Pillars of Eternity 2: Deadfire - Test, Rollenspiel, PC

 

Test: Pillars of Eternity 2: Deadfire (Rollenspiel)

von Jörg Luibl



Release:
08.05.2018
08.05.2018
08.05.2018
28.01.2020
kein Termin
28.01.2020
Erhältlich: Digital, Einzelhandel
Erhältlich: Digital (PSN, Xbox Store), Einzelhandel
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Beziehungen pflegen

Neu ist, dass das Verhältnis des Helden zu den Gefährten als auch zu den Fraktionen angezeigt wird. Je nachdem, welche der zehn Gesinnungen wie etwa "stoisch", "rational", "grausam" oder "gütig" man über seine Taten verstärkt, steigt oder sinkt die Zuneigung eines Nichtspieler-Charakters; das kann man zwar numerisch ablesen, aber leider nicht direkt an einer Dokumentation der Entscheidungen. Hinweise auf das, was die Gefährten mögen oder verabscheuen, bekommt man aber  über ihre Kommentare während der Erkundung, über direkte Gespräche mit ihnen sowie ganz konkret beim Klick auf deren Reputationsmenü.



Was mag Edér? Was hasst er?
Was mag Edér? Was hasst er?
Dort erfährt man z.B., dass der ehrenwerte Edér vor allem Tierquäler hasst, dass die spöttische Maja die Eingeborenen Huana verachtet und dass die sehr gläubige Priesterin Xoti für Betrüger und Religionsverachter nichts übrig hat. Und man findet so heraus, warum sich der egoistische Zauberer Aloth nicht wirklich mit dem bisherigen Weg identifizieren kann - das kann sich bis hin zu offener Abneigung steigern. Es gibt auch mal wieder diverse hetero- und homosexuelle Techtelmechtel bis hin zur großen Liebe, die man bei entsprechender Dialogwahl sowie Verfolgung persönlicher Quests eingehen kann; teilweise ist vollkommen abstruses Flirten mit fremden Auftraggebern möglich, während die ganze Gruppe daneben steht - ich könnte in einem Abenteuer wie diesem komplett darauf verzichten, obwohl ich zugeben muss, dass zumindest einige witzige Situationen dabei sind. Und es ist ja alles optional.

Lebendige Party-Interaktion

Das neue Reputationsmenü zeigt sowohl private als auch politische Beziehungen an.
Das neue Reputationsmenü zeigt sowohl private als auch politische Beziehungen an.
Immerhin gibt es auch reichlich Diskussionen und Reibung unterhalb der sexuellen Ebene, denn die Mitglieder der Gruppe werden über ihre Kommentare während der Erkundung viel lebendiger als noch im ersten Teil. Es erinnert fast ein wenig an God of War, wo Atreus beim Rudern auf dem See meist ein Gespräch anfing, wenn während der Erkundungsphasen in Städten plötzlich der Smalltalk einsetzt. Hier werden die Charaktere mit ihren Witzen und Floskeln dann greifbarer. Sie drücken ihre Freude oder ihren Missmut über Entscheidungen aus, ziehen sich gegenseitig auf, erzählen Anekdoten oder fragen nach. Die zynische Maja und der pathetische Wasserbeschwörer Tekahu geraten ebenso aneinander wie der freche anarchistische Piratenzwerg Serafen und die prinzipientreue Paladin-Lady Pallegina.

Die Nichtspieler-Charaktere, wie hier Maja, sind biografisch sehr gut ausgearbeitet.
Die Nichtspieler-Charaktere, wie hier Maja, sind biografisch sehr gut ausgearbeitet.
Es geht also nicht nur um das Kommentieren der eigenen Aktionen, sondern um die Kommunikation untereinander. Es gibt auch situative Gesprächsangebote an den Helden, dargestellt durch ein blinkendes Icon, die sich meist um die persönlichen Quests drehen. Nicht nur die Dialoge sind sehr gut geschrieben und wurden vorbildlich, allerdings nur auf Englisch, eingesprochen: Vor allem die Charaktere, nicht nur bekannte wie der Zauberer Aloth, sind markant konzipiert, weil ihre Persönlichkeiten auf natürliche Art greifbar werden und auch ihre Geheimnisse eine große Rolle spielen - hier wird man des Öfteren überrascht. Und das ist meist so mit den Machtkämpfen verbunden, dass man nahezu beiläufig immer besser verstehen kann, worum es welcher Fraktion eigentlich geht.

Kommentare

Spielosoph schrieb am
Habe die PS4 Version (Ultimate) gespielt.
Leider unspielbar, durch die andauernden (z.B. Stockwerkwechsel in der Taverne) und dazu langen Ladezeiten.
chrische5 schrieb am
hallo
weiß hier jemand wann und bo die ps4 version noch kommt?
christoph
Brakiri schrieb am
Hi,
Test ist ja schon älter, aber ich habe eine Frage:
Mir hat der erste Teil so garnicht zugesagt, obwohl ich seit 25 Jahren CRPGs und auch P&P spiele. Ich fand die Story langweilig inszeniert, das Kampfsystem schrecklick, die Charaktere eher meh usw.
Ist POE2 anders, oder sehr ähnlich?
Wenn sehr ähnlich, dann sehe ich davon ab, es zu probieren.
Danke!
Ryan2k6 schrieb am
Ich bin zwar recht spät dran, habs aber jetzt durch. Ich bin ein großer Fan von BG2 und vom ersten Pillars of Eternity. Den Nachfolger fand ich aber leider deutlich schlechter.
Die Hauptgeschichte ist ziemlich enttäuschend, das Ende wirkt belanglos und langweilig, nicht mal einen wirklichen Endkampf gibt es.
Zusätzlich finde ich diesen Versuch, sowas wie eine Open World aufzubauen eher als Nachteil, weil die Geschichte dadurch auf der Strecke bleibt. Es wirkt mehr wie ein Abarbeiten einer Checkliste an Aufträgen. Das verbunden mit dem ständigen hin und her fahren/laufen macht es sehr zäh. Ich glaube ich habe von 80h Spielzeit 10h nur auf den Wechsel eines Gebiets gewartet. Ganz schrecklich.
Die Inseln erkunden bringt auch nicht viel, ein bisschen Ausrüstung, die man aber auch so zur Genüge bekommt. Nicht mal einen größeren Dungeon wie in Teil 1 gab es.
Wie gesagt hab ich Teil 1 verschlungen und Teil 2 dann gerne gebackt. Bin aber im Nachhinein froh, dass es nur die kleinste Version war und ich das Spiel dadurch günstig bekommen habe.
Addons habe ich nicht und werde ich jetzt auch nicht mehr anschaffen. Schon White March fand ich im Übrigen nicht mehr so gut wie das Hauptspiel.
Nightfire123456 schrieb am
Mir gefällt es bis jetzt deutlich besser als der erste Teil. Das mit dem Schiff rumfahren auf der Weltkarte ist genau meins. Schade ist nur das, dass Crew und Schiffs Managment im Prinzip toll aufgebaut ist, aber es so einfach ist das man nach kürzester zeit eh nichts mehr verändern muss. Ich tu mich halt extrem schwer dem Setting was abzugewinnen. Nicht das ich das Karibik Setting nicht mögen würde, aber ich finde es ziemlich schwer die einzelnen Parteien und InselVölker auseinander zu kennen. Die sehen alle so ähnlich aus und werden auch nicht wirklich gut eingeführt. Das ist bei "normaler" High Fantasy mit Elfen, Zwergen usw. deutlich einfacher.
Nach einiger Zeit geht es dann schon, aber da war der Zug für mich schon abgefahren. Die Story interessiert mich jetzt Null, ich fahre nur noch auf der Karte rum und erkunde die Welt, denn das ist für mich auch die größte Stärke des Spiels.
Auch wenn ich jetzt viel negatives Geschrieben habe bin ich ziemlich zufrieden mit dem Spiel. Ich hatte bis jetzt trotz der vielen Negativ Punkte wirklich viel Spaß und das Game bietet jede Menge Potential um daraus zusammen mit einem Addon ein richtig rundes Erlebnis zu bieten.
Wenn ich die ganzen Oldschool RPGS der letzten Jahre vergleiche sieht meine Rangliste im Momment so aus:
Tyranny->Pillars 2->Divinity 2->Torment->Pillars 1
schrieb am

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