Arme, Ritter und Reiche
Größte Neuerung: Bei Caesar IV gibt es nun drei Schichten -
Plebejer,
Equites und
Patrizier. Das spiegelt grob die Einteilung der damaligen Gesellschaft wieder, die sich eigentlich nur in arm und reich
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| Vorne seht ihr eine große Insula des einfachen Volks, denen es trotz der Nähe zu den Fabriken an nichts fehlt. |
einteilte. Am wichtigsten sind die vermögenden Patrizier, da sie quasi die Melkkühe eurer Herrschaft sind, denn sie bringen am meisten Steuern ein. Ihnen gegenüber haust der arme Plebs in Mietskasernen, der auch mit Brunnenwasser zufrieden ist, wenn es nichts anders geht. Die Bewohner einer Villa möchten hingegen schon einen eigenen Wasseranschluss ans Aquädukt haben. Aufstände wie bei den Vorgängern gibt es aber nicht mehr.
Die Plebejer braucht ihr für einfache, aber nicht unwichtige Handarbeit wie Feld- oder Minenarbeit bzw. Dienst in den Produktionsstätten. Sie karren die Waren durch die Gegend, die Equites oder Adel zum Glücklichsein brauchen. Im Rom der Kaiserzeit wäre das klare Sklavenarbeit gewesen, die im Spiel aber nicht vorkommt. Die Equites stellen hingegen die Mittelschicht dar, denn sie halten euren Laden am Laufen. Sie überwachen die Wasserversorgung, leisten medizinische Dienste, beten als Priester im Tempel oder treten als Schauspieler im Theater auf.
Erste Schritte
Eine kleine Siedlung habt ihr schnell aus dem Boden gestampft. Wie ihr das vom Vorgänger kennt, beginnt am besten damit, ein paar Arbeiter anzusiedeln, die ihr dann mit Straßen, Wasser und Essen
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| Im dichten Gewirr der Häuser ist es oft gar nicht so leicht, noch die wichtigen Straßen reinzuquetschen. |
versorgt. Das sind Grunddinge, die natürlich alle Bewohner haben wollen. Um die Häuser zum Wachsen zu bringen, müsst ihr noch eine Grundwaren wie Töpferwaren oder Öl anbieten. Ein Gouverneurspalast, Feuerwehr, Bauingenieure und Steuerbeamte verstehen sich von selbst und sind identisch zum Vorgänger. Die Reichweite der Gebäude ist deutlich höher, so dass auch für größere Städte eine Praetur reicht. Dass etwas abbrennt oder einstürzt, kommt nur selten vor.
Leider ist der Bau der Wasserleitungen oft ein Graus, da das eine Fitzelei ist. Wieso ist es so schwer, mal ein gerades Aquädukt zu bauen? Auch der automatische Bau der Straßen führt oft zu langen Umwegen und Schlangen, da der Platz fehlt. Das hätte man doch komfortabler gestalten können, indem alles genormt wird. Das Drehen der Gebäude ist ebenfalls umständlich, so dass die schon mal verkehrt herum in der Landschaft stehen. Der Anschluss an das Pflasterstraßennetz ist auch umständlich, so dass ihr schon mal Häuser wieder abreißen und Platz schaffen müsst.
Im- und Export
Bei Caesar IV gilt wieder das eherne Gesetz der Städtebauspiele:
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| Was ihr nicht selbst produzieren könnt, müsst ihr teuer importieren. Die Patrizier verlangen nach Luxus. |
Je mehr verschiedene Waren ihr anbietet, desto glücklicher wird eine Klasse sein und desto größer und schöner werden die Häuser. Ziemlich bald solltet ihr daher Waren aller Arten anbieten, um eure Bürger zu versorgen. Es gibt Nahrungsmittel, Standard- Luxuswaren und exotische Dinge, die auf einen Märkten verkauft werden. Die Produktion erfolgt in zwei Schritten, wobei eine oder zwei Rohstoffe benötigt werden. Um den Luxus Bestecke herzustellen, braucht ihr nur Eisen, für Waffen Holz und Eisen.
Die Versorgung klappt recht gut, da die Einkäufer die Waren schön auf alle Häuser verteilen. Ihr könnt sehen wie sie vom Markt mit ihrer Beute nach Hause eilen. Sollte doch mal etwas fehlen, gibt es auch noch den Warenaustausch mit anderen Städten. Dazu richtet ihr ganz simpel eine Handelsroute über Land oder Meer ein. Schiffe braucht ihr dafür aber nicht zu bauen. Auf diese Weise kommt ihr an exotische Waren wie Parfum, Elfenbein oder Gewürze. Wollt ihr nicht nur einen Schrein sondern auch einen großen Jupitertempel bauen, könnt ihr den dazu nötigen Marmor einführen.