Rebel Galaxy Outlaw - Test, Action, PC - 4Players.de

 

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Action
Release:
13.08.2019
2019
2019
Spielinfo Bilder Videos

Ein Übermaß an Abwechslung erwartet Juno freilich nicht; fast alle Kämpfe bzw. Missionen sind geradlinige Ballereien ohne Überraschungen. Praktisch ist immerhin, dass sie befreundete – OK, sagen wir bekannte – Piloten um Hilfe rufen darf. Die unterstützen sie dann eine Weile, bevor sie anschließend eine Zeitlang nicht verfügbar sind. Das System des Vorgängers, in dem man ständige Begleiter anheuerte, gefiel mir zwar besser, dennoch sind die Flügelmänner in knackigen Gefechten eine wertvolle Hilfe. Und falls man trotzdem mal zu Weltraumstaub verarbeitet wird, findet man sich übrigens im Handumdrehen am letzten Speicherpunkt wieder, von wo aus es nur wenige Sekunden bis zum letzten Kampf sind. Den man dann selbstverständlich einfach umgehen könnte.

Tauschhandel

Cool ist außerdem, dass einzelne Module des Schiffs beschädigt und sogar zerstört werden können, was sich z.B. auf die Flugeigenschaften auswirkt. Den so entstandenen Schaden sollte man deshalb reparieren und verlorene Waffen, Schilde oder Scanner ersetzen. Noch besser: Flieht lieber aus einer brenzligen Lage, bevor ihr euren Kahn zur Hälfte neu aufbauen müsst! Ich weiß, wovon ich rede... Praktischerweise erhält man beim Verkauf eines etwas teureren Schiffs die Summe zurück, die man ursprünglich dafür bezahlt hat, sodass man im schlimmsten Fall auf das hochwertige Gefährt verzichten könnte, dafür aber schnell wieder eine starke

Obwohl Rebel Galaxy Outlaw zunächst nur im Epic Store verfügbar ist, der Speicherdaten nicht online festhält, unterstützt das Spiel von sich aus Cloud Saves.

Auch Modifikationen werden offiziell unterstützt. Abgesehen davon kann man das aktuelle Raumschiff mit einem umfangreichen Editor visuell frei gestalten.

In die Bedienung des Werkzeugs muss man sich allerdings einarbeiten. Ein einfaches Wechseln von Farben oder Mustern gibt es im eigentlichen Spiel leider nicht.

Ausrüstung zusammen hat.

Schade finde ich nur, dass nicht alle im Cockpit verfügbaren Informationen immer gut erkennbar sind oder gar verdeckt werden, so lange eingehende Videonachrichten böse daher plappernder Feinde auf einem der zwei Monitore laufen. Schon klar: Das zweite Rebel Galaxy will Arcade sein. Man soll gar nicht erst auf die Idee kommen, dass hier irgendein Mikro-Management der Raumschiff-Funktionen von Bedeutung ist. Ein wenig mehr Kontrolle und Übersicht wünsche ich mir aber schon.

Knoten in den Fingern?

Zumal die Steuerung im Gegensatz zum erklärten Ziel einige Tücken aufweist. Grundsätzlich braucht ihr euch dabei keine Sorgen machen und könnt mit Gamepad, Joystick oder Maus und Tastatur einfach loslegen – dass man Ziele in der Voreinstellung nur über eine Tastenkombination auswählt, ist zwar unangenehm, aber verschmerzbar. Doch wehe denen, die bestimmte Vorlieben an die frei einstellbare Tastenbelegung haben. Die können sich nämlich in Sackgassen konfigurieren, weil manche Eingaben immer doppelt belegt sind. Dadurch kann es passieren, dass man die Übersichtskarte schließt, obwohl man den zum Markieren gedachten Analogstick bedient. Abgesehen davon sieht man nicht eindeutig, in welchem Bereich des Spiels welche Taste verwendet wird. Sprich, man muss sich recht aufwändig in die Konfiguration einarbeiten, weshalb Individualisten mit ein wenig Zeit zum Finden der passenden Einstellungen planen sollten.

Der hier knallt ganz von alleine in das Hindernis. Die vom Spiel gesteuerten Piloten sind nicht brillant, stellen im Kampf aber eine ansprechende Herausforderung dar.
Dieses Fliegerass knallt ganz von alleine in das Hindernis. Die vom Spiel gesteuerten Piloten sind nicht brillant, stellen im Kampf aber eine ansprechende Herausforderung dar.


Als gelungen empfinde ich hingegen eine Hilfe, die Double Damage wohl ebenfalls als Arcade-Service anbietet: Der eigene Flieger zieht per Knopfdruck automatisch in Richtung des gewählten Ziels, was sowohl Gegner als auch Wegpunkte sein können. Das genaue Zielen muss man noch immer selbst übernehmen, aber dieses typische Beschleunigen, Abbremsen, Drehen, erneute Beschleunigen usw. nimmt einem das System eben ab.

Man muss diese Hilfe ja nicht verwenden und kann gleich zu Beginn einen Spielstil wählen, bei dem sie gar nicht erst zur Verfügung steht. So konnte ich die dafür benötigte Taste sorglos aussortieren und auf das freie Fliegen nach Newton legen. Um Realismus geht es natürlich auch an dieser Stelle nicht, aber so kann man weiter geradeaus fliegen, während man das Schiff dreht, um Verfolgern eine dicke Salve direkt in den Bug zu drücken. Die Wahl des Spielstils wirkt sich übrigens nicht auf den Schwierigkeitsgrad per se aus, sondern beeinflusst tatsächlich nur das Vorhandensein der Flughilfen sowie die anfängliche Ausrüstung. Seid trotzdem gewarnt: Vor allem die weniger leistungsfähigen Module sorgen auf den fortgeschrittenen Stufen für eine deutlich größere Herausforderung!

Kommentare

artmanphil schrieb am
Wirklich geiles Spiel. Bin immer noch voll drin und momentan am Minmaxen, weil ich noch viel zu oft auf's Maul bekomme von der Piratenbrut.
artmanphil schrieb am
Rebel Galaxy Outlaws erinnert mich in sehr vielen Facetten an Freelancer. Und begeistert mich auf dieselbe Weise. Und ganz geil ist der nicht-"normale" Start, wo man zB erst erfährt, dass unterschiedliche Radarmodule unterschiedliche Funktionen haben, also LockOn oder Farbkodierung. Die hat man beim normalen Start direkt.
Schöner Test, geiles Spiel für 25,- ein echter Schnapper.
VaniKa schrieb am
Ein gutes Spiel macht für mich aus, dass es trotz einer immer gleichen recht einfachen Spielmechanik über etliche Stunden fesseln kann. Nüchtern betrachtet ist das Spiel sehr einfach und die Missionstypen, die man in 90 % der Zeit absolviert, wiederholen sich ständig. Trotzdem erzeugt das Spiel bei mir eine Sogwirkung, was an der tollen Atmosphäre, dem eingängigen Gameplay und der permanenten Aufrüstungskarotte liegt. Die Story verfolge ich tatsächlich eher so nebenher und konzentriere mich vor allem auf den "Grind", den ich hier aber gar nicht so bezeichnen will, weil das einfach das Spiel ist.
Mich hat beim Lesen verschiedener Reviews gewundert, dass es offenbar seit 20 Jahren gar nichts Vergleichbares mehr gab. X-Wing und TIE Fighter habe ich früher noch begeistert gespielt, aber das Genre dann aus den Augen verloren. Ich dachte, dass neuere Titel wie Elite: Dangerous auch so etwas wären, aber offenbar ist dieser Fokus auf actionlastige Dogfights doch etwas Besonderes. Würde mir in Zukunft mehr davon wünschen. Auf Strategie und Handel kann ich dabei zugunsten von Action gerne verzichten.
DongDong schrieb am
Weiß jemand wann die Konsolenversionen kommen sollen?
4P|Benjamin schrieb am
Nene, Deutsch ist drin und läuft auch. Keine Ahnung, ob ich den Button im Launcher nur übersehen hatte oder er tatsächlich noch nicht drin war. Ich tippe auf Ersteres. :-) Hab die Information jedenfalls entsprechend angepasst - danke für den Hinweis!
schrieb am