuronen freischalten und dann mit geschickteren Taktiken in den gefährlichen Wald zurückkehren. Effektiveres Verjagen durch Gebrüll, sich selbstständig verteidigende Stammesgenossen oder auch eine koordinierte Jagd lassen sich so im Laufe der Zeit bewerkstelligen. Das Erlernen solcher Grundlagen ist also durchaus unterhaltsam umgesetzt, der schlichte Kampf mit Knöpfchendrücken und wirrer Regie weniger.
 
Verwirrende Regeln
 

Vorm Generationswechsel werden freigeschaltete Neuronen gefestigt.
Vorm Generationswechsel werden freigeschaltete Neuronen gefestigt.

Auch bei den Konsequenzen bleiben die Entwickler inkonsequent: Schon auf der allerersten Rettungsmission wird einem eingebläut, ja nie ein Kind in der Wildnis allein zu lassen. Als wir uns später nach einem Kampf auf die Suche nach verlorenen Sprösslingen begaben, spielte die Regel aber seltsamerweise keine Rolle mehr. Laut der kryptischen Stammes-Anzeige waren unsere armen Schützlinge noch irgendwo in der Wildnis verschollen. Nach einer stundenlangen, erfolglosen Suche erschienen sie aber einfach wieder im Lager. Wie bitte? Zudem kommuniziert das Spiel nicht einmal deutlich, wann es abspeichert. Als Neuling solltet ihr ab und zu ins Neuronal-Menü wechseln: Wenn ihr es wieder schließt, ist euer aktueller Fortschritt sicher. Bei manchen wichtigen Ereignissen wie der ersten Begegnung mit einer Raubkatze speichert das Spiel allerdings von alleine ab – ob ihr wollt oder nicht.
 
Das Ziel ist es, den Stamm durch die eigenen Entscheidungen und Handlungen zu einer höher entwickelten Spezies aufsteigen lassen. Der Spieler beeinflusst also, ob sein Klan sich mit seinem Erbgut durchsetzt oder ob er als ausgestorbene Art untergeht. In diversen Bereichen des Alltags entwickelt man sich an mannigfaltigen Nervenverbindungen weiter. Intelligenz, Motorik, aufrechter Gang, Kommunikation durch Laut-Befehle und Körpersprache: All das lässt sich mit der vom Nachwuchs gelernten neuronalen Energie nach eigenen Vorlieben entwickeln. Wahrnehmung wie Riechen oder Lauschen gehören ebenfalls dazu: Sie besitzen sogar eigene Menüs, mit denen man im Freien allerlei neue Pflanzen, Gesteinsarten oder Tiere identifiziert.
 
Eingeschränkte Hilfsmittel
 

Identifikation ist wichtig - ein zu langer Aufenthalt in unbekannten Gebiete sorgt schließlich für Unbehagen, surreale Visionen, einen niedrigen Dopamin-Wert und schlimmstenfalls Raserei.
Identifikation ist wichtig - ein zu langer Aufenthalt in unbekannten Gebieten sorgt schließlich für Unbehagen, einen niedrigen Dopamin-Wert, surreale Visionen und schlimmstenfalls Raserei.

Auf Knopfdruck kann man sich an erkannten Objekten in der Umgebung orientieren oder an einem davon einen Wegpunkt setzen. Eine bewegliche Minimap oder ähnlich moderne Hilfsmittel gibt es glücklicherweise nicht. Manchmal ist es ratsam, einfach frei zwischen den Stammesmitgliedern zu wechseln. Oder man wirbt in Not geratene Menschenaffen an, indem man ihnen z.B. mit dringend benötigten Ressourcen weiterhilft. Später ist man auch fit genug für Ausflüge in entlegenere Vegetationszonen und darf ein neues Lager errichten. Das dichte Pflanzendickicht und stimmungsvolle Wettereffekte vermitteln eine überzeugende Vorzeitstimmung, zumal es mit einer GeForce GTX 1070 auf hohen Einstellungen fast immer flüssig bleibt.
 
Das Getrommel und der Singsang des Tribal-Soundtracks untermalen das Thema ebenfalls passend. Weniger überzeugen können die etwas hölzernen Animationen der Primaten und vor allem anderer Tiere. Wer möchte, kann alternativ mit Maus und Tastatur steuern, was sich aber auch nicht besser anfühlt als die von den Entwicklern empfohlene Controller-Steuerung. Auf dem PC wird das Spiel erst nach seinem Exklusiv-Jahr im Epic Games Store in anderen Download-Stores angeboten. Umsetzungen für PlayStation 4 und Xbox One folgen schon im Dezember 2019.

Kommentare

Prypjat schrieb am
DerPraesi hat geschrieben: ?
05.09.2019 13:26
Das Spiel ist bei weitem nicht so schlecht wie es hier im Test dargestellt wird.
Ja, an die Steuerung muss man sich gewöhnen. Wobei hier speziell das Thema mit Ausrichtung um Gegenstand aufzunehmen nicht halb so schlimm ist wie bei RDR2. An den Rest gewöhnt man sich recht schnell.
Ja, die teilweise nicht vorhandene Kollisionsabfrage unter den Humanoiden ist störend und gerade in den Bäumen mehr als seltsam. Kann man aber verschmerzen.
Ansonsten wird sich hier immer wieder darüber beschwert das man zu viel an die Hand genommen wird und alles bis ins letzte Detail erklärt kriegt. Jetzt schmeisst dich ein Game wirklich mal ins kalte Wasser und es beschwert sich jeder das zu wenig erklärt wird.
Dass aber genau dieser Punkt mit Trial und Error ein Grundprinzip des Spieldesigns ist wird nicht erwähnt.
Man muss halt wirklich alles inspizieren, testen, und heraus finden was welche Frucht, Pilz, etc. bewirkt.
Mir leuchtet der Test auch nicht ein.
Das Spiel erklärt jede Funktion (Steuerung), doch die Pflanzen und Materialen in der Welt, muss man schon selbst erforschen. Das ist auch das Spielprinzip von Ancestors.
Der Stamm soll sich weiterentwickeln und das kann er nur, wenn der Spieler verschiedene Dinge ausprobiert und aus seinen Fehlern lernt.
Pilz gefunden? Ansehen, beschnuppern, essen, kotzen!
Merke! Pilz nicht gut! Noch nicht!
Und so verhält es sich mit allem in Ancestors.
Das Stapeln von Ressourcen wird ja auch bemängelt. Nur mal ehrlich Leute! Wenn ich als Spieler checke, dass es nicht optimal ist, wenn zwei Stapel von verschiedenen Ressourcen nebeneinander liegen und das nicht ändere! Wer ist dann der Affe? Der im Bildschirm oder der vorm Bildschirm?
Es gibt nun mal kein Fadenkreuz um auf die Ressourcen zu zeigen und für irgendetwas muss sich das Spiel nun mal entscheiden.
Das ablegen und Stapeln der Ressourcen geht hingegen sehr gut. Man bekommt schnell heraus, dass man nicht zu nah an den Stapel heran darf. Man kann auch zwei...
Skippofiler22 schrieb am
Nun, es ist halt eben so, dass kaum noch was, wenn man ein Spiel installiert ohne Internet und Anmeldung geht. Da muss man eben durch. Oder man bleibt "auf ewig in der Vergangenheit" und spart somit Zeit, Geld und Nerven.
Mesmerizer schrieb am
Für mich absolut nicht nachvollziehbar, klasse Konzept, ganz nettes Design, Steuerung mit Controller nach 30 Minuten absolut fehlerlos und in Ordnung, Ancestors hat gigantisches Potential. Leider noch ein wenig buggy, hätte noch ein wenig mehr Questaufbau oder Storyaspekte vertragen können, außerdem wäre es schön würde sich nach der Evolution auch die Umgebung und das Wildleben ändern. Fühlt sich noch ein wenig zu grindig und zu roh an aber sonst.. klasse Idee.
Alles in allem hat wenigstens mal wieder Jemand versucht aus der Routine auszusteigen.
Und zum Epic gebashe.. wen interessierts, bei Origin, Uplay und Blizzard habt ihr euch doch auch nicht aufgeregt?
Akabei schrieb am
Herrje, zum Kommentar über mir schreibe ich lieber nichts.
btt: Den Ansatz des Spiels finde ich sehr interessant und die Fehler lesen sich alle nicht so, als ob man sie nicht mit Patches beheben könnte. Geld dafür sollte jetzt auch reichlich vorhanden sein. Das werde ich mal im Auge behalten und es mir vielleicht später nochmal genauer ansehen.
In diesem Fall würde ich fast sagen, dass der Publisher das für sich perfekt gelöst hat. Einen offenbar verfrühten Release lässt man sich gut bezahlen und sollte man bis zum Steam-Release die Bugs ausgemerzt haben, könnte sich das Spiel noch zum Geheimtipp entwickeln.
Das mag nicht die sympathischste Art einer Veröffentlichung sein, aber so es denn so geplant ist, wie ich das gerade beschrieben habe, wäre es auf jeden Fall ziemlich clever.
MrLove schrieb am
Allein schon der Quatsch mit unsere Vorfahren, in der es bis heute nicht einen einzigen Beweis gibt werde ich das Spiel boykottieren.
schrieb am

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