Half-Life 2: Episode 1 - Test, Shooter, PC - 4Players.de

 

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Ego-Shooter
Entwickler: Valve
Publisher: Electronic Arts
Release:
kein Termin
30.05.2006
kein Termin
Spielinfo Bilder Videos

Die Beschränkung auf Innenlevels wirkt sich natürlich auch auf das Spielprinzip aus: Ihr habt jetzt mehr, dafür weniger intensive Kämpfe gegen kleine Gegner-Grüppchen - für Waffen wie die saucoole Armbrust gibt's quasi kein Betätigungsfeld, dafür gibt es umso mehr Lüftungsschacht-Gekrauche. Die Gravity Gun ist anfangs euer bester Freund und wird schon nach zehn Spielminuten 

Der suizidgefährdete Zombine ist der einzige neue Gegner.
genauso aufgemotzt wie in HL2 erst kurz vor dem Ende - anfangs seid ihr eine ziemlich lange Zeit unbewaffnet und müsst euch mit allerlei geworfenen Dingen verteidigen, erst später kommen die gewohnten Waffen ins Spiel – und das berühmte Brecheisen hat erst kurz vor Schluss seinen Auftritt. Die euch entgegen wankenden und –schwirrenden Feinde wurden komplett aus dem Vorgänger übernommen, lediglich ein Neuling findet sich im Feindesland: der Combine-Zombie, von Alyx scherzhaft Zombine genannt. Außerdem bekommt ihr jetzt die passiven Stalker, die in HL 2 nur aus der Entfernung zu begutachten waren, etwas näher zu sehen. Und nicht zuletzt sind auch die bekannten Nebenfiguren wieder dabei: Barney, Dr. Kleiner, Eli Vance oder Dr. Breen feiern mehr oder weniger große Cameo-Auftritte.

Sprich mit mir!

Brillante Lichteffekte sind ein Markenzeichen der aufgemotzten Source-Engine.
HL 2 ist nach wie vor eines der best aussehendsten Spiele am PC – und Episode 1 führt die Tradition gekonnt fort! Die ohnehin beeindruckende Source-Engine wurde nochmals aufgebohrt und präsentiert einige der coolsten Effekte im 3D-Bereich: fortgeschrittene Licht- und Überblendeffekte via HDRR, sofern die Hardware das unterstützt, erstrahlen gerade die wenigen Außenabschnitte in einem fantastischen Licht. Coole lokale Unschärfen erzeugen ebenso eine beeindruckende Illusion von Realitätsverzerrung wie die völlig großartigen Blubber- und Wabereffekte. Außerdem ist das Spiel animationstechnisch immer noch ungeschlagen – gerade Alyx' Mimik und Gestik, jetzt von höher aufgelösten Texturen schärfer in Szene gesetzt, wird eigentlich nur von der Techdemo Heavy Rain: The Casting geschlagen. Im Shooter-Bereich gibt es zu diesen ausdrucksstarken Gesichtern bislang keine Konkurrenz! Natürlich hat das Ganze wie gewohnt seinen Preis: gerade beim RAM solltet ihr nicht sparen, denn die kohärente Welt hat keine logischen Sprünge, von daher wird oft und lange nachgeladen – zwei Gigabyte sollten es für bequemes Spielen schon sein, mit der Hälfte solltet ihr einige Wartezeiten in die Spielzeit einrechnen. Der Rest der Kulisse ist unverändert, auch wenn die Architektur nicht mehr so beeindruckend ist wie gehabt – es gibt halt weniger zu sehen. Doch Tonnen geskripteter Ereignisse erzeugen eine glaubwürdige Welt, die nur von den üblichen Kleinigkeiten wie den ruckelig animierten Flammen etwas getrübt wird.

Akustisch liefert Episode 1 ein mindestens ebenso umwerfendes Erlebnis wie optisch: In beeindruckend klarem Surround-Sound zischen Kugeln an euren Ohren vorbei, kreischen Zombies, tosen Strider und ertönen Lautsprecherdurchsagen. Wie gehabt bekommt ihr zusätzlich die meiste Zeit Atmosphärensounds zu hören, die die Stimmung des Levels unterstreichen. Nur in wichtigen Momenten setzt richtige Musik ein, jetzt weniger

Aaah - Frischluft! Nur ein sehr kleiner Teil von Episode 1 spielt unter freiem Himmel.
breakbeatlastig wie noch beim Vorgänger, sondern mehr in Richtung gitarrenschwangerer Rockklänge, die teilweise wie live eingespielt klingen – sehr cool! Eines der genialsten Features ist der optionale Audiokommentar der Entwickler, der schon bei Lost Coast zum Tragen kam: Aktiviert ihr überall verstreute Icons, bekommt ihr jede Menge Informationen über das Design der Levels und der Figuren, die Inspirationen der Entwickler und einen Haufen nebensächlichen, aber witzigen Kram zu hören – der allerdings vielen Szenen das dramatische oder überraschende Element vorwegnimmt, so dass der Audiokommentar idealerweise erst beim zweiten Durchspielen aktiviert werden sollte. Es kommen diverse Entwickler zu Wort, allerdings klingen die teils etwas steif – ganz offensichtlich wurden die Kommentare abgelesen und nicht frei gesprochen.

Aber auch ohne die Kommentare wird verdammt viel gelabert – wie üblich von allen außer Gordon, der nicht eine Silbe von sich gibt. Coole Sprüche, traurige Sprüche, selbstironisches Gebrabbel, wichtige Ansagen, alberne Kommentare, dramatische Reden – das ganze Debattierspektrum wird abgedeckt. Allerdings solltet ihr euch wirklich einen Gefallen tun und das Game wieder auf Englisch spielen, was dank einfacher Steam-Umstellung ein Klacks ist – die deutsche Synchronisation ging genau wie beim Vorgänger gründlich in die Hose.

       

Kommentare

konsolero schrieb am
Warscheinlich meint er das Soundstottern,was ein Problem der Engine ist.
Ansonsten, mal auf Viren scanen, defragmentieren und die neusten Treiber laden.
Welche Auflösung spielst du?
andreasg schrieb am
Spielst du mit AntiAliasing? Wenn ja schalts aus!!!
Ansonsten ist was defekt oder du hast nen Virus oder so oder was weiß ich. Ferndiagnosen sind immer schwer. :wink:
johndoe-freename-104476 schrieb am
[b]Hi, ich hätt da mal ne frage und würde mich freuen wenn ihr mir weiter helfen könntet. Undzwar ruckelt Half-Life 2 Episode 1 sogar in den niedrigsten Einstellungen aufen meinem Sytem(P4 2,8 GHZ, GeForce 7600 GT, 1 GB Ram) derbst. Vielen dank schon im Vorraus.[/b]
johndoe-freename-98202 schrieb am
Ich habe das Spiel für umgerechnet 16? über Steam gekauft. Ich konnte es sofort nach der Veröffentlichung spielen. Weder hatte ich Probleme mit Steam, noch konnte ich irgendeinen Fehler in dem Spiel ausmachen. Nach 7 Stunden Spielzeit konnte ich den Abspann über mich ergehen lassen. Wer natürlich auf "Easy" spielt und einfach nur durch "Episode One" durch rennt ist natürlich schnell fertig.
Die Animationen und die Grafik (besonders die Beleuchtung) sind mir sehr positiv aufgefallen.
Nun noch einige Kritik am Test:
"größtenteils sehr düstere Levels"
Was ist bitte daran schlecht?
"sehr kurz"
Es ist eine von drei Episoden. Sicher ist es nicht so lang wie ein Vollpreisspiel. Es kostet dafür aber auch wesentlich weniger. Die Spielzeit aller Episoden beträgt ca. 25 Stunden. Der Preis ca. 50? (16? je Episode).
"Story wird kaum fortgeführt"
Den Dialogen im Spiel sollte man schon Bedeutung schenken.
"wenige neue Inhalte"
Noch mehr Waffen, noch mehr Gegner, mehr Tuningmöglichkeiten und mehr Bump-Mapping auf den Texturen. Sind das nicht die Dinge die die modernen Spiele kaputtmachen?
"häufige und lange Ladezeiten"
Kann ich persönlich nicht bestätigen.
"langweilige deutsche Sprachausgabe"
Wer Steam auf Deutsch stellt ist selbst schuld. Die englische Synchro ist dagegen weiterhin auf sehr hohem Niveau.
"schweigsamer, profilloser Held"
Da hat jemand das Spielprinzip eindeutig nicht verstanden. Man soll sich mit dem Hauptcharakter identifizieren. Deshalb gibt es auch keine "Cutscenes" und deshalb spricht Gordon Freeman nicht.
schrieb am