Little Nightmares 2 - Test, Action-Adventure, PC, PlayStation 4, Xbox One, Stadia

 

Test: Little Nightmares 2 (Action-Adventure)

von Michael Krosta



Little Nightmares 2 (Action-Adventure) von Bandai Namco Entertainment
Der kleine Alptraum geht weiter
Entwickler:
Release:
11.02.2021
11.02.2021
2021
11.02.2021
11.02.2021
11.02.2021
2021
Erhältlich: Digital (PSN, Xbox Store, GOG, Steam), Einzelhandel
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Der kleine Alptraum ist noch nicht vorbei: Bandai Namco und die Tarsier Studios wollen die Spieler in Little Nightmares 2 einmal mehr in eine düstere Welt voller Fallen, Rätsel und grotesker Kreaturen entführen. Was wir bei der verzweifelten Suche nach einem Ausweg so alles erlebt haben, schildern wir im Test.

Auf der Jagd

Im Kern halten die Entwickler am Konzept von Little Nightmares fest, das mich anno 2017 mit einer Wertung von 78% nicht nur stilistisch, sondern auch spielerisch überzeugen konnte: Es dreht sich in diesem Rätsel-Plattformer weiterhin alles darum, mit Geschick und Köpfchen in dieser düsteren, oft farblosen und bizarren Welt zu überstehen. Dabei übernimmt man die Rolle des kleinen Mono, der offenbar durch den Bildschirm eines TV-Geräts an diesen trostlosen Ort katapultiert wurde. Die Reise beginnt in einem finsteren Wald, in dem die ersten Herausforderungen in Form von tiefen Abgründen und fiesen Fallen nicht lange auf sich warten lassen. Angekommen in einem abgelegenen Haus, das gewisse Parallelen zu dem Anwesen in Resident Evil 7: biohazard aufweist, warten gleich zwei Überraschungen: Zum einen trifft man auf den ersten gefährlichen Antagonisten, einen maskierten Jäger, der einem Horrorfilm à la Freitag der 13. entsprungen sein könnte. Zum anderen auf ein mysteriöses kleines Mädchen, das offenbar von dem schießwütigen Schergen gefangen gehalten wurde und sich bald als nützlicher Koop-Partner erweisen wird, mit dem man sogar grob auf Tastendruck mit Lauten kommunizieren kann.

Teamwork ist oft der Schlüssel, damit es weitergeht.
Teamwork ist oft der Schlüssel, damit es weitergeht.
Als Duett wachsen die beiden Kinder im wahrsten Sinne des Wortes über sich hinaus, erhalten mit Teamwork Zugang zu weiteren Arealen und helfen sich gegenseitig aus der Patsche. Die Begleiter-KI agiert erfreulich clever und gibt stellenweise sogar dezente Hinweise, was zu tun ist. Im Mittelpunkt stehen erneut die prima designten Umgebungsrätsel, die neben dem Verschieben von Objekten und Kletterpartien mitunter auch etwas kreativere Lösungsansätze erfordern. Die eingestreuten Schleichpassagen sorgen dagegen genauso für Spannung wie die dramatischen Fluchtsequenzen, in denen man seinen Häschern oder anderen Gefahren meist nur knapp entkommt. Dass dies immer beim ersten Versuch gelingt, ist unwahrscheinlich: Wie schon beim Vorgänger kann das Trial & Error in manchen Situationen an den Nerven zehren, die aber zumindest dank der fair platzierten Speicherpunkte gleichzeitig geschont werden. Bei der allgemein guten und simplen Steuerung gibt es zwischendurch aber vereinzelte Momente, die einen zur Verzweiflung treiben können. Hin und wieder hakt es vor allem bei der Aufnahme von Gegenständen, bei denen man die Figur peinlich genau platzieren muss, bevor die Aktion ausgeführt wird. Das kann in manchen Momenten sogar dazu führen, dass man den eigentlich richtigen Lösungsweg verwirft und seine Zeit mit alternativen Methoden verschwendet, die nicht funktionieren. Vor allem eines der ersten Rätsel, bei denen man mit einer Sicherung hantieren muss, ist negativ haften geblieben.

Starke Nerven gefragt

Manchmal hilft einfach nur die Flucht!
Manchmal hilft einfach nur die Flucht vor den bizarren Kreaturen!
Für Frust sorgt zudem das neue Kampfsystem: So schön es auch ist, sich mit Werzeugen wie einer Axt neue Durchgänge zu schaffen, so strapaziös gestalten sich die Konfrontationen, in denen man sich nur mit einem guten Timing erfolgreich zur Wehr setzen kann, meist aber überrumpelt wird. Zwar ist manchmal Weglaufen eine sinnvolle Optionen, aber manche Auseinandersetzungen lassen sich nicht vermeiden und enden häufig im Tod, wenn man nicht schnell genug oder zum richtigen Zeitpunkt reagiert. Deutlich aufregender sind Momente, in denen man seine Taschenlampe als „Waffe“ missbraucht. Man kennt den Moment aus vielen Horrorfilmen: Umringt von Puppen bahnt man sich mit einem unguten Gefühl seinen Weg durch einen spärlich beleuchteten Raum. Man ahnt schon, dass sich früher oder später ganz sicher eine dieser vermeintlich leblosen Gestalten auf einen stürzen wird – und erschreckt sich freilich trotzdem, wenn es passiert. Hier hält man sich die hartnäckigen Verfolger aber nicht nur durch die Flucht vom Leib, sondern kann sie auch durch gezieltes Anleuchten stoppen. Dumm nur, wenn plötzlich von allen Seiten Gegner auf einen zustürmen... Neben den Begegnungen mit den Antagonisten gehören diese Passagen mit zu den intensivsten und spannendsten Momenten im Laufe des Grusel-Abenteuers, das mit einer Spielzeit von etwa sechs Stunden doppelt so umfangreich ausfällt wie der Vorgänger.
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Kommentare

Alex_Omega schrieb am
Der erste Teil war ne ganze Ecke besser meiner Meinung nach. Teil 2 hat zuviele Stellen welche einfach nur nerven. Welche nicht schwer sind sondern einfach nur nervig sind. Viel zuviel Trial&Error, dazu eine ungenaue Steuerung hier und da.
Und über die Story lohnt es nicht zu diskutieren weil beide Spiele schlicht keine haben. Der Entwickler hat einfach iwas reingeknallt das er "cool" fand und fertig. Da steckt nichts weiter hinter. Nicht abwertend gemeint.
Atlan- schrieb am
Auch durch gespielt, insgesamt hat es mir sehr gut gefallen. Ganz besonders das Ende gefällt mir.
Ein paar Abschnitte haben aber etwas genervt. Musste sogar einmal ein Youtube Video anschauen nur um festzustellen das man in diesem Abschnitt Achtung ein Mini Spoiler Rückwerts mit der Taschenlampe laufen kann. Ich Holzkopf -_-.
Alex_Omega schrieb am
Meine Güte, ist ja wieder schlimm wie die Leute hier spoilern ohne Spoiler-Tags zu verwenden. Direkt verwarnen das Pack
Scorplian schrieb am
Gerade eben beendet.
Hui, was ein geniales Spiel, welches in der Tat den ersten toppen kann. Die Spieldauer ist aber in der Tat recht kurz. Geschätzt ist der erste kürzer, aber mit DLC schon wieder länger.
Ich ärgere mich nur gerade...
Eben hab ich eine kurze Pause gemacht, dabei Essen beim YT am TV schauen. Da wird mir doch ein Video vom Spiel vorgeschlagen, welches durch seine Preview Bilder mit einen Gegner gespoilert hat -_-
(so schnell konnte ich leider nicht reagieren)
Naja... Shit happens. War dennoch sehr gut.
DerPoncho hat geschrieben: ?
11.02.2021 12:36
Schließt der zweite Teil an den ersten an und beantwortet einige dieser Fragen oder ist der zweite Teil eine stand alone story? Stehen hier dann am ende auch so viele offene Fragezeichen?
Spoiler
Show
Im Prinzip wird fast gar keine Frage des ersten beantwortet und es entstehen teils sogar mehr Fragezeichen.
Bzgl. Timeline vermute ich,
Show
dass es sich hierbei um ein Prequel handelt.
cM0 schrieb am
Ich mochte den ersten Teil auch schon und werde hier sicher auch zuschlagen. Nicht jetzt sofort, weil ich noch die DLCs des ersten Teils spielen muss. Der Test liest sich gut und die Wertung ist nachvollziehbar. Ich bin kein Freund von Trial-and-Error, aber sofern es nicht überhandnimmt, stört es mich nicht so sehr. Dafür hat es eine sehr gute Atmosphäre.
schrieb am

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