Crusader Kings 3 - Test, Taktik & Strategie, PC

 

Test: Crusader Kings 3 (Taktik & Strategie)

von Jörg Luibl



Release:
01.09.2020
01.09.2020
01.09.2020
Erhältlich: Digital (Xbox Store, Epic Games Store, GOG, Steam), Einzelhandel
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ab 44,99€
Spielinfo Bilder Videos
Chaotische Verhältnisse

Animiert wird nur, wie sich Ritter symbolisch auf der Karte einen Schlagabtausch liefern, während man auf eine statische Tafel schaut, auf der Zahlen sinken, bis einer verloren hat und geknickt von dannen zieht. Es kommt gerade bei Kriegen mit mehreren Verbündeten auf beiden Seiten zu sinnlosen und chaotischen Aktionen.

Manchmal nimmt die KI dumme Umwege, beteiligt sich nicht an wichtigen Schlachten, besetzt keine Orte, zieht plötzlich ab oder verweilt irgendwo. Dann wiederum schickt mir der französische König satte 3000 Mann, weil er – aus welchen Gründen auch immer - tatsächlich meine Tochter geheiratet hat und ich eine Grafschaft in Irland angreife? Chaos kann mit diesen Freunden auch cool sein...

Kein Kriegsrat mit Verbündeten

wdewed
Auch das noch! Jetzt will der Papst ins heilige Land...
 ...aber Crusader Kings 3 hat eben auch ärgerliche Defizite: In der Wegfindung werden manchmal feindliches Gebiet oder mit Totenschädel markierte Zermürbungszonen ignoriert. Und was zur Hölle machen diese beiden Armeen da gerade in meinem Land, obwohl gar kein Krieg herrscht? Man bekommt kein Feedback und muss auf die Wappen sehen, um das irgendwie einzuordnen.

Da man wirklich keinerlei militärische Planung in der Koalition vornehmen kann, etwa eine Zangenbewegung oder Fokus auf Burgeroberung, ist man darauf angewiesen, dass die Partner hoffentlich etwas Sinnvolles tun. Und weil sie das nicht immer tun, sondern sich dumm aufteilen, verspielen sie sogar manchmal den klaren Vorteil der Zahl, also die reine Macht der numerischen Überlegenheit, die nach Clausewitz meist ausreicht!

Totaler Friede ab 100 Prozent!

qsdds
In der Kampfansicht sieht man lediglich Zahlen, die hoffentlich beim Gegner sinken...
Was wiederum gut ist: Man kann das Chaos auf einen Schlag beenden. Wenn man genug der Sieg-Voraussetzungen erreicht hat, was prozentual anhand gewonnener Schlachten, geschliffener Festungen etc. errechnet wird, kann man auf Knopfdruck den Verlierer zur Kapitulation zwingen und seine Früchte in Form von Land, Titeln, Gold & Co ernten. Hier kann es sogar zu einem spannenden Wettlauf kommen, wenn man z.B. gerade noch vor dem Eingriff eines weiteren feindlichen Heeres die 100 Prozent für den Sieg schafft. Auch wenn die Invasionsarmee des feindlichen Verbündeten haushoch überlegen ist, zieht dann sie sofort wieder ab, weil der Krieg offiziell beendet ist. Manches wirkt in diesem Sandkasten doch noch recht robotisch, aber rettet auch Struktur und Spielspaß. Crusader Kings 3 ist jedenfalls kein Spiel für Wargamer oder Militärtaktiker.

Kommentare

ChrisJumper schrieb am
Beeindruckend wie unterschiedlich die Wahrnehmung ist im Mittelalter.
Es gab einen ganz anderen Bezug zu Religion, Status, Ehe, Ehre und Nachwuchs. Ich freue mich auf das Spiel aber werde es wohl noch ein wenig verinnerlichen müssen. Diese Intrigen über die Attribute der Partnerin/des Partners und einer Nachfolge sind einfach interessant.
Ganz zu schweigen von der komplett anderen politischen Situation zu Heute.
amigastar schrieb am
WayneofGames hat geschrieben: ?
16.09.2020 11:53
Ich hatte mir damals Crusader Kings 2 mit allen wichtigen DLC's auf Humble Bundle gekauft, brachte dann aber keine Motivation auf, Herr über die Komplexität zu werden.
Aber das Gefühl, dass mir das Spiel prinzipiell sehr gut gefallen könnte, blieb.
Letzte Woche hatte ich mir dann CK 3 zugelegt, das Tutorial gespielt und zusätzlich noch die Videotutorialreihe von Tolfus geguckt und ZACK bin ich darin versunken. Ich weiß nicht wann ich das letzte mal bei einem Videospiel so die Zeit vergessen habe. Vor allem an den teils absurden Geschichten die sich entwickeln können, finde ich großen Gefallen.
Wenn man erst einmal alles organisiert hat und gerade kein Krieg im Gange ist, passiert zwar meist ein bisschen wenig, aber das macht mir soweit nichts aus. Vor allem in Kombination mit etwas Rollenspiel macht es unfassbar Spaß. Dafür gibt es auch schon den ein oder anderen Mod, welcher einen kleinere Entscheidungen treffen lässt, die nicht allzu große Auswirkungen haben.
Lerne auch gerade durch Tolfus. Gut zu hören dass das Spiel so ne Suchtwirkung hat ;)
WayneofGames schrieb am
Ich hatte mir damals Crusader Kings 2 mit allen wichtigen DLC's auf Humble Bundle gekauft, brachte dann aber keine Motivation auf, Herr über die Komplexität zu werden.
Aber das Gefühl, dass mir das Spiel prinzipiell sehr gut gefallen könnte, blieb.
Letzte Woche hatte ich mir dann CK 3 zugelegt, das Tutorial gespielt und zusätzlich noch die Videotutorialreihe von Tolfus geguckt und ZACK bin ich darin versunken. Ich weiß nicht wann ich das letzte mal bei einem Videospiel so die Zeit vergessen habe. Vor allem an den teils absurden Geschichten die sich entwickeln können, finde ich großen Gefallen.
Wenn man erst einmal alles organisiert hat und gerade kein Krieg im Gange ist, passiert zwar meist ein bisschen wenig, aber das macht mir soweit nichts aus. Vor allem in Kombination mit etwas Rollenspiel macht es unfassbar Spaß. Dafür gibt es auch schon den ein oder anderen Mod, welcher einen kleinere Entscheidungen treffen lässt, die nicht allzu große Auswirkungen haben.
JesusOfCool schrieb am
ein hoher bildungswert ist allerdings im normalfall ein guter anfang für einen arzt.
man bekommt auch so nicht immer jemanden mit der entsprechenden fähigkeit zur auswahl.
IEP schrieb am
JesusOfCool hat geschrieben: ?
16.09.2020 11:32
Solon25 hat geschrieben: ?
16.09.2020 11:01
Ich mach den Geistlichen immer gleich zum Arzt. Kostet nur 10 Gold und reicht oftmals aus das er einen mag. Zudem verbessert ich sich da mit der Zeit.
guter trick. daran hab ich bis jetzt noch nicht gedacht. ^^'
Ich kann das auch nur bedingt empfehlen, da ein sehr vielversprechender Herrscher im Alter von 34 gestorben ist, da der "Arzt", den ich auswählte, verordnet hat eine Krankheit mit einer anderen Krankheit (in dem Fall Tollwut) zu bekämpfen, was ihn natürlich schnell ins Grab gebracht hat. Das hing wohl hauptsächlich damit zusammen, dass der Arzt absolut keine Ahnung vom Arztsein hatte.
schrieb am

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