Anno 1800 - Test, Strategie, PC - 4Players.de

 

Um dieses Feature zu nutzen, musst du
"4Players pur" nutzen:

Du hast schon einen pur-Account? Dann logge dich ein!
Noch kein pur-Nutzer? 4Players pur – Zahl, was du willst!

Hinweis schließen.


Aufbau-Strategie
Publisher: Ubisoft
Release:
16.04.2019
Jetzt kaufen
ab 53,95€
Spielinfo Bilder Videos

"Unsere Stadt soll schöner werden"

Die Auslagerung von Produktionen ist nicht nur sinnvoll, um Platz auf der Hauptinsel zu sparen. Sowohl die Umweltverschmutzung durch Industrien als auch die Anzahl der Unorte (eher dreckige Produktionsstätten), die sich negativ auf die Zufriedenheit der Einwohner und die Attraktivität der Stadt auswirken, können so reduziert werden. Das Konzept mit der Stadtattraktivität geht noch weiter, denn erstmals wird man dafür belohnt, eine schöne Stadt zu bauen. Umso schöner die Stadt und umso höher die Attraktivitätsbewertung ausfällt, desto mehr Touristen kommen vorbei und zahlen am Besucherkai eine "Eintrittsgebühr".

Die Attraktivität steigert man durch die Verbannung von schmutzigen Industrien, den Bau von Ornamenten oder durch den Zoo oder das Museum. Beide sind modular erweiterbare Riesengebäude: In Zoos präsentiert man gefangene oder gekaufte Tiere (Items) und im Museum werden archäologische Objekte ausgestellt, die je nach Seltenheitsgrad mehr Attraktivität versprechen. Wobei der Zoo rein optisch die hübschere Variante ist, da viele Ausstellungsstücke des Museums in kleinen Gebäuden versteckt sind, während viele Tiere tatsächlich in ihren Gehegen zu sehen sind.

Im Wandel der Zeit: Die Anno-Reihe von Anno 1602 über Anno 1404 bis Anno 2205 inkl. sämtlicher Ableger.


Expeditionen ins Unbekannte

Neu sind ebenfalls die Expeditionen, mit denen die südamerikanische Session erstmalig freigeschaltet wird und mit denen man Items für Zoo, Museum und Buff-Gebäude bekommen kann. Expeditionen kann man sich als kleine Textbook-Adventures vorstellen. Für solch eine Expedition muss man zunächst ein Schiff aussuchen, das sich auf die Mission begeben soll. Danach werden Waren und "Items" (Crew und Co.) eingepackt, die bestimme Herausforderungen erfüllen bzw. kontern können. Schnaps eignet sich zum Beispiel als Medizin oder Proviant. Ist das Schiff vollgeladen, wird eine Erfolgsaussicht gegeben und wenn man zufrieden ist, kann die Fahrt losgehen.

Während der Expeditionen geschehen oft kleinere Ereignisse, auf die man reagieren und zwischen mehreren Optionen wählen muss, ggf. mit den Konsequenzen der Wahl leben. Hat man Glück und kompetente Leute bzw. die richtigen Waren mitgeschickt, erhält man schicke Artefakte wie Maya-Ruinen oder ein Dinosaurier-Skelett für das Museum oder besondere Delphine für den Zoo. Allerdings kann die Expedition auch scheitern oder ergebnislos verlaufen. Obacht: Bei solchen Ereignissen läuft das normale Spiel in der bisherigen Spielgeschwindigkeit weiter.

Bei den Expeditionen gilt es auf allerlei Überraschungen zu reagieren.
Bei den Expeditionen gilt es auf allerlei Überraschungen zu reagieren.

Die Texte werden leider nicht von einem Sprecher vorgelesen. Sollten sie irgendwann nerven, obwohl sie sich gut in das Gesamtbild fügen, kann man sie links liegen lassen und sich auf andere Sachen konzentrieren. An Tiere, Artefakte und Co. gelangt man auch auf anderen Wegen.

Spätestens in diesem Bereich fallen gewisse Balance-Macken bei der Ausbalancierung der Items auf, wenn man z.B. für die Erstellung eines Fotos als Aufgabe eines Bürgers ein richtig gutes episches Item erhält und für eine Expedition, die viel mehr Aufwand und Zeit erfordert, nur öder Kram rauskommt.

Einfluss und alternative Fakten

Nicht zu vergessen sind Einfluss als Zusatzwährung und die Zeitung als Propagandamittel: Ersteren sammelt man durch das Erreichen bestimmter Stadtgrößen und kann diese Punkte dafür nutzen, um bestimmte Investitionen zu tätigen. So ist er z.B. später nötig, damit man neue Inseln besiedeln kann - anfangs kosten neue Inseln keinen Einfluss, aber je mehr Inseln man besitzt, desto mehr ist nötig. Je mehr Einfluss man für bestimmte Zwecke einsetzt, umso speziellere Boni erhält man - quasi wie eine Spezialisierung. Gibt man viel Einfluss für Expansion aus, also für die Inselbesiedlung, für Pendlerkais und für den Kauf von Anteilen an Inseln anderer Spieler, gibt es globale Boni für alle Inseln in Form von kostenloser Arbeitskraft.
Ähnliche Belohnungen winken bei Propaganda, Militär, Kultur und Co. Apropos Propaganda:
Mit der Zeitung und alternativen Fakten lässt sich die Bevölkerung beeinflussen.
Mit der Zeitung und alternativen Fakten lässt sich die Bevölkerung beeinflussen.
In regelmäßigen Abständen meldet sich der Redakteur der lokalen Anno-Zeitung mit seiner jüngsten Ausgabe, in der drei Ereignisse in der Anno-Welt aufgreifen werden (z. B. Krieg, Arbeitskraftmangel, Festivitäten) und je nach Nachrichtenlage hat die Zeitung globale Auswirkungen auf Zufriedenheit, Produktion und Steuern. Vor der Veröffentlichung der Zeitung kann man allerdings die Artikel gegen Einflusspunkte "lektorieren" und mit "alternativen Fakten" versehen, wodurch sich gezielte Boni realisieren lassen.


Die Investoren (fünfte Bevölkerungsstufe) generieren neben Steuern ebenfalls Einfluss und sind zugleich die Grundvoraussetzung für das Endgame-Großbauprojekt, nämlich die mehrstufige Weltausstellung, die mit Verlaub gesagt, sauteuer ist, aber die Attraktivität immens steigert und wertvolle Items einbringt.

Der typische Spielablauf aus Aufbau, Ausbau und Optimierung wird durch optionale Mini-Aufgaben (Dinge suchen, Waren liefern, Geleitschutz etc.) von der Bevölkerung oder von Nicht-Spieler-Charakteren aufgelockert. Manchmal breiten sich auch Feuer, Aufstände oder Krankheiten aus, die sich mit gewissen Gebäuden in den Griff bekommen lassen - und irgendwie ähnlich funktionieren. Diese Ereignisse können nicht abgeschaltet werden.

Kommentare

SethSteiner schrieb am
Also mein Fazit nach dutzenden von Stunden ist momentan:
Das Spiel macht Spaß, sieht schön aus und ist umfangreich aber meine Fresse es ist verbuggt und voller Unzulänglichkeiten. In dem jetzigen Zustand würde ich es ganz hart irgendwo zwischen 60er und 70er Bereich bewerten. So schön das Spiel auch gemacht ist aber hier wurde einfach sehr viel nicht umgesetzt, das schon seit dem Technical Test bekannt ist an Problemen und Wünschen und es gibt einfach eine große Menge an Problemen. Namentlich ist eines der schlechtesten Elemente die Schiffs-KI, bei der es scheint als hätte man die letzten 10, 15 Jahre RTS verschlafen irgendwie und dazu funktionieren sogar die vorhandenen Einstellungen nicht richtig. Aber auch an vielen anderen Stellen gibt es diverse Probleme, sei es dass es kein Saatgut gibt, sei es dass die Erze nicht ausgeglichen sind, dass das Handelsrouten-System so oberflächlich ist, es kein ordentliches Tutorial gibt oder dass man keinen Map Seed auslesen kann. Und welcher Designer ist so toll und denkt "hey, wenn jemand sein eigenes Spiel startet, lasse ich ihn auswählen zwischen Archipel und anderen Fachbegriffen, gebe aber keine Vorschau auf die Map!"? Sorry aber das sind teilweise einfach amateurhafte Fehler. Auch ein gutes Beispiel, bei jedem Spielstart ist man gezwungen unten Links das Menü von den Bevölkerungsstufen auf die unterschiedlichen Bereiche zu wechseln. Es merkt es sich einfach verflixt noch mal nicht. Die Liste an Unzulänglichkeiten ist hier nur angerissen, sie ist lang und zieht sich über viele verschiedene Bereiche.
Anno 1800 wird mit Patches denke ich problemlos in den 90er Bereich vordringen aber bis dahin hat man noch einiges zutun und ich finde es schon etwas dreist, dass man einen Season Pass und DLCs ankündigt, anstatt das verdammte Spiel erst mal in Ordnung zu bringen.
Dr.Bundy schrieb am
Ich spiele z.T.15 oder 20 Jahre alte Spiele und sie funktionieren. Aktuell sogar Spiele aus den 80ern (NES Emulator)
Akabei schrieb am
oder bis zum Sankt Nimmerleinstag.
Ein paar meiner Spiele aus dem Simulationsgenre schmieren mir auch etliche Jahre nach dem Release in der 64-Bit- und/oder DX12-Version immer noch regelmäßig ab.
Dr.Bundy schrieb am
oder noch besser 2- 3 Jahre .
schrieb am

Angebote

Billiger.de Angebotshinweise:

Preise können jetzt höher sein.

Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass der angegebene Preis seit der letzten Aktualisierung gestiegen sein kann, da eine Echtzeit-Aktualisierung der vorstehend angegebenen Preise technisch nicht immer möglich ist.

Der maßgebliche Verkaufspreis ist derjenige, welcher zum Zeitpunkt des Kaufs auf der Webseite des Verkäufer-Shops ausgewiesen wurde.